Hausbau Testbericht
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Erfahrungsbericht von paelzer
Grüne Hausnummer Tipps und Tricks beim Hausbau
Pro:
steht alles im Bericht
Kontra:
fällt mir nix dazu ein
Empfehlung:
Nein
Ich wohne in einem Holzhaus, das als eines der ersten überhaupt mit der sogenannten „Grünen Hausnummer“ des saarländischen Umweltministeriums ausgezeichnet worden ist. „Grüne Hausnummer“ was ist das, werdet ihr euch sicherlich jetzt fragen.
Wer beim Bau seines Hauses auf natürliche Baustoffe setzt, Energie spart, die Kraft der Sonne nutzt und sein Hausumfeld naturnah gestaltet, kann bei Erreichen einer bestimmten Punktzahl, die anhand einer Checkliste vergeben wird, mit der „Grünen Hausnummer“ ausgezeichnet werden.
Und wer sein Haus mit diesem Qualitätssiegel schmücken kann , hat gleich drei Vorteile: er spart Energie und Trinkwasser und somit auch bares Geld, er steigert den Wert seiner Immobilie und lebt zudem noch gesünder.
Welche Bereiche werden jetzt anhand der Checkliste untersucht und besonders hoch bewertet? Es sind dies:
- Einsatz von natürlichen Baustoffen (heimische Hölzer, umweltschonende Materialien für Fußböden, Wärmedämm-Maßnahmen, Verkleidung von Innenwänden, Oberflächengestaltung ohne Lösungsmittel usw.)
- Konsequente Nutzung der Sonnenenergie durch Ausrichtung der Gebäude nach Süden, Einbau von Sonnenkollektoren für die Warmwasserbereitung und Einsatz von Photovoltaikanlagen für die Stromerzeugung.
- Modernes Heizen mit intelligenten Systemen (z.B. Brennwerttechnik mit selbstoptimierenden Steuerungen).
- Intelligenter Umgang mit Regenwasser (Nutzung für Garten und Toilette, evtl. Versickerung von Überschußwasser auf dem Grundstück).
- Heranholen der Natur ans Haus durch Fassaden bzw. Dachbegrünung, Anlegen von Gartenteichen bzw. sonstigen den Artenschutz fördernden Maßnahmen (Trockenmauern, Hecken aus heimischen Gehölzen, Nisthilfen, Einflugöffnungen, usw.).
- Allgemein sparsamer Umgang mit Strom und Wasser und Nutzung weiterer Einsparpotentiale, z.B. durch Eigenkompostierung usw.).
Insgesamt muss man mindestens 100 Punkte erreichen um die „Grüne Hausnummer“ zu erhalten.
Ich glaube, dass zwischenzeitlich bereits an die 100 Häuser damit ausgezeichnet worden sind und obwohl dies eine Auszeichnung des saarländischen Umweltministeriums ist, gibt es inzwischen sogar einige Häuser in anderen Bundesländern, die die „Grüne Hausnummer“ erhalten haben.
Anträge können gestellt werden bei:
Ministerium für Umwelt
"Grüne Hausnummer"
Kepplerstr. 18
66117 Saarbrücken
Wer gleich von Beginn an sein Haus anahnd dieses Leitfadens für die "Grüne Hausnummer" plant und baut kann bereits in der Bauphase eine Menge Geld sparen, so dass das fälschlicherweise als sehr teuer verschriehene "ökologische" Bauen gar nicht so teuer wird.
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-04-20 11:41:15 mit dem Titel Solaranlagen der große Renner
Es gibt heute keinen Baumarkt und auch fast keine Heimwerker- bzw. Bausparkassenzeitung mehr, wo nicht für Solarwärmeanlagen geworben wird. Ich habe kürzlich erst im Internet gelesen, dass im vergangenen Jahr auf deutschen Dächern pro Tag rund 250 solcher Anlagen installiert worden sind. Sie sind längst kein exotischer Schnickschnack mehr, sondern ein gängiger Teil einer modernen Heizungsanlage.
Der Weg zur eigenen Anlage wird immer leichter, was nicht zuletzt durch die Vielzahl der angebotenen Do-it-you-self-Bausätze dokumentiert wird.
Trotzdem sollte man dabei einige Randbedingungen beachten, damit die Freude am sonnengewärmten Wasser nicht allzu schnell getrübt wird:
- Bereits im Vorfeld umfangreiche Informationen über die Materie einholen.
- Nur absolut sattelfeste Heimwerker sollten sich mit einer Selbstbauanlage befassen.
