Ritus (Taschenbuch) / Markus Heitz Testbericht
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- Niveau:
- Unterhaltungswert:
- Spannung:
- Humor:
- Stil:
Erfahrungsbericht von Regan
Blutige Geheimnisse
Pro:
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Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
..::Markus Heitz::..
Markus Heitz ist am 10. Oktober 1971 in Homburg geboren. Er studierte Germanistik und Geschichte und arbeitete als Journalist in Saarbrücken. Sein Debütroman Ulldart - Die dunkle Zeit bekam den deutschen Phantastik Preis. Seit Die Zwerge gehört er zu den erfolgreichsten Fantasy-Autoren und widmet sich der Schriftstellerei hauptberuflich. Nach seiner Werwolf-Duologie (nennt sich das so?) Ritus und Sanctum, erschien nun zuletzt sein erster Vampirroman Kinder des Judas.
Wer noch mehr über Markus Heitz erfahren will kann sich hier mal umsehen: http://www.mahet.de/person/person.html. Kann ich nur empfehlen, ist sehr interessant. ;)
..::Die Reihe::..
1. Band: Ritus
2. Band: Sanctum
..::Inhaltsangabe::..
21. Jahrhundert, München:
Eric von Kastell und sein Vater haben sich ganz und gar der Werwolfjagd verschrieben. Als Eric seinen Vater aus der Gefangenschaft einiger Wandelwesen befreien möchte und unter ihnen ein Blutbad anrichtet, stirbt sein Vater. Und nicht nur das: die übrig gebliebenen Wandelwesen wollen sich an ihm rächen. Sie brennen das Anwesen der Kastells nieder, mitsamt der Informationen und Forschungsergebnisse, welche die Familie Kastell über Generationen gesammelt hat.
Als Eric einen Hinweis erhält, wo sich sein größter Feind versteckt hält, fliegt er nach Sankt Petersburg. Dort lernt er die Wolfsforscherin Lena kennen, die er nach einem Überfall auf ihren Kollegen in das Geheimnis der Wandelwesen einweiht. Sie glaubt ihm vorerst nicht, doch bald schon entdeckt sie auf einer ihrer Fotografien eine Bestie, die kein Wolf sein kann. Und Eric verrät diese Fotografie den Aufenthaltsort seines schlimmsten Feindes: der Nationalpark in Kroatien…
18. Jahrhundert, Südfrankreich:
Jean Chastel und seine beiden Sohne Pierre und Antoine sind Wildhüter. Als sie auf der Jagd auf einen riesigen, wolfähnlichen Tierkadaver stoßen, gibt es für sie nur eine Erklärung: ein Loup-Garou, ein Werwolf!
Als sie den Kadaver näher betrachten wollen, springt aus dem Gebüsch eine weitere Bestie wie diese und fällt Pierre und Antoine an. Jean bringt seine beiden schwer verletzten Söhne nach Hause. Doch Jeans Sohne hatten noch Glück: sie überleben beide. Die anderen Opfer, welche sich die Bestie regelmäßig holt, weniger. Immer wieder werden zerfleischte und verstümmelte Leichen im Wald gefunden. Bald schon wird ein Kopfgeld vom König auf die Bestie ausgesetzt und derjenige, der die Bestie tötet, bekommt das Geld. Jean und seine Söhne jagen die Bestie ebenfalls, bis Jean merkt, dass seine beiden Söhne durch den Angriff des Loup-Garou ebenfalls zu Bestien wurden. Jean muss das Geheimnis seiner Söhne streng geheim halten und macht sich nun noch ehrgeiziger auf die Suche nach der Bestie, denn nur wenn die Bestie tot ist, können seine Söhne überleben…
..::Das Buch::..
Das Buch ist von Knaur Verlag und in Form eines Paperbacks. Das Cover ist grau mit dunkelgrauen Linie darauf, die wie Äste eines Baumes aussehen. In leuchtendem rot steht der Titel Ritus darauf.
Das Buch hat 520 Seiten, die in verschiedene Kapitel aufgeteilt sind. Diese beanspruchen meist 10 bis 30 Seiten. Jede Seite, auf der ein neues Kapitel angefangen wird, ist mit denselben Ästen verziert, die man schon auf dem Cover des Buches sieht. Das Buch kostet 12,95€.
ISBN: 978-3-426-63130-0
..::Kritik::..
Ritus ähnelt Kinder des Judas wirklich ein bisschen. Wie bei Kinder des Judas wechselt die Handlung zwischen dem 18. und dem 21. Jahrhundert. Wieder beinhaltet das Buch zwei verschiedene Geschichten, die miteinander zu tun haben. Einmal die Geschichte der Familie Chastel, die im 18. Jahrhundert leben und dort mit der Bestie und ihren Überfällen zu Kämpfen haben und dann noch die Geschichte von Eric, einem Nachfahre der Chastels, der im hier und jetzt lebt und die Bestie noch immer jagt.
Die Familie Chastel hat nicht nur das Problem, dass sich eine blutrünstige Bestie in den Wäldern herumtreibt. Schon sehr lange gilt Jean Chastel als mürrischer Eigenbrötler, der nicht mehr an Gott glaubt. Da dies zu dieser Zeit nicht üblich war, nicht an Gott zu glauben, werden er und seine Söhne gemieden. Antoine, der jüngere der beiden Söhne, ist durch und durch missraten. Er ist nicht nur vorlaut und unverschämt, er hat es auch auf kleine Mädchen und junge Frauen abgesehen. Pierre dagegen ist von den dreien noch der normalste. Er hat den Glauben an Gott noch nicht aufgegeben, ist freundlich und hat in dem Mündel der Äbtissin seine große Liebe gefunden.
