Hauptbahnhof Hamburg Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
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Erfahrungsbericht von Asmodina
Der Hamburger Hauptbahnhof
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Der Hamburger Hauptbahnhof wurde Anfang des 20. Jahrhunderts gebaut und zwar auf dem ehemaligen Gelände des Stadtwalles.
Hier befand sich auch ein Friedhof (an der Kirchenallee) der für die Baumaßnahmen extra geräumt wurde.
Am 06. Dezember 1906, zu Nikolaus, wurde der Hauptbahnhof eröffnet.
Gebaut weil die damals kleinen in dieser Region verteilten Bahnhöfe (Berliner Bahnhof oder Klostertorbahnhof) dem wachsenden Schienenverkehr nicht mehr Herr wurden. Diese kleinen Bahnhöfe wurden aufgelöst und durch den Hauptbahnhof ersetzt.
Zu seiner Eröffnungsfreier ist der Bahnhof interessanter weise noch gar nicht fertig gestellt (wie ich z.B. Quellen der Hamburger Chronik entnehmen konnte).
Erst während der Feierlichkeiten wurden die Stellwerke für die Fernzüge Kiel, Flensburg, Lübeck und Berlin von denn Technikern umgestellt. Auch Nahverkehrsanbindungen wie Eidelstedt – Langenfelde und Altona waren noch im Bau.
Der Alte Hauptbahnhof wurde gebaut in „alter Hamburger traditioneller Architektur“. Ursprünglich war ein Bau im Jugendstil vorgesehen, doch Kaiser Wilhelm II fand dies „einfach scheußlich“ und „viel zu modern“ *grins*. So bekamen der Bahnhof und die ehemalige Wandelhalle ein zurückhaltendes Äußeres aus Naturstein.
Der Bau kostete damals 9,25 Mio. Mark und wurde zum Großteil von der Stadt Preußen finanziert.
Heute sind der Dammtorbahnhof und der Altonaer Bahnhof neben dem Hauptbahnhof die größten in Hamburg und tragen den Hauptteil des nationalen und internationalen Bahnfernverkehrs, sowie den S- und U-Bahn Nahverkehr der Stadt Hamburg.
Im Zweiten Weltkrieg erlitt der Hauptbahnhof einen beträchtlichen Schaden, wurde aber schnell wieder aufgebaut.
Die sechs Gleispaare und 5 Bahnsteige wurden in den einstigen Stadtgraben eingesenkt.
Über den Hauptteil des Bahnhofes spannt sich eine 35m hohe und 140 x 120m weite Bahnsteighalle in freitragender Stahl-Glas-Bauweise – die Wandelhalle.
Das gesamte Areal des Bahnhofes ist etwa 450m lang. Die Bahnsteige des Fernverkehrs haben mitunter eine Länge von bis zu 367m.
Ein weiterer unterirdischer Bahnsteig entstand an der Ostseite der Anlage.
Unter dem Nord-, und Südende des Bahnhofes befinden sich übrigens die diversen U-Bahnstationen.
Täglich herrscht ein Bahnverkehrsaufkommen von etwa 820 Fernzügen und etwa 1200 S-Bahnzügen. Dazu kommen diverse Busse und U-Bahnen die täglich in Hamburg pendeln.
Das Empfangsgebäude (mit quadratischen Flankentürmen) wurde nördlich quer vor die Bahnsteighalle gesetzt.
Die so genannte „Wandelhalle“ ist erst vor ein paar Jahren (1984) gänzlich erneuert worden, sowohl in der Konstruktion als das auch eine komplette Neugestaltung (1991) erfolgte.
Früher gab es anstelle der Wandelhalle lediglich einen alten überdimensionalen Holzsteg um vom einen Ende des Bahnhofes zum anderen zu gelangen. Der Name bestand so aber schon immer! Damals eben im Sinne des „wandeln“, sprich gehen um vom einen Ende des Bahnhofes zum anderen zu gelangen.
Mehrere Jahre dauerten die neuen Baumaßnahmen, bis sie zur Neueröffnung im Sommer 1991.
