Harry Potter und der Gefangene von Askaban (DVD) Testbericht

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Summe aller Bewertungen
  • Action:  viel
  • Anspruch:  anspruchsvoll
  • Romantik:  durchschnittlich
  • Humor:  humorvoll
  • Spannung:  sehr spannend

Erfahrungsbericht von T_Goose

Harry und die Dementoren

4
  • Action:  viel
  • Anspruch:  anspruchsvoll
  • Romantik:  durchschnittlich
  • Humor:  durchschnittlich
  • Spannung:  spannend
  • Altersgruppe:  ab 12 Jahren
  • Meinung bezieht sich auf:  Kino-Version

Pro:

tolle Story, gute Effekte, Daniel Radcliffe, Altersfreigabe

Kontra:

teilweise wirkt der Film zu komisch

Empfehlung:

Ja

Hallo liebe Community. Auch wenn das Wetter eher zu Aktivitäten im Freien einlädt, hat mich ein Film regelrecht ins Kino gezogen, denn mit Harry Potter und der Gefangene von Azkaben, läuft zurzeit der dritte Teil der bekannten Erfolgsstory. Bereits ist ersten beiden Teile haben mir gefallen und auch die Bücher habe ich inzwischen alle gelesen. Daher stand es für mich auch nie zur Diskussion, dass ich mir den Film ansehen werde. Da meine Freundin und noch zwei Bekannte von uns den Film ebenfalls sehen wollte, haben wir ihn uns gestern zusammen angesehen.

.:: Story ::.

Harry Potter ist während der Sommerferien wieder bei seinem Onkel Vernon und Tante Petunia, die er absolut nicht ausstehen kann. Als wäre das noch nicht genug, kommt Onkel Vernons Schwester Marge zu Besuch, die Harry auf den Tot nicht ausstehen kann. Während des Essens, wobei sie Harry immer wieder schikaniert, beleidigt sie auch seine Eltern, wobei Harry der Kragen platzt! Er verwandelt Marge kurzerhand in einen riesigen Ballon, der schwebend das haus verlässt. Harry hält es nicht mehr bei seinem Onkel und Tante aus, packt seine Sachen und flieht. Als er sich kurz ausruht, kommt ein überdimensionaler Geisterbus, der Harry aufnimmt und nach einer rasanten Fahrt nach London in die Leaky Cauldron Kneipe bringt.

Dort wird Harry vom Vorsitzenden der Minister für Zauberei Cornelius Fudge empfangen. Harry befürchtet das schlimmste und das er von der Zauberschule in Hogwarts ausgeschlossen wird, da er außerhalb der Schule gezaubert hat. Doch Cornelius Fudge hat dafür gesorgt, dass die aufgeblasene Tante wieder eingefangen wird und sich an nichts erinnern kann.
Harry darf bis zum Beginn der Schule bleiben und er erfährt schnell, dass aus dem berüchtigten Zaubergefängnis in Azkaban erstmals ein Gefangener fliehen konnte. Dabei handelt es sich um Sirius Black, ein ehemaliger Freund von Harrys Eltern. Er hat seine Eltern offensichtlich an Voldemort verraten und schient nun hinter Harry selbst her zu sein. Doch die Wächter von Azkaban, die Dementoren, sind ihm bereits auf der Spur.

So geht es bald mit dem Zug in die Zauberschule nach Hogwarts. Schon während der Fahrt trifft Harry auf seine Freunde Hermine und Ron, genauso wie auf den neuen Professor Lupin, der die Verteidigung gegen die dunklen Künste unterrichten soll. Als der Zug plötzlich stoppt und die Dementoren Harry angreifen, wehrt er sich ab und bewahrt Harry so vor einem schrecklichen Unheil.

In Hogrwarts selbst hat sich einiges getan. Mit Professor Lupin und Professor Trelawney gibt es zwei neue Lehrer und auch Hagrid darf in diesem Schuljahr seine ersten Lehrversuche machen. Auch in Hogwarts haben sich die Dementoren bereits ausgebreitet, da sie annehmen, das Sirius Black hierher unterwegs ist. Beim Quidditchspiel greifen sie sogar erneut Harry an, und auch Professor Lupin scheint ein dunkle Geheimnis zu haben. Die Spannung steigt ins Unermessliche, als sich auch noch Sirius Black unbemerkt in die Schule eingeschlichen hat...

