High Tension (DVD) Testbericht




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Erfahrungsbericht von MOFFt
NOCH SPANNENDER WÄRE TÖDLICH
Pro:
Kameraführung, teils hohe Spannung, Filmmusik
Kontra:
unbekannte Schauspieler, sonderbares Ende, sehr unglaubwürdig, brutal
Empfehlung:
Ja
=ALLGEMEINES===
Ich sehe gerne Horror / Thriller und bin des öfteren auch Filmen wie Saw, Hostel oder Rob Zombies Geschlachte im 2-Teiler nicht abgeneigt. Stöbert man in diesen Kategorien trifft man auch automatisch bald mal auf Filme wie Wolf Creek oder eben High Tension, die irgendwie als muss-man-gesehen-haben dargestellt werden.
High Tension war der letzte, der mir in der Runde noch fehlte und da er sehr brutal, blutig und grausam dargestellt wurde, war ich mehr als gespannt als ich ihn mir gestern mit meiner Freundin im Heimkino angesehen habe.
Von High Tension gibt es meiner Google-Erfahrung nach 3 Versionen in Österreich (Deutschland ist der Film glaub ich indiziert bzw. schwer geschnitten). Hier hätten wir eine ungeschnittene Version mit 87min, dann eine geschnittene und eine stark geschnittene. Auch die stark geschnittene ist ab FSK18 soweit zum Thema - nix für Kinder!
Die DVD(s) gibts in Österreich in diversen Läden - Saturn oder Mediamarkt hab ich ihn glaub ich schon mal gesehen, allerdings zu hohen Preisen (25 Eur aufwärts). Libro ist in diesen Dingen immer eine gute Anlaufstelle und da gabs ihn auch schon um 16 Euro bzw. lt. Internet Foren sogar darunter. Ich selbst habe meine uncut Version von einem Euch sicher bekannten Fan dieses Genres um den Libro Preis erhalten - Lady Alexa - erste Anlaufstelle in Fragen zu Blut- und Splatterfilmen ;-)
=STORY===
Die Story ist schnell erzählt bzw. darf ich an dieser Stelle nicht alles verraten, weil eine unerwartete, wenn auch meiner Meinung nach unglaubwürdige Wende im Film eingebaut wurde.
Der französische Film aus dem Jahre 2003 wird wie gesagt hoch gelobt als Glanzleistung dieses Genres. Immer wieder wurde er als extrem brutal, spannend und blutig dargestellt, deshalb habe ich hohe Erwartungen bzw. auch hohe Befürchtungen an grausame Zerstückelungen o.ä. darin gestellt.
Leider (oder zum Glück) wurde ich in einigen Dingen nicht bestätigt, doch mehr dazu später.
Zwei junge Frauen fahren zu einem Haus in der französischen Einschicht um einige Tage dort ungestört lernen zu können. Darin wohnt die Familie einer der beiden Frauen (Alex). Deren Freundin Marie, wo man von Anfang an nicht genau weiß, ob die beiden ein lesbisches Pärchen darstellen, bekommt ein Gästezimmer um die schon angebrochene Nacht zu schlafen.
Bald liegen alle und schon kommt der Killer, mit dem man kurz zuvor schon eine kurze Szene erleben durfte, in der ein Frauenkopf übrigblieb.
Er betritt gewaltsam das Haus und findet auch schnell seine ersten Opfer. Vater, Mutter und Bruder von Alex fallem dem Killer auf meist grausame Weise zum Opfer. Alex fesselt er und nimmt sie in seinem Lieferwagen mit um wahrscheinlich seine sexuellen Verlange zu befriedigen. Marie konnte bislang unbemerkt bleiben und versucht ihre Freundin zu retten. Sie heftet sich an seine Fersen bis sie schliesslich selbst zur Gejagdten wird.
Mehr kann und will ich an der Stelle nicht verraten, da sonst zu viel Infos vorweg genommen würden.
=EINDRUCK/MEINUNG===
Der Film fängt schon mal mit einem gut gelungenen Vorspann an, der die Spannung gut aufbaut. Eine junge Frau schleppt sich verwundet und blutüberströmt durch den Wald, wird scheinbar von jemanden verfolgt. Dabei eine beklemmende Musik im Hintergrund und die Schriftzüge werden aggressiv eingeblendet, irgendwie eingebrannt. Ein gut gelungener Effekt.
Der Vorspann endet in einem Erwachen (ein Traum) und stellt uns sofort die beiden Hauptdarstellerinnen des Filmes dar.
Marie wird gespielt von Cecile De France (in 80 Tagen um die Welt, Barcelona für ein Jahr).
