Hilton London Olympia Testbericht

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ab 13,67
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Erfahrungsbericht von dottigross_juliaa

Einmal Hilton-Luxus pur, bitte!

Pro:

Relativ günstige Lage | Soll sich von den Londoner Hotels abheben | Sehr gutes Personal!!! | Für engl. Verhältnisse sehr gutes Frühstück

Kontra:

Schlechtes Preis-Leistungs-Verhältnis | Habe schon schöner gewohnt | 1 km von U-Bahn-Station entfernt

Empfehlung:

Nein

London ist ein teures Pflaster. Das ist allgemein bekannt. Dass deshalb auch die Hotels bei den Übernachtungspreisen kräftig zulangen, war uns bei unserer Urlaubsplanung auch klar. Doch wir hatten ein besonderes Hotel ins Auge gefasst: das Hilton!


Wie kamen wir darauf?
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Meine bessere Hälfte hat letzte Woche seinen runden Geburtstag gefeiert. Sein Traum, einmal in einem Nobelhotel zu übernachten, wollte er sich nun erfüllen. Der Ort war ihm in diesem Fall eigentlich egal, aber als er dann den Einfall hatte, mit Ryanair für 90 Cent nach London zu fliegen, war ich sofort dabei. Wir suchten also im Internet die Homepage der Hilton-Hotelkette auf und mussten feststellen, dass es insgesamt 16 Hotels in und um London gibt. Ein Preisvergleich - das Geld sitzt bei uns trotzdem nicht allzu locker - entschieden wir uns für das *Hilton London Olympia* in der Nähe des Kensington Garden.


Lage/Kontakt/Preis
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Das *Hilton London Olympia* liegt in der Kensington High Street in Haus-Nr. 380 in London W14 8NL. Unter Telefon +44 (0) 2076033333 oder Fax +44 (0) 2076034846 kann man sich nach aktuellen Angeboten erkundigen. Mein Freund, der der englischen Sprache nur dürftig mächtig ist, rief dort kurzerhand an. Das Problem war nämlich, dass der Internetserver des Hotels keine Buchung annahm und uns die Hotline von Hilton Deutschland nicht weiterhelfen konnte. Er fragte einfach, ob jemand im Haus Deutsch sprechen würde und wurde auch prompt mit einer sehr freundlichen Österreicherin verbunden. Diese konnte ihm dann auch ein sehr gutes Angebot machen. Für drei Übernachtungen inkl. Frühstücksbüffet und Tax zahlten wir zu zweit 261.- (ca. 388.- EUR) englische Pfund. Ein ähnliche *günstiges* Angebot konnten wir auf der Homepage nicht finden. Regulär würde das Zimmer nämlich 125.- Pfund pro Tag und ohne Frühstück kosten. Deshalb empfehle ich jedem, vor einer Online-Buchung zuerst das Hotel direkt anzurufen.

Das *Hilton London Olympia* erreicht man am besten mit dem Taxi. Vom Bahnhof Liverpool Street ist man ungefähr 20/25 Minuten unterwegs und zahlt zwischen 25.- und 30.- Pfund (37,20/52,08 EUR). Wer die U-Bahn nehmen möchte, legt für ein Kurzstreckenticket *nur* 2.- Pfund (2,98 EUR) hin, ist aber ungefähr eine dreiviertel Stunde unterwegs. Darin enthalten ist ein etwa 15-minütiger und 1 km langer Fußmarsch von der U-Bahn-Station *High Street Kensington* bis zum Hotel. Mit dem Koffer eine unangenehme Plackerei! Da die Gegend sehr belebt ist, muss man auf dem Gehsteig ständig ausweichen und das kann vollbepackt sehr kraftaufreibend sein. Wir haben beides versucht. Auf dem Hinweg nahmen wir die U-Bahn, auf dem Rückweg den teuren Chaffeurdienst des Hilton. Mir war die luxuriöse Fahrt in einem Mercedes E-Klasse wesentlich lieber...

Weitere Infos erhält man unter www.hilton.de.


