Heimarbeit Testbericht

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Erfahrungsbericht von mellims

Heimarbeit

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Nein

Heute möchte ich mich mal über das Thema Heimarbeit auslassen. Damit meine ich diese Art von Heimarbeit, die man unter den Stellenanzeigen im Wochenanzeiger findet:
„ 2500 DM extra verdienen von zu Hause aus!!!“
„ Super für Hausfrauen, Schüler und Studenten!“
Solch ein Anzeige oder eine ähnlich hat doch jeder schon mal gelesen, oder? Und? Angerufen? Ich ja! Damals war ich noch Schülerin und wollte unbedingt irgendwie Geld verdienen. Von meinen Nachhilfeschülern hatte ich die Schnauze voll, also hab ich gedacht: „Warum nicht?! Einmal anrufen kostet ja nur ein paar Pfennig!“ Gesagt, getan! Hab also angerufen und gefragt, worum es denn genau geht. Mir wurde dann gesagt, dass es da viele Möglichkeiten gibt, und das sie mir doch am besten ein Prospekt schicken, damit ich es mir genau ansehen kann. Als ich dann dieses Prospekt in der Hand hatte, kam die erste Enttäuschung. Ich dachte vorher, dass mir da einfach gesagt wird wie es geht, dass ich mich dann da anmelde und dann geht’s los! Falsch gedacht! In diesem Prospekt waren etliche Reklamen:
„ Kugelschreiber zusammenbauen! Schicken Sie 60 DM an.... Dann bekommen Sie nähere Informationen.“
„Wundertüten füllen. Schicken Sie 50 DM an.... Dann erfahren Sie alles weitere.“
„Perlenketten basteln. Senden Sie uns 30 DM zu und Sie erhalten die nötigen Infos.“
Weil die Sache mit den Perlenketten das billigste war, hab ich mal versucht. Irgendwann bekam ich dann weitere Informationen. Und wieder dachte ich, jetzt geht es mal endlich los. Wieder falsch gedacht!
„Schicken Sie uns 60 DM und Sie bekommen ein Probeexemplar.“
„Okay“, dachte ich mir „ jetzt machst du das auch noch, dann ist aber Schluß.“ Dann bekam ich also dieses Probeexemplar, an dem ich meine Können unter Beweis stellen sollte. Ich hab also diese Perlen auf ein Band aufgefädelt, einen Verschluß daran geknotet und abgeschickt. Und? Nie wieder ein Wort von denen gehört! Da in dem Prospekt stand, dass ich mein Geld zurück bekomme, wenn ich keinen Job bekomme, hab ich dahin geschrieben und mein Geld zurück verlangt. Der Brief kam zurück: „Empfänger unbekannt.“ Adresse überprüft, noch mal abgeschickt. Wieder: “Empfänger unbekannt.“ Da hab ich denen also einmal einen Brief ohne Geld geschickt, und dann ist die Adresse plötzlich nicht mehr richtig. Ich sag’s euch, Leute. Laßt die Finger von solchen Anzeigen. Das ist nur Abzocke. Was mich am meisten aufregt ist, dass die gerade den Leuten das Geld aus der Tasche ziehen, die es am wenigsten haben. Und wenn man sich beschweren will, sind diese Firmen auf einmal wie vom Erdboden verschwunden.
Irgendwann hab ich mich dann abgeregt, und weil ich immer noch Geld verdienen wollt, hab ich’s noch mal bei eine anderen Firma versucht. Und wieder: „Wir schicken Ihnen ein Prospekt.“ Diesmal hab ich aber sofort am Telefon gefragt: „Geht das dann auch sofort los? Muß man da Geld bezahlen?“ „ Ja, es geht sofort los und Sie müssen kein Geld bezahlen.“ Wer’s glaubt, wird selig!!!
Fazit: Diese Firmen sind alle gleich. Das waren bestimmt keine Ausnahmen! Also Finger weg! Anstatt Geld zu verdienen, schmeißt man Geld zu Fenster raus!!! Die altbewährten Nebenjobs sind doch die bessere Alternative, auch wen man da nur 630 DM bekommt. Denn großen Traum von großen Geld ohne viel zu tun gibt es einfach nicht.

21 Bewertungen, 4 Kommentare

  • Pitata

    21.03.2003, 12:38 Uhr von Pitata
    Bewertung: sehr hilfreich

    war auch schon Opfer.Tschüss

  • DustDevil

    06.02.2003, 17:35 Uhr von DustDevil
    Bewertung: sehr hilfreich

    Kennen Sie die "Werbe- und Versandagentur Michell"? Email:[email protected]

  • ypsel

    05.01.2003, 04:10 Uhr von ypsel
    Bewertung: sehr hilfreich

    Schade das auch du auf so einen Mist hreingefallen bist, biete dir eine Beraterstelle an, schreib mal, by

  • actionnaire

    21.02.2002, 20:20 Uhr von actionnaire
    Bewertung: sehr hilfreich

    Leider sind diese Praktiken bittere Realität! Viel Geld mit wenig Arbeit wird eben für immer ein Traum bleiben. Aber vielleicht ist das ja auch gut so, denn wer würde sonst noch "richtig" arbeiten wollen?