Hotel Kalithea Mare Palace Testbericht

Hotel-kalithea-mare-palace
ab 11,38
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Auf yopi.de gelistet seit 08/2004

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Erfahrungsbericht von aimnrt

Schönes Hotel, tolle Lage, schöner Urlaub!

Pro:

Lage, Verpflegung

Kontra:

Hellhörigkeit

Empfehlung:

Ja

Mit diesem Bericht möchte ich das Hotel Kalithea Mare Palace auf Rhodos vorstellen. Anfang April 2004 sind meine Frau und ich für zwölf Tage dort gewesen.


Lage
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Das Vier-Sterne-Hotel liegt etwa 2 km vom Ort Kalithea und 6 km von Rhodos-Stadt entfernt. Der gesamte Hotelkomplex liegt auf einem großen Felsvorsprung und ist somit mehr oder weniger von drei Seiten vom Meer umgeben. Dieser Felsvorsprung ist schätzungsweise 50 bis 60 m hoch, so dass man rundum eine schöne Aussicht hat. In südliche Richtung blickt man auf die antiken Thermen von Kalithea sowie auf die etwa 5 km entfernte Hotelmeile von Faliraki, in nördliche Richtung kann man Rhodos-Stadt mit einem Teil des Hafens vom Hotelgelände aus sehen, außerdem erkennt man in der Entfernung die türkische Küste.


Buchung, Preise, Reiseveranstalter
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Auf das Hotel aufmerksam geworden sind wir durch ein sehr günstiges Angebot des Reiseveranstalters 1-2-Fly. Für 12 Tage inkl. Flug (Hapag-Lloyd) und Halbpension im Doppelzimmer haben wir 427 Euro pro Person bezahlt. Offensichtlich hatte 1-2-Fly zu Saisonbeginn Anfang April große Kontingente günstig eingekauft, da sicherlich 80% der Gäste über 1-2-Fly in das Hotel gekommen waren. Auf diese Weise war das Hotel von Anfang an gut gefüllt, während viele andere Hotels noch geschlossen waren bzw. erst sehr wenige Gäste hatten. Andere (deutsche) Reiseveranstalter, die in dem Hotel vertreten sind, waren Neckermann, Bucher und Schauinsland.

Man hätte das Hotel auch mit Vollpension buchen können, dann wären pro Tag 8€ Zuschlag dazugekommen.


Gebäude, Einrichtungen, Zimmer
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Die 322 Zimmer sind geräumig, ausgestattet mit Schrank, Schreibtisch, Fernseher (3 deutsche Programme), Tisch und zwei Stühlen. Im Schrank befindet sich ein Tresor, allerdings muss man für die Benutzung 14,-€ pro Woche bezahlen. Der Tresor ist mit einem Schlüssel abzuschließen, was ich als eher ungünstig empfinde, da man auf diesen ja dann z.B. während eines Strandtages auch ständig aufpassen muss. Die Variante anderer Hotels, die einen Tresor mit frei wählbarer Zahlenkombination anbieten, gefällt mir da wesentlich besser.
Unter dem Schreibtisch befindet sich ein Kühlschrank für die selbst gekauften Getränke. Einen Zimmerservice, der immer Getränke auffüllt, gibt es nicht.
Die Badezimmer verfügen über eine Badewanne, Toilette sowie ein großes Waschbecken. Ebenso haben alle Zimmer einen Balkon bzw. eine Terrasse.

Durch die Lage des Hotels auf dem Felsvorsprung und die Anordnung der einzelnen Gebäude sind alle Zimmer zum Meer hin ausgerichtet. Das heißt aber nicht, dass man auch von jedem Zimmer aus einen direkten Meerblick hat. Das Hauptgebäude, in dem sich u.a. die Rezeption, die Bar und ein Kiosk befinden, steht auf dem höchsten Punkt. Ca. 50 m davon entfernt, etwas tiefer gelegen, steht ein großes Nebengebäude, in dem sich auch das Restaurant befindet. Unterhalb dieses Gebäudes wiederum befinden sich 10 kleinere Blocks mit jeweils etwa 10 bis 15 Zimmern.