Hotelgebäude
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Das Gebäude selbst macht einen recht unsympathischen Eindruck. Eine dunkle, unansehnliche Fassade erweckt nicht unbedingt Vertrauen. Das siebenstöckige Gebäude liegt direkt an der stark befahrenen Kensington High Street. Einerseits war ich darüber erleichtert, dass es in einer *belebten Gegend* steht, so dass man auch mal spät abends ohne große Angst heimkehren kann. Andererseits vermutete ich anfangs, dass man bei dem Verkehrslärm nicht schlafen können würde.

Betritt man das Gebäude durch die große Drehtür, empfängt einen das große und helle Foyer. Es macht einen eleganten Eindruck, doch finde ich, dass es nicht unbedingt *hilton-like* ausgestattet ist. Eine laute Rolltreppe führt in den ersten Stock, wo die Bar/das Restaurant untergebracht sind. Dadurch verliert die Halle, meiner Meinung nach, ihre noble Ruhe, die man von solchen Hotels eigentlich gewohnt ist. Natürlich habe ich keine tiefen, lärmdämmenden Teppiche erwartet, aber die Geräuschkulisse empfand ich als störend.

Das Einchecken erfolgte auf Englisch und problemlos. Wir bekamen den scheckkartengroßen Türöffner ausgehändigt und machten uns auf den Weg in den dritten Stock. Es gibt einen Lift, der mit großen Spiegeln und viel Licht ausgestattet ist. Darüber war ich natürlich froh, denn mit meiner Raumangst habe ich manchmal Probleme, in Aufzüge zu steigen. Im Notfall hätte ich aber auch die Treppe benützen können, die aber eher in ein altes Schulgebäude passen würde als in ein Nobelhotel. Auch die Hotelgänge sind nicht sehr einladend gestaltet. Die engen und muffligen Gänge werden durch die tristen Farben und den unansehnlichen Teppich noch hässlicher. Wenn dann noch morgens die Tageszeitungen vor den Türen lagen, wirkten die langen Korridore sehr beengend und ich hastete immer unangenehm berührt nach draußen.


Zimmer
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Das etwa 25 bis 30 qm große Zimmer (inkl. Bad) ist mit den gehobenen Annehmlichkeiten ausgestattet, die man vom Hilton erwarten kann. Das breite (und recht hohe) Bett war mir persönlich zu weich. Aber das ist meistens so. Außerdem war die Tagesdecke etwas *schmuddelig*, denn auf ihrer Unterseite konnte man alte, hellbraune Flecken sehen. Leider wurden das Kopfkissen nicht ausgeklopft, so dass sich am nächsten Tag noch Haare darauf befanden.
Geschlafen habe ich sehr unruhig und auch nachdem wir wieder Zuhause waren, brauchte ich ein paar Tage, um meinen Schlaf zu regenerieren. Wir hatten unser Zimmer - wie gesagt - im dritten Stock. Unsere Fenster gingen auf eine wenig befahrene Seitenstraße hinaus. Wir hatten jedoch keinen Blick hinunter, da ein Gebäudevorsprung die Sicht versperrte. Auf diesem *Vorsprung* fanden große Belüftungsrohre ihren Weg ins Freie. Diese rauschten bis ca. 22/23 Uhr hörbar. Doch glücklicherweise war das Geräusch nachts nicht mehr so schlimm und ich kann mir nicht vorstellen, dass diese Rohre der Grund waren, warum ich so unruhig schlief.
Ich fühlte mich im Zimmer auch ziemlich sicher, da das Türschloss recht stabil aussah und auch eine Sicherheitskette vorgelegt werden konnte. Die Wände des Gebäudes waren auch nicht hellhöriger als in anderen Hotels, weshalb ich mir meine Schlaflosigkeit nicht erklären kann. Vielleicht war die Wärme im Zimmer der Grund. Obwohl die Klimaanlage die ganze Zeit auf Kühlung gestellt war und wir abends auch mehrere Stunden den Ventilator eingeschaltet hatten, war es im Raum extrem warm. Mein Freund schlief gänzlich ohne Bettdecke und ich hatte sie mir nur über die Füße gelegt. Die Fenster wollten wir nicht öffnen, da in London garantiert keine frische Luft zu erwarten ist. Den Smog wollte ich also nicht im Zimmer haben, weshalb die Fenster zu blieben.

