Hilfsmittel Allergien Testbericht

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Erfahrungsbericht von Ritzilein

Anzeichen richtig erkennen!

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Nein

Hallo Allerseits,
heute möchte ich Euch gerne etwas über eine Krankheit erzählen, die immer mehr Menschen anzufallen scheint. Allergien, die auf die Atemwege schlagen. Leider weiß ich über diese Krankheiten selbst zu wenig, um darüber einen ausführlichen Bericht schreiben zu können, aber gestern habe ich mich mit einer Freundin über das Thema unterhalten und ich dachte, es könne nicht schaden, einmal die User dieser Plattform zu informieren.

Ich möchte hier vor allem über die Anzeichen von Heuschnupfen reden, denn ich habe ziemlich schlechte Erfahrungen mit der Erkennung dieser Allergie/Krankheit gemacht und es sieht so aus, als würde es anderen Menschen ebenfalls so ergehen.

Alles begann vor Jahren. Ich hatte IMMER eine Erkältung. Da ich schon als Kind immer anfällig für Erkältungskrankheiten war, schien das auch Niemand in Frage zu stellen. Meine Kollegen lästerten schon, dass ich mich endlich mal vernünftig ernähren sollte und meine Eltern verstanden die Welt nicht mehr, denn ein Dauerschnupfen war ja nicht normal.

Als ich dann auch noch anfing zu husten und nachts wegen meiner Hustenanfälle kaum noch schlafen konnte, ging ich mal wieder zu meinem Hausarzt, wo man mich schon sehr gut kennt. Monatelang schluckte ich - teilweise mit, teilweise ohne Wissen meines Hausarztes - diverse Hustenmittel. Ich kenne sie bald alle, die Hustenlöser von Ratiopharm, die Hustentropfen auf natürliche Art und auch die richtigen, verschreibungspflichtigen Knaller, die man so bekommen kann.

Mitte 2000 schickte mich mein Hausarzt dann mal zum Hals-Nasen-Ohren-Arzt, der sofort feststellte, dass meine Mandeln rausmüssten und meine Nasenscheidewände viel zu ungerade sind. Mein erster OP-Termin war im Dezember. Da ich den leider nicht wahrnehmen konnte, verschob ich ihn auf März. Im März bekam ich dann die Mandeln raus, die Nase sollte erst ein Jahr später drankommen.

Nach der OP ging es mir nicht besser und der Arzt meinte "Jaja, das ist die Nase". Da ich von Operationen jetzt aber erst mal genug hatte und eine echte feige Socke bin, mußte ich halt mit diesem "Schnupfen" leben. Die Monate vergingen und ich schniefte immer noch. Bei meinen Freunden bin ich mitunter schon als die niesende Bibi bekannt *heul* und die ganze Schnieferei ist mir echt peinlich.

Im September letzten Jahres flog ich dann zu Freunden nach New York. Die Amis dopen sich gegen alles, was sie irgendwie bekämpfen können und so erkannte meine Freundin recht schnell, dass ich irgendeine Allergie habe. Sie stopfte mich eine Woche mit Antiallergiker zu und mir ging es gut. Wieder zu Hause angekommen ging die ganze Schitte von vorne los.

Im Novemberund Dezember war ich wieder in Amerika. Dieses Mal bei anderen Freunden, jedoch reagierten die genauso. Ich bekam drei Wochen lang Allergietabletten und deckte mich auch selbst noch mit einem Vorrat ein. Am letzten Tag der Reise besuchte ich eine Freundin, bei der ich auch übernachtete. Sie hat zwei Katzen! Die Nacht wurde zum Alptraum. Ich war erst 2 Stunden in ihrem Haus und meine Nase war zu. Ich schiefte nur noch und bekam ganz komische Halsschmerzen. Als sie fragte, ob es wohl an ihren Kätzchen liegen könnte, war mir alles klar. Katzenallergie.

Als ich nach Deutschland zurückkam, rannte ich sofort wieder zum Hausarzt und erzählte ihm von meinen Erfahrungen mit Allergietabletten. Er schickte mich sofort zu einem Allergologen, der gleichzeitig Lungenfacharzt ist. Innerhalb weniger Wochen stellte sich dann heraus, dass ich so einige Allergien habe. Unter anderem Heuschnupfen.

Außerdem reagiere ich äußerst stark auf Hausstaub, der überall vorhanden ist, da kann man noch so putzen, auf Tierhaare und auf gewisse Körner. Dadurch, dass ich diese Allergien schon recht lange habe, ist der Heuschnupfen zu Asthma geworden und aufdie Lunge geschlagen. Manchmal liege ich nachts im Bett und krieg die Kriese, weil ich kaum noch Luft bekomme und röchel als hätte meine letzte Stunde geschlagen - klingt echt schlimm.

Gegen mein Asthma werde ich nun mit Kortison behandelt :-( und gegen die Hausstaubmilben habe ich einen Überzug für meine Matratze und die Bettwäsche bekommen, der zum größten Teil von der Krankenkasse finanziert wurde. Gegen den Heuschnupfen nehme ich bisher nur Allergietabletten, aber das Problem will ich nun auch langsam mal angehen und vernünftige Medikamente nehmen, denn er wird immer schlimmer.

Gerade eben, als ich aufwachte, war ich wieder total verschnupft und musste 20 Male hintereinander niesen. Und das mit den 20 Malen ist keine Übertreibung, so oft niest man dann wirklich und nach dem Niesen ist man völlig erschöpft *lach*.

Als meine Freundin mir erzählt hat, dass sie sich sozusagen von Nasensprays ernährt und ihre Erkältungen schon seit Monaten nicht mehr loswird, habe ich ihr dringend ans Herz gelegt sich mal an einen Allergologen zu wenden, denn das klingt verdächtig.

Was mich wirklich stört und was ich auch nicht verstehen kann, ist, dass kein Arzt mal auf die Idee gekommen ist, einen Allergietest bei mir zu machen. Man hat mir die Mandeln herausgenommen (was wahrscheinlich auch ganz gut war), wollte meine Nase operieren (was ich jetzt auf gar keinen Fall noch machen lasse) und Medikmente on mass verschrieben, aber Niemand dachte je darüber nach dass es auch nur ein Heuschnupfen sein könnte.

Daher nun ein Aufruf an all diejenigen, die andauernd Schnupfen haben und nicht wissen, woher der kommt: Geht zum Arzt und laßt einen Allergietest machen. Es könnte sich lohnen!

So, das waren meine Erfahrungen, die ich mit diesen Allergien bisher gemacht habe. Ich hoffe ich kann Euch bald auch noch etwas über Heilungsmöglichkeiten berichten, aber zur Zeit bin ich leider noch nicht so weit.

Liebe, schniefende Grüße,
Eure Ritzi

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