Highlander - Endgame (DVD) Testbericht




ab 11,85 €
Billiger bei eBay?
Bei Amazon bestellen
Paid Ads from eBay.de & Amazon.de
Auf yopi.de gelistet seit 11/2010
Auf yopi.de gelistet seit 11/2010
Erfahrungsbericht von mima007
Highlander im Doppelpack: auch nicht besser
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Nein
In seinem neuen Film »Highlander 4: Endgame« hat Christopher Lambert die Altersgrenze erreicht, die man einem seit 450 Jahren unsterblichen 20-Jährigen noch abnehmen würde. Der sichtlich in die Jahre gekommene Kino-Star sollte den Stab an den Kollegen Adrian Paul aus der TV-Serie übergeben. An einer Stelle erschien mir Lambert wie Captain James Kirk in "Treffen der Generationen". Offensichtlich funktioniert hier die gleiche Strategie: Der Alt-Star übergibt den Stab an seinen Nachfolger und tritt schließlich ab.
"Es kann nur einen geben" - so haben wir es vom ersten "Highlander"-Film an gelernt wie einen Slogan für's Leben. Im nunmehr vierten Filmepos um die unsterblichen McLeods aber kann es doch zwei geben, nämlich Mr. Lambert neben Mr. Paul.
Die Story
Die Gegenwart: Auf der Suche nach seinem Vetter Connor MacLeod (Christopher Lambert) findet der unsterbliche Highlander Duncan MacLeod (Adrian Paul) das geheime Refugium. Hier werden Unsterbliche, die des Lebens müde geworden sind, in einen künstlichen Schlaf versetzt. Das Refugium ist auch dafür da, dass der Kampf der Unsterblichen um die Weltherrschaft nie ein Ende finden kann, denn solange es noch mehr als einen gibt ist nichts entschieden. Auch darum ist der Standort des Refugiums geheim. Doch der kaltblütigste Unsterbliche, Kell, hat es gefunden, zerstört, seine "Einwohner" geköpft. Nur Connor MacLeod hat er laufen lassen, nicht um ihn zu verschonen, sondern um sich an ihm zu rächen - ganz schön fies, nicht wahr?
Jacob Kell (Bruce Payne) war im 16.Jahrhundert Priester in Schottland und wurde von Connor im Zweikampf getötet, nachdem Jacob und sein Vater Connors Mutter auf dem Scheiterhaufen verbrannten. Bevor es jedoch zum Kampf zwischen dem unsterblichen Connor und dem noch sterblichen Kell kam, tötete Connor im Affekt den unbewaffneten Vater Kells. Dafür sinnt Kell seit mehr als 400 Jahren auf Rache, er hat sich vorgenommen, dass der Endkampf zwischen ihm und Connor stattfinden soll, zuvor jedoch will er alle töten, die Connor jemals etwas bedeutet haben.
Darum ermordete Kell vor zehn Jahren Connors Ziehtochter Rachel durch eine Bombe. Um seine Lieben zu schützen, floh Connor in das Refugium und hoffte niemals gefunden zu werden. Doch nun ist der Tag da, der Endkampf muss geschehen. Als Duncan ihn endlich findet, ist auch Kell nicht weit. Der hat eine Gruppe von Unsterblichen, die einstmals aufrechte Krieger waren, um sich gesammelt, darunter auch den erfahrenen Kampfsportmeister Jin Ke (Donnie Yen) und Duncans Ehefrau Kate (Lisa Barbuscia), die Duncan nicht seine Tat verzeihen kann: Er und Kate heirateten zu Anfang des 18.Jahrhunderts, damals war Kate noch sterblich. Um ihre Unsterblichkeit auszulösen und sie für ewig lieben zu können, tötete Duncan sie in der Hochzeitsnacht mit einem Dolch. Doch Kate war über ihr ewiges Leben nicht glücklich und verdammt ihren Ehemann seitdem. (Diese Methode erinnert den Filmfan doch sehr an jene der Vampire in Neil Jordans "Interview mit einem Vampir".)