Ca. 200 Jahre später treffen wir auf Eric von Kastell, der ein Nachfahre der Chastels zu sein scheint und der deren Vorhaben immer noch fortsetzt. Allerdings mit anderen Waffen. Er und sein Vater sind sehr wohlhabend, sodass sie sich vor kaum irgendwelchen Kosten, welche die Jagd nach den Wandelwesen fordern, zu scheuen brauchen. Doch dann stirbt sein Vater und Eric ist völlig auf sich allein gestellt.
Die Charaktere sind meiner Meinung nach sehr gut gelungen und wirken sehr glaubwürdig. Keiner der Charaktere wirkt übermäßig perfekt und trotzdem sind sie (die meisten jedenfalls sympathisch.
Schön und gut. Dennoch hatte ich anfangs Probleme, mich in der Geschichte einzufinden. Die ersten 150 Seiten fand ich einfach nur langweilig und habe auch schon überlegt, ob ich das Buch doch wieder abbrechen sollte. Die Handlung fand ich einfach nicht sonderlich interessant, ob nun die Erics oder die der Chastels. Es war einfach nur langweilig und ich war eher enttäuscht, da ich mir nach Kinder des Judas von diesem Buch mehr erwartete. Die Handlung war irgendwie langatmig und vermochte es einfach nicht, mich zu fesseln. Erst später wurde die Geschichte für mich wieder interessanter.
Nachdem ich die langweiligen 150 Seiten überwunden hatte, fand ich die Geschichte der Chastels recht interessant und die von Eric eigentlich auch. Was mir an der Geschichte Erics jedoch nicht gefallen hat war dieses Actionfilm-Flair. Ständig nur Schießereien und irgendwelche Kämpfe und das hat mich zum Schluss hin richtig genervt. Ich mag schon keine Actionfilme in denen ständig nur gekämpft und so obercool durch die Gegend geschossen wird und in einem Buch muss das dann erst recht nicht sein. Jeder einzelne Kampf wurde bis ins kleinste Detail erklärt, sodass die Geschichte von Eric sicherlich mindestens zur Hälfte aus irgendwelchen Kämpfen besteht. Das wurde auf die Dauer einfach nur nervend und langweilig, sodass ich mich oft dabei ertappte, während der Kämpfe einige Sätze einfach zu überfliegen.
Die Geschichte von den Chastels hingegen ist ein wenig besser. Die Lage, in die sich die Chastels begaben, verzwickt sich immer noch mehr und es kommen immer noch mehr Geheimnisse ans Licht. Jede einzelne Person in der Geschichte scheint ihr eigenes Geheimnis zu haben, das sich, je weiter die Geschichte voranschreitet, immer mehr lüftet. So erfährt man auch mehr über die geheimnisvolle Bestie, von der niemand weiß, woher sie kommt und welcher Mensch sich in ihr versteckt. Wie auch in Kinder des Judas werden die Zusammenhänge und Geheimnisse erst nach und nach aufgedeckt, sodass sich erst am Schluss ein (beinahe) komplettes Bild für den Leser auftut.
Der Schreibstil von Markus Heitz ist in Ritus ähnlich wie in Kinder des Judas. Markus Heitz schreibt sehr detailreich, oft etwas blutig. Hier sind allerdings beide Geschichten in Vergangenheit geschrieben.
Das Ende von Ritus ist offen und die Geschichte wird einfach mittendrin abgebrochen. Wer erfahren möchte, wie es weiter geht, muss daher auch den zweite Teil, Sanctum, kaufen und den auch noch lesen. Ich frage mich jetzt, ob ich den zweiten Teil auch noch lesen soll oder es lassen. So wie ich mich kenne, werde ich es wohl lassen. Das Buch war letztendlich nicht schlecht, aber auch nicht so, dass ich den zweiten Teil auch noch lesen möchte. Mal schauen.
..::Fazit::..
Ich war von Ritus ein wenig enttäuscht. Ich hätte mir nach Kinder des Judas einfach mehr erhofft. Es dauerte lange, bis die Geschichte für mich interessant wurde und auch dann konnte Ritus nicht mit Kinder des Judas mithalten. Deshalb vergebe ich mittlere 5 von 10 Punkten und eine ganz knappe Empfehlung.
MfG Regan
P.S.: Ich wünsche euch ein schönes Silvesterfest und einen guten Rutsch ins Jahr 2008!
43 Bewertungen, 9 Kommentare
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26.07.2008, 01:08 Uhr von Estha
Bewertung: sehr hilfreichGruß Susi
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23.07.2008, 18:40 Uhr von try_or_die87
Bewertung: sehr hilfreichLiebe Grüße aus Regensburg
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24.03.2008, 18:52 Uhr von paelzer
Bewertung: sehr hilfreichsh und lg von paelzer
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22.02.2008, 20:39 Uhr von The_Ghostwriter
Bewertung: sehr hilfreichsehr ausführlicher Bericht
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01.01.2008, 14:13 Uhr von LittleSparko
Bewertung: sehr hilfreichlg, daniela
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01.01.2008, 13:55 Uhr von strubbine
Bewertung: sehr hilfreichFrohes neues Jahr
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01.01.2008, 08:52 Uhr von waltraud.d
Bewertung: sehr hilfreichFrohes Neues Jahr
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31.12.2007, 20:12 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreichsehr hilfreich
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31.12.2007, 19:15 Uhr von morla
Bewertung: sehr hilfreicheinen guten rutsch ins neue jahr. l.g. petra
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