Wir waren zunächst im Hauptgebäude untergebracht, von der ebenerdigen Terrasse aus ging es direkt über eine kleine Rasenfläche zu einem Parkplatz. Weniger wegen des fehlenden Meerblicks als vielmehr wegen der Aussicht, durch frühmorgens auf dem Parkplatz ankommende Mitarbeiter gestört zu werden, baten wir um ein anderes Zimmer. Am zweiten Tag bekamen wir dieses auch, und der Umzug hat sich wirklich gelohnt! Wir waren dann nämlich in einem der kleineren Nebengebäude untergebracht, relativ dicht an der Kante des Felsvorsprungs, mit Blick auf die Thermen von Kalithea und die felsige Küste. Der Blick vom Balkon war echt überwältigend! Im Gegensatz zum ersten Zimmer gab es hier keine zwei einzelnen Betten sondern ein großes. Auch war dieses Zimmer noch etwas geräumiger, so dass problemlos noch für ein bis zwei Kinder Betten reingestellt werden könnten.

Das Zimmer wurden jeden Tag aufgeräumt, Betten gemacht usw., alles perfekt! Nachteilig empfanden wir die Hellhörigkeit, was aber wohl ein typisches Phänomen der Hotels in den Mittelmeerländern ist. Die Türen haben keine Dichtung, so dass man jedes Geräusch von außen fast ungedämmt hört, noch dazu kann man sie außen nur mit einem lauten Knall zuschlagen. Auch bei Wänden, Decken und Fußböden fehlt scheinbar jegliche Schalldämmung, so dass man Schritte, Stühlerücken usw. aus den benachbarten Zimmern sehr laut hört.


Badebucht, Pool
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Über einen teilweise steilen, aber gut befestigten Weg erreicht man in 5 bis 10 Minuten die kleine Badebucht, die nur von Gästen des Hotels genutzt wird. Diese Badebucht hat einen (vermutlich aufgeschütteten) Sandstrand, ringsum sieht man die felsige, steile Küste. Uns hat diese Badebucht sehr gut gefallen, da es relativ ruhig und überschaubar ist. Empfehlenswert sind auf jeden Fall Badeschuhe, da der Weg ins Wasser teilweise über viele Steine führt. Es gibt zwei kleine Treppen, über die man vom Sandstrand ins Wasser kommt, aber auch dort muss man noch über einige Steine, bis man richtig schwimmen kann. Durch die geschützte Lage ist das Wasser immer relativ ruhig, bei stärkerem Seegang wäre das Baden wegen des felsigen Untergrunds sicher etwas gefährlich.

Am Strand sind Liegen und Sonnenschirme aufgestellt, pro Liege bezahlt man für einen Tag 2,50 € Gebühr. Als wir dort waren, gab es immer jede Menge freier Liegen, da das Wasser noch relativ kühl war. Im Sommer könnte das allerdings anders aussehen, falls wirklich ein Großteil der dann sicher über 600 Gäste am Strand liegt.
Am Strand gibt es eine Bar, in der man Getränke, kleine Speisen usw. kaufen kann. Etwas oberhalb befindet sich auch ein Gebäude mit Toiletten.

Die Poollandschaft, die direkt an das Hauptgebäude angrenzt, besteht aus einem lang gestreckten, großen Pool und einem oberhalb gelegenen kleinen runden Pool. In dem großen Pool ist ein Bereich für Kleinkinder abgetrennt, der Kleine Pool eignet sich wegen der geringen Tiefe auch gut für Nichtschwimmer. Rund um die Pools stehen sehr viele Liegen und Sonnenschirme zur Verfügung, hierfür wird keine Gebühr erhoben. Beheizt werden die Pools nicht, daher war das Wasser Anfang April noch sehr kalt (kälter als das Meer).
Direkt am Pool gibt es die Poolbar, mit einem umfangreichen Angebot an kleinen und großen Speisen. Dort gibt es auch mittags das Buffet für Gäste mit Vollpension.