Für die beiden Highlander scheint der Kampf ausweglos. Kell ist der Stärkste von allen, er hat mehr Lebensenergie aufgesogen als jeder andere Unsterbliche, auch seine telekinetischen Fähigkeiten sind ausgeprägt. Connor sieht nur einen Ausweg: Er und Duncan müssen Wissen und Erfahrung vereinigen, um gegen Kell bestehen zu können. Dies kann jedoch nur geschehen, wenn einer den anderen tötet...
Mein Eindruck
Regie führte diesmal Douglas Aarniokoski (er spielt auch eine kleine Rolle im Film). "Endgame" ist sein erster abendfüllender Kinofilm, bisher drehte er nur Videoclips. Die Ästhetik des Films ist dementsprechend: Da schwirren die Schwerter vor bläulich schillernden Scheinwerfer-Hintergründen, ganz wie am Schluss des ersten »Highlander«-Films. (Es gibt sogar eine kurze Reminiszenz auf jenes Finale, als die Neonreklame des "Silver Cup" kurz ins Bild kommt - eine Verneigung.) Viel mehr ist da allerdings auch nicht.
Immerhin zeugen die Schwertkampfszenen von einer beträchtlichen Professionalität dahinter. Sie zeugen von der Ausbildung durch einen richtigen Fechtmeister, einen gewissen F. Braun McAsh. So taucht mehrmals eine bestimmte Fechtfigur auf, die Connor sehr erfolgreich einsetzt und später auch Duncan, nachdem er über Connors Erinnerungen verfügt.
Die bisher unbekannte Darstellerin Lisa Barbuscia wartet mit einem interessanten Gesicht und weiblichen Reizen auf, kann sich aber in einem eher ideenlosen Skript nicht richtig einbringen. Alsbald wird sie von ihrem Guru und Meister Jacob Kell abserviert - eigentlich schade.
Was doch eher verwirrt als aufklärt, sind die zahlreichen Rückblenden, die ständig den Handlungsverlauf unterbrechen. Ob es nun das 16., das 17. oder ein späteres Jahrhundert ist - wen kümmert's? Der Verdacht drängt sich auf, dass hier jemand mächtig mit Produktionsbudget protzen wollte und tief in die Kostümkiste gegriffen hat.
Diesem Film dürften Kenner der Fernsehserie mit Adrian Paul mehr abgewinnen können als Liebhaber des Originals. Christopher Lambert hält hier wieder mal nur dräuende Stirn und pseudo-erotische Oberlippe in die Kamera - und beschränkt seine Darstellung leider auch darauf, er hat inzwischen einfach das Rentenalter erreicht. Aber auch Adrian Paul verfügt über kein nuancenreiches Mienenspiel. Kein Wunder, dass der Film in den USA komplett floppte.
Ein Kuriosum am Rande: In der Irland-Rückblende (Kildare, 1700-nochwas) spielt ein Darsteller mit, dessen Name in den Credits nur als "Edge" angegeben ist. Es könnte sich womöglich um den gleichnamigen Gitarristen der Band "U2" handeln. Vielleicht sollte man das mal genauer untersuchen.
Kauf-DVD-Rezi: "Highlander: Endgame" (USA 2000)
Hier heißt es aufgepasst, dass man die richtige Version erwischt! Bei der Leih-DVD erhält man, wenn man nicht fragt, nur die erste CD. Vollständig ist aber nur das 2-DVD-Set. In jedem Fall bekommt man die ungekürzte Fassung, die von der Kinoversion abweicht.
Vorab einige technische Hintergrundinfos:
Laufzeit: ca. 87 Minuten
Freigabe: ab 16 Jahren
Bildformat(e): Widescreen (2.35:1 - anamorph)
Tonformat(e): Dolby Digital 5.1 in Deutsch
Dolby Digital 5.1 in Englisch
Dolby Digital 2.0 in Deutsch
DTS Digital 5.1 in Deutsch
Untertitel: Gehörlosenuntertitelung
Extras (nur auf Kauf-DVD):
- Interviews mit den Hauptdarstellern
- Entfallene Szenen
- Blick hinter die Kulissen, sozusagen ein kleines Making-of
- der obligatorische Audio-Kommentar des Regisseurs
- im CD-Rom-Teil findet der Nutzer einen Bildschirmschoner, ein Spiel und Skizzen aus dem Story Board zum Film.
