Hebel Fertighaus Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 11/2003
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Erfahrungsbericht von Zwillingspapi
Beim nächsten Mal bestimmt nicht wieder
Pro:
reichliche Materiallieferungen
Kontra:
leider keine gute Zusammenarbeit
Empfehlung:
Nein
Liebe Leser,
schon sehr früh stand für mich fest, das ich ein eigenes Haus haben möchte. Also hiess erst mal ein paar Jahre sparen und dann aber bitte keins von der Stange, sondern nach unseren eigenen Vorstellungen.
Als dann 1997 bei uns im Ort Grundstücke voll erschlossen wurden und diese dann später gekauft werden konnten, waren meine Freundin und ich soweit, das wir uns das finanziell leisten konnten. Wir holten uns also Angebote von verschiedenen Unternehmen ein, damit unser Traumhaus realisiert werden konnte.
Bei der Firma Hebel hat dann erstmals der Preis mit unseren Vorstellungen zusammen gepasst und so bekam diese Firma den Zuschlag, was sich aber später doch als Fehler herausstellen sollte. Aber dazu weitere Erklärungen im Bericht.
Es wurde also ein Vertrag aufgesetzt und bevor irgendjemand von dieser Firma überhaupt einen Handschlag getan hatte, waren schon mal 5% der Bausumme fällig. Die weiteren Raten waren im Vertrag vereinbart und wurden nach Baufortschritt in Rechnung bzw. der Auslieferung betimmter Materialien gestellt.
Gleichzeitig wurden von uns die Anträge für einen staatlichen Förderkredit für selbstgenutztes Wohneigentum eingereicht. In diesen Unterlagen befand sich auch die Berechnung für die Selbsthilfe, weil wir ja ein sogenanntes Selbstbauhaus geplant hatten. Diese Berechnung hatte unser Berater der Firma Hebel aufgesetzt. Wir vertrauten ihm, weil wir der Meinung waren, das er ja Erfahrung mit solchen Dingen hat. Leider weit gefehlt, denn er hatte sämtliche Zahlen viel zu hoch angesetzt, so das alles von uns neu kalkuliert werden musste. Die Restfinanzierung haben wir über eine Hypothekenbank gemacht, welche wir uns selbst gesucht haben, denn die Firma Hebel arbeitet mit keiner Bank zusammen.
Nun kam aber auch schon die Rechnung für die nächsten 5% der Vertragssumme. Ok wir zahlten und der Architekt begann endlich mit seiner Arbeit. Wobei wir ihm ein Bild samt Grundrissen für die einzelnen Etagen schon hatten zukommen lassen. Es sollte halt nur von der Firma Hebel umgesetzt werden, was vor allem wegen der Statik ja wichtig ist, das da Profis planen.
Als dann die Meldung kam, das der Herr Architekt soweit sei, fuhren wir nach Leipzig ist die Filiale der Firma Hebel. Dort haben wir einen ganzen Tag zugebracht. Es mussten an der Planung für das Haus noch viele Änderungen vorgenommen werden und auch Dinge wie Haustür, Dachziegelfarbe, Fensterrahmen und ähnliches wurden an diesem Tag entschieden.
Wenige Tage später kam dann von Hebel die Neukalkulieren des Preises, da wir ja keine halben Sachen machen wollten, musste nach oben korrigiert werden. Es kam der Winter und ich hatte Zeit mir auch Angebote zu verschiedenen Leistungen bei anderen Firmen einzuholen. Im Frühjahr wurde der Leistungsvertrag dann noch einmal geändert, da ich doch die Dachziegel ab Werk für den selben Preis, aber mit besserer Qualität bekommen konnte. Und wir meldeten gleichzeitig an Hebel, das es nun bald los geht, mit den Bau. Und da kamen schon die ersten Terminschwierigkeiten. Die Baupläne müssten erst noch gezeichnet werden. Ich dachte ich bin im falschen Film. Hatten sie doch rund 4 Monate Zeit dazu. Also machte ich Druck und verlangte, das die Pläne für den Keller innerhalb von 2 Wochen da sein müssten und das Baumaterial natürlich auch. Es klappte sogar.
Aber das sollte wirklich selten sein, das alles so reibungslos klappte. Denn die Lieferzeiten sollten von da an immer Länger werden. Ja ist es denn meine Schuld, wenn die Leute bei Hebel den Winter verschlafen? Auf jeden Fall hatten wir während der Rohbauphase sehr lange Ruhezeiten und wir waren froh, als das Überstanden war, obwohl wir damit immer noch unsere Probleme mit dieser Firma hatten.