.:: Meinung :..

Der dritte Teil von Harry Potter hat das Bekannte Muster. Harry ist anfangs bei seinem Onkel und Tante, mit denen er sich nicht versteht, kommt anschließend nach Hogwarts auf die Zauberschule, wo er wieder auf seine Freunde trifft. Doch trotzdem ist diesmal alles etwas anders, da der neue Regisseur Alfonso Cuarón seine Ideen in geänderter Form umsetzt. Gut, die Schüler lernen selbstverständlich wieder etwas in der Zauberschule und es ist interessant zu sehen, was sie in diesem Jahr für neue Zaubersprüche lernen. Das Quidditch-Match, welches diesmal im Strömenden Regen stattfindet, darf selbstverständlich nicht fehlen, doch ist es deutlich kürzer, als in den beiden teilen zuvor. Es ist bloß ein kleiner Ausschnitt und wenn Harry dort nicht von den Dementoren angegriffen worden wäre, hätte man gänzlich darauf verzichten können. Auch ist seine ewige Fehde mit Malfoy nicht so ausgeprägt und kommt nur am Rande durch.

Cuarón wollte in seiner Umsetzung deutlich mehr Witz hineinbringen, was ihm aber nicht immer gelungen ist. Der um sich schlagende Baum von Hogwarts ist zwar noch ganz lustig, besonders wenn er zu wechselnden Jahreszeiten mit einem Schlag die Blätter verliert oder durch sein umherschlagen einen Vogel erlegt, mehr aber auch nicht. Auch die Vorstellung von Hagrid als neuen Lehrer finde ich nicht sonderlich gelungen, da ihm die große bunte Krawatte einfach nicht passt. Er passt vielmehr in einen großen Umhang und nicht zu einer feinen Krawatte.
Was mir aber besonders gut gefallen hat, ist die Umsetzung von Professor Trelawney. Die neue Professorin ist die reinste Nervensäge und allein schon ihre Art ist urkomisch. Mit den zerzausten Haaren und der großen Brille sieht sie komisch aus und im Unterricht mit Kaffeesatzlesen plappert sie ihre schlimmen Interpretationen schnurstracks hinaus, ohne Rücksicht auf die Folgen für die Schüler. Das hat doch den einen oder anderen Lacher verursacht.

Durch die Einführung der Dementoren, den Wachen des Zauberergefängnisses in Azkaban, wurde wieder eine deutlich düstere Stimmung geschaffen. Die Dementoren sind bloß als dunkle Schatten, die wie Gespenster wirken, zu sehen. Es ist meiner Meinung nach Schauder einregend, wenn diese in großen Gruppen umherfliegen. Das ist für Kinder ganz bestimmt kein schöner Anblick, genau wie die Verwandlung von Professor Lupin in einen Werwolf. Genauso die Darstellung eine bösen schwarzen Hundes, dürfte so manchem jungen Zuschauer Angst einflößen. Daher halte ich die Heraufsetzung der Alterfreigabe auf 12 Jahre vollkommen gerechtfertigt.

Die tollen Spezialeffekte dürfen in einem Harry Potter natürlich auch nicht fehlen. Schon gleich zu Beginn sieht man eine sich aufblähende Marge, die dann als Ballon am Himmel schwebt. Ich finde ihre Darstellung, wie sie immer dicker und dicker wird sehr gut und einfach nur urkomisch. Damit aber noch lange nicht genug. Die rasante Fahrt im Geisterbus nach London, ist ein echtes Highlight! Mit einem unbeschreiblichen Tempo fährt der Bus durch die Straßen, ohne von den normalen Menschen gesehen zu werden. Als eine ältere Frau über eine Zebrastreifen geht, bleibt der Bus abrupt stehen, lässt die alte Frau über die Straße und setzt seine Fahrt anschließend fort. Als ihnen in London zwei große rote Doppeldeckerbusse entgegen kommen, fahren sie zwischen ihnen durch, wobei der Bus sich in die Höhe streckt! Ein Bild für die Götter, als alle Insassen in die Höhe gezogen werden und nur noch schmale Striche sind. Dabei wirken die Computereffekte aber sehr realistisch und in keiner Form gekünstelt.
In Hogwarts selbst finde ich die Geister, die in Bildern leben, einsame Spitze. Dabei sind sie nicht fest in einem Bild gefangen, sondern können von Bild zu Bild wandern und sich so mit anderen Geistern dort treffen. Auch die „Karte des Herumtreibers“ ist sehr gelungen. Auf dieser sind die Umrisse von Hogwarts zu sehen und wenn man die Karte mit einem Zauberspruch öffnet, sieht man genau, wer sich wo aufhält! Ich finde es sehr gelungen, wie einzelne Fußstapfen mit dem dazugehörigen Namen über die Karte laufen.

