Hunde Allgemein Testbericht




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Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
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Erfahrungsbericht von ladaci
Urlaub auf vier Pfoten
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Mein Hilfebericht zu \"Hundepensionen\".
Man(n) muß überhaupt nichts. Das einzige, was man muß ist sterben und zum Bund.
Als der mich rief, stand ich nicht nur vor der Entscheidung, OB ich gehe, sondern auch WIE ich gehe. Schließlich ist man ja einige Zeit nicht Zuhause und will trotzdem alles geregelt wissen. Insbesondere bei meinem Hund stand ich vor einer Gewissensfrage. Meine Laica ist sehr menschenbezogen und zeit ihres Lebens an eine warme Wohnung mit eigenem Hundesessel gewöhnt. Soll ich sie während dieser Zeit jemanden überlassen ? Nein, mein Vertrauen in Menschen ist nicht so stark ausgeprägt, wie das in Tiere. Wie verträgt sie den Aufenthalt in einer Tierpension ? Ehrlich gesagt, ich hatte keine Ahnung, wie sie das vertragen würde, als ich sie abgab.
Warum überhaupt in eine Pension ?
---------------------------------
Dafür gibt es sicher eine Menge Gründe und eins haben fast alle gemeinsam: Herrchen (oder Frauchen) hat etwas zu tun, wo der Vierbeiner nicht mit darf. Sei es Urlaub, Bund, Krankenhausaufenthalt oder die Zeit während eines Umzuges. Sicher ist, daß Hunde nicht alle gleich sind und deshalb auch verschieden auf den Aufenthalt in einer solchen Pension reagieren.
Was erwartet den Hund in einer guten Pension ?
----------------------------------------------
Ganz wichtig ist es, vorher zu prüfen, wie das Umfeld beschaffen ist, in denen sich der beste Freund eine gewisse Zeit aufhalten soll. Dabei sollte man besonders auf folgende Punkte achten
- 1. artgerechte, aber individuelle Haltung
- 2. Futterqualität
- 3. räumliche Umgebung
- 4. Unterhaltung
- 5. ganz zuletzt der Preis
Darauf möchte ich im einzelnen eingehen.
1. Artgerechte Haltung hört man in diesem Zusammenhang immer zuerst. Aber mal ehrlich, wer weis schon, wie die genau aussieht ? Als erstes braucht der Hund natürlich eine würdige Behausung, die auch ausreichend groß ist. Für einen Hund in Schäferhundgröße z.B. schreibt der Tierschutz einen Zwinger von mindestens 9 m2 vor. Je quadratischer, desto besser. Aber nicht nur die nüchternen Vorschriften sind ausschlaggebend. Vor allem die individuellen Bedürfnisse und Angewohnheiten des Hundes sind von enormer Wichtigkeit - schließlich will sich \"Bello\" ja auch wohl fühlen. So hat Laica zur Eingewöhnung in einem Raum mit Fußbodenheizung geschlafen, von dem aus sie junge Ziegen beobachten konnte. So hatte sie es warm wie Zuhause und langweilig wurde das auch nicht. Am Ende ihres Aufenthaltes hatte sie sogar einen Schutzinstinkt für die Zicklein entwickelt.
2. Die Auswahl der Futterqualität ist eine Gratwanderung. Sie schwankt zwischen \"nur das Beste für meinen Besten\" und \"nur nicht zu übertrieben\". Das hängt stark vom Charakter des Hundes ab. Habe ich einen wählerischen Hund, muß ich natürlich weiterhin auf sein Lieblingsfutter bestehen. Ist er weniger anspruchsvoll, wird es aber auch nicht einfacher. Natürlich könnte man auf das einfachste Futter zurückgreifen und gut ist, aber dann kommt der Gedanke auf, daß der Hund Entbehrungen genug hat und somit mit besonderen Futter belohnt werden sollte. Das ist auch meine persönliche Meinung, allerdings muß man vorher abschätzen, ob der Hund nach dem Aufenthalt wieder zu seinem alten Futter zurückfindet, oder ob wir uns gerade den Hund wählerisch erziehen. Eine Entscheidung, bei der der Betreiber einer ordentlichen Pension beratend zur Seite stehen sollte.