Sie spielt eine junge Frau mit kurzen Haaren, die im Film Mut und Stärke beweist. Von Anfang an hat man bei ihr den Eindruck sie sei lesbisch und sieht in Alex ihre Partnerin, wobei Alex diese nicht wirklich erwidert, was man in einigen Gesprächen über ihre Erlebnisse mit Männer erfährt die Marie sichtlich ärgern.
Cecile spielt ihre Rolle sehr überzeugend. Die Ängste die sie gegenüber dem Killer aussteht kommen gut rüber und reissen den Zuseher recht gut mit.
Alex wird gespielt von Maiwenn Le Besco (Das fünfte Element, Leon). Auch sie kann überzeugen als Hauptopfer, dass ihre gesammte Familie verliert und selbst auch noch als Gefangene eines perversen Killers mitgenommen wird. Sie hat mehr eine schreiende Rolle und kann schauspielerisch so nicht besonders viel bewirken. Ist aber in diesem Genre sowieso immer sehr schwer bzw. unmöglich.
Philippe Nahon (Pakt der Wölfe, Die purpurnen Flüsse) spielt den Killer im blutverschmierten Overall, ständig auf der Suche nach seinen nächsten Opfern, die vorzugsweise weiblich sein sollten. Dessen Name wird einmal kurz erwähnt, ich habe ihn jedoch vergessen - auch nicht so wichtig.
Lange Zeit sieht man durch eine tief eingezogene Kappe nur dessen rotes, vernarbtes Gesicht. Er dürfte relativ gross sein und wirkt somit im Film mächtig und besonders bedrohlich. Den wenigen Text bzw. die paar Handlungen die er ausser seiner eigentlichen Aufgabe, dem suchen und töten seiner Opfer, vollbringt sind nicht sonderlich erwähnenswert.
Die anderen Figuren sind reine Nebenrollen und mir auch völlig unbekannt. Ausser den drei Familienmitgliedern spielt sonst nur noch ein Tankwart eine sehr kurze Rolle. Ich glaube der Film gehört so auch nicht zu den sehr geldaufwendigen in der Filmszene.
Der Film baut die Spannung recht gut auf. Mit einer kurzen Einstiegsszene wird der Killer vorgestellt. Auch dessen Lieferwagen sieht nicht gerade einladend aus und die Fotos von Frauen lassen darauf hindeuten, dass er nicht das erste mal zugeschlagen hat.
Sexuelles Verlangen spielt einen merklichen Part im Film, wobei Sexszenen nicht vorkommen, sondern mehr das Verlangen vom Killer zu den Frauen immer wieder mal vorkommt und auch textlich erwähnt wird.
Einen besonderen Anteil an Spannung liefert meiner Meinung nach die Kameraführung bei. Viele Szenen, vor allem bei Verfolgungsszenen werden mit unruhiger Führung gefilmt und bringen so meiner Meinung nach zusätzliches Adrenalin bei.
Die Musik wurde recht gut gewählt und untermalen die jeweiligen Situationen, happy, spannend, Furcht perfekt.
Bald kommen im Haus auch die ersten wirklich blutigen Szenen, auf die manch einer schon eine Weile gespannt war. Vor allem wenn man wie ich schon im Vorhinein einige Berichte gelesen hatte. In meinem Falle dürften die Vorlesungen bei mir ein etwas falsches Bild aufgebaut haben. Ich habe befürchtet in HT werden unentwegt Gliedmaßen abgetrennt oder Opfer sadistisch gequält wie in Hostel o.ä. Dem ist aber nicht so. Nicht falsch verstehen, HT ist recht spannend, brutal und auch der Blutfaktor liegt ziemlich hoch. Aber empfunden habe ich den Film dann im Endeffekt doch harmloser als viele seiner Vergleichsfilme wie Hostel, Saw oder Wolf Creek.
Somit war ich von High Tension, einem Film, der seine Auszeichnungen und Lobeshymnen sicherlich verdient - er ist gut und sehenswert (für Freunde dieses Genres und starken Nerven) - leider etwas enttäuscht, da ich mir einfach falsches erwartet hatte. Zu viel Vorlesungen zu Filmen sind eben auch nicht immer gut.
Wahrscheinlich hat zu diesem Eindruck auch die Filmwende mitgespielt, die mir absolut unglaubwürdig erscheint. Psychos laufen ja genügend herum, aber diese Wende war so unvorgesehen wie glaubwürdig und im nachhinein betrachtet sind viele davor abgelaufenen Szenen eigentlich auch unmöglich ... Leute die ihn ansehen werden wissen, wovon ich spreche.
=DVD=
Wie oben erwähnt gibt es drei Versionen von High Tension.
Ich habe hier die ungeschnittene, die sich scheinbar nur mit dem Uncut vertreibt. Ausser dem Film ist absolut nichts raufgepackt auf die DVD, zumindest ein paar Biographien hätte ich mir erwartet.