Die Musik kommt auch diesmal wieder von John Williams, der wieder auf die bekannten mystischen Töne setzt und so eine gewohnte Stimmung schafft!

Die Story an sich finde ich sehr gelungen und gut umgesetzt. Durch den Ausbruch von Sirius Black aus Azkaban, was gleich zu Beginn bekannt wird, ist die Spannung sofort da und bleibt auch den gesamten Film über. Allein schon der Anblick von Sirius Black in der animierten Zeitung, wo er mit einem fiesen Lachen zu sehen ist, sorgt für ein Anhalten der Spannung. Diese kann sich auch durch den gesamten Film ziehen und ich fand, dass es trotz der 141 Minuten keine unnötige Länge gegeben hat. Ganz im Gegenteil, der Film verlief äußerst flüssig und es hat großen Spaß gemacht, ihn zu sehen.

.:: Schauspieler ::.

Daniel Radcliffe ( Harry Potter )
Radcliffe spielt nun schon zum dritten Mal die Rolle des Zauberlehrlings Harry Potter. War er in den ersten beiden Teilen noch ein kleiner Junge, so ist er inzwischen deutlich erwachsener geworden und zu einem wahren Teenager herangereift. Er ist ein echter Mädchenschwarm! Radcliffe spielt seine Rolle sehr überzeugend, was vor allen bei seinen Zaubersprüchen sehr gut rüberkommt. Er besitzt eine ausgezeichnete Mimik und ist die Idealbesetzung für diese Rolle. Da kann man sich schon auf die nächsten Teile mit ihm freuen!

Emma Watson ( Hermine )
Auch Hermine hat sich deutlich weiterentwickelt, ist aber immer noch genauso klug wie früher. Vielleicht sogar ein bisschen mehr. Sie weiß einfach alles und plappert die Antwort im Unterricht auch gerne mal raus, was besonders bei Professor Snape nicht gut ankommt. Ich finde dieses vorlaute Mädchen aber wirklich goldig und sie passt sehr gut zu Harry.

Rupert Grint ( Ron Weasley )
Die Rolle des Ron Weasley wird von Rupert Grint sehr überzeugend gespielt. Er ist logischerweise auch älter geworden, ist aber immer noch so tollpatschig, ängstlich und verweichlicht, wie zuvor. Da wird eine kleine Kratzwunde schon zur großen Verletzung oder ein Alptraum reißt ihn nachts aus dem Schlaf. Durch seine Mimik und Gestik kann er voll und ganz überzeugen und es ist einfach eine große Freude, ihn zu sehen.

David Thewlis ( Professor Lupin )
Diese Rolle ist neu und ich finde, dass David Thewlis sie gut ausfüllt. So ungefähr hatte ich mir die Figur beim Lesen vorgestellt. Er scheint sich vor keiner Sache zu fürchten und schafft es mit seiner Art immer wieder, eine heikle Situation zu beruhigen. Eine tolle Besetzung!

Emma Thompson ( Professor Trelawney )
Auch diese Rolle ist neu. Emma Thompson spielt dabei die durchgeknallte Professorin Trelawney, die das Wahrsagen unterrichtet. Mit ihrer großen Brille, den zerzausten abstehenden Haaren, macht sie eine komischen Eindruck, was durch ihre kratzende Stimme zusätzlich beeinträchtigt wird. Sie wirkt sehr exzentrisch auf mich, aber noch nicht übertrieben. So sorgt sie dafür, dass sie den einen oder anderen Lacher auf ihrer Seite hat.