3. Fast genauso wichtig und kompliziert ist die räumliche Umgebung. Dabei ist zu bedenken, daß der Hund ja in gewisser Weise auch Urlaub macht und daher auch etwas besonderes oder sonst eher seltenes erleben sollte. Wichtig hierbei ist der Kontakt zu Artgenossen, oder wenn es das Verhalten des Hundes zuläßt auch zu anderen Tieren.
4. In das vorige Thema geht fließend der Faktor Unterhaltung ein. Hunde sind wie ihre Vorfahren soziale Rudeltiere, die mit wenigen Ausnahmen den Kontakt zu anderen Hunden suchen und brauchen. Der Pensionsbetreiber sollte genügend Erfahrungen im Umgang mit Tieren besitzen, um entscheiden zu können, welche Hunde er zusammenkommen lassen kann, ohne daß sie sich gegenseitig verletzen. Hat er ein Pärchen oder Grüppchen gefunden, die miteinander auskommen, sollte der Hund mehrmals täglich einige Stunden die Gelegenheit zum gemeinsamen Spiel bekommen. Das muß nicht unbedingt separat geschehen und kann mit den Gassirunden verbunden werden. Manche Hunde lieben das Wasser besonders. Auch die sollten auf ihre Kosten kommen können.
5. Wie bei jedem Produkt und jeder Dienstleistung sind auch hier Preisunterschiede bemerkbar. Vergleichen kann ich den Preis nur mit einer Nacht im Tierheim. Laica hatte mal eine Phase, in der sie ihre Umgebung intensiv und vor allem allein erforschen wollte. Dabei wurde sie mehrmals von der Feuerwehr eingefangen und ins Tierheim gebracht. Der Aufenthalt für eine Nacht OHNE FUTTER kostete mich jedesmal 9 €uro. Dafür hatte man sich dann immer eine Rede der \"Pfleger\" anhören dürfen und Laica im Anschluß zu waschen, weil sie nach tausend verschiedenen Hunden gestunken hat. Normal scheinen mir Preise zwischen 7 und 9 €uro pro Tag Vollpension. Aufgrund der Tatsache, daß ich zuvor unwissentlich der Betreiberin von Laica´s Tierpension geholfen hatte und wir uns daher schon kannten und weil meine bessere Hälfte 2 der Gassirunden übernahm, bekam ich einen Sonderpreis für die 9 Monate Bund, der mit dem Wehrsold bezahlbar blieb.
Fazit:
So genannte Hundehotels oder ähnliches, in dem sich Hunde über einen beheizten Salzwasserpool und anderen Schicki-Micki-Quatsch freuen sollen, sind weder artgerecht noch in irgendeiner Weise dem Tier zuträglich. Diese Kosten auch im 20 €uro-Bereich pro Übernachtung in Vollpension.
Ich sehe eine Tierpension unter Berücksichtigung der oben angegebenen Punkte als eine gute Alternative an, wenn es wirklich gar nicht anders geht, doch bleibt es für mich ein Rätsel, wie man seinen Hund, den man doch normalerweise liebt, weggeben kann, weil er anstrengend wird. Wenn man den Aufenthalt des vierbeinigen Familienmitglieds in einer Pension plant, sollte man die selbe Sorgfalt walten lassen, wie bei der eigenen Urlaubsplanung. Aus Sicht des Hundes ist es ja nichts anderes. Je genauer und hinterfragender man dabei zu Werke geht, desto wohler fühlt sich der Hund.
Hunde sind nicht dumm - und wenn ihnen der Aufenthalt überhaupt nicht gefallen hat, werden sie dem Menschen schon ihre Meinung darüber begreiflich machen. ;-)
Ich kann die Tierpension, die Laica besuchte wirklich nur hochlobend empfehlen. Sie befindet sich im ländlichen Teil Dresdens. Gerne verschicke ich die Adresse und Telefonnummer per Mail, will sie aber nicht hier veröffentlichen.