- Ansonsten mehrere Angebote von Fachfirmen einholen und dabei preis, Serviceleistungen und Erfahrungen des Handwerkers berücksichtigen.
- Danach erfolgt das eigentliche intensive Beratungsgespräch mit der Firma der Wahl, welches die Basis für das Angebot des Handwerkers darstellt.
- Parallel dazu muss die Finanzierung incl. Förderanträge bei den unterschiedlichsten Stellen abgeklärt werden. Wichtig: Diese müssen unbedingt vor der Beauftragung der Anlage gestellt werden.
- Zur Zeit werden Flachkollektoranlagen vom Bund mit 250 DM pro m2 Kollektorfläche und Vakuumröhrenkollektoren mit 325 DM pro m2 gefördert. Daneben gibt es bei vielen Bundesländern auch noch Zuschüsse.
- Darüber hinaus kann die Kombination der Solaranlage mit einer Modernisierung der vorhandenen Heizung auch noch sehr interessant sein. Hier bietet sich vor allem eine Erdgasheizung an. Bei einer gleichzeitigen Erneuerung des Heizkessels winken bis zu 500 DM weitere Zuschüsse vom Bund .
- Nachdem dies alles abgeklärt ist muss die Anlage nur noch vom Fachmann installiert werden und dem Badevergnügen mit kostenlos erwärmtem Wasser steht nichts mehr im Wege.
Und ich kann euch nur eines sagen: es ist ein absolut geiles Gefühl zu wissen, dass die Bereitung von Warmwasser oder besser gesagt Heißwasser (denn die Anlage erzeugt bis zu 90 Grad heißes Wasser) keinen Pfennig kostet!!!!!
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-07-03 21:16:40 mit dem Titel Ein paar nützliche Tipps für künftige Bauherren
Der Bau der eigenen vier Wände bedeutet für die meisten Menschen die größte Investition im Leben, die im Normalfall auch nur einmal getätigt wird. Für einen Laien ist dies - ohne einen verlässlichen Bau-Partner jedoch ein sehr riskantes Vorhaben. Das Angebot ist riesig und ebenso undurchsichtig: In Deutschland gibt es zur Zeit Zigtausende Anbieter. Viele versprechen besondere Leistungen und locken oft mit Tiefpreisen. Wer vor fast 20 Jahren oder vor einem halben Jahr die Wiederholung den ersten Vierteiler von Dieter Wedel „Einmal im Leben“ gesehen hat kann dies eindrucksvoll nachvollziehen. Auch wenn in diesem Fernsehfilm bewusst überzeichnet worden ist, lag er doch sehr nahe an der grausamen Realität.
Damit die Baufamilie keine solche Enttäuschung erlebt, sollten einige Punkte bei der Suche nach einem seriösen Anbieter unbedingt bedacht werden. Von Vorteil ist es auf jeden Fall, wenn der Verkäufer identisch ist mit dem späteren Vertragspartner, der das Haus errichtet. Dann ist gewährleistet, dass die in den Unterlagen genannte Firma die vereinbarten Leistungen auch verwirklicht. Je länger das Unternehmen am Markt ist, um so größer ist in der Regel deren Erfahrung.
Empfohlen wird auch, auf eine Liste mit früheren Bauherren zu bestehen. Unter diesen solltet ihr euch dann selbst einen oder mehrere heraussuchen und diese zu ihren Erfahrungen mit dem Unternehmen befragen. Weitere Informationsmöglichkeiten die Bonität und Zahlungsmoral des künftigen Bau-Partners kann man sich bei banken und Handwerkern einholen.
Auf gar keinen Fall solltet ihr euch darauf einlassen, irgendwelche finanziellen Vorleistungen zu erbringen. Im Vertrag sollte vermerkt sein, dass die Bezahlung nur nach erbrachter Leistung gemäß Baufortschritt erfolgt. Auch Art und Umfang der Leistungen sollten unter die Lupe qenommen werden. Diese werden dann im Bauvertrag festgehalten. Allgemeine und unvollständige Ausführungen in der Baubeschreibung sind praktisch wertlos und geben dem Bau-Partner viel Gestaltungsspielraum, der sich im Nachhinein nur zu eurem Nachteil auswirken kann.