Der mittelgroße Fernseher (inkl. Fernbedienung) ist mit den wichtigsten Programmen ausgestattet. So gab es einige englischsprachige Sender, ein italienisches und ein deutsches Programm (RTL). Es wunderte mich etwas, dass kein französischer Sender empfangen werden konnte. Dafür gab es zwei Videofilme zur Auswahl - einer davon war Shrek 2. Soweit ich mich erinnere, kostete ein Film 2,50 Pfund (3,72 EUR).

Die gut bestückte Minibar ist mit Sensoren ausgestattet. Sobald man etwas daraus entnimmt, wird dies automatisch auf die Hotelrechnung gesetzt. Man sollte also nicht zu neugierig sein, und jedes Teil aus dem Schrank nehmen. Denn auch wenn man es unverzehrt zurück stellt, wird es als *verzehrt* registriert. Dieses Missverständnis wieder auszuräumen, kann problematisch werden. Die angebotenen Waren sind sehr teuer. Ob das an Londoner Verhältnisse liegt oder am Hilton, weiß ich nicht. So kostete das Evian Water mit 0,5 Ltr. z.B. 3,25 Pfund (4,84 EUR), die Coca-Cola mit 0,33 Ltr. 2,55 Pfund (3,79 EUR). Für ein Becks, fürs Holsten oder für die Toblerone muss man ganze 3,95 Pfund (5,88 EUR) hinlegen. Ein schnapsgroße Fläschchen Jack Daniels und der Baileys kosten 5,55 Pfund (8,26 EUR). Mir war das ganze viel zu teuer, so dass wir uns jeden Abend noch im Supermarkt eindeckten. Dort kostete das Evian nur 0,49 Pfund (0,73 EUR)!!! Ob es erlaubt war, Getränke mit ins Hotel zu nehmen, weiß ich nicht. Ich hätte es mir auch nicht verbieten lassen.

Auf dem großzügigen Schreibtisch stand außerdem ein Wasserkocher, kleine Tüten mit Instand-Kaffeepulver und Tee sowie Milch und Zucker. Ein paar abgepackte Kekse standen auch für die nachmittägliche Tee-Time bereit.

Für die Geschäftsleute steht ein Internetanschluss inkl. Maus und Tastatur zur Verfügung. Soweit ich entziffern konnte, kostet das Surfen 15.- Pfund (22,32 EUR) pro Tag. Wieviel man für die Gebühreneinheit des Telefons hinblättern muss, habe ich nicht in Erfahrung bringen können. Auch weiß ich nicht, ob und wieviel die Spielekonsole kostete. Sie wurde aber auf jeden Fall angeboten.

Der Schrank ist mit einem Hosenhalter und ca. 10 Kleiderbügeln ausgestattet. Es ist ausreichend Platz und Stauraum vorhanden. Außerdem befindet sich ein kleiner Safe im Schrank, der entweder mit Kreditkarte oder selbst gewählter Geheimnummer bedient wird. Soviel ich sehen konnte, ist die Benutzung kostenlos.