Gary Oldman ( Sirius Black )
Für die Rolle von Sirius Black hätte mit Gary Oldman kaum jemand besseres gefunden werden können. Sein Erscheinungsbild, mit zerrissenen Klamotten und total verdreckten Aussehen, passt bestens auf jemanden, der zwölf Jahre im Gefängnis gesessen hat. Auch sein leicht wahnsinniges Auftreten, passt bestens zu seiner Situation, was noch von einem schäbigen Lachen unterstützt wird. Wirklich einzigartig und perfekt ausgewählt!

Michael Gambon ( Dumbledore )
Die Rolle von Dumbledore, dem großen Zauberer in Hogwarts, musste nach dem Tot von Richard Harris mit Michael Gambon neu besetzt werden. Es war schwer, diese Lücke zu füllen, da Harris diese in den ersten beiden Teilen wirklich hervorragend ausgefüllt hat. Unter dem großen weißen Bart, dem Hut und dem Mantel spielt Gambon seine Rolle recht gut, kommt aber leider nicht an seinen Vorgänger heran. Wirklich schade, da dies meine bisherige Lieblingsrolle war.

Robbie Coltrane ( Hagrid )
Auch Hagrid ist wieder mit von der Partie und wird von Robbie Coltrane wieder sehr gut dargestellt. Mir gefällt der große, bärtige Kautz, der einfach eine liebenswürdige Art an sich hat, und man ihm nichts für übel nehmen kann. Die Rolle als Lehrer, wobei er etwas aufgeregt ist, spielt er perfekt. Was mir auch gefällt ist, dass er deutlich mehr Gefühle zeigt, als bisher. Eine ausgezeichnet gespielte Rolle!

Alan Rickman ( Professor Snape )
Die Rolle von Professor Snape wird wider sehr gut von Alan Rickman verkörpert. Er ist etwas fies und lässt das sein gegenüber auch spüren. Doch im Grunde ist er nur besorgt und möchte für die Schüler nur das Beste. Mir gefällt die Auslegung der Figur jedenfalls sehr gut.

.:: Daten zum Film ::.

Land / Jahr : USA 2004
Titel : Harry Potter und der Gefangene von Azkaban ( Original : Harry Potter and the Prisoner of Azkaban )
Verleih : Warner Bros.
Länge : 141 Minuten
FSK : ab 12 Jahren
Drehbuch : Steven Kloves nach dem Buch von J.K. Rowling
Regie : Alfonso Cuarón
Schauspieler : Daniel Radcliffe ( Harry Potter ), Emma Watson ( Hermine ), Rupert Grint ( Ron Weasley ), David Thewlis ( Professor Lupin ), Emma Thompson ( Professor Trelawney ), Gary Oldman ( Sirius Black ), Michael Gambon ( Dumbledore ), Robbie Coltrane ( Hagrid ), Alan Rickman ( Professor Snape )
Kinostart : 03.06.2004
Internet: http://www.harrypotter.warnerbros.de/home.html

.:: Fazit ::.

Ich finde trotz des Wechsel des Regisseurs, ist es ein guter dritter Teil geworden, der absolut sehenswert ist. Lediglich die einige komische Szenen wirken zu überzogen. Die Story ist gut und durchdacht, und verläuft bestens. Die schauspielerische Leistung ist wirklich sehr gut, vor allen aber Daniel Radcliffe finde ich genial. Ich kann mir einfach niemanden anders für diese Rolle des Harry Potter vorstellen. Ich halte den Film nicht nur für Fans für sehenswert und möchte ihn euch daher empfehlen und vergebe für ihn 4 Sterne.

Danke fürs Lesen und Bewerten. Bis zum nächsten Bericht

Ciao T_Goose

28 Bewertungen, 1 Kommentar

  • kleenerknuffi

    12.06.2004, 21:56 Uhr von kleenerknuffi
    Bewertung: sehr hilfreich

    hat der FIlm auch gut gefallen. Bei den Jungschauspielern haben wir immer nur gesagt "ist der/die groß geworden" Liebe Grüße Bine