Hunde Allgemein Testbericht




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Erfahrungsbericht von TwinmamaSK
Hunde die beißen, bellen nicht!!!
Pro:
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Kontra:
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Empfehlung:
Nein
Selbst die Vorstellung lässt ein jeden einen eisigen Schauer über den Rücken laufen. Dieser Bericht ist nichts für sensible!!!
Das Thema welches für uns im November 2003 plötzlich aktuell wurde ist "wenn der Hund zu beißt".
Müttern geht es meistens so, wenn man könnte möchte man seinem Kind jedes Leiden, jeden Schmerz ersparen. Man ermahnt stets zur Vorsichtigkeit und zum Gehorsam. Was aber was ist, wenn das Kind alles Richtig macht, und trotzdem alles falsch läuft.
Es war an einem Novemberfreitag 2003, einer derer Tage wo einem die Zeit einfach so weg läuft. Hier noch schnell ein Telefonat, hier nochmal eine Mail, schnell noch dies, schnell noch das, und dann die Erleuchtung, huch, es ist schon Dunkel.
Mein Großer, damals knappe 6 Jahre alt, war immer Draußen zum Spielen mit seinen Freunden. Da wir etwas außerhalb wohnen und es keine Straßenlaternen bei uns gibt, sollen die Kinder eigentlich sobald es Dunkel wird rein gehen. Gerne auch zusammen, egal bei wem.
Die Familie wo er gespielt hat kennen wir gut, es ist ein Landwirt mit vielen Kindern, jeder schaut nach jedem nur rein wollten sie an diesem Tag aber nicht, lieber noch etwas auf dem Hof draußen spielen, klettern.
Auf dem Hof standen Paletten mit Pflastersteinen und alle Kinder hatten striktes Verbot darauf zu klettern, und eigentlich wurde das auch immer eingehalten.
Die Familie hatte auch einen Hund, der aber leider nicht die beste Erziehung genossen hat, und deswegen auch Regelmäßig eingesperrt wurde.
Ich persönlich halte diese Art Erziehungsfehler zu korrigieren für falsch, aber es ist ja nicht mein Hund.
Wie schon gesagt, die Kinder spielten noch und nutzen noch die letzten gemeinsamen Minuten mit einem ausgiebigen und fröhlichen Laufspiel.
Plötzlich tauchte dieser Hund auf und warf meinen Sohn vorne über und verbiss sich im seinem Kopf. Instinktiv schützte mein Sohn mit den Händen seinen Nacken und begann zu schreien. Vollends damit beschäftigt den Hund wieder einzufangen hat niemand mitbekommen, was wirklich geschehen war und mein Sohn von der Angst getrieben, machte sich blutend und schreiend auf den Weg nach Hause um sich wie immer von Mama trösten zu lassen. Ihm war ebenfalls nicht im geringsten bewusst was geschehen war.
So kam er dann schreiend an, ich sah nur noch Blut an Kopf, Gesicht, Hände, Jacke.
Aufgrund meiner medizinischen Ausbildung wüsste ich das Kopfverletzungen immer sehr dramatisch wirken. Ich war fest der Meinung, das die Kinder verbotener weise auf den Paletten geklettert haben und er ungeschickter weise runter gefallen ist und sich eine Kopfplatzwunde zugezogen hatte. Auch nur diese Unwissenheit lies mich hier eine ausgesprochen routinierte Ruhe bewahren.
Da ich gerade Leinenhandtücher gebügelt hatte, holte ich ein paar und umwickelte damit den Kopf. Wir ließen uns schnellst möglichst von meinem Schwiegervater ins KKH Husum fahren, wo wir direkt in der Notaufnahme versorgt wurden.
Auf der Fahrt ins KKH versuchte ich meinen Sohn mit kleinen Gesprächen zu beruhigen und abzulenken und so kam auf einmal raus, das er nicht wie ich an nahm gefallen war, sondern, das er vom Hund verbissen wurde.
Es traf mich wie ein Schlag, man hat ja schon viel davon gehört, aber hier in unserer idyllischen Aussiedlung wo jeder, jeden kennt. Jeder, jedem vertraut, das durfte nicht war sein.
In der Notaufnahme wurde dann das ganze schreckliche Ausmaß der Verletzung sichtbar. Gott sei dank, hat der Hund nicht wirklich zugebissen, sondern ist nur mit den scharfen Reisszähnen über den Schädel geschrammt, so das "nur" 5 große und 3 kleine Risswunden entstanden sind.