Der Hinweis auf weiße Kunststofffenster oder graue Bodenfliesen allein z.B. reicht nicht aus. Alle einzelnen Bauabschnitte müssen unbedingt bis ins Detail nachvollziehbar sein. Also: Welche Leistungen werden erbracht und zu welcher Qualität? Bei Ausstattungen sollte zudem die genaue Hersteller- und Artikelbezeichnung aufgeführt sein. Um die Qualität der Bauausführung selbst sicherzustellen, haben sich heute schon viele Anbieter in Güte- und Qualitätssicherungs-Gemeinschaften organisiert. Optimal ist die Garantie einer freiwilligen, zusätzlichen Qualitätskontrolle durch unabhängige Sachverständige, wie etwa den TÜV am Bau.
Besonders wichtig ist auch die Regelung möglicher Gewährleistungsansprüche. Gut ist ein Vertrag nach dem BGB, besser noch ist es, die VOB (Verdingungsordnung für Bauleistungen) zugrunde zu legen. Diese bietet zwar nur eine Gewährleistungsfrist von zwei Jahren, der Bauherr sollte allerdings darauf bestehen, sie auf fünf Jahre auszudehnen, was auch problemlos möglich ist. Bei meinem Haus war dies so und ich muss sagen, dass ich damit sehr gut gefahren bin, da die wenigen Beanstandungen die ich bisher hatte natürlich nach erst nach Ablauf der ersten beiden Jahre aufgetreten sind. Unverzichtbar ist auch die Festschreibung eines genauen Übergabetermins nach einem ausgehandelten Zeitraum, gemessen vom Tag der Baugenehmigung.
Ich kann euch auch nur empfehlen zusätzlich eine Klausel in den Vertrag mit aufnehmen zu lassen, die das Unternehmen bei Nichteinhaltung zur Kostenerstattung (pro Tag der Terminüberschreitung wird ein vorher festgelegter Betrag fällig) verpflichtet.
Am Ende steht wieder die Frage nach der Finanzierung, die nicht außer Acht gelassen werden darf: Um sicherzustellen, dass die Kosten nicht aus dem Ruder laufen, sollte das Bauunternehmen einen Festpreis garantieren, der die exakten Leistungen qenau aufschlüsselt. Ihr selbst müsst euch aber auch eine gewissen Kostendisziplin auferlegen und auf keinen Fall nur nach der Devise „man baut ja nur einmal im Leben“ handeln, denn dann können die Kosten ganz schnell in schwindeleregende Höhen aufsteigen, die dann nicht mehr finanziert werden können.
Ich habe das Abenteuer Bauen gewagt und bin mit den zuvor beschriebenen Tipps recht gut gefahren. I
ch wünsche euch viel Spaß auf dem Weg zum eigenen Haus.
Wer beim Bau seines Hauses auf natürliche Baustoffe setzt, Energie spart, die Kraft der Sonne nutzt und sein Hausumfeld naturnah gestaltet, kann bei Erreichen einer bestimmten Punktzahl, die anhand einer Checkliste vergeben wird, mit der „Grünen Hausnummer“ ausgezeichnet werden.
Und wer sein Haus mit diesem Qualitätssiegel schmücken kann , hat gleich drei Vorteile: er spart Energie und Trinkwasser und somit auch bares Geld, er steigert den Wert seiner Immobilie und lebt zudem noch gesünder.
Welche Bereiche werden jetzt anhand der Checkliste untersucht und besonders hoch bewertet? Es sind dies:
- Einsatz von natürlichen Baustoffen (heimische Hölzer, umweltschonende Materialien für Fußböden, Wärmedämm-Maßnahmen, Verkleidung von Innenwänden, Oberflächengestaltung ohne Lösungsmittel usw.)
- Konsequente Nutzung der Sonnenenergie durch Ausrichtung der Gebäude nach Süden, Einbau von Sonnenkollektoren für die Warmwasserbereitung und Einsatz von Photovoltaikanlagen für die Stromerzeugung.
- Modernes Heizen mit intelligenten Systemen (z.B. Brennwerttechnik mit selbstoptimierenden Steuerungen).
- Intelligenter Umgang mit Regenwasser (Nutzung für Garten und Toilette, evtl. Versickerung von Überschußwasser auf dem Grundstück).
- Heranholen der Natur ans Haus durch Fassaden bzw. Dachbegrünung, Anlegen von Gartenteichen bzw. sonstigen den Artenschutz fördernden Maßnahmen (Trockenmauern, Hecken aus heimischen Gehölzen, Nisthilfen, Einflugöffnungen, usw.).
- Allgemein sparsamer Umgang mit Strom und Wasser und Nutzung weiterer Einsparpotentiale, z.B. durch Eigenkompostierung usw.).
Insgesamt muss man mindestens 100 Punkte erreichen um die „Grüne Hausnummer“ zu erhalten.
