Hitch - Der Date Doktor (DVD) Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 04/2011
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Summe aller Bewertungen
- Action:
- Anspruch:
- Romantik:
- Humor:
- Spannung:
Erfahrungsbericht von WotanCB
Was Sie über Dates wissen sollten...
Pro:
ein unterhaltsamer, witziger, leicht tiefgängiger Kinoabend
Kontra:
nichts
Empfehlung:
Ja
Warum sollte man jetzt in „Hitch“ gehen? Für mich war erstens das aufeinandertreffen von den zwei blaublütigen Comedy-Stars Will Smith (Prinz of Bel Air) und Kevin James (King of Queens) ein guter Grund. Dann hatte mich natürlich der witzige Trailer neugierig gemacht. Und letztendlich interessierte mich, was ein Mann anderen Männern für ein Date beibringen wollte.
****** Der Inhalt ******
In der Stadt, die nie schläft, New York, kursiert ein Gerücht über einen Mann der anderen Männern bei ihren Dates mit ihren Traumfrauen hilft. Und in der Tat: Alex „Hitch“ Hitchens (Will Smith) ist der sogenannte Date-Doktor, den man nur über eine Empfehlung eines alten Klienten erreichen kann. Er bringt den Männern ein stilvolles Verhalten bei den so schwierigen ersten drei (ernstgemeinten) Dates bei, bei denen er auch gerne anonym und unauffällig mit Rat und Tat zur Seite steht. Er hat das Motto „Jeder Mann hat die Chance, eine Frau von den Füßen zu fegen – vorausgesetzt er hat den richtigen Besen“.
Sein neuster Klient ist der Buchhalter Albert Breneman (Kevin James), der sich ausgerechnet unsterblich in das berühmte Sternchen Allegra Cole (Amber Valletta) verliebt hat.
Bei seinen Bemühungen lernt Alex die Klatschreporterin Sara Melas (Eva Mendes) kennen, die sich zur Zeit ausgerechnet über Allegra Cole am recherchieren ist. Bald kann Alex seine eigenen Tipps am eigenen Leib ausprobieren – aber seine Dates mit Sara enden meist in einem kleinen Fiasko.
Es wird kompliziert als Sara über ihre Arbeit an Allegra dem mystischen Date-Doktor auf die Spur kommt, von dem ihr eine Freundin erzählt hat, dass er anderen Männern hilft, so schnell wie möglich den ersten Stich zu landen....
****** Namen und Daten ******
OT: „Hitch“
Komödie, USA 2005
Verleih: Sony Pictures
Regie: Andy Tennant
Drehbuch: Kevin Bish
Kamera: Andrew Dunn
Musik: George Fenton
Lauflänge: 118 Minuten
****** Zum Film ******
Wenn ich jetzt als Bewertung schreiben würde „urkomisch“, wäre das erstens zu kurz für einen Erfahrungsbericht und zweitens völlig einseitig. Denn „Hitch – the Date Doktor“ ist bei weitem die beste Liebeskomödie, die ich je gesehen habe.
Vor etwa drei, vier (könnten auch schon mehr sein) Jahren lief „ was Frauen wollen“ in unseren Kinos, der ganz ähnlich begann wie „Hitch“. Er war komisch und nahm Klischees von duzenden Romanzen aufs Korn – nur um am Ende die Kurve nicht zu kriegen und genau diese Klischees zu verkörpern. „Was Frauen wollen“ war vom Titel her eine Romanze mit Witz und wurde ein Witz mit Romanze.
Nun kommt „Hitch – The Date Doktor“ und meine Erwartungen gingen angesichts der Schauspieler und der Trailer eher in Richtung einer Komödie mit Herz. Nun sitze ich hier nach dem Film und bin immer noch davon beeindruckt und zugleich in bester Stimmung, was erneut die Vielseitigkeit dieses Films herausstellt.
Zum einen hat dieser Film einen enorm hohen Unterhaltungswert. Passend auf die beiden Stars amerikanischer Comedy-Serien zugeschnitten, bietet Regisseur Andy Tennant hier ein Forum, auf dem sich Will Smith und Kevin James nach Herzens Lust austoben können, ohne dabei an Stil zu verlieren. Die Story um einen Date-Doktor ist eine Grundlage für tolle Pointen auf verhaltenspsychologischer Basis und über das Verhältnis Mann – Frau. So kann man am Anfang den Doc bei seiner Arbeit bei verschiedenen „Schülern“ beobachten.
