Hauptbahnhof Oberhausen Testbericht
ab 17,37 €
Billiger bei eBay?
Bei Amazon bestellen
Paid Ads from eBay.de & Amazon.de
Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
Erfahrungsbericht von uteker
Ein Bahnhof für Autofahrer
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Um diesen Bahnhof wird die Stadt Oberhausen sicher von vielen anderen Großstädten beneidet. Fertiggestellt 1999, nachdem vor ca. 4 Jahren der rückwärtige Teil des Bahnhofs vollkommen neu mit einem Vorplatz modern gestaltet worden war.
An diesem Westausgang finden wir reichlich Parkplätze, wie es wohl einzigartig ist. Die ein paar Minuten Gehweg vom Bahnhof entfernten alten Parkmöglichkeiten wurden ergänzt durch a) einen kleineren Parkplatz (ca. 50 Autos – und viele "wilde" Parker), ausreichend Fahrradständer, abschließbare Mietfahrradboxen und b) einen riesigen Parkplatz mit einer Teilüberdachung, die auch zum Parken benutzt werden kann, und auf dem viele hundert Autos stehen können. Sämtliche Parkgelegenheiten liegen direkt im Bahnhofsbereich und sind kostenlos zu benutzen.
Eine direkte Zufahrt zur Durchgangshalle ermöglicht das Befahren von Krankenfahrzeugen, Feuerwehr usw. direkt zur Durchgangshalle. Außerdem kann man hier zum kurzen Be- und Entladen halten. Nach der Eröffnung des Vorplatzes stand hier auch ein Schild "Kiss & Ride", das fand ich (uteker) richtig niedlich. Leider ist es spurlos verschwunden und ehrlich gesagt, ich weiß gar nicht, ob man als Privatmann tatsächlich noch da vorfahren darf. Aber alle tun es.
Es sind hier also alle Möglichkeiten gegeben, den Fern- und Nahverkehr der Deutschen Bahn zu nutzen. Wenn nur die Verspätungen und die brechendvollen Züge nicht wären.
Von Oberhausen aus verkehren S- und Regionalbahnen, Schnellzüge, InterRegio und selbst der ICE in alle Himmelsrichtungen. Ziele wie Berlin, Mailand, Amsterdam usw. sind bequem von Oberhausen aus zu erreichen.
Die Sauberkeit des Bahngeländes lässt bahnhofstypisch zu wünschen übrig. Während des Umbaus glänzten die Fliesen noch, aber durch das Begehen der vielen Menschen hatte sich das schnell geändert. Es ist nicht so, dass der Bahnhof nicht saubergehalten würde, aber es ist wahrscheinlich nicht anders möglich. Abfallbehälter sind jedenfalls genügend vorhanden.
Wenig Verständnis für die Fahrgäste, für die naturgemäß jede Sekunde zählt, zeigten die Planer beim Aufstellen der Uhren. Da war tatsächlich schon für manchen der Zug abgefahren.
Die letzte einsehbare Uhr befindet sich in der Eingangshalle bzw. noch vor dem rückwärtigen Parkplatz auf dem Bürgersteig. Völlig zeitlos irrt man durch den Bahnhof. Auf anderen Bahnhöfen kann man wenigstens schon von der Durchgangshalle aus eine auf den Bahnsteigen angebrachte Uhr sehen. Nicht so in Oberhausen. Die Tafeln mit den Abfahrzeiten kann man zwar schon vom ersten Treppenabsatz aus erkennen, aber keine Uhr. Die ist auf dem Bahnsteig zwischen beiden Aufgängen angebracht. Erst wenn man oben angelangt ist, erblickt man sie, und dann kann es schon zu spät sein.
Also, sollte jemand von der Deutschen Bahn dies lesen, hier ist Handlungsbedarf!!!!!!
