Der Plan von der Abschaffung des Dunkels (Taschenbuch) / Peter Hoeg Testbericht

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Erfahrungsbericht von Textorka45

Über ein infames Experiment und ein bösartiges Spiel mit der Zeit

Pro:

Ein intensives Buch, das schwierig aber der Geschichte vollkommen angemessen geschrieben ist.

Kontra:

??????

Empfehlung:

Ja

Mein Weg zu diesem Buch

Es ist jetzt etwa zehn Jahre her, dass uns Frau Prof. Kaiser in einem Psychologieseminar zum Thema Jugend jede Woche ungefähr 20 min. aus diesem Buch vorgelesen hat. Etwa zwei Jahre später habe ich das Buch selbst noch einmal gelesen und bin, wenn ich an dieses Buch denke, immer noch beeindruckt.

Das Buch und der Autor

Bekannt wurde Peter Hoeg vor allem durch seinen Roman Fräulein Smillas Gespür für Schnee, das auch verfilmt wurde. Der Autor wurde im Jahr 1957 in Kopenhagen geboren. Zu seinen Werken gehören weitere Romane wie die Frau und der Affe oder Vorstellung vom 20. Jahrhundert.

Die Geschichte

Peter, Katharina und der kleine August begegnen sich in der Zeit um 1970 an Biels Privatschule. Dass sie sich begegnen und Kontakt halten ist an dieser Schule, die hauptsächlich von Direktor Biel aber auch von anderen Lehrern beherrscht wird, nicht nur nicht gewollt sondern verboten. Doch die Begegnung der drei Außenseiter ist unvermeidlich, denn sie gehören nicht an diese Privatschule. Alle drei sind verwaist und gelten als erziehungsschwierig. Doch dass sie an dieser Schule aufgenommen wurden, hat seinen Grund. Sie spüren intuitiv, dass sie in ein infames Experiment verwickelt worden sind. Und sie wissen, dass sie den straffen Zeitplan, der mit dem das Leben der Schüler beherrscht wird, durchbrechen müssen, um vielleicht herauszufinden, was der Plan wirklich ist. Peter, aus dessen Perspektive das Buch geschrieben ist, versucht nach vielen Jahren und nachdem er über die Ereignisse an der Schule geschrieben hat, herauszufinden, was aus den beiden anderen geworden ist. Katharinas Spur verliert sich bald nach der Zeit an der Schule. Und August hatte ohnehin keine Möglichkeit zu überleben. Denn er war von seinen Eltern misshandelt worden, hatte sie eines abends erschossen und war dann an Biels Privatschule gekommen.

Hör- und Leseeindrücke

Dieses Buch ist schwer zu ertragen. Aber das muss so sein. Die Betrachtungen über das Thema Zeit sind sehr anspruchsvoll und fordern dazu auf, über den Umgang mit der eigenen Lebenszeit aber auch mit der Zeit anderer Menschen nachzudenken. Die Themen, die beschrieben werden, sind so hart und klar dargestellt, wie es leider sein muss. Es gibt beispielsweise sehr harte Schnitte, wenn der Autor von der Vergangenheit in die Gegenwart wechselt, in der der Erzähler mit einer Frau und seinem Kind zusammenlebt. Frau und Kind werden übrigens niemals bei ihren Namen genannt. Auf diese Weise kontrastieren die Ereignisse, die der Erzähler aus der Gegenwart aufgreift, sehr stark mit den Geschehnissen aus der Zeit an Biels Privatschule. Mich hat dieses Buch sehr stark herausgefordert und auch tief erschüttert, obwohl eine Identifikation mit den Personen im herkömmlichen Sinn durch den Schreibstil unmöglich gemacht wird..

27 Bewertungen, 3 Kommentare

  • nadjasturm

    12.09.2011, 18:16 Uhr von nadjasturm
    Bewertung: sehr hilfreich

    Lg aus Nürnberg! Nadja

  • katjafranke

    25.08.2011, 01:17 Uhr von katjafranke
    Bewertung: sehr hilfreich

    Liebe Grüße von der KATJA

  • morla

    24.08.2011, 23:02 Uhr von morla
    Bewertung: sehr hilfreich

    lg. ^^^^^^^^^^^^petra