Leider halfen da keine Anrufe in der zuständigen Filiale. Meine Freundin war dann schon soweit, das sie sämtliche Dinge schriftlich über die Geschäftsleitung laufen lies, damit es auch ohne grössere Probleme klappte.
Allerdings hatten wir auch sehr schnell unsere Möglichkeiten entdeckt, wie man so ein Verhalten würdigen kann. Aber da denke ich, das man das auch bei anderen Firmen anwenden kann. Hier also unsere Vorgehensweise.
Bei den Rechnungen haben wir wegen jeden kleinen Fehler eine Mängelmeldung gemacht und somit das Bezahlen der Rechnung verschoben. Und jedem sollte klar sein, das ich dabei Gewinn mache, wenn ich Geld von einem Kredit nicht abrufe. Denn ich muss ja nur auf das Zinsen zahlen, was ich auch schon bekommen habe.
Auch hat die Firma Hebel den Fehler gemacht zwei vertraglich vereinbarte Rechnungen als eine zu schicken. Prompt haben wir dies Reklamiert und zwei einzelne Rechnungen verlangt. Vertrag ist schliesslich Vertrag. Ehrlich gesagt hat unsere Betreuerin manchmal auf der Bank richtig Angst bekommen, wenn sie die Daten auf den Rechnungen gesehen hat, welche wir teilweise erst ein viertel Jahr später eingereicht haben.
Aber nun weiter mit unseren Erfahrungen mit der Firma Hebel.
Einen zuständigen Bauleiter hatten wir auch. Pünktlich kam er ja zu den gemachten Terminen, aber er war recht selten für uns zu erreichen und wenn er dann auf der Baustelle war, dann hat er zwar viel geredet, aber wenig gesagt. Naja er hat halt seinen Pflichtbesuch gemacht und das war es auch. Eine wirkliche Hilfe war er nicht. Auch der gute Mann der durch den Vertrag mit uns eine gute Provision bekommen hat, hat sich nie wieder bei uns sehen lassen. Selbst nach Fertigstellung unseres Hauses hätte man eine Endabnahme durch die Firma Hebel machen müssen. Wir wohnen nun schon 2 Jahre in unserem Haus und das einzigste was wir von der Firma bekommen sind Weihnachtsgrüsse.
Aber es gibt auch ein paar positive Dinge zu berichten.
Die Liefertermine wurden immer von den Fahrern eingehalten und teilweise waren sie auch schon vor der vereinbarten Zeit auf der Baustelle. Auch das Baumaterial ist immer sehr reichlich kalkuliert, so das wir Reste an Bekannte abgeben konnten, die für kleinere Umbauten Steine und den dazugehörigen Kleber benötigten. Subunternehmen der Firma Hebel sind, im Gegensatz zu Hebel selbst, überaus zuverlässig und auch kooperativ. Aber das war es dann auch schon, was man als positiv bezeichnen kann.
Da die Frage aufgetaucht ist was ein Selbstbauhaus ist und wie es sich dabei mit der Garantie verhält, möchte ich dies noch erklären.
Bei einem Selbstbauhaus liefert die Partnerfirma nur das Material für den Rohbau. Das hiess in unserem Fall Steine, Kleber, Decken, Fenster, Haustür, Dachstuhl. Mängel müssen vor der Verarbeitung der gelieferten Dinge angezeigt werden, danach jede Garantie verfällt. Sollten sich während oder nach dem Bau statische Mängel bemerkbar machen, so haften der Architekt und der Statiker dafür, die das Haus geplant haben, soweit es keine Fehler in der Bauausführung waren. Sämtliche nicht vertraglichen Arbeiten bei einem Selbstbauhaus muss der Bauherr planen und ausführen lassen.
Fazit
Wenn ich noch einmal bauen müsste, dann würde ich nicht mehr mit der Firma Hebel zusammenarbeiten. Da sind wir doch in der ganzen Zeit zu oft enttäuscht worden. Auch an Freunde werde ich diese Firma nicht empfehlen, obwohl man da noch eine Provision bekommen würde. Aber ich möchte meine Freunde doch nicht verlieren. Somit kann ich auch an Euch keine Empfehlung aussprechen.