Bis zum nächsten Bericht - WUFF !
EUER LADACI [email protected]
Man(n) muß überhaupt nichts. Das einzige, was man muß ist sterben und zum Bund.
Als der mich rief, stand ich nicht nur vor der Entscheidung, OB ich gehe, sondern auch WIE ich gehe. Schließlich ist man ja einige Zeit nicht Zuhause und will trotzdem alles geregelt wissen. Insbesondere bei meinem Hund stand ich vor einer Gewissensfrage. Meine Laica ist sehr menschenbezogen und zeit ihres Lebens an eine warme Wohnung mit eigenem Hundesessel gewöhnt. Soll ich sie während dieser Zeit jemanden überlassen ? Nein, mein Vertrauen in Menschen ist nicht so stark ausgeprägt, wie das in Tiere. Wie verträgt sie den Aufenthalt in einer Tierpension ? Ehrlich gesagt, ich hatte keine Ahnung, wie sie das vertragen würde, als ich sie abgab.
Warum überhaupt in eine Pension ?
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Dafür gibt es sicher eine Menge Gründe und eins haben fast alle gemeinsam: Herrchen (oder Frauchen) hat etwas zu tun, wo der Vierbeiner nicht mit darf. Sei es Urlaub, Bund, Krankenhausaufenthalt oder die Zeit während eines Umzuges. Sicher ist, daß Hunde nicht alle gleich sind und deshalb auch verschieden auf den Aufenthalt in einer solchen Pension reagieren.
Was erwartet den Hund in einer guten Pension ?
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Ganz wichtig ist es, vorher zu prüfen, wie das Umfeld beschaffen ist, in denen sich der beste Freund eine gewisse Zeit aufhalten soll. Dabei sollte man besonders auf folgende Punkte achten
- 1. artgerechte, aber individuelle Haltung
- 2. Futterqualität
- 3. räumliche Umgebung
- 4. Unterhaltung
- 5. ganz zuletzt der Preis
Darauf möchte ich im einzelnen eingehen.
1. Artgerechte Haltung hört man in diesem Zusammenhang immer zuerst. Aber mal ehrlich, wer weis schon, wie die genau aussieht ? Als erstes braucht der Hund natürlich eine würdige Behausung, die auch ausreichend groß ist. Für einen Hund in Schäferhundgröße z.B. schreibt der Tierschutz einen Zwinger von mindestens 9 m2 vor. Je quadratischer, desto besser. Aber nicht nur die nüchternen Vorschriften sind ausschlaggebend. Vor allem die individuellen Bedürfnisse und Angewohnheiten des Hundes sind von enormer Wichtigkeit - schließlich will sich \"Bello\" ja auch wohl fühlen. So hat Laica zur Eingewöhnung in einem Raum mit Fußbodenheizung geschlafen, von dem aus sie junge Ziegen beobachten konnte. So hatte sie es warm wie Zuhause und langweilig wurde das auch nicht. Am Ende ihres Aufenthaltes hatte sie sogar einen Schutzinstinkt für die Zicklein entwickelt.
2. Die Auswahl der Futterqualität ist eine Gratwanderung. Sie schwankt zwischen \"nur das Beste für meinen Besten\" und \"nur nicht zu übertrieben\". Das hängt stark vom Charakter des Hundes ab. Habe ich einen wählerischen Hund, muß ich natürlich weiterhin auf sein Lieblingsfutter bestehen. Ist er weniger anspruchsvoll, wird es aber auch nicht einfacher. Natürlich könnte man auf das einfachste Futter zurückgreifen und gut ist, aber dann kommt der Gedanke auf, daß der Hund Entbehrungen genug hat und somit mit besonderen Futter belohnt werden sollte. Das ist auch meine persönliche Meinung, allerdings muß man vorher abschätzen, ob der Hund nach dem Aufenthalt wieder zu seinem alten Futter zurückfindet, oder ob wir uns gerade den Hund wählerisch erziehen. Eine Entscheidung, bei der der Betreiber einer ordentlichen Pension beratend zur Seite stehen sollte.