Rolltreppen hat man eingespart, aber ersetzt durch Aufzüge, die zu den einzelnen Bahnsteigen hochfahren. Wer jedoch von Gleis 13 oder 14 abfahren muss, und das sind jede Menge Pendler nach Düsseldorf, sucht vergebens nach einem Lift. Hier hat man meines Erachtens an der verkehrten Stelle gespart. Behinderte, Eltern mit Kinderwagen, Reisende mit schwerem Gepäck (schließlich halten die Züge, die von hier abfahren, auch im Flughafen Düsseldorf) oder Personen, die größere Einkäufe im CentrO getätigt haben, müssen sich die Treppe hochschleppen. Lobenswert dagegen ist der Aufzug, der von der Durchgangshalle in die Haupthalle führt, und somit den Bahnhof als behindertenfreundlich auszeichnet (bis auf den angesprochenen Mangel).
Vom Haupteingang aus betritt man die neue, weit ausladende Halle. An der Stirnseite werden auf einer großen elektronischen Tafel die aktuellen Abfahrtzeiten, auch Verspätungen, angezeigt. Darunter befindet sich das große Reisezentrum für Auskünfte, Fahrkartenverkauf usw. Mitten in der Halle ist noch ein Service-Stand, an dem man von nettem Personal Auskunft über alles, was den Bahnbetrieb betrifft, bekommt.
Neben einer großen Bäckerei mit Café, einem Blumengeschäft, einem gut sortierten Drogeriemarkt (in dem man übrigens täglich bis 21.00 Uhr noch Noteinkäufe – es werden auch Lebensmittel zu nicht überzogenen Preisen angeboten – erledigen kann), Buch- und Tabakläden, italienischem Spezialitätenverkauf, einem Imbisslokal, fehlt selbst ein McDonald's Restaurant nicht.
Weitere Einkaufsmöglichkeiten befinden sich in der Durchgangshalle zu den Bahnsteigen zum hinteren Ausgang. Dort gibt es ein Bierlokal, einige feste Verkaufsstände (Backwaren, Kaffee, Süßigkeiten, Stehimbiss) und tagsüber bevölkern die verschiedensten „fliegenden“ Händler diese Zone, so dass hier ein buntes Treiben herrscht.
An einer Wand ist ein großes schwarzes Gießerei-Relief „Die drei Lebensalter“ des Künstlers Ernst Müller-Biendorf ausgestellt. Also, auch Kunst hat hier ihren Stellenwert.
Erwähnenswert sind die sanitären Anlagen. In freundlichem Hellblau mit moderner Bemalung auf den Glasscheiben laden sie förmlich ein, die Toiletten zu benutzen, was ja in den meisten Bahnhöfen ein Horror ist. Sie werden saubergehalten, kontrolliert und es ist immer Personal anwesend. Die Benutzung der Toiletten kostet 0,30 €, die sicher jeder bei dem guten Service gerne bezahlt.
Im gesamten Bahnhofsgebäude sind reichlich Telefone, Fahrkartenautomaten und Gepäckschließfächer vorhanden.
Der Haupt-Bahnhofsvorplatzes ist großzügig angelegt. Von hier aus erreicht man Busse und Straßenbahnen (die übrigens zur Einweihung des CentrO wieder in Betrieb genommen wurden) in alle Richtungen – Mülheim, Essen usw. – und alle paar Minuten zur Neuen Mitte Oberhausen, wo auch das bekannte Einkaufszentrum CentrO beheimatet ist.
Wer seine Bahn verpasst hat, der findet hier auch einen großen Taxistand.
Ein Geheimtipp: Mitten auf dem Bahnhofsvorplatz kann man an einem Verkaufspavillon bei einem sehr freundlichen, jungen Türken die leckersten Döner kaufen.
So, nun habe ich genug über einen Bahnhof geschrieben, der in meinen Augen vieles bietet, was man von einem solchen Ort erwartet. Und ihr könnt mich (uteker) nun beneiden, dass ich bequem jeden Morgen für mein Auto dort einen Parkplatz finde, um dann mit dem Zug, leider oft stehend, zu meinem Arbeitsplatz nach Düsseldorf zu fahren.