Ich glaube, dass zwischenzeitlich bereits an die 100 Häuser damit ausgezeichnet worden sind und obwohl dies eine Auszeichnung des saarländischen Umweltministeriums ist, gibt es inzwischen sogar einige Häuser in anderen Bundesländern, die die „Grüne Hausnummer“ erhalten haben.
Anträge können gestellt werden bei:
Ministerium für Umwelt
"Grüne Hausnummer"
Kepplerstr. 18
66117 Saarbrücken
Wer gleich von Beginn an sein Haus anahnd dieses Leitfadens für die "Grüne Hausnummer" plant und baut kann bereits in der Bauphase eine Menge Geld sparen, so dass das fälschlicherweise als sehr teuer verschriehene "ökologische" Bauen gar nicht so teuer wird.
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-04-20 11:41:15 mit dem Titel Solaranlagen der große Renner
Es gibt heute keinen Baumarkt und auch fast keine Heimwerker- bzw. Bausparkassenzeitung mehr, wo nicht für Solarwärmeanlagen geworben wird. Ich habe kürzlich erst im Internet gelesen, dass im vergangenen Jahr auf deutschen Dächern pro Tag rund 250 solcher Anlagen installiert worden sind. Sie sind längst kein exotischer Schnickschnack mehr, sondern ein gängiger Teil einer modernen Heizungsanlage.
Der Weg zur eigenen Anlage wird immer leichter, was nicht zuletzt durch die Vielzahl der angebotenen Do-it-you-self-Bausätze dokumentiert wird.
Trotzdem sollte man dabei einige Randbedingungen beachten, damit die Freude am sonnengewärmten Wasser nicht allzu schnell getrübt wird:
- Bereits im Vorfeld umfangreiche Informationen über die Materie einholen.
- Nur absolut sattelfeste Heimwerker sollten sich mit einer Selbstbauanlage befassen.
- Ansonsten mehrere Angebote von Fachfirmen einholen und dabei preis, Serviceleistungen und Erfahrungen des Handwerkers berücksichtigen.
- Danach erfolgt das eigentliche intensive Beratungsgespräch mit der Firma der Wahl, welches die Basis für das Angebot des Handwerkers darstellt.
- Parallel dazu muss die Finanzierung incl. Förderanträge bei den unterschiedlichsten Stellen abgeklärt werden. Wichtig: Diese müssen unbedingt vor der Beauftragung der Anlage gestellt werden.
- Zur Zeit werden Flachkollektoranlagen vom Bund mit 250 DM pro m2 Kollektorfläche und Vakuumröhrenkollektoren mit 325 DM pro m2 gefördert. Daneben gibt es bei vielen Bundesländern auch noch Zuschüsse.
- Darüber hinaus kann die Kombination der Solaranlage mit einer Modernisierung der vorhandenen Heizung auch noch sehr interessant sein. Hier bietet sich vor allem eine Erdgasheizung an. Bei einer gleichzeitigen Erneuerung des Heizkessels winken bis zu 500 DM weitere Zuschüsse vom Bund .
- Nachdem dies alles abgeklärt ist muss die Anlage nur noch vom Fachmann installiert werden und dem Badevergnügen mit kostenlos erwärmtem Wasser steht nichts mehr im Wege.
Und ich kann euch nur eines sagen: es ist ein absolut geiles Gefühl zu wissen, dass die Bereitung von Warmwasser oder besser gesagt Heißwasser (denn die Anlage erzeugt bis zu 90 Grad heißes Wasser) keinen Pfennig kostet!!!!!
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-07-03 21:16:40 mit dem Titel Ein paar nützliche Tipps für künftige Bauherren
Der Bau der eigenen vier Wände bedeutet für die meisten Menschen die größte Investition im Leben, die im Normalfall auch nur einmal getätigt wird. Für einen Laien ist dies - ohne einen verlässlichen Bau-Partner jedoch ein sehr riskantes Vorhaben. Das Angebot ist riesig und ebenso undurchsichtig: In Deutschland gibt es zur Zeit Zigtausende Anbieter. Viele versprechen besondere Leistungen und locken oft mit Tiefpreisen. Wer vor fast 20 Jahren oder vor einem halben Jahr die Wiederholung den ersten Vierteiler von Dieter Wedel „Einmal im Leben“ gesehen hat kann dies eindrucksvoll nachvollziehen. Auch wenn in diesem Fernsehfilm bewusst überzeichnet worden ist, lag er doch sehr nahe an der grausamen Realität.
