Harry Potter und der Gefangene von Askaban (DVD) Testbericht

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Summe aller Bewertungen
  • Action:  viel
  • Anspruch:  anspruchsvoll
  • Romantik:  durchschnittlich
  • Humor:  humorvoll
  • Spannung:  sehr spannend

Erfahrungsbericht von Katez

Moony, Wormtail, Padfoot and Prongs

4
  • Action:  viel
  • Anspruch:  durchschnittlich
  • Romantik:  sehr niedrig
  • Humor:  humorvoll
  • Spannung:  spannend
  • Altersgruppe:  ab 12 Jahren
  • Meinung bezieht sich auf:  Kino-Version

Pro:

Geniale Schauspieler, hervorragende Szenen

Kontra:

große Lücken, Verständnisschwierigkeiten für \"HP-Laien\"

Empfehlung:

Ja

Alle haben wir gefiebert, wann es weitergeht und endlich, endlich am 03.06.04 war es dann soweit. „Harry Potter und der Gefangene von Askaban“ lief endlich im Kino! Gespannt war ich schon seit ewigen Zeiten, besonders seit ich ein paar Details über den Film erfahren hatte, wie z.B. die Besetzung der neu zu vergebenden Rollen, die Dauer des Filmes etc. und seit ich den ersten Trailer im Internet entdeckt hatte.
Aber beginnen wir von vorne!

Worum geht’s?
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Harry Potter (Daniel Radcliffe), ein junger Zauber auf der Hexen- und Zaubererschule Hogwarts, wächst bei seiner Tante und seinem Onkel auf, weil seine Eltern vom berühmtberüchtigtsten Zauber der Zeit, Lord Voldemort, umgebracht wurden. Auch gegen Harry selbst hatte der mächtige Zauberer seinen Todesfluch gewandt, doch ohne Erfolg. Deshalb fiel die Macht Lord Voldemorts in sich zusammen und Harry wurde berühmt – aber auch den Anhängern Voldemorts verhasst.
In diesem Film war einer dieser Anhänger, Sirius Black (Garry Oldman) aus dem Zauberergefängnis Askaban entkommen – angeblich auf der Suche nach Harry. Das weiß dieser zu Beginn des Filmes allerdings noch nicht. Zu dieser Zeit befindet sich der junge Zauberer noch bei seinen Verwandten, da gerade Ferien sind. Da eine unerträgliche Tante (Tante Marge) seine Eltern beleidigt, rastet Harry so aus, dass er seine Tante aufbläst und diese davon schwebt. Weil Zauberschüler während der Ferien eigentlich nicht zaubern dürften, hat Harry nun ein kleines Problem, da er befürchtet, von der Schule verwiesen zu werden. Deshalb flieht er aus dem Haus seiner Verwandten.
Unterwegs wird er vom „Fahrenden Ritter“, dem Nottransporter für gestrandete Hexen und Zauberer aufgelesen und sicher in ein Zaubererpup gebracht, in dem schon Cornelius Fudge (Robert Hardy), der Zaubereiminister auf ihn wartet. Zu Harrys Verwunderung macht ihm keiner Vorwürfe für das Aufblasen seiner Tante, sondern alle sind nur froh, dass Harry nun in Sicherheit ist. Erst von Rons Vater erfährt er, dass vermutet wird, dass Sirius Black, ein gefährlicher Mörder, hinter ihm her ist.
Auf dem Weg nach Hogwarts wird der Zug plötzlich von Dementoren durchsucht. Diese Wesen bewachen auch Askaban und saugen jedem Menschen die Lebensfreude aus dem Leib. Die Menschen, die sich in ihrer Nähe befinden, erinnern sich nur noch an ihre schlimmsten Erlebnisse. Dies wird Harry zum Verhängnis, da er Furchtbares erlebt hat, als seine Eltern von Lord Voldemort ermordet wurden. Ein weiterer Mann, der sich mit Ron (Rupert Grint), Hermione (Emma Watson) und Harry im gleichen Abteil befindet, entpuppt sich als ihr Remus Lupin (David Thewlis), der neue Lehrer für „Verteidigung gegen die dunklen Künste“ und vertreibt erfolgreich die Dementoren.
In Hogwarts angekommen, erfahren die Schüler, dass es noch einen weiteren neuen Lehrer gibt: Rubeus Hagrid (Robbie Coltrane) einen Halbriesen. Dies wird natürlich von den Slytherins nicht gerne gesehen. Schon in Hagrids erster Unterrichtsstunde kommt es zu einem folgenschweren Zwischenfall mit Draco Malfoy (Tom Felton)...
Auch in Harrys neuem Unterrichtsfach Wahrsagen geht nicht alles so glatt, wie er es sich wünscht. Seine Lehrerin, Professor Trelawney (Emma Thompson) prophezeit ihm seinen Tod voraus.
In „Verteidigung gegen die dunklen Künste“ lernen die Schüler gegen einen Irrwicht zu kämpfen, der immer die Gestalt von dem annimmt, vor dem sich sein Gegenüber am meisten fürchtet. Mit Hilfe dieses Irrwichts lernt Harry auch einen Patronus (Schutz gegen Dementoren) heraufzubeschwören.
In diesem Film erfährt Harry auch einiges über seine Eltern: Ihr bester Freund, Sirius Black, der auch Harrys Pate ist, scheint sie verraten zu haben. Schließlich trifft auch Harry auf Sirius und Remus Lupin, dem er so sehr vertraut hat, stellt sich als ein Freund Blacks heraus. Doch dann...