Vielen Dank für´s lesen, bewerten und kommentieren.
© Zwillingspapi (bei ciao als Hexer70)
schon sehr früh stand für mich fest, das ich ein eigenes Haus haben möchte. Also hiess erst mal ein paar Jahre sparen und dann aber bitte keins von der Stange, sondern nach unseren eigenen Vorstellungen.
Als dann 1997 bei uns im Ort Grundstücke voll erschlossen wurden und diese dann später gekauft werden konnten, waren meine Freundin und ich soweit, das wir uns das finanziell leisten konnten. Wir holten uns also Angebote von verschiedenen Unternehmen ein, damit unser Traumhaus realisiert werden konnte.
Bei der Firma Hebel hat dann erstmals der Preis mit unseren Vorstellungen zusammen gepasst und so bekam diese Firma den Zuschlag, was sich aber später doch als Fehler herausstellen sollte. Aber dazu weitere Erklärungen im Bericht.
Es wurde also ein Vertrag aufgesetzt und bevor irgendjemand von dieser Firma überhaupt einen Handschlag getan hatte, waren schon mal 5% der Bausumme fällig. Die weiteren Raten waren im Vertrag vereinbart und wurden nach Baufortschritt in Rechnung bzw. der Auslieferung betimmter Materialien gestellt.
Gleichzeitig wurden von uns die Anträge für einen staatlichen Förderkredit für selbstgenutztes Wohneigentum eingereicht. In diesen Unterlagen befand sich auch die Berechnung für die Selbsthilfe, weil wir ja ein sogenanntes Selbstbauhaus geplant hatten. Diese Berechnung hatte unser Berater der Firma Hebel aufgesetzt. Wir vertrauten ihm, weil wir der Meinung waren, das er ja Erfahrung mit solchen Dingen hat. Leider weit gefehlt, denn er hatte sämtliche Zahlen viel zu hoch angesetzt, so das alles von uns neu kalkuliert werden musste. Die Restfinanzierung haben wir über eine Hypothekenbank gemacht, welche wir uns selbst gesucht haben, denn die Firma Hebel arbeitet mit keiner Bank zusammen.
Nun kam aber auch schon die Rechnung für die nächsten 5% der Vertragssumme. Ok wir zahlten und der Architekt begann endlich mit seiner Arbeit. Wobei wir ihm ein Bild samt Grundrissen für die einzelnen Etagen schon hatten zukommen lassen. Es sollte halt nur von der Firma Hebel umgesetzt werden, was vor allem wegen der Statik ja wichtig ist, das da Profis planen.
Als dann die Meldung kam, das der Herr Architekt soweit sei, fuhren wir nach Leipzig ist die Filiale der Firma Hebel. Dort haben wir einen ganzen Tag zugebracht. Es mussten an der Planung für das Haus noch viele Änderungen vorgenommen werden und auch Dinge wie Haustür, Dachziegelfarbe, Fensterrahmen und ähnliches wurden an diesem Tag entschieden.
Wenige Tage später kam dann von Hebel die Neukalkulieren des Preises, da wir ja keine halben Sachen machen wollten, musste nach oben korrigiert werden. Es kam der Winter und ich hatte Zeit mir auch Angebote zu verschiedenen Leistungen bei anderen Firmen einzuholen. Im Frühjahr wurde der Leistungsvertrag dann noch einmal geändert, da ich doch die Dachziegel ab Werk für den selben Preis, aber mit besserer Qualität bekommen konnte. Und wir meldeten gleichzeitig an Hebel, das es nun bald los geht, mit den Bau. Und da kamen schon die ersten Terminschwierigkeiten. Die Baupläne müssten erst noch gezeichnet werden. Ich dachte ich bin im falschen Film. Hatten sie doch rund 4 Monate Zeit dazu. Also machte ich Druck und verlangte, das die Pläne für den Keller innerhalb von 2 Wochen da sein müssten und das Baumaterial natürlich auch. Es klappte sogar.
Aber das sollte wirklich selten sein, das alles so reibungslos klappte. Denn die Lieferzeiten sollten von da an immer Länger werden. Ja ist es denn meine Schuld, wenn die Leute bei Hebel den Winter verschlafen? Auf jeden Fall hatten wir während der Rohbauphase sehr lange Ruhezeiten und wir waren froh, als das Überstanden war, obwohl wir damit immer noch unsere Probleme mit dieser Firma hatten.