Danach steht dabei Kevin James als unbeholfener, hyperventilierender, aber liebenswerter Trottel im Brennpunkt der Pointen. Und das Drehbuch von Kevin Bish nutzt die Unterrichtseinheiten mit Will Smith zu einem Feuerwerk an Dialogen inszeniert in sehr netten Slapstickeinlagen. Doch irgendwann wendet sich das Blatt und Hitch erweist sich in seinen Dates selbst als ziemlich unbeholfen und ist in der Spontaneität so überfordert, dass in dem Humor seine Schwäche offenbart wird.
Zum anderen geht der Film in und gerade wegen seines Witzes sehr schön in Tiefe, was das Verhältnis Mann – Frau betrifft. Und der Zuschauer darf erst mitlachen und später dann mal drüber nachgrübeln: So reden Alex und Sara bei ihrer ersten Begegnung über sich ausschließlich in der dritten Person – übrigens ist das nur ein Beispiel für die so vielschichtigen Dialoge. Und später, wenn man die Charaktere erst mal besser kennen gelernt hat, fällt auf, dass das zu diesen Menschen passt: Sie ist Tratsch-Journalistin, er Date-Doktor – beide beobachten das Verhalten anderer, können sich selbst aber höchstens nur aus der Ferne betrachten, damit man ja nicht den Dreck vor der eigenen Tür wegfegen muss.
Als Gegensätze fungieren Albert und Allegra. Beide sind ohne jegliches Selbstbewusstsein; sie versteckt sich hinter Schönheit, Geld und Beratern, er hinter seinen eigenen Fettpölsterchen. Um sich zu entwickeln, nimmt Albert in Alex Unterrichtsstunden dessen Identität an, nur um später seinen eigenen Weg zu entdecken.
Mich persönlich freut es immer, wenn man derartige Muster in einem Film entdecken kann. Denn so erkennt man, dass man sich hierbei Gedanken gemacht hat. Und „The Date Doktor“ beweist eindrucksvoll, dass es bei solchen Themen nicht immer bierernst zugehen muss. Ein bisschen Herzschmerz und Romantik am Ende mag kitschig sein, löst aber die ganzen (emotionalen) Verwicklungen auf. Und der Zuschauer hat vielleicht kurz die Gelegenheit, sich selbst irgendwo wiederzufinden, bevor ihn der nächste Gag wieder aus zu tiefgreifenden Gedanken reist.
Denn bei all diesen philosophischen Gedanken steht immer noch der Humor im Vordergrund. Und die Witze sind wirklich außerordentlich gut und so reißen Alberts cholerische Anfälle, zickige Frauen, und ein wirklich nicht netter Allergieschock den Zuschauer wirklich von den Sesseln. In der ersten Stunde ist der Film dabei überwiegend lustig. Danach wird der Film etwas melancholischer, um immer wieder von tollen Pointen aufgelockert zu werden. Dieses Verhältnis ist Andy Tennant gut gelungen und beim Wendepunkt passiert ihm nicht der Fehler in großen Klischees zu baden. Das einzige was mir an der letzten halben Stunde nicht so gut gefallen hat, war, dass die Story zu sehr auf Will Smith und Eva Mendes fokussiert wurde. Das kann natürlich aber auch gut dadurch gerechtfertigt werden, dass Alex Hitchens eben die Hauptrolle ist.
****** Die Schauspieler ******
Und das schöne Konzept dieses Films wird unterstützt durch eine formidable Schauspielerriege:
Ebenso vielseitig wie der Film erweist sich einmal mehr Will Smith. Der Mann scheint einfach alles spielen zu können. Und auch in diesem Film kann er ganz subtil verschiedene Facetten vermitteln. So wirkt er anfangs, wenn man seine Schwächen noch nicht kennt, recht cool, um später dann viel von seiner harten Schale zu verlieren und treudoof mit seinen braunen Augen den liebenswerten Mann zu spielen. Und von seinem komödiantischen Talent, dass man schon vom „Prinzen aus Bel Air“ kennt, ist nicht nur noch eine Menge vorhanden, sondern ist auch noch eine Menge dazu gekommen.