3. Fast genauso wichtig und kompliziert ist die räumliche Umgebung. Dabei ist zu bedenken, daß der Hund ja in gewisser Weise auch Urlaub macht und daher auch etwas besonderes oder sonst eher seltenes erleben sollte. Wichtig hierbei ist der Kontakt zu Artgenossen, oder wenn es das Verhalten des Hundes zuläßt auch zu anderen Tieren.
4. In das vorige Thema geht fließend der Faktor Unterhaltung ein. Hunde sind wie ihre Vorfahren soziale Rudeltiere, die mit wenigen Ausnahmen den Kontakt zu anderen Hunden suchen und brauchen. Der Pensionsbetreiber sollte genügend Erfahrungen im Umgang mit Tieren besitzen, um entscheiden zu können, welche Hunde er zusammenkommen lassen kann, ohne daß sie sich gegenseitig verletzen. Hat er ein Pärchen oder Grüppchen gefunden, die miteinander auskommen, sollte der Hund mehrmals täglich einige Stunden die Gelegenheit zum gemeinsamen Spiel bekommen. Das muß nicht unbedingt separat geschehen und kann mit den Gassirunden verbunden werden. Manche Hunde lieben das Wasser besonders. Auch die sollten auf ihre Kosten kommen können.
5. Wie bei jedem Produkt und jeder Dienstleistung sind auch hier Preisunterschiede bemerkbar. Vergleichen kann ich den Preis nur mit einer Nacht im Tierheim. Laica hatte mal eine Phase, in der sie ihre Umgebung intensiv und vor allem allein erforschen wollte. Dabei wurde sie mehrmals von der Feuerwehr eingefangen und ins Tierheim gebracht. Der Aufenthalt für eine Nacht OHNE FUTTER kostete mich jedesmal 9 €uro. Dafür hatte man sich dann immer eine Rede der \"Pfleger\" anhören dürfen und Laica im Anschluß zu waschen, weil sie nach tausend verschiedenen Hunden gestunken hat. Normal scheinen mir Preise zwischen 7 und 9 €uro pro Tag Vollpension. Aufgrund der Tatsache, daß ich zuvor unwissentlich der Betreiberin von Laica´s Tierpension geholfen hatte und wir uns daher schon kannten und weil meine bessere Hälfte 2 der Gassirunden übernahm, bekam ich einen Sonderpreis für die 9 Monate Bund, der mit dem Wehrsold bezahlbar blieb.
Fazit:
So genannte Hundehotels oder ähnliches, in dem sich Hunde über einen beheizten Salzwasserpool und anderen Schicki-Micki-Quatsch freuen sollen, sind weder artgerecht noch in irgendeiner Weise dem Tier zuträglich. Diese Kosten auch im 20 €uro-Bereich pro Übernachtung in Vollpension.
Ich sehe eine Tierpension unter Berücksichtigung der oben angegebenen Punkte als eine gute Alternative an, wenn es wirklich gar nicht anders geht, doch bleibt es für mich ein Rätsel, wie man seinen Hund, den man doch normalerweise liebt, weggeben kann, weil er anstrengend wird. Wenn man den Aufenthalt des vierbeinigen Familienmitglieds in einer Pension plant, sollte man die selbe Sorgfalt walten lassen, wie bei der eigenen Urlaubsplanung. Aus Sicht des Hundes ist es ja nichts anderes. Je genauer und hinterfragender man dabei zu Werke geht, desto wohler fühlt sich der Hund.
Hunde sind nicht dumm - und wenn ihnen der Aufenthalt überhaupt nicht gefallen hat, werden sie dem Menschen schon ihre Meinung darüber begreiflich machen. ;-)
Ich kann die Tierpension, die Laica besuchte wirklich nur hochlobend empfehlen. Sie befindet sich im ländlichen Teil Dresdens. Gerne verschicke ich die Adresse und Telefonnummer per Mail, will sie aber nicht hier veröffentlichen.
Bis zum nächsten Bericht - WUFF !
EUER LADACI [email protected]
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