Das wichtigste an einem Hotel ist für mich das Bad und das Frühstück. Zu letzterem komme ich später. Über das Bad in unserem Hilton-Zimmer konnte ich nicht meckern. Es war in den paar Tagen sehr ordentlich gereinigt und saubere Hand-/Duschtücher lagen auch immer bereit. Jeden Tag bekamen wir eine abgepackte, frische Seife, was ich übertrieben fand. Der Umwelt zuliebe hätte ich nicht jeden Tag ein neues Stück gebraucht.
Das Bad ist mit einem kleinen Waschbecken ausgestattet, dessen Wasserhahn nicht sehr weit ins Becken hinein ragt. So hatte ich meine liebe Mühe, beim Händewaschen nicht ständig anzustoßen. Dafür ist der Beckenrand jedoch überbreit, so dass man dort seine Duschutensilien ablegen kann. Damit diese nicht nass werden, fehlt aber eine separate Ablage oder zumindest ein Haken. Ach ja, ein Handtuchhalter ist gar nicht vorhanden, so dass man die Hand-/Duschtücher entweder auf der Ablage deponieren oder über den Badewannenrand/-halter hängen muss. Das gefiel mir nicht. Außerdem hatte das WC *Fehlzündungen*. Manchmal musste ich mehrmals auf die Spülung drücken, bis sie sich endlich *in Gang setzte*.

Die Badewanne (mit Duschvorhang) ist auch gleichzeitig das Duschbecken. So ist der Boden mit rutschfesten Noppen ausgestattet, damit man nicht hinfallen kann. Der Badewannenboden ist etwas erhöht, so dass ein großer Mann Schwierigkeiten haben sollte, sich in voller Länge zu duschen. Ich stieß mit dem Duschkopf auch ein paar Mal an der Decke an. Doch war ich froh, dass man den Duschkopf überhaupt abnehmen konnte. Das ist nämlich nicht in allen Hotels der Fall.

Was mir in diesem Bad fehlte, war ein Fön. Ich war davon ausgegangen, dass ein Luxushotel wie das Hilton garantiert einen fest installierten Fön im Badezimmer hängen hat. Deshalb hatte ich auch kein eigenes Gerät mitgenommen. Das ist für mich ein Hauptgrund, um für die Zimmerausstattung einen Punkt abzuziehen.


Service
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Wie bereits erwähnt, waren wir mit dem Zimmerservice recht zufrieden. Das Bad war immer sauber, die Betten gemacht (aber nicht ausgeklopft) und die Handtücher zuverlässig ausgewechselt.

Die Damen und Herren an der Rezeption waren äußerst freundlich und behandelten uns wie jeden anderen *gehobenen* Gast. Wenn wir Fragen hatten, wurden diese immer höflich und geduldig beantwortet. Einmal wollten wir wissen, wann die Wachablösung stattfindet, da wir gelesen hatten, dass sie im Winter nur alle zwei Tage abgehalten wird. Da es die Dame an der Rezeption nicht wusste, und auch ihr Kollege nicht weiterhelfen konnte, wurde der Concierge gerufen, der sofort nach den gewünschten Informationen suchte.

Sowohl das Ein- als auch das Auschecken erfolgte problemlos. Dass wir nicht - wie gewünscht - ein typisch englisches Taxi bei unserer Abreise gerufen bekamen, war unser Fehler. Wir wollten zum Abschluss einmal mit einem echten London-Taxi fahren und baten den Herrn an der Rezeption, eines zu rufen. Einen Hinweis, dass wir aber nur ein *typisches Londoner Taxi* haben wollten, sparte ich mir, weil ich in ganz London kein anderes Taxi hatte fahren sehen. Doch wir staunten nicht schlecht, als plötzlich der Fahrdienst der Hilton-Hotels vor der Tür stand und uns zum Bahnhof fahren wollte. Erst waren wir bitter enttäuscht, aber dann nahmen wir es mit Humor. Erstens kann nicht jeder sagen, er sei vom Hilton-Chauffeur kutschiert worden und zweitens ist das ein weiterer Grund, noch einmal nach London zu fahren.


