Hodenkrebs Testbericht
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Erfahrungsbericht von BelgiumKing
Gedanken über Vorsorge...
Pro:
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Kontra:
-
Empfehlung:
Nein
Vor 15 Jahren... mehr durch Zufall wurde durch ein Röntgenbild eine suspekte Erscheinung in der Lunge bei mir festgestellt. Das hatte zur Konsequenz, dass ich komplett auf den Kopf gestellt wurde. Unter anderem wurden die Hoden untersucht.
Diese Art der Untersuchung findet im einem gynäkologischen Stuhl statt und ist subjektiv sehr unangenehm. Der Arzt drückt und presst die Hoden. Es ist schlicht schmerzhaft und unangenehm. Gut, wenn das Ergebnis dann negativ ist.
Nun hat es einen meiner besten Freunde erwischt. Mittwochs Diagnose, Freitag Operation.
Und das bewegt mich zu Gedanken. Zunächst ist eine solche Diagnose ein extremer Einschnitt in das Leben. Wenn beide Hoden entfernt werden müssen, ist auch ein Kinderwunsch leider nicht mehr möglich. Für einen Mann ein tiefer Schlag in seine Männlichkeit (auch wenn Sexualität immer noch möglich ist), und für eine Partnerin mit Kinderwunsch sehr belastend.
Die Männlichkeit ist eher eine Kopfsache nach solch einer Operation, denn der Mann verliert nichts an Männlichkeit im eigentlichen Sinne. Nur seine Zeugungsfähigkeit ist ihm genommen. Das ist, bei Familienwunsch, sehr bedrückend. Wird nur ein Hoden entfernt, bleibt wenigstens die Zeugungsmöglichkeit.
Ich möchte gerne diese Plattform nutzen, um meine Gedanken niederzuschreiben, als ich vor rund 15 Jahren erfuhr, dass ich komplett auf den Kopf gestellt werde und man auch die Gefahr von Hodenkrebs nicht ausschließen konnte. Ich dachte schlicht, wenn ich Hodenkrebs haben sollte, bin ich zugleich entmannt. Ich assoziierte Hodenkrebs mit Impotenz und wurde zum Glück schnell belehrt, dass dem nicht so ist. Zeugungsfähigkeit und Potenz sind zwei verschiedene Paar Schuhe. Aber das im Kopf zu speichern, ist eine schwere Leistung. Mich beschäftigte damals der Gedanke, was wäre wenn. Eine Partnerin, die sich Kinder wünscht...wie lebt sich dann solch eine Diagnose?
Diese Form von Hodenkrebs, die in andere Organe streuen kann, ist gut zu behandeln, wie ein mir bekannter Mediziner noch letzten Samstag bestätigte. Aber was geht in dem Kopf vor?
Mir reicht, die einige Tage existente Angst vor vielen Jahren, bis das Ergebnis negativ war. Eine Erfahrung, die mich klug genug hätte machen müssen, Vorsorgeuntersuchungen in Anspruch zu nehmen.
Und ich habe es nicht getan. Ich weiss nicht, warum Männer so bescheuert sind, dass sie statistisch die kostenlosen Vorsorgeuntersuchungen nicht in Anspruch nehmen. Ich stelle FATAL fest, mich eingeschlossen, dass ich keinen Mann in meinem Umfeld kenne, der zu solch einer Vorsorge geht.
Dies Erlebnis, dass ein Mensch in meiner allernächsten Nähe unerwartet von Hodenkrebs heimgesucht wurde, hat mein Denken geändert !!! Ich werde nun konsequent Vorsorgeuntersuchungen in Anspruch nehmen. Warum wir Männer uns so erfolgreich vor solch unangenehmen Untersuchungen drücken, weiss ich nicht. Aber ein Erlebnis in direkter Nähe hat mein Denken geändert...
JL (für yopi und ciao)
19 Bewertungen, 7 Kommentare
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24.04.2006, 19:50 Uhr von Mogry1987
Bewertung: sehr hilfreichSH ;) LG Stefanie :)
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24.04.2006, 19:31 Uhr von Scheinshaxe
Bewertung: sehr hilfreichtoller bericht...klasse! ..ein klares "sehr hilfreich"...gruß Scheinshaxe :o)
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24.04.2006, 19:30 Uhr von topware2002
Bewertung: sehr hilfreich‹(•¿•)›~~~~~SH~~~~~‹(•¿•)›
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24.04.2006, 19:29 Uhr von mikrosteff
Bewertung: sehr hilfreichKlasse Bericht!!!
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24.04.2006, 19:19 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreichsehr hilfreich
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24.04.2006, 19:11 Uhr von superlativ
Bewertung: sehr hilfreichliebe grüße
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24.04.2006, 19:04 Uhr von b00n1
Bewertung: sehr hilfreichSehr guter Bericht! <br/> <br/>SH+LG <br/> <br/>b00n1
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