Erfahrungsbericht von loppo
Splattermüll für die Tonne
Pro:
Blut
Kontra:
schlechte Schauspieler, kein Spannungsaufbau, keine Logik in der Story, schlechtes Ende, zu brutal
Empfehlung:
Nein
Am vergangenen Wochenende habe ich mich seit längerem mal wieder mit einem Freund hingesetzt und eine DVD geschaut! Es handelt sich um den Film " das Haus der 1000 Leichen ", von dem wir beide schon gehört haben, aber ihn natürlich noch nicht gesehen hatten. Nun denn, fing der Film halt an. Erwartungen an das Werk hatten wir keine, zumal ein gewisser Rob Zombie für diesen Schund verantwortlich ist! ( kennt irgendjemand diesen Typen?! )
Ob der Film nun doch vielleicht empfehlenswert war, das erfahrt ihr im Folgenden, viel Spaß beim Lesen!
Story
Es ist Halloween im Jahre 1977. Vier Jugendlichen, mitten in der Nacht unterwegs, geht der Sprit aus und so fahren sie die nächste Tankstelle an. Hier besitzt der skurrile Captain Spaulding ( Sid Haig ) einen Laden der besonderen Art: ein Gruselkabinett samt etwas ungewöhnlicher Geisterbahn.
Er erzählt den Vieren von einem gewissen ?Doktor Satan?, einem geisteskranken Killer, der vor vielen Jahren an einem Baum aufgehängt wurde. Die Geschichte interessiert einen der vier jungen Menschen so sehr, dass er unbedingt wissen will, wo sich dieser Baum befindet.
Spaulding zeichnet eine kurze Skizze ? doch auf dem Weg dorthin nehmen die Vier erst die Anhalterin Baby ( Sheri Moon ) mit und dann platzt ihnen auch noch der Reifen. Baby hat die rettende Idee: ihr Bruder besitzt einen Abschleppwagen, damit könne man den Wagen zu ihrem Haus bringen und dort einen Reservereifen anbringen.
Und so kommen die Vier und Baby wenig später im Hause Firefly an. Schnell merken sie, dass etwas mit der Familie, die ausschließlich aus völlig abgedrehten Charakteren besteht, nicht stimmt. Was, werden sie bald herausfinden. Sie entdecken nämlich Mädchen, die seit kurzem vermisst werden; 5 Cheerleaderinnen, die im Hause Firefly gequält werden. Die Familie Firefly hat nämlich ihren Spaß daran, andere Menschen auf grausamste Weise bis zum Tode zu quälen, zu schlachten, abzumetzeln, zerhacken, erschießen, zerschneiden usw usw usw.
Wird es jemandem gelingen, den Fängen dieser Irren zu entkommen?
Mehr gibt es nicht. Wirklich nicht.
Meine Meinung
Fange ich mal mit den Schauspielern an: zunächst einmal ist mir außer Baby und Captain Spaulding kein Charaktername im Gedächtnis geblieben. Ebenso waren mir so ziemlich alle Darsteller völlig unbekannt.
Während die Schauspieler, die die Mitglieder der Familie Firefly verkörpern, es tatsächlich schaffen, ihren Charakteren genau die sadistische Aura zu geben, die ihnen gebührt, können die anderen Schauspieler nicht überzeugen ? zumindest im ersten Teil des Filmes, als sie noch nicht um ihr Leben winseln müssen. Ihre Emotionen wirken überzogen, sie spielen völlig unglaubwürdig. Kein Wunder, dass sich der Zuschauer mit keinem der Charaktere identifizieren kann.
Die Schnitte der Bilder sind - das muss ich hier mal so zugeben - sogar gelungen. Teils schnelle Schnitte, Rückblendungen, Schwenks und Einblendungen von anderem Material geben dem Film eine skurile Ansicht. Der Film wirkt schon allein durch diese Schnitte krank, aber das ist ja so gewollt. Die Szenerie zeigt ein eher düsteres Bild, dass auch immer wieder durch spezielle Objekte ins " Kranke " untermalt wird. Man kommt sich zum Teil wirklich vor, als befände man sich wieder im Videogame Silent Hill! Genau so erschütternd wirken die Bilder!