Bar/Restaurant
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Das Restaurant *Plum*, das sich im ersten Stock des Hilton befindet, ist nicht nur für Hotelgäste zugänglich. Auch Passanten können es ohne weiteres betreten. Eigene Erfahrungen habe ich mit dem Restaurant allerdings nicht gemacht, da wir dort nichts gegessen haben. Wir waren abends kurz in der Bar und tranken dort einen teuren Kaffee (2,75 Pfund/4,09 EUR). Da es aber durch die Klimaanlage recht ungemütlich war und mir auch die Sitzgelegenheit nicht zusagte, blieben wir nicht lange. Es ist alles recht kühl und ungemütlich eingerichtet. In den Velourpolstern sinkt man soweit ein, dass einem der zu hohe Tisch in Augenhöhe fast die Sicht versperrt. Der Kellner war sehr höflich, kam jedoch nur selten vorbei, um nach unseren Wünschen zu fragen. So mussten wir notgedrungen zum Zahlen an die Theke gehen. Wir hätten die Getränke auch auf dei Hotelrechnung schreiben lassen können, doch hatten wir an diesem Abend offiziell schon ausgecheckt, weshalb wir bar zahlten.


Frühstück
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Das Restaurant ist gleichzeitig auch Frühstücksraum und recht steril eingerichtet, was wohl elegant wirken soll. Ich fand es eher etwas ungemütlich. Wenn man am äußersten Ende des Raumes sitzt, ist es das sogar wortwörtlich. Denn dort ist an der Decke die große Klimaanlage angebracht, die auf volle Leistung gestellt wird, um den ganzen Raum zu kühlen. Ich saß nur in einer dünnen Bluse da und fror nach einer Weile bitterlich.

Wenn man den Raum betritt, muss man seine Zimmernummer nennen und wird daraufhin zu einem freien Tisch geführt. An unserem ersten Tag saßen wir direkt am Buffet, neben der Geschirrrückgabe und dem Kücheneingang. Hier ging es sehr hektisch zu und mir machte das Frühstück *bei diesem Stress* keinen Spaß. Am zweiten Tag wurden wir unter besagte Klimaanlage platziert, was mir auch nicht sonderlich gefiel. Zwar war es hier etwas ruhiger, aber trotzdem wechselten die Sitznachbar in der Zeit, in der wir gemütlich frühstückten, mindestens drei bis vier Mal. Naja, es hat ja auch nicht jeder Urlaub und kann sich beim Frühstück Zeit lassen. Das Puplikum bestand überwiegend aus Geschäftsreisenden, die es eilig hatten, den Saal wieder zu verlassen.

Das Buffet im Hilton ist sehr reichhaltig. Es gibt helle Brotsorten und Brötchen, die keinen Qualitätspreis verdient haben. Außerdem kann man sich frisches Toast zubereiten. Dazu werden mehrere Sorten Marmelade, Honig, Wurst und etws Käse gereicht. Neben Rührei, Spiegelei, Bratwürsten und Bratkartoffeln, gibt es Speck, Kartoffelpuffer, Waffeln (mit Honig oder Ahornsirup), Tomaten und Gurken. An die Haferschleimsuppe wagten wir uns nicht ran, aber auch dass kann man hier essen. Wer möchte, bekommt auch ein frisches Omlette zubereitet. Dies muss man aber bestellen. Wer immer noch nicht satt ist, kann sich eine kleine Auswahl an Cornflakes und etwas Müsli nehmen. Davon war ich nicht sonderlich begeistert, da zwar mehrere Cornflakessorten angeboten wurden, aber nur ein Haferflockengemisch, dass den Namen *Müsli* nicht verdient. Gefallen hat mir das Obst, dass mundgerecht zugeschnitten war, so dass man es nicht erst schälen und zerkleinern musste. So wurden Orangen, Grapefruit und Melone, sowie Dosenaprikosen und Pflaumen in großen Schüsseln angerichtet. Verschiedene Joghurtsorten (von Müller!!) standen gleich daneben.

Zu trinken gibt es natürlich Kaffee und Tee, diverse Säfte und ich habe gehört, dass man sich auch einen Kakao bestellen kann. Der Kaffee wird in Kannen serviert und die Säfte (Orange, Apfel, Tomate...) kann man sich entweder selber am Buffet holen und es wird einem aus großen Kannen eingeschenkt. Der Kaffee hat mir recht gut geschmeckt, obwohl er am zweiten Tag wegen der Klimaanlage sehr schnell abkühlte.

