Highlander - Endgame (DVD) Testbericht

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Erfahrungsbericht von SpaceCow

Es kann nur einen geben!

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Nein

Erfolgreiche Filme scheinen fortsetzungsbelastet zu sein und mitunter geniale Filmskripts werden bis zum Geht-Nicht-Mehr ausgeschlachtet. Das wissen wir nicht nur seit den ?Police Academy?-Filmen sondern sehen es auch am mittlerweile 4. Highlander-Film.

1986 betrat der unsterbliche Schotte die Kinoleinwand und wurde schnell zum Kult. Der Satz ?Es kann nur einen geben? hat sich in der Kinogeschichte verewigt, Christopher Lambert wurde fast über Nacht zum Star. Was dann folgte, waren keine Fortsetzungen, sondern klägliche Versuche, den wirklich genialen ersten Teil wenigstens im Ansatz zu erreichen. An die Serie gar nicht zu denken. Noch heute frage ich mich, warum die Macher nicht den Kernsatz ?Es kann nur einen geben? ihres eigenen Werkes zu Herzen genommen haben und ihn als eigenständiges Epos im Raum haben stehen lassen (oder gibt es einen besseren Schluss, als den Highlander am Schluss sterblich werden zu lassen?). Aber Produzenten sind nun mal gewinnorientiert. Ein Wunder, dass es dennoch bisher keinen zweiten ?Titanic?-Film gibt. Möglicher Titelvorschlag an alle Produzenten in Hollywood: ?Titanic 2 - Die Rückkehr?. Aber hier geht es ja nicht um ein Eisberg rammendes Schiff, sondern um einen schwertschwingenden Schotten. Und der geizt (den Fingerzeig verstanden? Schotte = geizig? ;-) nicht nur mit einer guten Story, sondern auch noch mit atemberaubenden Szenen und guten Dialogen. Aber dazu später mehr.

Connor (Christopher Lambert) und Duncan MacLeod (Adrian Paul, der aus der Serie) ziehen noch immer als unsterbliche Highlander umher. Besonders Connor verspürt eigentlich keine Lust mehr, die Klinge zu schwingen und hat sich schon etliche Jahre aus dem \"Rennen\" zurückgezogen. Doch da tritt ein Erzfeind auf den Plan, von dem wir noch nie was gehört hatten, der sich aber durch die unendliche Lebensgeschichte der Highlander leicht irgendwo einbauen läßt: Jacob Kell (Bruce Payne), dessen Vater vor vielen Jahren Connors Mutter auf dem Sche iterhaufen verbrannte. Dafür ließ Connor sowohl Kell als auch seinen Vater ins Messer laufen. Dumm nur, dass Kell auch ein Highlander ist und mehr Rachegefühle entwickeln kann als Connor. Und so versucht ersterer seit Jahrhunderten, dem (wahren) Highlander das Leben schwer zu machen. Es beginnt ein Kampf zwischen den letzten Highlandern, und eines kann man versprechen: Es wird zum Schluss nur einen geben.

Am Anfang des Films ist man nur eins: Verwirrt. Es gibt immer wieder Zeitsprünge, die eigentlich nur ein Ziel haben: Dem mutigen Zuschauer zu zeigen, dass Connor und Duncan zwar noch nie zusammengekämpft, sich aber in vergangenen Jahrhunderten schon mal den einen und anderen Witz erzählt haben. Denen, die durch ?Matrix? actionverwöhnt sind, sei gesagt, dass sie beim 4. Highlander nicht mehr als ein müdes Lächeln zusammenbringen werden. Bei einem Titel wie ?Endgame? könne man doch eine dementsprechende Action erwarten. ?Enttäuschung? ist das einzige Wort, was mir diesbezüglich einfällt. Und welche Zielgruppe mit der kleinen eingebauten Liebesgeschichte bedient werden sollte, ist mir bis heute nicht eingefallen. Vor allem bremst sie diesen Film ungemein.

Was bleibt, ist ein schlechtes Gefühl. Nicht nur 93 Minuten vergeudet zu haben, sondern mitzuerleben, wie ein Mythos ausgeschlachtet wurde. Sicher ist der Kunstgriff, den Hauptdarsteller der Filme und den Hauptdarsteller der Serie in einem Film zusammenzuführen, gelungen. Aber das allein reicht nicht, um einen guten Film zu machen. Schon gar nicht, um einem Kult gerecht zu werden.

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