Michael Matzer ©2002ff
"Es kann nur einen geben" - so haben wir es vom ersten "Highlander"-Film an gelernt wie einen Slogan für's Leben. Im nunmehr vierten Filmepos um die unsterblichen McLeods aber kann es doch zwei geben, nämlich Mr. Lambert neben Mr. Paul.
Die Story
Die Gegenwart: Auf der Suche nach seinem Vetter Connor MacLeod (Christopher Lambert) findet der unsterbliche Highlander Duncan MacLeod (Adrian Paul) das geheime Refugium. Hier werden Unsterbliche, die des Lebens müde geworden sind, in einen künstlichen Schlaf versetzt. Das Refugium ist auch dafür da, dass der Kampf der Unsterblichen um die Weltherrschaft nie ein Ende finden kann, denn solange es noch mehr als einen gibt ist nichts entschieden. Auch darum ist der Standort des Refugiums geheim. Doch der kaltblütigste Unsterbliche, Kell, hat es gefunden, zerstört, seine "Einwohner" geköpft. Nur Connor MacLeod hat er laufen lassen, nicht um ihn zu verschonen, sondern um sich an ihm zu rächen - ganz schön fies, nicht wahr?
Jacob Kell (Bruce Payne) war im 16.Jahrhundert Priester in Schottland und wurde von Connor im Zweikampf getötet, nachdem Jacob und sein Vater Connors Mutter auf dem Scheiterhaufen verbrannten. Bevor es jedoch zum Kampf zwischen dem unsterblichen Connor und dem noch sterblichen Kell kam, tötete Connor im Affekt den unbewaffneten Vater Kells. Dafür sinnt Kell seit mehr als 400 Jahren auf Rache, er hat sich vorgenommen, dass der Endkampf zwischen ihm und Connor stattfinden soll, zuvor jedoch will er alle töten, die Connor jemals etwas bedeutet haben.
Darum ermordete Kell vor zehn Jahren Connors Ziehtochter Rachel durch eine Bombe. Um seine Lieben zu schützen, floh Connor in das Refugium und hoffte niemals gefunden zu werden. Doch nun ist der Tag da, der Endkampf muss geschehen. Als Duncan ihn endlich findet, ist auch Kell nicht weit. Der hat eine Gruppe von Unsterblichen, die einstmals aufrechte Krieger waren, um sich gesammelt, darunter auch den erfahrenen Kampfsportmeister Jin Ke (Donnie Yen) und Duncans Ehefrau Kate (Lisa Barbuscia), die Duncan nicht seine Tat verzeihen kann: Er und Kate heirateten zu Anfang des 18.Jahrhunderts, damals war Kate noch sterblich. Um ihre Unsterblichkeit auszulösen und sie für ewig lieben zu können, tötete Duncan sie in der Hochzeitsnacht mit einem Dolch. Doch Kate war über ihr ewiges Leben nicht glücklich und verdammt ihren Ehemann seitdem. (Diese Methode erinnert den Filmfan doch sehr an jene der Vampire in Neil Jordans "Interview mit einem Vampir".)
Für die beiden Highlander scheint der Kampf ausweglos. Kell ist der Stärkste von allen, er hat mehr Lebensenergie aufgesogen als jeder andere Unsterbliche, auch seine telekinetischen Fähigkeiten sind ausgeprägt. Connor sieht nur einen Ausweg: Er und Duncan müssen Wissen und Erfahrung vereinigen, um gegen Kell bestehen zu können. Dies kann jedoch nur geschehen, wenn einer den anderen tötet...
Mein Eindruck
Regie führte diesmal Douglas Aarniokoski (er spielt auch eine kleine Rolle im Film). "Endgame" ist sein erster abendfüllender Kinofilm, bisher drehte er nur Videoclips. Die Ästhetik des Films ist dementsprechend: Da schwirren die Schwerter vor bläulich schillernden Scheinwerfer-Hintergründen, ganz wie am Schluss des ersten »Highlander«-Films. (Es gibt sogar eine kurze Reminiszenz auf jenes Finale, als die Neonreklame des "Silver Cup" kurz ins Bild kommt - eine Verneigung.) Viel mehr ist da allerdings auch nicht.