negative Kritik
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Dieser Film weicht deutlich stärker von der Buchvorlage ab, als es die anderen Filme taten. Teilweise verhilft dies zu recht amüsanten Szenen, wie z.B. der Ausgestaltung der Fahrt mit dem „Fahrenden Ritter“. Durch die starke Kürzung des Buches kann es jedoch bei Zuschauern, die das Buch nicht kenne, zu deutlichen Verständnisschwierigkeiten kommen. Auch ist mir schleierhaft, wie die folgenden Filme auf den dritten aufbauen wollen, da – meiner Meinung nach – sehr wichtige Details einfach nicht erwähnt wurden.
Da wäre z.B. die Tatsache, dass Remus Lupin, Peter Pettigrew, Sirius Black und James Potter in ihrer Schulzeit eng befreundet waren. Nirgends wurde erwähnt, dass Lupins Freunde zu Animagi wurden um ihrem Freund Gesellschaft leisten zu können, wenn er sich in einen Werwolf verwandelt hatte. Hierbei fehlt auch das genauere Wissen, weshalb Severus Snape (Alan Rickman) Harry so hasst. Dadurch wirkt die Szene, in der Severus Sirius umbringen will, etwas dünn, da der „uninformierte“ Zuschauer nicht weiß, dass Severus in jungen Jahren einen Streich Sirius’ beinahe mit dem Leben bezahlt hätte.
Auch lässt sich nur schwer nachvollziehen, weshalb zuerst alle davon ausgehen, dass Sirius Black Harrys Eltern ausgeliefert hat, es dann jedoch trotzdem plötzlich Peter gewesen war. Dies lässt sich meiner Meinung nach nur erklären, wenn man gleichzeitig erwähnt, dass Peter (und nicht Sirius, wie alle dachten) der Geheimniswahrer von Harrys Eltern war.
Auch Hintergrundinformation bzgl. der Karte des Rumtreibers fehlte. Weshalb wusste Lupin wie er sie handhaben musste, während Severus keine Ahnung hatte. Wer sind Moony, Wormtail, Padfoot und Prongs? Und weshalb verwandelt sich Harrys Patronus in einen Hirschen? Diese ganzen Fragen blieben im Film ungeklärt.
Was mir auch fehlt (ich hab das Gefühl, als würde diese Szene noch mal eine Rolle spielen, aber da kann ich mich auch irren) ist, als Dumbledore Harry erklärt, dass es nicht umsonst war, dass er Peter Pettigrews Leben gerettet hat: „Das ist ganz tiefe, undurchdringliche Magie, Harry. Aber glaub mir... der Tag mag kommen, an dem du sehr froh sein wirst, Pettigrew den Tod erspart zu haben.“

positive Kritik
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Genug gemeckert, was war dafür hervorragend? Gut gemacht und auch für „Laien“ verständlich fand ich die Szene mit dem Stundenglas. Auch wie im Film immer wieder gezeigt wurde, dass das ganze Schloss von Dementoren umstellt war, fand ich gelungen und wie sie alles in ihrer Umgebung gefrieren ließen.
Ewig dankbar bin ich dafür, dass meine beiden Lieblingsszenen im Film gelassen wurden:
1. Wie Neville gegen den Irrwicht kämpft und dieser die Gestalt von Severus Snape annimmt, der dann auch noch die Klamotten von Nevilles Großmutter verpasst bekommt. Einfach köstlich mit anzusehen und man spürt förmlich, wie Alan Rickman diese Szene Spaß gemacht hat!
2. Auch über die Szene, in der Harry mit der Karte des Rumtreibers durch das Schloss marschiert und von Severus überrascht wird, finde ich einmalig! Ich könnte mich immer noch totlachen bei der Erinnerung an die Aufschrift der Karte (Die hochwohlgeborenen Herren Moony, Wurmschwanz, Tatze und Krone erweisen Professor Snape die Ehre und empfehlen ihm, sein überlanges Riechorgan aus den Angelegenheiten anderer Leute herauszuhalten) oder Lupins Vorschlag, Severus solle weiter mit seinem Chemiebaukasten spielen!
Wie man schon daran gesehen hat, dass dies meine beiden Lieblingsszenen sind, ist ein riesiger Bonuspunkt für HP3 natürlich die Tatsache, dass so brillante Schauspieler wie Alan Rickman mitspielen. Wobei er – wenn auch der Beste – nicht der einzige gute Schauspieler ist, sondern auch Emma Thompson als Wahrsagerin einer Erwähnung wert ist. Die jungen Zauberer Harry, Emma, Ron und Draco Malfoy überzeugen mich in diesem Film noch deutlich mehr als in den vorangegangen, weil man einfach merkt, dass sie älter und erfahrener geworden sind! Skeptisch war ich anfangs der Neubesetzung Dumbledores gegenüber, doch Michael Gambon hat den verstorbenen Richard Harris meiner Meinung nach würdig ersetzt.

Fazit
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Ein (bis auf kleine Details) wirklich gelungener Film und für Harry Potter- oder Alan Rickman-Fans ein absolutes Muss. Auch für „Laien“ kann es ein durchaus interessanter und amüsanter Film sein, wobei ich empfehlen würde, dass man sich vor dem Film vielleicht etwas über die Handlung informieren sollte, damit man dem doch ziemlich gekürzten Film noch gut folgen kann. Wegen einiger doch ziemlich bedeutender Lücken dennoch nur vier Sterne!

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