Etwas nachteilig am Pool ist die Lage dicht an einer Straße, die oft von LKW's befahren wird. Zwar ist mit einer Wand, Büschen und Bäumen eine Trennung hergestellt, dennoch ist es am Pool teilweise relativ laut von dieser Straße aus. Vielleicht fällt dies im Sommer, wenn der Pool stärker genutzt wird und die damit verbundene Geräuschkulisse lauter ist, nicht so auf.


Restaurant, Speisen und Getränke
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Das Restaurant ist relativ groß, dennoch sind die Tische sehr eng gestellt, damit die Gäste alle Platz finden. Frühstück gibt es von 7:00 bis 9:30, Abendessen von 18:30 bis 21:30. Die Frühstückszeit könnte ruhig etwas länger sein, da viele Gäste erst etwa um 9:00 kamen und somit besonders dann ein großes Gedränge an den Buffets, der Kaffeeausgabe usw. herrschte. So kam es schon mal vor, dass man 5 Minuten für eine Tasse Kaffee anstehen musste und dann doch keiner mehr da war.

Auch beim Abendessen herrschte teilweise ein großes Gedränge, nur ab und zu stand der Restaurantchef am Eingang und ließ neue Gäste erst rein, wenn er ihnen auch direkt einen Tisch zuweisen konnte. Oft hatte man den Eindruck, dass das Personal überfordert war, dann saß man bereits an einem freien Tisch und wartete noch eine ganze Weile, bis ein Kellner Besteck brachte und Getränkebestellungen aufnahm. Vielleicht war auch zum Saisonbeginn noch nicht so richtig die Routine eingekehrt.

Wenn auch das Drumherum z.T. etwas chaotisch war, so war das Essen doch wirklich ausgezeichnet. Beim Frühstück gab es eine große Auswahl, von Spiegel- und Rührei, gebratenem Schinken, englischen Würstchen über diverse Wurst- und Käsesorten, Quarkspeisen bis hin zu Cornflakes, Müsli, Obst und vielen Marmeladesorten war sicher für jeden etwas dabei. Lediglich einige Kinder hatten ihr geliebtes Nutella-Glas selbst mitgebracht, da so etwas auf dem Buffet fehlte. Verschiedene Brotsorten waren vorhanden, außerdem Kuchen und Kekse. Fast jeden Morgen wurden Crepes gebacken, die man sich dann direkt nach eigenen Wünschen mit Schokosauce, Zucker, Zimt und anderem verfeinern konnte.

Auch das Abendessen ließ keine Wünsche offen: Immer drei bis vier Fleischsorten, verschieden zubereitet, Gemüse, ein großes Salatbuffet, Pasteten, Aufläufe, Nudeln, Fisch und immer frische Pommes. Auch Lammfleisch, Garnelen und Krebsfleisch wurden immer mal wieder angeboten. Alles in allem sehr schmackhaft und abwechslungsreich! Am Nachtischbuffet gab es verschiedene Süßspeisen, Kuchen und verschiedene Eissorten.

Die Getränkeauswahl war reichlich, neben einheimischen Weinen auch verschiedene (deutsche) Biersorten und natürlich die üblichen Softdrinks. Die Preise waren auf deutschem Niveau, eher darüber. Leider gab es nicht, wie in vielen Hotels üblich, die Möglichkeit, die Getränke auf die Zimmerrechnung zu setzen und bei der Abreise gesammelt zu bezahlen. Ebenso wie an der Pool- und der Strandbar musste alles sofort bezahlt werden. Eigentlich kein großes Problem, aber man sollte es bei der Bargeldmitnahme einplanen, da man natürlich kleinere Beträge nicht unbedingt mit Kreditkarte bezahlt.


Animation, Unterhaltung
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Zu diesem Punkt kann ich nicht viele Aussagen treffen, da wir uns eher individuellen Unternehmungen gewidmet haben. Tagsüber gibt es verschiedene Angebote, auf die die Animateure unaufdringlich z.B. am Pool hinweisen. Als wir dort waren, wurde recht oft Volleyball gespielt. Für die Kinder gibt es einen MiniClub, außerdem ist ein schöner großer Spielplatz unter schattigen Bäumen mit vielen Spielgeräten auf dem Hotelgelände.