Immerhin zeugen die Schwertkampfszenen von einer beträchtlichen Professionalität dahinter. Sie zeugen von der Ausbildung durch einen richtigen Fechtmeister, einen gewissen F. Braun McAsh. So taucht mehrmals eine bestimmte Fechtfigur auf, die Connor sehr erfolgreich einsetzt und später auch Duncan, nachdem er über Connors Erinnerungen verfügt.
Die bisher unbekannte Darstellerin Lisa Barbuscia wartet mit einem interessanten Gesicht und weiblichen Reizen auf, kann sich aber in einem eher ideenlosen Skript nicht richtig einbringen. Alsbald wird sie von ihrem Guru und Meister Jacob Kell abserviert - eigentlich schade.
Was doch eher verwirrt als aufklärt, sind die zahlreichen Rückblenden, die ständig den Handlungsverlauf unterbrechen. Ob es nun das 16., das 17. oder ein späteres Jahrhundert ist - wen kümmert's? Der Verdacht drängt sich auf, dass hier jemand mächtig mit Produktionsbudget protzen wollte und tief in die Kostümkiste gegriffen hat.
Diesem Film dürften Kenner der Fernsehserie mit Adrian Paul mehr abgewinnen können als Liebhaber des Originals. Christopher Lambert hält hier wieder mal nur dräuende Stirn und pseudo-erotische Oberlippe in die Kamera - und beschränkt seine Darstellung leider auch darauf, er hat inzwischen einfach das Rentenalter erreicht. Aber auch Adrian Paul verfügt über kein nuancenreiches Mienenspiel. Kein Wunder, dass der Film in den USA komplett floppte.
Ein Kuriosum am Rande: In der Irland-Rückblende (Kildare, 1700-nochwas) spielt ein Darsteller mit, dessen Name in den Credits nur als "Edge" angegeben ist. Es könnte sich womöglich um den gleichnamigen Gitarristen der Band "U2" handeln. Vielleicht sollte man das mal genauer untersuchen.
Kauf-DVD-Rezi: "Highlander: Endgame" (USA 2000)
Hier heißt es aufgepasst, dass man die richtige Version erwischt! Bei der Leih-DVD erhält man, wenn man nicht fragt, nur die erste CD. Vollständig ist aber nur das 2-DVD-Set. In jedem Fall bekommt man die ungekürzte Fassung, die von der Kinoversion abweicht.
Vorab einige technische Hintergrundinfos:
Laufzeit: ca. 87 Minuten
Freigabe: ab 16 Jahren
Bildformat(e): Widescreen (2.35:1 - anamorph)
Tonformat(e): Dolby Digital 5.1 in Deutsch
Dolby Digital 5.1 in Englisch
Dolby Digital 2.0 in Deutsch
DTS Digital 5.1 in Deutsch
Untertitel: Gehörlosenuntertitelung
Extras (nur auf Kauf-DVD):
- Interviews mit den Hauptdarstellern
- Entfallene Szenen
- Blick hinter die Kulissen, sozusagen ein kleines Making-of
- der obligatorische Audio-Kommentar des Regisseurs
- im CD-Rom-Teil findet der Nutzer einen Bildschirmschoner, ein Spiel und Skizzen aus dem Story Board zum Film.
Michael Matzer ©2002ff
24 Bewertungen, 3 Kommentare
-
05.09.2005, 14:27 Uhr von Lotosblüte
Bewertung: sehr hilfreichdas nie angeschaut habe.... lg
-
23.05.2002, 00:14 Uhr von FloVi
Bewertung: sehr hilfreichDer Film ist zu mies für eine 4.
-
22.05.2002, 18:34 Uhr von Lachesis
Bewertung: sehr hilfreichEin absolut grottenschlechter Film...
Bewerten / Kommentar schreiben