An diesem Westausgang finden wir reichlich Parkplätze, wie es wohl einzigartig ist. Die ein paar Minuten Gehweg vom Bahnhof entfernten alten Parkmöglichkeiten wurden ergänzt durch a) einen kleineren Parkplatz (ca. 50 Autos – und viele "wilde" Parker), ausreichend Fahrradständer, abschließbare Mietfahrradboxen und b) einen riesigen Parkplatz mit einer Teilüberdachung, die auch zum Parken benutzt werden kann, und auf dem viele hundert Autos stehen können. Sämtliche Parkgelegenheiten liegen direkt im Bahnhofsbereich und sind kostenlos zu benutzen.
Eine direkte Zufahrt zur Durchgangshalle ermöglicht das Befahren von Krankenfahrzeugen, Feuerwehr usw. direkt zur Durchgangshalle. Außerdem kann man hier zum kurzen Be- und Entladen halten. Nach der Eröffnung des Vorplatzes stand hier auch ein Schild "Kiss & Ride", das fand ich (uteker) richtig niedlich. Leider ist es spurlos verschwunden und ehrlich gesagt, ich weiß gar nicht, ob man als Privatmann tatsächlich noch da vorfahren darf. Aber alle tun es.
Es sind hier also alle Möglichkeiten gegeben, den Fern- und Nahverkehr der Deutschen Bahn zu nutzen. Wenn nur die Verspätungen und die brechendvollen Züge nicht wären.
Von Oberhausen aus verkehren S- und Regionalbahnen, Schnellzüge, InterRegio und selbst der ICE in alle Himmelsrichtungen. Ziele wie Berlin, Mailand, Amsterdam usw. sind bequem von Oberhausen aus zu erreichen.
Die Sauberkeit des Bahngeländes lässt bahnhofstypisch zu wünschen übrig. Während des Umbaus glänzten die Fliesen noch, aber durch das Begehen der vielen Menschen hatte sich das schnell geändert. Es ist nicht so, dass der Bahnhof nicht saubergehalten würde, aber es ist wahrscheinlich nicht anders möglich. Abfallbehälter sind jedenfalls genügend vorhanden.
Wenig Verständnis für die Fahrgäste, für die naturgemäß jede Sekunde zählt, zeigten die Planer beim Aufstellen der Uhren. Da war tatsächlich schon für manchen der Zug abgefahren.
Die letzte einsehbare Uhr befindet sich in der Eingangshalle bzw. noch vor dem rückwärtigen Parkplatz auf dem Bürgersteig. Völlig zeitlos irrt man durch den Bahnhof. Auf anderen Bahnhöfen kann man wenigstens schon von der Durchgangshalle aus eine auf den Bahnsteigen angebrachte Uhr sehen. Nicht so in Oberhausen. Die Tafeln mit den Abfahrzeiten kann man zwar schon vom ersten Treppenabsatz aus erkennen, aber keine Uhr. Die ist auf dem Bahnsteig zwischen beiden Aufgängen angebracht. Erst wenn man oben angelangt ist, erblickt man sie, und dann kann es schon zu spät sein.
Also, sollte jemand von der Deutschen Bahn dies lesen, hier ist Handlungsbedarf!!!!!!
Rolltreppen hat man eingespart, aber ersetzt durch Aufzüge, die zu den einzelnen Bahnsteigen hochfahren. Wer jedoch von Gleis 13 oder 14 abfahren muss, und das sind jede Menge Pendler nach Düsseldorf, sucht vergebens nach einem Lift. Hier hat man meines Erachtens an der verkehrten Stelle gespart. Behinderte, Eltern mit Kinderwagen, Reisende mit schwerem Gepäck (schließlich halten die Züge, die von hier abfahren, auch im Flughafen Düsseldorf) oder Personen, die größere Einkäufe im CentrO getätigt haben, müssen sich die Treppe hochschleppen. Lobenswert dagegen ist der Aufzug, der von der Durchgangshalle in die Haupthalle führt, und somit den Bahnhof als behindertenfreundlich auszeichnet (bis auf den angesprochenen Mangel).