Einen umgekehrten Weg geht Kevin James. Der „King of Queens“ ist anfangs wirklich die Tollpatschigkeit in Person und ist ein Garant für geniale Pointen. Später dann setzt er seine Masse wirklich viel geschickter ein, wirkt stämmiger und sicherer. Eine ebenso tolle Leistung wie von Will Smith. Dass er insgesamt nicht so auffällt wie sein Partner, liegt an der Regie die eindeutig ihm mehr Aufmerksamkeit gegeben hat.
Eva Mendes ist kein dummes Blondchen von Nebenan, sondern eine resolute Frau mit der berühmten harten Schale und dem weichen Kern – also ideal besetzt als weiblicher Part zu Will Smith. Sie wirkt auch bei Sprechen ebenso scharfzüngig wie er und kann traumhaft lustig die Zicke raushängen lassen oder verheult vor dem TV sitzen und Sahne essen. (Es gibt auch schöne Klischees ;-) )
Etwas unauffälliger, aber nicht schlechter agiert Amber Valetta, die als prominentes Sternchen fast unnahbar aussieht und sich nach und nach immer mehr öffnet. Auch sie ist im nachträglichen Vergleich mit ihrer Kollegin zwar die Verliererin, aber auch nur wegen der Regie.
Unterstützt werden diese vier Schauspieler von einer ganzen Reihe von Nebendarstellern. Dabei gibt es auch ein Wiedersehen mit Michael Rapaport, der – wenn ich mich nicht täusche – der Gegenspieler von Eddie Murphie in Metro war und seitdem kaum zu sehen war. Ansonsten wird hier ein tolles, engagiertes Ensemble geboten, bei dem es Spaß macht zuzuschauen.
****** Fazit ******
Mit „The Date Doktor“ ist Regisseur Andy Tennant eine sehr schwierige Gratwanderung geglückt. Dieser Film bietet Humor, Romantik, Charme und tolle Einfälle. Witzige wie geistreiche Dialoge klären manchen Zuschauer über Verhaltenspsychologie und Selbstbewusstsein auf, oder man versucht einfach nicht mitzudenken und lässt sich von tollen Pointen berieseln. Vier spielfreudige Darsteller und tolle Schauplätze machen den Film erst recht sehenswert. Ein Film, der zu einem ersten Date passt, der für die ganze Familie geeignet ist und dabei noch eine hochkarätige Komödie ist. Für diese Vielseitigkeit vergebe ich fünf Sterne!
****** Der Inhalt ******
In der Stadt, die nie schläft, New York, kursiert ein Gerücht über einen Mann der anderen Männern bei ihren Dates mit ihren Traumfrauen hilft. Und in der Tat: Alex „Hitch“ Hitchens (Will Smith) ist der sogenannte Date-Doktor, den man nur über eine Empfehlung eines alten Klienten erreichen kann. Er bringt den Männern ein stilvolles Verhalten bei den so schwierigen ersten drei (ernstgemeinten) Dates bei, bei denen er auch gerne anonym und unauffällig mit Rat und Tat zur Seite steht. Er hat das Motto „Jeder Mann hat die Chance, eine Frau von den Füßen zu fegen – vorausgesetzt er hat den richtigen Besen“.
Sein neuster Klient ist der Buchhalter Albert Breneman (Kevin James), der sich ausgerechnet unsterblich in das berühmte Sternchen Allegra Cole (Amber Valletta) verliebt hat.
Bei seinen Bemühungen lernt Alex die Klatschreporterin Sara Melas (Eva Mendes) kennen, die sich zur Zeit ausgerechnet über Allegra Cole am recherchieren ist. Bald kann Alex seine eigenen Tipps am eigenen Leib ausprobieren – aber seine Dates mit Sara enden meist in einem kleinen Fiasko.
Es wird kompliziert als Sara über ihre Arbeit an Allegra dem mystischen Date-Doktor auf die Spur kommt, von dem ihr eine Freundin erzählt hat, dass er anderen Männern hilft, so schnell wie möglich den ersten Stich zu landen....