Leider halfen da keine Anrufe in der zuständigen Filiale. Meine Freundin war dann schon soweit, das sie sämtliche Dinge schriftlich über die Geschäftsleitung laufen lies, damit es auch ohne grössere Probleme klappte.
Allerdings hatten wir auch sehr schnell unsere Möglichkeiten entdeckt, wie man so ein Verhalten würdigen kann. Aber da denke ich, das man das auch bei anderen Firmen anwenden kann. Hier also unsere Vorgehensweise.
Bei den Rechnungen haben wir wegen jeden kleinen Fehler eine Mängelmeldung gemacht und somit das Bezahlen der Rechnung verschoben. Und jedem sollte klar sein, das ich dabei Gewinn mache, wenn ich Geld von einem Kredit nicht abrufe. Denn ich muss ja nur auf das Zinsen zahlen, was ich auch schon bekommen habe.
Auch hat die Firma Hebel den Fehler gemacht zwei vertraglich vereinbarte Rechnungen als eine zu schicken. Prompt haben wir dies Reklamiert und zwei einzelne Rechnungen verlangt. Vertrag ist schliesslich Vertrag. Ehrlich gesagt hat unsere Betreuerin manchmal auf der Bank richtig Angst bekommen, wenn sie die Daten auf den Rechnungen gesehen hat, welche wir teilweise erst ein viertel Jahr später eingereicht haben.
Aber nun weiter mit unseren Erfahrungen mit der Firma Hebel.
Einen zuständigen Bauleiter hatten wir auch. Pünktlich kam er ja zu den gemachten Terminen, aber er war recht selten für uns zu erreichen und wenn er dann auf der Baustelle war, dann hat er zwar viel geredet, aber wenig gesagt. Naja er hat halt seinen Pflichtbesuch gemacht und das war es auch. Eine wirkliche Hilfe war er nicht. Auch der gute Mann der durch den Vertrag mit uns eine gute Provision bekommen hat, hat sich nie wieder bei uns sehen lassen. Selbst nach Fertigstellung unseres Hauses hätte man eine Endabnahme durch die Firma Hebel machen müssen. Wir wohnen nun schon 2 Jahre in unserem Haus und das einzigste was wir von der Firma bekommen sind Weihnachtsgrüsse.
Aber es gibt auch ein paar positive Dinge zu berichten.
Die Liefertermine wurden immer von den Fahrern eingehalten und teilweise waren sie auch schon vor der vereinbarten Zeit auf der Baustelle. Auch das Baumaterial ist immer sehr reichlich kalkuliert, so das wir Reste an Bekannte abgeben konnten, die für kleinere Umbauten Steine und den dazugehörigen Kleber benötigten. Subunternehmen der Firma Hebel sind, im Gegensatz zu Hebel selbst, überaus zuverlässig und auch kooperativ. Aber das war es dann auch schon, was man als positiv bezeichnen kann.
Da die Frage aufgetaucht ist was ein Selbstbauhaus ist und wie es sich dabei mit der Garantie verhält, möchte ich dies noch erklären.
Bei einem Selbstbauhaus liefert die Partnerfirma nur das Material für den Rohbau. Das hiess in unserem Fall Steine, Kleber, Decken, Fenster, Haustür, Dachstuhl. Mängel müssen vor der Verarbeitung der gelieferten Dinge angezeigt werden, danach jede Garantie verfällt. Sollten sich während oder nach dem Bau statische Mängel bemerkbar machen, so haften der Architekt und der Statiker dafür, die das Haus geplant haben, soweit es keine Fehler in der Bauausführung waren. Sämtliche nicht vertraglichen Arbeiten bei einem Selbstbauhaus muss der Bauherr planen und ausführen lassen.
Fazit
Wenn ich noch einmal bauen müsste, dann würde ich nicht mehr mit der Firma Hebel zusammenarbeiten. Da sind wir doch in der ganzen Zeit zu oft enttäuscht worden. Auch an Freunde werde ich diese Firma nicht empfehlen, obwohl man da noch eine Provision bekommen würde. Aber ich möchte meine Freunde doch nicht verlieren. Somit kann ich auch an Euch keine Empfehlung aussprechen.
Vielen Dank für´s lesen, bewerten und kommentieren.
© Zwillingspapi (bei ciao als Hexer70)
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