Selten habe ich einen schlechteren Film gesehen als ?Haus der 1000 Leichen?. Wer Logik oder eine nachvollziehbare Story sucht, ist vollkommen fehl am Platze. Weder baut sich eine Story auf, noch werden Fragen beantwortet oder vielen Szenen ein gewisser Sinn gegeben. Die 5 Cheerleaderinnen sind zwar verschwunden, aber scheinbar sucht niemand nach ihnen. Polizisten werden von den Fireflys hingemetzelt und keiner ihrer Kollegen kommt auf die Idee, sie zu suchen?
Die schwarz-weiß-Einblendungen bleiben ohne Hintergrund, sie werden nicht erklärt, ebenso wenig wie die Motive der Fireflys. Da werden zwischendrin alte Filmaufnahmen eingespielt, die Mitglieder der Familie Firefly zeigen, die irgendwelchen zusammenhanglosen Blödsinn von sich geben ? wieso? Der Zuschauer ist also völlig ahnungslos, warum die Dinge in diesem Film so ablaufen, wie sie eben ablaufen. Das kann zwar in einigen Filmen sehr positiv sein, da man so gezwungen ist, über das Gesehene nachzudenken, hier allerdings geht das nicht: Es gibt nichts, worüber man nachdenken kann bzw. nichts, worüber sich das Nachdenken lohnen würde.
Sicher, viele Hollywood-Filme der heutigen Zeit zeichnen sich durch eine träge und innovationslose Story aus, ebenso durch fehlende Logik. Aber dann versucht man wenigstens, Spannung aufzubauen. Auch das gelingt ?Haus der 1000 Leichen? nicht. Ob das an den blassen Charakteren oder der sinnlosen Story liegt, ist offen. Mich hat das Geschehen auf der Leinwand völlig kalt gelassen, ich habe nicht mitgefiebert; ich saß einfach nur da und war geschockt ob der Obszönitäten, die mir da vorgesetzt wurden.
Der Film verherrlicht Gewalt. Mehr Sinn gibt es da nicht. Die Fireflys quälen alle auf menschenunwürdigste, abartigste Weise unschuldige Menschen und die Kamera hält voll drauf und zeigt dem Zuschauer Szenen, die jeglichen Geschmacks entbehren, aber trotzdem auf Grund der fehlenden Spannung und der fehlenden Story nicht den gewünschten Effekt besitzen. Ich dachte mir nur: ?Eklig.? Und damit hatte es sich.
Um es noch mal klar zu machen: dieser Film ist äußerst brutal und hat daher auch absolut gerechtfertigt keine Jugendfreigabe erhalten. Blut spritzt oder läuft in Massen, Gliedmaßen werden abgetrennt und die Freude an der Gewalt ist jederzeit präsent. Daher sicherlich kein Film für schwache Gemüter.
Filmdaten
USA 2004
Orginaltitel: House of 1000 Corpses
Länge: ca. 88 Minuten
FSK: ab 18 Jahren
Regie: Rob Zombie
Cast: Chris Hardwick, Rainn Wilson, Erin Daniels, Jennifer Jostyn
Fazit
Abschließend kann ich also sagen, dass " Haus der 1000 Leichen " ein schlechter Zusammenmix aus harten, sehr brutalen Szenen und Psychopathen ist. Ein Film der genauso verwirrend ist, wie schon die Familie Firefly. Von Logik keine Spur, deshalb sollte man auch einen großen Umweg darum machen ...
Könnte wirklich nur den hartgesonnensten Splatterfans gefallen!
(Kleine Anmerkung von mir: Warum Rob Zombie so zu diesem Werk graturliert wird und er dadurch so an Ansehen gewinnt, ist mir nicht ganz verständlich! Die Fortsetzung dieses Schandwerks "The Devils Rejects", lief bis vor kurzen in unserem Kino, ist kein Stück besser! Wieder sieht man die brutale Familie Firefly, die, das muss man sich mal vorstellen, am Ende als "gute Familie" da stehen soll und für ihre Schandtaten unbestraft entkommen sollen. Solche Filme braucht die Welt wirklich nicht!)
bis dann
euer Marcel
Ob der Film nun doch vielleicht empfehlenswert war, das erfahrt ihr im Folgenden, viel Spaß beim Lesen!