****** Namen und Daten ******
OT: „Hitch“
Komödie, USA 2005
Verleih: Sony Pictures
Regie: Andy Tennant
Drehbuch: Kevin Bish
Kamera: Andrew Dunn
Musik: George Fenton
Lauflänge: 118 Minuten
****** Zum Film ******
Wenn ich jetzt als Bewertung schreiben würde „urkomisch“, wäre das erstens zu kurz für einen Erfahrungsbericht und zweitens völlig einseitig. Denn „Hitch – the Date Doktor“ ist bei weitem die beste Liebeskomödie, die ich je gesehen habe.
Vor etwa drei, vier (könnten auch schon mehr sein) Jahren lief „ was Frauen wollen“ in unseren Kinos, der ganz ähnlich begann wie „Hitch“. Er war komisch und nahm Klischees von duzenden Romanzen aufs Korn – nur um am Ende die Kurve nicht zu kriegen und genau diese Klischees zu verkörpern. „Was Frauen wollen“ war vom Titel her eine Romanze mit Witz und wurde ein Witz mit Romanze.
Nun kommt „Hitch – The Date Doktor“ und meine Erwartungen gingen angesichts der Schauspieler und der Trailer eher in Richtung einer Komödie mit Herz. Nun sitze ich hier nach dem Film und bin immer noch davon beeindruckt und zugleich in bester Stimmung, was erneut die Vielseitigkeit dieses Films herausstellt.
Zum einen hat dieser Film einen enorm hohen Unterhaltungswert. Passend auf die beiden Stars amerikanischer Comedy-Serien zugeschnitten, bietet Regisseur Andy Tennant hier ein Forum, auf dem sich Will Smith und Kevin James nach Herzens Lust austoben können, ohne dabei an Stil zu verlieren. Die Story um einen Date-Doktor ist eine Grundlage für tolle Pointen auf verhaltenspsychologischer Basis und über das Verhältnis Mann – Frau. So kann man am Anfang den Doc bei seiner Arbeit bei verschiedenen „Schülern“ beobachten.
Danach steht dabei Kevin James als unbeholfener, hyperventilierender, aber liebenswerter Trottel im Brennpunkt der Pointen. Und das Drehbuch von Kevin Bish nutzt die Unterrichtseinheiten mit Will Smith zu einem Feuerwerk an Dialogen inszeniert in sehr netten Slapstickeinlagen. Doch irgendwann wendet sich das Blatt und Hitch erweist sich in seinen Dates selbst als ziemlich unbeholfen und ist in der Spontaneität so überfordert, dass in dem Humor seine Schwäche offenbart wird.
Zum anderen geht der Film in und gerade wegen seines Witzes sehr schön in Tiefe, was das Verhältnis Mann – Frau betrifft. Und der Zuschauer darf erst mitlachen und später dann mal drüber nachgrübeln: So reden Alex und Sara bei ihrer ersten Begegnung über sich ausschließlich in der dritten Person – übrigens ist das nur ein Beispiel für die so vielschichtigen Dialoge. Und später, wenn man die Charaktere erst mal besser kennen gelernt hat, fällt auf, dass das zu diesen Menschen passt: Sie ist Tratsch-Journalistin, er Date-Doktor – beide beobachten das Verhalten anderer, können sich selbst aber höchstens nur aus der Ferne betrachten, damit man ja nicht den Dreck vor der eigenen Tür wegfegen muss.
Als Gegensätze fungieren Albert und Allegra. Beide sind ohne jegliches Selbstbewusstsein; sie versteckt sich hinter Schönheit, Geld und Beratern, er hinter seinen eigenen Fettpölsterchen. Um sich zu entwickeln, nimmt Albert in Alex Unterrichtsstunden dessen Identität an, nur um später seinen eigenen Weg zu entdecken.
Mich persönlich freut es immer, wenn man derartige Muster in einem Film entdecken kann. Denn so erkennt man, dass man sich hierbei Gedanken gemacht hat. Und „The Date Doktor“ beweist eindrucksvoll, dass es bei solchen Themen nicht immer bierernst zugehen muss. Ein bisschen Herzschmerz und Romantik am Ende mag kitschig sein, löst aber die ganzen (emotionalen) Verwicklungen auf. Und der Zuschauer hat vielleicht kurz die Gelegenheit, sich selbst irgendwo wiederzufinden, bevor ihn der nächste Gag wieder aus zu tiefgreifenden Gedanken reist.