Die Uncut erkennt man an dem roten Balken oben am Cover mit Aufschrift Uncut Version. Zusätzlich ist die Rasierklinge in der Mitte des Covers blutrot dargestellt (ist bei den anderen Versionen abgedunkelt).
Dafür besitzen die anderen Versionen glaub ich Zusatzmaterial - muss halt jeder für sich entscheiden, ob ihm Zusatzmaterial lieber ist wie 2,3 geschnittene Filmminuten, die von der Uncut Version fehlen (echte Blutfans werden wohl zur uncut greifen müssen, wobei die anderen sicherlich auch nichts für Kuschelabende sind).
Das Cover zeigt vorne ausserdem die beiden Hauptdarstellerinnen vom Film mit entsetztem Ausdruck.
Die Rückseite ist deutlich blutiger gehalten und mit ein paar Screenshots kann man schon ein paar Eindrücke erhaschen, was einem im Film erwartet.
Deutsch, Englisch und natürlich Französisch English gibts an Sprachen zu wählen, jeweils in Dolby Digital 5.1. Deutsche Untertitel für Hörgeschädigte wurden mit raufgepackt.
Der Film bringt die 87 ungeschnittenen Minuten im 2,35:1 / 16:9 Bildformat.
Zu meckern gibts weder an Ton, noch an Bild kaum etwas. Vor allem der Ton kam mit teils sehr guter Filmmusik, dann wieder durch beklemmende Situationen recht gut rüber. Der Tonlevel wurde auch relativ gleichmässig gehalten, den vor allem in diesem Genre ist es oft so, dass die grausamen Szenen extrem laut sind und man ständig am Drehen der Lautstärke ist, damit man den restlichen Film auch deutlich versteht.
Der rot-Ton sollte auf keinen Fall fehlen beim Beamer oder TV Gerät, denn diese Farbe dürfte neben den dunklen wohl die am meisten verwendete sein im Film!
Zusammenfassend kann man High Tension als brutalen, sehr spannenden und blutigen Film darstellen, der eine unerwartete, aber für mich unglaubwürdige Wendung zum letzten viertel hin einnimmt. Freunde dieses Genres sollten sich High Tension unbedingt mal ansehen. Aussagen wie - High Tension, brutaler als Saw, Hostel oder Wolf Creek - kann ich selbst aber nicht bestätigen.
Gepaart mit den fehlenden Extras und der Version die sich scheinbar nur über das Uncut verkauft, muss ich High Tension leider 2 Punkte abziehen, obwohl er mehr verdient hätte.
So wünsch ich euch ein rotes, spannendes Filmerlebnis mit High Tension und bedanke mich fürs Lesen ...
... heute schon geMOFFt?
48 Bewertungen, 15 Kommentare
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23.10.2007, 23:09 Uhr von sweetsixty
Bewertung: sehr hilfreichLG Martina
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23.10.2007, 16:57 Uhr von Madrianda
Bewertung: sehr hilfreich*sh* VG Beate
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22.10.2007, 20:37 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreichLG Damaris
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22.10.2007, 13:21 Uhr von B_Engal
Bewertung: sehr hilfreichSH von mir...lg B_Engal
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21.10.2007, 19:26 Uhr von saxxxe
Bewertung: sehr hilfreichsh LG Manu :P
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21.10.2007, 17:02 Uhr von LittleSparko
Bewertung: sehr hilfreichlg, daniela
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21.10.2007, 16:15 Uhr von sandrad198
Bewertung: sehr hilfreichlg Sandra
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21.10.2007, 15:37 Uhr von Nina1805
Bewertung: sehr hilfreichWie wärs mit Gegenlesen, 20=20 Berichte? Würd mich freuen, lg. Nina. PS.: Bei Interesse bitte in meinem GB melden!
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21.10.2007, 15:23 Uhr von gerrhosaurus1978
Bewertung: sehr hilfreichLG, Daniela
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21.10.2007, 15:14 Uhr von Sweeaty
Bewertung: sehr hilfreichguter bericht! liebe grüße und nen schönen sonntag noch!
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21.10.2007, 15:08 Uhr von Miraculix1967
Bewertung: sehr hilfreichWünsche Dir einen schönen Sonntag! LG Miraculix1967
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21.10.2007, 15:03 Uhr von Knuddelbaer40
Bewertung: sehr hilfreichGruß Rainer
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21.10.2007, 14:27 Uhr von waltraud.d
Bewertung: sehr hilfreichsehr hilfreich
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21.10.2007, 14:11 Uhr von Tut_Ench_Amun
Bewertung: sehr hilfreichLG vom ollen Pharao :-)
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21.10.2007, 13:43 Uhr von Mondlicht1957
Bewertung: sehr hilfreichEin sehr informativer Bericht LG pet






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