Story
Es ist Halloween im Jahre 1977. Vier Jugendlichen, mitten in der Nacht unterwegs, geht der Sprit aus und so fahren sie die nächste Tankstelle an. Hier besitzt der skurrile Captain Spaulding ( Sid Haig ) einen Laden der besonderen Art: ein Gruselkabinett samt etwas ungewöhnlicher Geisterbahn.
Er erzählt den Vieren von einem gewissen ?Doktor Satan?, einem geisteskranken Killer, der vor vielen Jahren an einem Baum aufgehängt wurde. Die Geschichte interessiert einen der vier jungen Menschen so sehr, dass er unbedingt wissen will, wo sich dieser Baum befindet.
Spaulding zeichnet eine kurze Skizze ? doch auf dem Weg dorthin nehmen die Vier erst die Anhalterin Baby ( Sheri Moon ) mit und dann platzt ihnen auch noch der Reifen. Baby hat die rettende Idee: ihr Bruder besitzt einen Abschleppwagen, damit könne man den Wagen zu ihrem Haus bringen und dort einen Reservereifen anbringen.
Und so kommen die Vier und Baby wenig später im Hause Firefly an. Schnell merken sie, dass etwas mit der Familie, die ausschließlich aus völlig abgedrehten Charakteren besteht, nicht stimmt. Was, werden sie bald herausfinden. Sie entdecken nämlich Mädchen, die seit kurzem vermisst werden; 5 Cheerleaderinnen, die im Hause Firefly gequält werden. Die Familie Firefly hat nämlich ihren Spaß daran, andere Menschen auf grausamste Weise bis zum Tode zu quälen, zu schlachten, abzumetzeln, zerhacken, erschießen, zerschneiden usw usw usw.
Wird es jemandem gelingen, den Fängen dieser Irren zu entkommen?
Mehr gibt es nicht. Wirklich nicht.
Meine Meinung
Fange ich mal mit den Schauspielern an: zunächst einmal ist mir außer Baby und Captain Spaulding kein Charaktername im Gedächtnis geblieben. Ebenso waren mir so ziemlich alle Darsteller völlig unbekannt.
Während die Schauspieler, die die Mitglieder der Familie Firefly verkörpern, es tatsächlich schaffen, ihren Charakteren genau die sadistische Aura zu geben, die ihnen gebührt, können die anderen Schauspieler nicht überzeugen ? zumindest im ersten Teil des Filmes, als sie noch nicht um ihr Leben winseln müssen. Ihre Emotionen wirken überzogen, sie spielen völlig unglaubwürdig. Kein Wunder, dass sich der Zuschauer mit keinem der Charaktere identifizieren kann.
Die Schnitte der Bilder sind - das muss ich hier mal so zugeben - sogar gelungen. Teils schnelle Schnitte, Rückblendungen, Schwenks und Einblendungen von anderem Material geben dem Film eine skurile Ansicht. Der Film wirkt schon allein durch diese Schnitte krank, aber das ist ja so gewollt. Die Szenerie zeigt ein eher düsteres Bild, dass auch immer wieder durch spezielle Objekte ins " Kranke " untermalt wird. Man kommt sich zum Teil wirklich vor, als befände man sich wieder im Videogame Silent Hill! Genau so erschütternd wirken die Bilder!
Selten habe ich einen schlechteren Film gesehen als ?Haus der 1000 Leichen?. Wer Logik oder eine nachvollziehbare Story sucht, ist vollkommen fehl am Platze. Weder baut sich eine Story auf, noch werden Fragen beantwortet oder vielen Szenen ein gewisser Sinn gegeben. Die 5 Cheerleaderinnen sind zwar verschwunden, aber scheinbar sucht niemand nach ihnen. Polizisten werden von den Fireflys hingemetzelt und keiner ihrer Kollegen kommt auf die Idee, sie zu suchen?