Diese wurden ambulant und so gut wie ohne Betäubung versorgt.
Eine Narkose wurde nicht zur Behandlung eingeleitet, weil das Ausmaß der Verletzungen erst nach und nach zu Tage kam.
Mein tapferer Krieger, er hat alles ertragen ohne großes Geschrei. Als Belohnung gab es nach der 2 stündigen Behandlung einen Tapferkeitslöwen und da ich ihn zu Hause adäquat versorgen konnte, konnte die Ärztin seinem Wunsch auch entsprechen zu Hause bei Mama im Bett zu schlafen.
Das schwerste bestand mir ja noch bevor. Mit Beweisfotos und einer gewissen portion Wut im Bauch "bewaffnet" besuchte ich am selben Abend noch unsere Nachbarn. Keiner von denen hatte wirklich mitbekommen was geschehen war, die Kinder nicht weil sie sich auf den Hund fixiert hatten und die Eltern nicht, weil sie zum melken im Stall waren.
Irgendwie endete das alles mit vielen Tränen, denn es tat ja allen Leid, aber keiner konnte das geschehene Rückgängig machen. Es musste eine Lösung her.
Nein ich bin kein Hundehasser, auch heute nicht, meiner Meinung nach ist das wilde Tier am anderen Ende von Halsband und Leine, aber ein Hund der auf solch brutale und hinterhältige Weise ohne ersichtlichen Grund zubeißt, hat nicht das Recht weiterzuleben. Und so kam auch schnell das wen auch traurige Einsehen, das der Hund weg müsse. Es hat seine letzte Ruhe gefunden.
Mein Sohn hatte alle Schutzengel über sich versammelt und sie haben so gut sie konnten ihre schützenden Hände über ihn gehalten. Er erholte sich schnell, schon am Montag wollte er die Schule wieder besuchen und nach 10 Tagen konnten die Fäden ohne jegliche Entzündungszeichen wieder gezogen werden.
Tja, die Angst vor Hunden war dann das andere Thema, dafür gab es wohl keine Medizin, oder vielleicht doch???
Was ich ja noch nicht erwähnt habe ist, das wir selbst einen Hund haben, eigentlich der beste Freund von meinem Sohn. Bernie unser Berner Sennen - Labradormischling, er war da 2 Jahre alt.
Als wir wieder zu Hause waren aus dem KKH versuchte ich den Hund immer von meinem Sohn fern zuhalten, um ihm nicht unnötig Angst zu machen, ich dachte das sei das Beste so.
Als mein Sohn dann mitten in der Nacht starken Hunger und Durst verspürte, war ja auch klar, er hatte ja kein Abendbrot gehabt, saß ich mit ihm in der Küche als Bernie sich Pfote für Pfote an schlich.
Irgendwie hatte ich das Gefühl das er spürte was geschehen war und die Ehre der Hunde mit seinem sehr ruhigen und unterwürfigen Verhalten retten wollte.
Mein Sohn blickte auf Bernie, überlegte kurz und sagte: "Komm her Bernie, Du tust so was ja nicht." Mir standen die Augen voll Wasser, so was hätte ich mir nicht in meinen kühnsten Träumen ausgemalt.
Bernie ließ sich nicht 2x bitten und legte seinen Kopf ganz ruhig auf den Schoss meines Sohnes und wartete ab was kommen sollte.
Es war ein schönes Bild das so zu sehen, da ich schon mit einer lebenslangen Angst vor Hunden gerechnet hatte.
Nein, das Thema war nicht schon an diesem Tag gegessen, aber die heilige Ruhe und Geborgenheit war zumindest in unserem Haus wieder hergestellt.
Außerhalb war es dann schon etwas schwieriger, ich hatte ihm zwar gesagt, da der Hund weg sei und ihm nie wieder was tun könne, aber da auf dem Anwesen noch ein 2. Hund war, der sehr bellfreudig war, konnte er einfach dem Frieden nicht trauen.
Seine Freunde waren wahre Freunde, sie kamen Monate lang ausschließlich bei uns zum Spielen, da mein Sohn das Grundstück nicht verlassen wollte.
Als dann endlich der Frühling kam, kam auch die "Reiselust" wieder. Der Schulbus hielt wieder beim Nachbarn, das Fahrrad fahren machte wieder Spaß und er bewegte sich wieder frei in der Nachbarschaft zum spielen.
Das machte mich sehr glücklich und es beweist mal wieder das gute Freunde ob Mensch oder Tier das wichtigste sind und ein Leben nachhaltig beeinflussen können.