Dieses geschah sowohl aus Gründen des damals aufkommenden ICE Verkehrs und dem damit verbundenen Tourismus, als auch um ein bis dahin einzigartiges modernes Einkaufszentrum zu erschaffen das über direktem Anschluss zum Nah- und Fernverkehr verfügt.
Am 30. Mai 1991 um 13 Uhr wurde das, damals 80 Mio. DM teure, Projekt eröffnet.
Inzwischen sind es auf den 7681 nutzbaren Quadratmetern 36 Geschäfte welche auf zwei Etagen die Wandelhalle nicht nur in ihrer Funktion als Bahnhofszugang sondern auch stark kommerziell nutzten. Öffnungszeiten 6 bis 23 Uhr.
Hier gibt es z.B.(!) diverse Geschenkeshops, einen HiFi Laden, Imbisse und kleine Restaurants (von Chinesisch bis McDonalds), Friseure, Schlüsseldienst, Schmuckläden, Bücher, Bekleidung … und das Reisezentrum der Deutschen Bahn.
In der unmittelbaren Nachbarschaft des Hauptbahnhofs findet man drei wichtige Kulturstätten:
- die Kunsthalle am Glockengießerwall
- das Deutsche Schauspielhaus an der Kirchenallee und
- das Museum für Kunst und Gewerbe am Steintorplatz.
Jedes der Genannten ist binnen weniger Minuten vom Bahnhof aus zu erreichen.
Vom Hauptbahnhof aus starten nebenbei auch die Stadtrundfahrten in den hübschen und interessanten Doppeldeckerbussen.
Nicht weit entfernt erschließt sich auch die Hamburger Innenstadt, in der man wunderbar bummeln und shoppen gehen kann.
Bereits 1951 baute man südöstlich vom Bahnhof den so genannten „ZOB“ (Zentral-Omnibus-Bahnhof) für Regional- und Fernautobusverkehr.
Täglich pendeln hier unzählige Busse durch die Stadt und auch in nahe gelegene andere Städte, sowie auch zu weiter entfernten Zielen als Bustouren.
Wer einmal in Hamburg ist sollte einen Abstecher wagen und sich den Bahnhof einmal ansehen. Vermutlich, ist man mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs, führt der Weg aber eh hier vorbei. :o)
Gruß
Asmodina
Hier befand sich auch ein Friedhof (an der Kirchenallee) der für die Baumaßnahmen extra geräumt wurde.
Am 06. Dezember 1906, zu Nikolaus, wurde der Hauptbahnhof eröffnet.
Gebaut weil die damals kleinen in dieser Region verteilten Bahnhöfe (Berliner Bahnhof oder Klostertorbahnhof) dem wachsenden Schienenverkehr nicht mehr Herr wurden. Diese kleinen Bahnhöfe wurden aufgelöst und durch den Hauptbahnhof ersetzt.
Zu seiner Eröffnungsfreier ist der Bahnhof interessanter weise noch gar nicht fertig gestellt (wie ich z.B. Quellen der Hamburger Chronik entnehmen konnte).
Erst während der Feierlichkeiten wurden die Stellwerke für die Fernzüge Kiel, Flensburg, Lübeck und Berlin von denn Technikern umgestellt. Auch Nahverkehrsanbindungen wie Eidelstedt – Langenfelde und Altona waren noch im Bau.
Der Alte Hauptbahnhof wurde gebaut in „alter Hamburger traditioneller Architektur“. Ursprünglich war ein Bau im Jugendstil vorgesehen, doch Kaiser Wilhelm II fand dies „einfach scheußlich“ und „viel zu modern“ *grins*. So bekamen der Bahnhof und die ehemalige Wandelhalle ein zurückhaltendes Äußeres aus Naturstein.
Der Bau kostete damals 9,25 Mio. Mark und wurde zum Großteil von der Stadt Preußen finanziert.
Heute sind der Dammtorbahnhof und der Altonaer Bahnhof neben dem Hauptbahnhof die größten in Hamburg und tragen den Hauptteil des nationalen und internationalen Bahnfernverkehrs, sowie den S- und U-Bahn Nahverkehr der Stadt Hamburg.
