Honda Hornet 900 Testbericht
Abbildung beispielhaft
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Auf yopi.de gelistet seit 08/2003
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Erfahrungsbericht von jf1hro
Nackter Spaß !!!
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Nachdem meine „bessere“ Hälfte sich vor einiger Zeit entschieden hat, sich ein neues „Moped“ zuzulegen, fiel seine Wahl nach diversen Testfahrten auf folgendes Modell :
Honda CB900F, besser bekannt als HORNET 900.
Zum Einstieg ein paar technische Daten:
- Hersteller: Honda
- Typ: CB900F , SC 48
- Vierzylinder-Viertakt-Motor, flüssiggekühlt
- Hubraum 919 ccm
- Leistung 109 PS bei 9000 U/min
- Drehmoment 91 Nm bei 6500 U/min
- Elektronische Benzineinspritzung
- Sekundärluftsystem und U-Kat
- Leergewicht (vollgetankt) 218kg
- Zuladung 188kg
- Tankinhalt 19L
- Verbrauch 5,5 – 6,5 L
- Höchstgeschwindigkeit: 230 km/h
- Preis: 8790 €
Auf den deutsche Straßen ist ja seit 1998 bereits die kleine Schwester, die HORNET 600, bekannt. Wer nur mal flüchtig hinschaut, stellt eigentlich keinen großen Unterschied fest. Doch wer sich Zeit nimmt und einen zweiten Blick riskiert, wird die Unterschiede im Detail erkennen.
Als erstes wird dem Betrachter der zweite Auspuff auffallen. Beide Endrohre schmiegen sich elegant unter den „Stachel“ der Hornisse. Ein Blick auf die Armaturen zeigt auch dort den Unterschied: Kilometer- und Tageskilometerzähler im LCD-Display, die Kontrollleuchten sind anders angeordnet. Der nackt im Rahmen hängende Motor sieht etwas bulliger aus, ein paar Schläuche sind auch anders verlegt. Das war’s dann schon vom äußeren Erscheinungsbild.
Der Mono-Backbone-Rahmen wurde direkt von der 600er übernommen, aber von 1,6 auf 2,3 mm verstärkt. Die Hinterradschwinge wurde um 20 mm verlängert (wer soll denn das auf den ersten Blick sehen können?). Die Telegabel wuchs von 41mm bei der 600er auf 43 mm bei der 900er.
Nun kommen wir zum Motor: wie bei einer 900er so üblich, rund um 900 ccm, hier genau 919 ccm. Der Motor stammt aus der 99er Fireblade und wurde durch einige Neuerungen und Änderungen auf die HORNET 900 abgestimmt. Übriggeblieben sind 109 PS (80 KW), die das Leichtgewicht mit gewaltigem Schub auf die Höchstgeschwindigkeit von 230 km/h bringt. Die Stärke des Motors liegt dabei im unteren und mittleren Drehzahlbereich; der Durchzug ist gewaltig, man sollte sich schon gut festhalten, wenn man heftig am Gas dreht. Begleitet wird die Beschleunigung mit einem kräftigen Röhren bei ca. 3500 U/min, das die Leute schon mal den Kopf drehen lässt.
Nur gut, dass die Sitzposition des Fahrers so ausgelegt ist, dass man einerseits gemütlich sitzt, was auch eine längere Tour ermöglicht, andererseits sich aber beim Flügelschlagen mit der Hornisse doch gut mit den Füßen abstützen kann.
Aufgrund dieser Sitzposition und dem sehr handlichen Fahrwerk macht es sehr viel Spaß, über kurvige Landstrassen zu räubern. Leichtgängig geht die HORNET in die Kurven, macht in Schräglage (und die kann ruhig mal sehr schräg sein) keine Probleme und lässt sich problemlos wieder aufstellen.