Denn bei all diesen philosophischen Gedanken steht immer noch der Humor im Vordergrund. Und die Witze sind wirklich außerordentlich gut und so reißen Alberts cholerische Anfälle, zickige Frauen, und ein wirklich nicht netter Allergieschock den Zuschauer wirklich von den Sesseln. In der ersten Stunde ist der Film dabei überwiegend lustig. Danach wird der Film etwas melancholischer, um immer wieder von tollen Pointen aufgelockert zu werden. Dieses Verhältnis ist Andy Tennant gut gelungen und beim Wendepunkt passiert ihm nicht der Fehler in großen Klischees zu baden. Das einzige was mir an der letzten halben Stunde nicht so gut gefallen hat, war, dass die Story zu sehr auf Will Smith und Eva Mendes fokussiert wurde. Das kann natürlich aber auch gut dadurch gerechtfertigt werden, dass Alex Hitchens eben die Hauptrolle ist.
****** Die Schauspieler ******
Und das schöne Konzept dieses Films wird unterstützt durch eine formidable Schauspielerriege:
Ebenso vielseitig wie der Film erweist sich einmal mehr Will Smith. Der Mann scheint einfach alles spielen zu können. Und auch in diesem Film kann er ganz subtil verschiedene Facetten vermitteln. So wirkt er anfangs, wenn man seine Schwächen noch nicht kennt, recht cool, um später dann viel von seiner harten Schale zu verlieren und treudoof mit seinen braunen Augen den liebenswerten Mann zu spielen. Und von seinem komödiantischen Talent, dass man schon vom „Prinzen aus Bel Air“ kennt, ist nicht nur noch eine Menge vorhanden, sondern ist auch noch eine Menge dazu gekommen.
Einen umgekehrten Weg geht Kevin James. Der „King of Queens“ ist anfangs wirklich die Tollpatschigkeit in Person und ist ein Garant für geniale Pointen. Später dann setzt er seine Masse wirklich viel geschickter ein, wirkt stämmiger und sicherer. Eine ebenso tolle Leistung wie von Will Smith. Dass er insgesamt nicht so auffällt wie sein Partner, liegt an der Regie die eindeutig ihm mehr Aufmerksamkeit gegeben hat.
Eva Mendes ist kein dummes Blondchen von Nebenan, sondern eine resolute Frau mit der berühmten harten Schale und dem weichen Kern – also ideal besetzt als weiblicher Part zu Will Smith. Sie wirkt auch bei Sprechen ebenso scharfzüngig wie er und kann traumhaft lustig die Zicke raushängen lassen oder verheult vor dem TV sitzen und Sahne essen. (Es gibt auch schöne Klischees ;-) )
Etwas unauffälliger, aber nicht schlechter agiert Amber Valetta, die als prominentes Sternchen fast unnahbar aussieht und sich nach und nach immer mehr öffnet. Auch sie ist im nachträglichen Vergleich mit ihrer Kollegin zwar die Verliererin, aber auch nur wegen der Regie.
Unterstützt werden diese vier Schauspieler von einer ganzen Reihe von Nebendarstellern. Dabei gibt es auch ein Wiedersehen mit Michael Rapaport, der – wenn ich mich nicht täusche – der Gegenspieler von Eddie Murphie in Metro war und seitdem kaum zu sehen war. Ansonsten wird hier ein tolles, engagiertes Ensemble geboten, bei dem es Spaß macht zuzuschauen.
****** Fazit ******
Mit „The Date Doktor“ ist Regisseur Andy Tennant eine sehr schwierige Gratwanderung geglückt. Dieser Film bietet Humor, Romantik, Charme und tolle Einfälle. Witzige wie geistreiche Dialoge klären manchen Zuschauer über Verhaltenspsychologie und Selbstbewusstsein auf, oder man versucht einfach nicht mitzudenken und lässt sich von tollen Pointen berieseln. Vier spielfreudige Darsteller und tolle Schauplätze machen den Film erst recht sehenswert. Ein Film, der zu einem ersten Date passt, der für die ganze Familie geeignet ist und dabei noch eine hochkarätige Komödie ist. Für diese Vielseitigkeit vergebe ich fünf Sterne!
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