Die schwarz-weiß-Einblendungen bleiben ohne Hintergrund, sie werden nicht erklärt, ebenso wenig wie die Motive der Fireflys. Da werden zwischendrin alte Filmaufnahmen eingespielt, die Mitglieder der Familie Firefly zeigen, die irgendwelchen zusammenhanglosen Blödsinn von sich geben ? wieso? Der Zuschauer ist also völlig ahnungslos, warum die Dinge in diesem Film so ablaufen, wie sie eben ablaufen. Das kann zwar in einigen Filmen sehr positiv sein, da man so gezwungen ist, über das Gesehene nachzudenken, hier allerdings geht das nicht: Es gibt nichts, worüber man nachdenken kann bzw. nichts, worüber sich das Nachdenken lohnen würde.
Sicher, viele Hollywood-Filme der heutigen Zeit zeichnen sich durch eine träge und innovationslose Story aus, ebenso durch fehlende Logik. Aber dann versucht man wenigstens, Spannung aufzubauen. Auch das gelingt ?Haus der 1000 Leichen? nicht. Ob das an den blassen Charakteren oder der sinnlosen Story liegt, ist offen. Mich hat das Geschehen auf der Leinwand völlig kalt gelassen, ich habe nicht mitgefiebert; ich saß einfach nur da und war geschockt ob der Obszönitäten, die mir da vorgesetzt wurden.
Der Film verherrlicht Gewalt. Mehr Sinn gibt es da nicht. Die Fireflys quälen alle auf menschenunwürdigste, abartigste Weise unschuldige Menschen und die Kamera hält voll drauf und zeigt dem Zuschauer Szenen, die jeglichen Geschmacks entbehren, aber trotzdem auf Grund der fehlenden Spannung und der fehlenden Story nicht den gewünschten Effekt besitzen. Ich dachte mir nur: ?Eklig.? Und damit hatte es sich.
Um es noch mal klar zu machen: dieser Film ist äußerst brutal und hat daher auch absolut gerechtfertigt keine Jugendfreigabe erhalten. Blut spritzt oder läuft in Massen, Gliedmaßen werden abgetrennt und die Freude an der Gewalt ist jederzeit präsent. Daher sicherlich kein Film für schwache Gemüter.
Filmdaten
USA 2004
Orginaltitel: House of 1000 Corpses
Länge: ca. 88 Minuten
FSK: ab 18 Jahren
Regie: Rob Zombie
Cast: Chris Hardwick, Rainn Wilson, Erin Daniels, Jennifer Jostyn
Fazit
Abschließend kann ich also sagen, dass " Haus der 1000 Leichen " ein schlechter Zusammenmix aus harten, sehr brutalen Szenen und Psychopathen ist. Ein Film der genauso verwirrend ist, wie schon die Familie Firefly. Von Logik keine Spur, deshalb sollte man auch einen großen Umweg darum machen ...
Könnte wirklich nur den hartgesonnensten Splatterfans gefallen!
(Kleine Anmerkung von mir: Warum Rob Zombie so zu diesem Werk graturliert wird und er dadurch so an Ansehen gewinnt, ist mir nicht ganz verständlich! Die Fortsetzung dieses Schandwerks "The Devils Rejects", lief bis vor kurzen in unserem Kino, ist kein Stück besser! Wieder sieht man die brutale Familie Firefly, die, das muss man sich mal vorstellen, am Ende als "gute Familie" da stehen soll und für ihre Schandtaten unbestraft entkommen sollen. Solche Filme braucht die Welt wirklich nicht!)
bis dann
euer Marcel
37 Bewertungen, 1 Kommentar
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22.01.2005, 12:10 Uhr von ZordanBodiak
Bewertung: sehr hilfreichAlso ich. Ich kenne Rob Zombie. Und das schon seit einigen Jahren. War zunächst mit "White Zombie" äußerst erfolgreich in Sachen Elektro-Metal [nennen wir es mal so] und hat dann solo weitergemacht ["dragula" ist auf
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