Bei den Landstraßentouren mit 100 km/h (??? *grins*) reisst einem der Wind auch noch nicht den Kopf ab, man sollte sich aber im Klaren sein, dass es ab ca. 140 km/h auf der Nackten ganz schön zugig wird. Aber auf dem Zubehörmarkt tut sich etwas (hat ja bei der kleinen Hornisse auch etwas gedauert), so dass man doch schon mal fündig wird und sich ein kleines Schild oder eine Cockpitverkleidung anschrauben kann, die dann doch höhere Reisegeschwindigkeiten auf der Autobahn erlauben.
Wenn es denn doch mal zu schnell wird, kann man sich auf die –aus der 97er Fireblade entliehene- vordere Doppelscheibenbremse (296 mm Durchmesser, Vierkolben-Festsättel) und die eigene hintere Scheibe (240 mm, Einkolben-Schwimmsattel) verlassen. Gut dosierbar schiebt es einen doch schon mal auf den Tank, wenn man vergisst, sich abzustützen. Die Bremse ist also sehr gut für dieses Leichtgewicht geeignet.
Der Verbrauch der HORNET 900 liegt um die 6 Liter (vielleicht auch mal an die 7 auf der Autobahn), ist also noch bezahlbar. Ebenso die Steuern von etwa 68 € im Jahr. Auch die Versicherung ist noch im Rahmen, es sei denn, man möchte die Hornisse Vollkasko versichern. Das kann doch keiner bezahlen, es geht in die tausende (T)Euro. Für diesen eher seltenen Fall der Vollkaskoversicherung gibt es die Möglichkeit der Leistungsreduzierung auf 98 PS (72 Kw); dann liegt die Summe, die man der Versicherung zukommen lässt, gerade so an der Schmerzgrenze. Weiter sollte man die HORNET aber wirklich nicht kastrieren, sonst ist der ganze Fahrspaß dahin.
Diesen Fahrspaß kann man für z.Zt. 8790 € erwerben, was dafür nun wirklich nicht zuviel ist.
Serienmäßig gibt es die „H.I.S.S.-Diebstahlsicherung“ (Honda-Ignition-Security-System), gemeinhin als Wegfahrsperre bezeichnet. Man braucht also echt den Originalschlüssel zum Starten.
So, und nun sagt meine bessere Hälfte (pffffhhhh), genug geredet, jetzt wird gefahren!
Na, lassen wir ihn!
Viele Grüsse
jf1hro
Honda CB900F, besser bekannt als HORNET 900.
Zum Einstieg ein paar technische Daten:
- Hersteller: Honda
- Typ: CB900F , SC 48
- Vierzylinder-Viertakt-Motor, flüssiggekühlt
- Hubraum 919 ccm
- Leistung 109 PS bei 9000 U/min
- Drehmoment 91 Nm bei 6500 U/min
- Elektronische Benzineinspritzung
- Sekundärluftsystem und U-Kat
- Leergewicht (vollgetankt) 218kg
- Zuladung 188kg
- Tankinhalt 19L
- Verbrauch 5,5 – 6,5 L
- Höchstgeschwindigkeit: 230 km/h
- Preis: 8790 €
Auf den deutsche Straßen ist ja seit 1998 bereits die kleine Schwester, die HORNET 600, bekannt. Wer nur mal flüchtig hinschaut, stellt eigentlich keinen großen Unterschied fest. Doch wer sich Zeit nimmt und einen zweiten Blick riskiert, wird die Unterschiede im Detail erkennen.
Als erstes wird dem Betrachter der zweite Auspuff auffallen. Beide Endrohre schmiegen sich elegant unter den „Stachel“ der Hornisse. Ein Blick auf die Armaturen zeigt auch dort den Unterschied: Kilometer- und Tageskilometerzähler im LCD-Display, die Kontrollleuchten sind anders angeordnet. Der nackt im Rahmen hängende Motor sieht etwas bulliger aus, ein paar Schläuche sind auch anders verlegt. Das war’s dann schon vom äußeren Erscheinungsbild.
Der Mono-Backbone-Rahmen wurde direkt von der 600er übernommen, aber von 1,6 auf 2,3 mm verstärkt. Die Hinterradschwinge wurde um 20 mm verlängert (wer soll denn das auf den ersten Blick sehen können?). Die Telegabel wuchs von 41mm bei der 600er auf 43 mm bei der 900er.