Alles in allem fand ich das Frühstück sehr gut. Unter einem richtigen *Hilton*-Frühstück hätte ich mir zwar etwas anderes vorgestellt, aber für englische Verhältnisse war es wirklich sehr reichhaltig und lecker. Dass man in dem Frühstücksraum nicht sehr gemütlich sitzt und es sehr hektisch zugeht, gefiel mir allerdings überhaupt nicht.


Sonstiges
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Gleich beim Einchecken wurden wir gefragt, ob wir morgens eine Zeitung wünschen. Da ich in den zwei kurzen Tagen unseres Aufenthalts wohl kaum zum Lesen kommen sollte, verneinte ich die Frage. Wir sahen dann morgens vor den Türen die *Times* liegen. Ob es auch andere Zeitungen gegeben hätte und ob dieses *Abonnement* etwas gekostet hätte, weiß ich nicht. Ich fand den Gedanken witzig, mir beim Concierge meine *Allgäuer Zeitung* zu bestellen...

Bei unserer Ankunft wurden wir ebenfalls gefragt, ob wir das Fitnesscenter und den sogenannten Wellnessbereich nutzen wollen. Da wir auch dafür keine Zeit hatten, schlugen wir das Angebot ab. Deshalb kann ich auch zu diesen Einrichtungen keinerlei Auskunft geben.


Würde ich wieder hinfahren?
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Da zwei Tage London viel zu kurz sind, werden wir auf jeden Fall bald wieder hinfliegen. Ob ich dann jedoch wieder das *Hilton London Olympia* wählen würde, weiß ich nicht. Ich habe schon von verschiedenen Seiten gehört, dass die 2- und 3-Sterne-Hotels in London wahre Löcher sein sollen. Außerdem sind sie teilweise nicht viel günstiger als das Hilton. Vielleicht würden wir in einem der Thistle-Hotels nach einem Sonderangebot anfragen. Sie machten einen sehr noblen Eindruck und sind regulär ab knapp 100.- Pfund pro Nacht und Zimmer zu haben. Vielleicht würde ich mich auch über eine andere Hotelkette wie Ambassador oder Ibis informieren. Ich weiß es wirklich nicht.

Mich hat vor allem der lange Weg von der U-Bahn-Station zum Hotel gestört. Außerdem fehlte mir der Luxus, den man sich von einem *Hilton* erhofft. Irgendwie war mir diese *Zweigstelle* etwas zu popelig. Es waren einfach zu viel Kleinigkeiten, bei denen ich die Stirn runzelte und mich daran erinnerte, wie wir in einfacheren Hotels schon besser gewohnt haben. Eine schmutzige Tagesdecke, lieblos gestaltete Zimmer, Gänge und Treppen sowie der farblose Frühstücksraum... ein fehlender Fön, eine defekte Toilettenspülung... das alles ist nicht unbedingt *hilton-like*.

Begeistert war ich vom äußerst zuvorkommenden und höflichen Pesonal. Sie hatten immer ein freundliches Lächeln auf den Lippen, gaben Auskunft und boten geschäftig ihre Hilfe an. Dafür gibt es ein dickes Lob.


Fazit
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Soweit ich das beurteilen kann ist das *Hilton London Olympia* ein Hotel, dass nicht unbedingt dem gehobenen Hilton-Standard entspricht. Aber, so denke ich, es hebt sich von den einfachen Hotels in London ab. Vier Sterne hat dieses Haus jedoch nicht verdient und ich würde - gemessen an *deutschen Verhältnissen* eher nur zwei oder drei Sterne vergeben. Deshalb gibt es auch von mir nur drei Sterne, die vor allem von dem sehr freundlichen und zuvorkommenden Personal gerettet werden. Wer sich trotzdem für diese Unterkunft in London entscheidet, sollte vor allem einen günstigeren Übernachtungspreis aushandeln. Die regulären 125.- Pfund pro Tag sind auf keinen Fall gerechtfertigt.



In diesem Sinne... alles bleibt anders... Eure Dotti

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