Im Zweiten Weltkrieg erlitt der Hauptbahnhof einen beträchtlichen Schaden, wurde aber schnell wieder aufgebaut.
Die sechs Gleispaare und 5 Bahnsteige wurden in den einstigen Stadtgraben eingesenkt.
Über den Hauptteil des Bahnhofes spannt sich eine 35m hohe und 140 x 120m weite Bahnsteighalle in freitragender Stahl-Glas-Bauweise – die Wandelhalle.
Das gesamte Areal des Bahnhofes ist etwa 450m lang. Die Bahnsteige des Fernverkehrs haben mitunter eine Länge von bis zu 367m.
Ein weiterer unterirdischer Bahnsteig entstand an der Ostseite der Anlage.
Unter dem Nord-, und Südende des Bahnhofes befinden sich übrigens die diversen U-Bahnstationen.
Täglich herrscht ein Bahnverkehrsaufkommen von etwa 820 Fernzügen und etwa 1200 S-Bahnzügen. Dazu kommen diverse Busse und U-Bahnen die täglich in Hamburg pendeln.
Das Empfangsgebäude (mit quadratischen Flankentürmen) wurde nördlich quer vor die Bahnsteighalle gesetzt.
Die so genannte „Wandelhalle“ ist erst vor ein paar Jahren (1984) gänzlich erneuert worden, sowohl in der Konstruktion als das auch eine komplette Neugestaltung (1991) erfolgte.
Früher gab es anstelle der Wandelhalle lediglich einen alten überdimensionalen Holzsteg um vom einen Ende des Bahnhofes zum anderen zu gelangen. Der Name bestand so aber schon immer! Damals eben im Sinne des „wandeln“, sprich gehen um vom einen Ende des Bahnhofes zum anderen zu gelangen.
Mehrere Jahre dauerten die neuen Baumaßnahmen, bis sie zur Neueröffnung im Sommer 1991.
Dieses geschah sowohl aus Gründen des damals aufkommenden ICE Verkehrs und dem damit verbundenen Tourismus, als auch um ein bis dahin einzigartiges modernes Einkaufszentrum zu erschaffen das über direktem Anschluss zum Nah- und Fernverkehr verfügt.
Am 30. Mai 1991 um 13 Uhr wurde das, damals 80 Mio. DM teure, Projekt eröffnet.
Inzwischen sind es auf den 7681 nutzbaren Quadratmetern 36 Geschäfte welche auf zwei Etagen die Wandelhalle nicht nur in ihrer Funktion als Bahnhofszugang sondern auch stark kommerziell nutzten. Öffnungszeiten 6 bis 23 Uhr.
Hier gibt es z.B.(!) diverse Geschenkeshops, einen HiFi Laden, Imbisse und kleine Restaurants (von Chinesisch bis McDonalds), Friseure, Schlüsseldienst, Schmuckläden, Bücher, Bekleidung … und das Reisezentrum der Deutschen Bahn.
In der unmittelbaren Nachbarschaft des Hauptbahnhofs findet man drei wichtige Kulturstätten:
- die Kunsthalle am Glockengießerwall
- das Deutsche Schauspielhaus an der Kirchenallee und
- das Museum für Kunst und Gewerbe am Steintorplatz.
Jedes der Genannten ist binnen weniger Minuten vom Bahnhof aus zu erreichen.
Vom Hauptbahnhof aus starten nebenbei auch die Stadtrundfahrten in den hübschen und interessanten Doppeldeckerbussen.
Nicht weit entfernt erschließt sich auch die Hamburger Innenstadt, in der man wunderbar bummeln und shoppen gehen kann.
Bereits 1951 baute man südöstlich vom Bahnhof den so genannten „ZOB“ (Zentral-Omnibus-Bahnhof) für Regional- und Fernautobusverkehr.
Täglich pendeln hier unzählige Busse durch die Stadt und auch in nahe gelegene andere Städte, sowie auch zu weiter entfernten Zielen als Bustouren.
Wer einmal in Hamburg ist sollte einen Abstecher wagen und sich den Bahnhof einmal ansehen. Vermutlich, ist man mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs, führt der Weg aber eh hier vorbei. :o)
Gruß
Asmodina
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