Hunde Allgemein Testbericht

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Erfahrungsbericht von Skurie

Tipps zur Hundehaltung

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Hallo liebe User!!
Da ich jetzt schon seit Frühling 1996 ehrenamtlich in Tierheimen bei der Pflege der Hunde (soweit ich kann) mithelfe, möchte ich jetzt ein wenig Infos zu Hunden geben. Ich habe die verschiedensten Hunde kennen gelernt. Allgemein empfinde ich alle Tiere im Tierheim, mit schlechter Haltung und streunädernde Tiere als Lebewesen, die unsere Hilfe brauchen (mal mehr, mal weniger). Da ich halt mit Hunden zu tun hatte und habe, schreibe ich halt über Hunde.

Jetzt aber ein paar Sätze über Hunde allgemein:

Jeder, der sich einen Hund halten will, sollte sich bewusst machen, dass er Verantwortung für ein Lebewesen übernimmt. Dieses Lebewesen ist komplett von uns abhängig.
Alle Tiere brauchen Aufmerksamkeit, Pflege, Fürsorge, Opferbereitschaft und Geduld.
Auch hier sollte sich deshalb jeder Hundeliebhaber vor der „Anschaffung“ folgende Fragen stellen:
- Kann ich dem Hund genügend Auslauf in meiner Umgebung bieten?
- Habe ich genügend Zeit und Geduld für einen Hund?
- Wohne ich in einer Mietwohnung: Sind dort Hunde erlaubt (Hundehaltung in der Wohnung)?
- Kann ich mir einen Hund finanziell leisten? Schließlich muss Geld für Futter, Steuern und Tierarzt aufgebracht werden!!!
- Kann ich in vielleicht 10 Jahren noch genauso gut für meinen Hund sorgen?
- Sind alle Mitbewohner des Haushaltes mit einem Hund einverstanden?
- Welche Rasse soll es sein? Dies ist zu überlegen, da sich nicht jeder Hund für jeden eignet. Jeder Hund ist im Charakter verschieden.

Bei nur einer Nein – Antwort sollte man lieber, im Interesse des Tieres, auf einen Hund verzichten. Schließlich gibt es ja noch andere Möglichkeiten um sich um einen Hund zu kümmern.
Ich zum Beispiel habe nicht die Zeit und den Platz für einen Hund (momentan). Deshalb gehe ich ins Tierheim und helfe dort bei der Pflege und dem Ausführen der Hunde.
Ich habe noch bis zum 31.07.2001eine 60 Stunden Woche: 30 Stunden arbeiten, 20 Stunden Berufsschule für meine zweite Ausbildung und mindestens einmal die Woche eine Nachtbereitschaft á 8 Stunden. (So ist halt die Arbeit in einem Kinderheim)
Wer sich aber einen Hund halten kann, wird viel Spass und Freude mit dem Tier haben.

Abstammung: Der Hund ist wahrscheinlich das erste Haustier der Menschen und stammt vom Wolf ab. Seit etwa 150 Jahren werden Hunde in Deutschland gezüchtet. Annahmen, dass der Hund mit dem Schakal und dem Fuchs verwandt wäre und ein direkter Nachfahre eines noch unbekannten, schon lange ausgestorbenen Wildhundes wäre, sind nicht bestätigt.

Haltung: An materiellen Dingen benötigen Hunde einen Fressnapf, eine Wasserschale, einen Schlafkorb (oder Schlafdecke mit einem festen Schlafplatz), eine Haarbürste, ein Halsband eine Leine und Spielzeug.

Der Schlafplatz sollte ungestört, zugfrei und leicht zu reinigen sein. Der Hund sollte wegen eventuellen Erkältungskrankheiten als Folge auf keinen Fall ständig auf dem Steinboden liegen.

Beim Baden sollte der Hund, wenn er stark verschmutzt ist, mit einem milden Spezialshampoo gesäubert werden. Jeder Bade- / Duschvorgang entfettet die Hundehaare und lässt sie so schneller wieder Dreck aufnehmen.
Hauterkrankungen sind dann meist Folgeerscheinungen.
Auch das ständige Tragen von Hundekleidung / -schuhen ist schädlich.

Auslauf: Der Hund ist ein Lauftier, verspürt immer den Drang herumzurennen, benötigt viel Bewegung während des Spaziergangs und sollte täglich mindestens einmal herumtoben können.
Wegen seiner „Geschäfte“ sollte ein Hund etwa viermal täglich ausgeführt werden. Zusätzlich sollte man dann dem Tier die Zeit zum Schnuppern und zur Markierung seines Reviers geben.
Man sollte auch darauf achten, wo sein Hund das „Geschäft“ verrichtet. Das heißt: Bitte nicht auf Kinderspielplätzen und so weiter, da dies unhygienisch ist und auch ein Ärgernis für Mitmenschen darstellt. Falls es doch mal passiert, kann man das große „Geschäft“ mit einer Plastiktüte oder Tempos aufheben und in den nächsten Mülleimer einwerfen.