Heute lebt mein Sohn ganz unbeschwert und geht auch ohne Furcht mit fremden Hunden um. Und ich bin der festen Überzeugung das wir diesen Umstand unseren "Therapiehund" Bernie zu verdanken haben.
Mit einem gewissen Abstand kann ich sagen, das der Fehler in diesem Fall nicht beim Tier lag, sondern an der mangelnden Aufmerksamkeit die ihm zuteil wurde. Er hat nicht beißen wollen, er hat nur nie gelernt seine Kräfte einzuschätzen. Denn wenn er wirklich hätte beißen wollen, dann hätte das ganze schon ganz anders ausgesehen. in diesem Fall handelte es sich nämlich um einen Rottweilermischling.
Wer sich ein Hund egal welche Rasse, welche Größe anschafft, sollte sich seiner Verantwortung bewusst sein, denn man hat auch hier eine Erziehungs- und Aufmerksamkeitspflicht.
In diesem Sinne, ich danke fürs lesen dieses Berichtes, den ich verfasst habe um mir das mal von der Seele zu schreiben. Ich freue mich schon auf viele Kommentare und rege einen Meinungsaustausch und Diskussionen an.
Eure TwinmamaSK
25 Bewertungen, 14 Kommentare
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28.11.2005, 13:40 Uhr von marti22
Bewertung: sehr hilfreichLG Tina
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22.11.2005, 19:33 Uhr von sape26
Bewertung: sehr hilfreichtoller Bericht!lg,Sandra
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02.11.2005, 07:40 Uhr von dealer903
Bewertung: sehr hilfreichsh was sonst
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30.10.2005, 17:18 Uhr von GilbertArenas0
Bewertung: sehr hilfreichsssssssssh, würd mich sehr freuen , wenn du bei mir vorbeischaust
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28.10.2005, 18:09 Uhr von Mamafabian
Bewertung: sehr hilfreichich hatte insgesamt 3 Hunde in 22 Jahren, aber seit 5 Jahren leider keinen mehr.
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28.10.2005, 12:40 Uhr von NancyNoack
Bewertung: sehr hilfreichPrima Bericht
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28.10.2005, 04:25 Uhr von diana75
Bewertung: sehr hilfreichauch hier bekommst du von mir ein sh. <br/>LG diana75
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28.10.2005, 00:13 Uhr von Baby1
Bewertung: sehr hilfreichAuch wieder ein sh, denn der bericht ist wirklich super gut und auch ich schließ mich Maria an, da ich ja auch einen Hund habe. Ganz klasse geschrieben, Kann man nicht anders sagen. LG Anita
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27.10.2005, 13:47 Uhr von Flute
Bewertung: sehr hilfreichMeine Eltern haben auch so eine Zeitbombe zu Hause. Den haben sie schon verzogen aus einem Tierheim geholt, eine absolute Mistkrücke und selbst können sie auch keinen Hund erziehen, das sieht bei denen anders herum aus. Der Köter macht mit ihnen was er wil
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27.10.2005, 11:35 Uhr von redwomen
Bewertung: sehr hilfreichHallo, mit großer Interesse habe ich deinen Bericht gelesen. Da ich selbst Hundebesitzerin bin war das klar. Also, wie du selbst schreibst, sind meist nicht die Hunde schuld, sondern die "Zweibeiner" die die Hunde erziehen, oder erziehen wollen ?
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27.10.2005, 11:13 Uhr von Nightmare
Bewertung: sehr hilfreichEin sehr guter Bericht , dafür ein SH :O) <br/>Der Weg zum Yopiforum: http://www.toolia3.de/sbb/sbb.cgi?b=yopiforum
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27.10.2005, 10:14 Uhr von Fernsteuerung
Bewertung: sehr hilfreichEs ist immer der verantwortungsbewußte Hundebesitzer, manche haben kein Verantwortungsbewußtsein, die aus dem Hund das machen, was er ist - gerade in der heutigen Zeit. Ein Hund ist immer das, was der Besitzer aus ihm macht. Lieben Gruß, Fernsteuerung.
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27.10.2005, 06:44 Uhr von gitty_goes_shopping
Bewertung: sehr hilfreichWas auch nicht gut zusammengeht, sind sauteure Kinderschühchen mit ekliger HUNDEKACKE vom Strassenrand!
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27.10.2005, 04:28 Uhr von Wolfpack84
Bewertung: sehr hilfreichalso ich find den bericht einfach klasse!
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