Vom Haupteingang aus betritt man die neue, weit ausladende Halle. An der Stirnseite werden auf einer großen elektronischen Tafel die aktuellen Abfahrtzeiten, auch Verspätungen, angezeigt. Darunter befindet sich das große Reisezentrum für Auskünfte, Fahrkartenverkauf usw. Mitten in der Halle ist noch ein Service-Stand, an dem man von nettem Personal Auskunft über alles, was den Bahnbetrieb betrifft, bekommt.
Neben einer großen Bäckerei mit Café, einem Blumengeschäft, einem gut sortierten Drogeriemarkt (in dem man übrigens täglich bis 21.00 Uhr noch Noteinkäufe – es werden auch Lebensmittel zu nicht überzogenen Preisen angeboten – erledigen kann), Buch- und Tabakläden, italienischem Spezialitätenverkauf, einem Imbisslokal, fehlt selbst ein McDonald's Restaurant nicht.
Weitere Einkaufsmöglichkeiten befinden sich in der Durchgangshalle zu den Bahnsteigen zum hinteren Ausgang. Dort gibt es ein Bierlokal, einige feste Verkaufsstände (Backwaren, Kaffee, Süßigkeiten, Stehimbiss) und tagsüber bevölkern die verschiedensten „fliegenden“ Händler diese Zone, so dass hier ein buntes Treiben herrscht.
An einer Wand ist ein großes schwarzes Gießerei-Relief „Die drei Lebensalter“ des Künstlers Ernst Müller-Biendorf ausgestellt. Also, auch Kunst hat hier ihren Stellenwert.
Erwähnenswert sind die sanitären Anlagen. In freundlichem Hellblau mit moderner Bemalung auf den Glasscheiben laden sie förmlich ein, die Toiletten zu benutzen, was ja in den meisten Bahnhöfen ein Horror ist. Sie werden saubergehalten, kontrolliert und es ist immer Personal anwesend. Die Benutzung der Toiletten kostet 0,30 €, die sicher jeder bei dem guten Service gerne bezahlt.
Im gesamten Bahnhofsgebäude sind reichlich Telefone, Fahrkartenautomaten und Gepäckschließfächer vorhanden.
Der Haupt-Bahnhofsvorplatzes ist großzügig angelegt. Von hier aus erreicht man Busse und Straßenbahnen (die übrigens zur Einweihung des CentrO wieder in Betrieb genommen wurden) in alle Richtungen – Mülheim, Essen usw. – und alle paar Minuten zur Neuen Mitte Oberhausen, wo auch das bekannte Einkaufszentrum CentrO beheimatet ist.
Wer seine Bahn verpasst hat, der findet hier auch einen großen Taxistand.
Ein Geheimtipp: Mitten auf dem Bahnhofsvorplatz kann man an einem Verkaufspavillon bei einem sehr freundlichen, jungen Türken die leckersten Döner kaufen.
So, nun habe ich genug über einen Bahnhof geschrieben, der in meinen Augen vieles bietet, was man von einem solchen Ort erwartet. Und ihr könnt mich (uteker) nun beneiden, dass ich bequem jeden Morgen für mein Auto dort einen Parkplatz finde, um dann mit dem Zug, leider oft stehend, zu meinem Arbeitsplatz nach Düsseldorf zu fahren.
28 Bewertungen, 3 Kommentare
-
04.04.2002, 18:30 Uhr von kundschafter
Bewertung: sehr hilfreichIch weiß garnicht, wann ich diesen Bahnhof zuletzt gesehen habe, obwohl ich doch aus Oberhausen bin. Aber du hast ihn so gut beschrieben, dass ich mir den Bahnhof vorstellen kann. Gruß Gabi
-
02.04.2002, 22:02 Uhr von Madrianda
Bewertung: sehr hilfreichSuper von Dir beschrieben, aber da komm` ich doch nieeee hin, weißt Du doch ;-))) Liebe Grüße von Beate :-)
-
02.04.2002, 19:49 Uhr von cos-setus-dwo
Bewertung: sehr hilfreichguter bericht würd mich freuen von dir auch maöl besuch zu bekommen greetz vom -setus-
Bewerten / Kommentar schreiben