Hannibal (gebundene Ausgabe) / Thomas Harris Testbericht

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Erfahrungsbericht von MDC11

Besser als der Film!

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Die groß erwartete Fortsetzung von \"Das Schweigen der Lämmer\", war ja als Film wirklich eher ein Flop, die Buchvorlage kann man allerdings empfehlen, auch wenn sie nicht annährend an den Vorgänger heranreicht.

Die Story beginnt 7 Jahre nach Dr. Lecters spektakulärer Flucht in Baltimore , 7 Jahre in denen das FBI jede Spur des Kannibalen verloren hat.

Währenddessen ging es mit Clarice Starlings Karriere steil bergab,einer ihrer Vorgesetzten, desen Anmachversuche sie ignoriert hat, wartet nur auf eine Gelegenheit es ihr heimzuzahlen.
Diese bekommt er auch, als es bei einer Razzia, unter Stralings Kommando zu einem Blutbad kommt.
Starling bekommt die Schuld zugesprochen und wird vom Dienst suspendiert.

Nachdem alle Welt sich gegen Clarice stellt, ist es ausgerechnet Dr. Lector, welcher ihr einen Brief sendet, in welchem er sein Mitgefühl ausdrückt.
Das Auftauchen des Kannibalen wiederum ruft den Millionär Mason Verger auf den Plan, welcher seit Jahren nach Lector sucht.
Verger war einer von Hannibals Patienten, welcher von dem dämonischen Psychater unter Drogeneinfluss gezwungen wurde, sich selbst zu verstümmeln.
Seit dem ist Verger ein bettlägeriger Krüppel, dessen einziges Lebensziel die Rache an seinem Peiniger ist.

Mit Hilfe des Polizisten Pazzi findte Vercor Lector und will ihn in die USA verschleppen lassen, um ihn dann einen grausamen Tod ( durch mörderische Wildschweine! ) auszusetzen.
Lector gelingt es allerdings Pazzi zu töten, er wird aber dann doch von Vergers Schergen gekidneppt.

Ironischerweise scheint seine einzige Chance somit Clarice Starling zu sein, doch wird diese, ohne die Mittel des FBI ihn rechtzeitig finden?
Und will sie dem dämonischen Arzt überhaupt helfen???


Wer ein zweites Schweigen der Lämmer erwartet, wird wohl enttäuscht werden.
Die Story läuft völlig anders ab, besonders das geniale Psychoduell zwischen Lector und Starling, w elches SdL erst so gut machte, bleibt aus, da die beiden erst am Ende des Buches aufeinandertreffen.

Stellenweise ist das Buch auch verdammt langatmig, besonders die Szenen mit Pazzi in Florenz langweilen den Leser doch sehr schnell, da hätte man einiges einsparen sollen.

Warum mir dieses Buch denoch sehr gefällt:

Harris schafft es auf geniale Weise Lector zum Anti- Helden zu machen.
In einer Story, wo scheinbar jeder vom Wahnsinn betroffen ist ( Verger, seine Schwester, Starlings Vorgesetzter usw ) wirkt der dämonische Doktor mit seinen guten Umgangsformen fast sympathisch.
Man fiebert mit ihm, hofft das er Vergers Falle entkommt, vergißt fast das Lector ja ein menschenfressender Psycho ist.
Durch diese Gestaltung des Charakters wird das Buch für den Leser sehr intressant und man wünscht sich eine weitere Fortsetzung.

Ach ja, besondere Erwähnung sollte noch das Ende des Buches finden.
Anstatt einem 08/15 Ende präsentiert Harris ein ebenso überraschendes, wie schockierendes Ende, mit dem wohl kein Leser rechnen würde.

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