Damit die Baufamilie keine solche Enttäuschung erlebt, sollten einige Punkte bei der Suche nach einem seriösen Anbieter unbedingt bedacht werden. Von Vorteil ist es auf jeden Fall, wenn der Verkäufer identisch ist mit dem späteren Vertragspartner, der das Haus errichtet. Dann ist gewährleistet, dass die in den Unterlagen genannte Firma die vereinbarten Leistungen auch verwirklicht. Je länger das Unternehmen am Markt ist, um so größer ist in der Regel deren Erfahrung.
Empfohlen wird auch, auf eine Liste mit früheren Bauherren zu bestehen. Unter diesen solltet ihr euch dann selbst einen oder mehrere heraussuchen und diese zu ihren Erfahrungen mit dem Unternehmen befragen. Weitere Informationsmöglichkeiten die Bonität und Zahlungsmoral des künftigen Bau-Partners kann man sich bei banken und Handwerkern einholen.
Auf gar keinen Fall solltet ihr euch darauf einlassen, irgendwelche finanziellen Vorleistungen zu erbringen. Im Vertrag sollte vermerkt sein, dass die Bezahlung nur nach erbrachter Leistung gemäß Baufortschritt erfolgt. Auch Art und Umfang der Leistungen sollten unter die Lupe qenommen werden. Diese werden dann im Bauvertrag festgehalten. Allgemeine und unvollständige Ausführungen in der Baubeschreibung sind praktisch wertlos und geben dem Bau-Partner viel Gestaltungsspielraum, der sich im Nachhinein nur zu eurem Nachteil auswirken kann.
Der Hinweis auf weiße Kunststofffenster oder graue Bodenfliesen allein z.B. reicht nicht aus. Alle einzelnen Bauabschnitte müssen unbedingt bis ins Detail nachvollziehbar sein. Also: Welche Leistungen werden erbracht und zu welcher Qualität? Bei Ausstattungen sollte zudem die genaue Hersteller- und Artikelbezeichnung aufgeführt sein. Um die Qualität der Bauausführung selbst sicherzustellen, haben sich heute schon viele Anbieter in Güte- und Qualitätssicherungs-Gemeinschaften organisiert. Optimal ist die Garantie einer freiwilligen, zusätzlichen Qualitätskontrolle durch unabhängige Sachverständige, wie etwa den TÜV am Bau.
Besonders wichtig ist auch die Regelung möglicher Gewährleistungsansprüche. Gut ist ein Vertrag nach dem BGB, besser noch ist es, die VOB (Verdingungsordnung für Bauleistungen) zugrunde zu legen. Diese bietet zwar nur eine Gewährleistungsfrist von zwei Jahren, der Bauherr sollte allerdings darauf bestehen, sie auf fünf Jahre auszudehnen, was auch problemlos möglich ist. Bei meinem Haus war dies so und ich muss sagen, dass ich damit sehr gut gefahren bin, da die wenigen Beanstandungen die ich bisher hatte natürlich nach erst nach Ablauf der ersten beiden Jahre aufgetreten sind. Unverzichtbar ist auch die Festschreibung eines genauen Übergabetermins nach einem ausgehandelten Zeitraum, gemessen vom Tag der Baugenehmigung.
Ich kann euch auch nur empfehlen zusätzlich eine Klausel in den Vertrag mit aufnehmen zu lassen, die das Unternehmen bei Nichteinhaltung zur Kostenerstattung (pro Tag der Terminüberschreitung wird ein vorher festgelegter Betrag fällig) verpflichtet.
Am Ende steht wieder die Frage nach der Finanzierung, die nicht außer Acht gelassen werden darf: Um sicherzustellen, dass die Kosten nicht aus dem Ruder laufen, sollte das Bauunternehmen einen Festpreis garantieren, der die exakten Leistungen qenau aufschlüsselt. Ihr selbst müsst euch aber auch eine gewissen Kostendisziplin auferlegen und auf keinen Fall nur nach der Devise „man baut ja nur einmal im Leben“ handeln, denn dann können die Kosten ganz schnell in schwindeleregende Höhen aufsteigen, die dann nicht mehr finanziert werden können.
Ich habe das Abenteuer Bauen gewagt und bin mit den zuvor beschriebenen Tipps recht gut gefahren. I
ch wünsche euch viel Spaß auf dem Weg zum eigenen Haus.
16 Bewertungen, 1 Kommentar
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07.07.2008, 11:47 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreichsehr hilfreich und liebe Grüße Simone
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