Nun kommen wir zum Motor: wie bei einer 900er so üblich, rund um 900 ccm, hier genau 919 ccm. Der Motor stammt aus der 99er Fireblade und wurde durch einige Neuerungen und Änderungen auf die HORNET 900 abgestimmt. Übriggeblieben sind 109 PS (80 KW), die das Leichtgewicht mit gewaltigem Schub auf die Höchstgeschwindigkeit von 230 km/h bringt. Die Stärke des Motors liegt dabei im unteren und mittleren Drehzahlbereich; der Durchzug ist gewaltig, man sollte sich schon gut festhalten, wenn man heftig am Gas dreht. Begleitet wird die Beschleunigung mit einem kräftigen Röhren bei ca. 3500 U/min, das die Leute schon mal den Kopf drehen lässt.
Nur gut, dass die Sitzposition des Fahrers so ausgelegt ist, dass man einerseits gemütlich sitzt, was auch eine längere Tour ermöglicht, andererseits sich aber beim Flügelschlagen mit der Hornisse doch gut mit den Füßen abstützen kann.
Aufgrund dieser Sitzposition und dem sehr handlichen Fahrwerk macht es sehr viel Spaß, über kurvige Landstrassen zu räubern. Leichtgängig geht die HORNET in die Kurven, macht in Schräglage (und die kann ruhig mal sehr schräg sein) keine Probleme und lässt sich problemlos wieder aufstellen.
Bei den Landstraßentouren mit 100 km/h (??? *grins*) reisst einem der Wind auch noch nicht den Kopf ab, man sollte sich aber im Klaren sein, dass es ab ca. 140 km/h auf der Nackten ganz schön zugig wird. Aber auf dem Zubehörmarkt tut sich etwas (hat ja bei der kleinen Hornisse auch etwas gedauert), so dass man doch schon mal fündig wird und sich ein kleines Schild oder eine Cockpitverkleidung anschrauben kann, die dann doch höhere Reisegeschwindigkeiten auf der Autobahn erlauben.
Wenn es denn doch mal zu schnell wird, kann man sich auf die –aus der 97er Fireblade entliehene- vordere Doppelscheibenbremse (296 mm Durchmesser, Vierkolben-Festsättel) und die eigene hintere Scheibe (240 mm, Einkolben-Schwimmsattel) verlassen. Gut dosierbar schiebt es einen doch schon mal auf den Tank, wenn man vergisst, sich abzustützen. Die Bremse ist also sehr gut für dieses Leichtgewicht geeignet.
Der Verbrauch der HORNET 900 liegt um die 6 Liter (vielleicht auch mal an die 7 auf der Autobahn), ist also noch bezahlbar. Ebenso die Steuern von etwa 68 € im Jahr. Auch die Versicherung ist noch im Rahmen, es sei denn, man möchte die Hornisse Vollkasko versichern. Das kann doch keiner bezahlen, es geht in die tausende (T)Euro. Für diesen eher seltenen Fall der Vollkaskoversicherung gibt es die Möglichkeit der Leistungsreduzierung auf 98 PS (72 Kw); dann liegt die Summe, die man der Versicherung zukommen lässt, gerade so an der Schmerzgrenze. Weiter sollte man die HORNET aber wirklich nicht kastrieren, sonst ist der ganze Fahrspaß dahin.
Diesen Fahrspaß kann man für z.Zt. 8790 € erwerben, was dafür nun wirklich nicht zuviel ist.
Serienmäßig gibt es die „H.I.S.S.-Diebstahlsicherung“ (Honda-Ignition-Security-System), gemeinhin als Wegfahrsperre bezeichnet. Man braucht also echt den Originalschlüssel zum Starten.
So, und nun sagt meine bessere Hälfte (pffffhhhh), genug geredet, jetzt wird gefahren!
Na, lassen wir ihn!
Viele Grüsse
jf1hro
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