Abends fanden in der Hotelbar verschiedene Programme statt, vom Bingospiel über Diso- und griechische Abende bis zur Wahl des Mr. Kalithea Mare.


Ausflugsmöglichkeiten
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Vom Hotel aus kann gut zu Fuß zu den Thermen von Kalithea laufen, ebenso zum Ort Kalithea, der aber weniger sehenswert ist. Direkt vor dem Hotel befindet sich eine Bushaltestelle, von dort kann man etwa einmal pro Stunde nach Rhodos-Stadt und nach Faliraki fahren. Besonders Rhodos-Stadt bietet sich auch für mehrere Tagesausflüge an, die Stadt und auch der Hafen sind sehr sehenswert. Insofern ist die Lage des Hotels sehr günstig, da man mit Bus oder Auto nur etwa 15 Minuten bis zur Innenstadt braucht.

Möchte man weiter in Richtung Süden fahren, so muss man mit dem Bus nach Faliraki und von dort mit einem anderen weiter, z.B. nach Lindos, was auch sehr sehenswert ist. Will man auch etwas vom Inselinneren sehen, was ebenfalls sehr lohnenswert ist, bietet sich eher ein Mietwagen an, da man nicht alle Sehenswürdigkeiten gut mit Bussen erreichen kann.

Tipp: Es gibt zwar im Hotel einen Autovermieter, aber wenn man mal nach Kalithea läuft (ca. 15 Minuten zu Fuß), sollte man dort einfach mal bei verschiedenen Autovermietungen anfragen. Wenn diese ein Auto frei haben und noch keine Reservierungen vorliegen, kann man durchaus günstigere Preise aushandeln. So haben wir für 100,-€ einen Fiat Seicento mit Faltdach für eine Woche bekommen, im Hotel hätten wir für das gleiche Geld nur für 4 Tage ein Auto mieten können.


Fazit, Empfehlungen
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Die Lage des Hotels ist wirklich ein großer Pluspunkt. Einerseits landschaftlich gesehen, andererseits aber auch wegen der Nähe zu Rhodos-Stadt. Wer Erholung am Meer mit interessanten Besichtigungen verknüpfen möchte, ist hier richtig aufgehoben. Wer dagegen Wert auf ein ausgeprägtes Nachtleben mit verschiedenen Diskotheken usw. legt, der wird von diesem Hotel aus dann sicher die eine oder andere Fahrt nach Faliraki unternehmen.

Auch diejenigen, die Wert auf einen breiten, flachen Sandstrand legen, sind auf der Insel Rhodos in Faliraki besser aufgehoben. Allerdings stehen dort dann natürlich auch bis zu zehn Reihen Liegestühle hintereinander. Wer dagegen eine ruhige, natürliche Bucht bevorzugt und mit einigen Felsen im Wasser leben kann, der findet im Kalithea Mare Palace das, was er sucht.

Vielen Dank für's Lesen, Bewerten und Kommentieren! Falls ich etwas vergessen habe oder jemand noch weitere Informationen möchte, freue ich mich über jede Rückmeldung.

Im Internet ist das Hotel hier zu finden: www.kalitheamare.gr
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22 Bewertungen, 2 Kommentare

  • bluesearose

    10.02.2005, 18:32 Uhr von bluesearose
    Bewertung: sehr hilfreich

    Wir waren im Sommer 2004 zu viert in diesem Hotel. In dem Testbericht von aimnrt steht wirklich alles super beschrieben!!! Auf unseren Urlaub bezogen ist zu sagen das wir zwei Doppelzimmer hatten die leider sehr weit auseinander lagen. Eins lag im Haup

  • lilly

    23.08.2004, 22:25 Uhr von lilly
    Bewertung: sehr hilfreich

    Sehr schöner und umfangreicher Bericht! LG, Steffi