Ernährung: Der Hund benötigt ein auf seine Bedürfnisse abgestimmtes Futter. Wie viel ein Hund an Futter benötigt, ist abhängig vom Energiebedarf des Hundes und nach seinem Körpergewicht. Ein lebhafter Hund mit viel Bewegung braucht mehr Futter als ein ruhiger Hund mit wenig Bewegung. Als sogenannte Faustregel gilt:

Bei 4 kg Körpergewicht: etwa 1470 kj Bedarf pro Tag
Bei 7 kg Körpergewicht: etwa 2240 kj Bedarf pro Tag
Bei 10 kg Körpergewicht: etwa 2925 kj Bedarf pro Tag
Bei 17 kg Körpergewicht: etwa 4355 kj Bedarf pro Tag
Bei 25 kg Körpergewicht: etwa 5815 kj Bedarf pro Tag
Bei 30 kg Körpergewicht: etwa 6670 kj Bedarf pro Tag
Bei 40 kg Körpergewicht: etwa 8270 kj Bedarf pro Tag

Der Hund sollte zum Beispiel keine Süßigkeiten bekommen. Gemüse kann im gekochten Zustand immer mal wieder beigefügt werden.
Wer keine Fehler machen will, gibt entweder Fertigfutter aus dem Handel oder erkundigt sich beim Tierarzt. Ein Tierarzt gibt gerne und genaue Auskunft.
Das Wasser sollte stets frisch sein.
Wenn Welpen nicht mehr von der Mutter gesäugt werden (ich glaube ab dem 35. Tag – bin mir aber hier nicht sicher), sollten sie 4 Mahlzeiten bekommen.
Ein einjähriger Hund bekommt nur noch 2 bis 3 Mahlzeiten.

Erziehung des Hundes: Die Erziehung halte ich bei den Hunden für sehr wichtig. Kommandos wie „SITZ“, „PLATZ“, „HIER“, und „BEI FUß“ sollten dem Hund bekannt sein, damit er sich nicht unnötig in Lebensgefahr (z.B. Straßenverkehr oder Belästigung anderer Menschen) begibt.
Lob und Bestrafung sollten direkt während einer nach einer Tat erfolgen, da der Hund kein Lob und Strafe versteht, wenn der zeitliche Zusammenhang verloren geht.
Also, geht ein Hund mal Stiften, sollten man ihn loben, wenn er wieder da ist, da er das Lob mit der Rückkehr dann in Verbindung bringt.

Bitte: SCHLAGEN darf man den Hund NIE!!!!!
Der Hund ist ein sehr sensibles Wesen, der die Umgebung sehr gut beobachtet und seine Stimmungen in Gebärden und Lauten äußert.

Tierarzt: Nicht nur, wenn der Hund geimpft werden muss, sollte er zum Tierarzt, sondern auch, wenn er entwurmt werden muss oder bei sonstigen auffälligen Veränderungen, wie z.B.:
- Abgeschlagenheit, schnelle Ermüdung,
- Futterverweigerung,
- Auffallendend großer Durst,
- Häufiges Erbrechen,
- Ständiger Durchfall,
- Husten (mit oder ohne Übergeben),
- Auffallend kurze, tiefe, kurze oder langsame Atemzüge,
- Stöhnen, Wimmern, Schreien,
- Deutliche Vergrößerung des Bauchumfanges (wenn eine Trächtigkeit ausgeschlossen ist),
- Haarausfall,
- Hautveränderungen,
- Krämpfe, Muskelzucken,
- Ohnmacht sowie
- Augen- und Nasenausfluss.

Dies sind natürlich nur ganz wenige Angaben über Krankheitssymptome. Genauere Angaben kann man in Fachbüchern nachschlagen oder beim Tierarzt erfragen. Ich habe in diesem Bereich nicht genügende Kenntnisse. Sollte ein Anzeichen auftreten, bitte sofort den Tierarzt aufsuchen.

So, dass war es mal für das Erste. Demnächst werden ich noch ein paar Berichte über Hunderassen verfassen.
Man (n und Frau) liest sich.
Gruß Skurie

PS: Ich habe auch noch zusätzlich etwas im Netzt nach Infos gestöbert und versucht diese mit einzubinden.

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