Hunde Allgemein Testbericht

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Erfahrungsbericht von wilma

Basiserziehung bei Hunden

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

So, jetzt hat man also den Welpen im Haus...

Was jetzt?

Sofort mit der Erziehung beginnen!!!!

Man zeigt dem Hund sein neues Revier, seinen Schlafplatz, wo es Futter und Wasser gibt.

Anfangs muß man den jungen Hund so viel wie möglich im Auge haben, damit man seine Unarten sofort abstellen kann. Ich finde es unumgänglich, daß man die ersten zwei Wochen Urlaub nimmt, falls nicht ohnehin ein Familienmitglied permanent zu Hause ist. Auch sollte man zum Wohl der eigenen Wohnung in dieser Zeit auf Theater- oder Kinobesuche verzichten.

Eines ist ganz besonders Wichtig: Immer sofort nach dem Fressen, oder wenn der junge Hund aufwacht, bringt man ihn sofort ins Freie (am Anfang trägt man ihn besser, sonst schafft er es womöglich nicht mehr bis er draußen ist). Konditioniert Euren Hund auf ein bestimmtes Wort (z.B. Lacki machen) - das hilft später mal enorm, wenn man es vielleicht mal eilig hat. Nachdem der Hund im Freien sein kleines oder großes Geschäft verrichtet hat, muß man ihn überschwenglich loben und ev. auch ein Leckerchen geben. Dementsprechend bekommt der Hund, wenns mal doch in der Wohnung passiert ist, ein böses Pfui (bitte nicht die Nase in die Pisse tauchen) und wird sofort hinausgebracht mit dem Befehl 'Lacki machen'.
Vielleicht macht er doch noch eines - kann dann wieder gelobt werden und die Welt ist für den Junghund wieder in Ordnung.
Wenn man aber darauf achtet, den Welpen immer sofort nach dem Fressen, wenn er aufwacht oder bei besonderen Freudensituationen sofort ins Freie bringt (und anfangs dafür auch Nachts aufsteht), sollte eigentlich fast kein Malheur mehr in der Wohnung passieren und das Hundchen ist in Null komma nix stubenrein.

Sobald der Hund auf 'seinen' Menschen bzw. 'seine' Familie konditioniert ist - und das sollte normalerweise innerhalb ein/zwei tagen der Fall sein, kann man ihn (selbstverständlich in freier Natur) ruhig von der Leine lassen. So lange sie so klein sind, getrauen sie sich ohnehin nicht weit weg. Nun kann man schon spielerisch das Herkommen üben. Es wird dem Hund Spaß machen, immer wieder zu seinem Herrl zu kommen, wenn er dafür ausreichend gelobt wird. Wie zufällig wird immer wieder ein Kommando (Z.B. HIER) miteingebaut. Für den Hund ist es bald normal, daß er auf ein 'Hier' zum Herrl kommt.
Weiters sollte der Hund jetzt schon lernen, bei Spaziergängen immer auf sein Herrl zu achten. Wenn es da gut riecht, hat er sich schnell einmal verbummelt - aber es ist nicht Aufgabe des Herrls, auf seinen Hund zu achten, sondern umgekehrt. Ganz einfach lernt das der Hund mit Verstecken spielen. Anfangs sollte man dem Hund noch mit Stimmhilfen helfen, später (wenn er das Spiel kennt) soll er sich gefälligst selber anstrengen. Vermutlich kann man sich nicht allzuoft vor dem Hund verstecken, weil er dann so auf uns aufpaßt, daß er jede Bewegung genau registriert.

Jeder junge Hund macht in seinen ersten Lebensmonaten immer wieder irgend etwas kaputt - so gut man auch aufpaßt. Wir dachten auch, daß der Hund im Garten nicht wirklich was kaputt machen könnte, außer Löcher graben.... - und prompt war der neugepflanzte Birnenbaum knapp über der Erde abgefressen ;-)
Durch viel Beaufsichtigung, viel Zuwendung, viel Spielen und entsprechendem Spielzeug sollte der Schaden aber in Grenzen gehalten werden. Gebt Eurem jungen Hund nie einen alten Schuh zum Spielen - der Hund kann nicht unterscheiden, ob der Schuh alt ist, oder gerade neu gekauft.

Wenn der Welpe dann etwas eingewöhnt ist, beginnt man damit, ihn immer wieder für kurze Zeit alleine zu lassen. Er soll sich einfach daran gewöhnen, daß Herrchen und Frauchen immer wieder kommen. Es hängt natürlich vom Hund und seinem Wesen ab, wie schnell man die Abwesenheitsdauer ausdehnen kann, aber ein Kauknochen kann die Zeit des Alleineseins doch erheblich schmackhafter machen.

Achte darauf, daß Dein Hund seine Basisausbildung so ganz einfach nebenbei lernt. Stundenlanges Sitz-üben bringt nicht viel, außer vielleicht Widerstand. Wenn der Hund aber jedes Mal bevor er sein Futter bekommt, bevor er von der Leine gelassen wird oder bevor er sein Spielzeug bekommt Sitz machen muß, dann bleibt das viel besser im Gedächtnis sitzen.

Viel Spaß für alle, die einen Junior haben

16 Bewertungen, 2 Kommentare

  • dyna1977

    05.04.2002, 11:46 Uhr von dyna1977
    Bewertung: sehr hilfreich

    Wir haben einen Dobemann... naja... schön langsam kapiert er, dass nicht er der Rudelführer ist.... =o)

  • Steinchen1

    12.03.2002, 18:05 Uhr von Steinchen1
    Bewertung: sehr hilfreich

    Tja, wenn es mit allen Hunden nur so leicht waere... Aber auf jeden Fall eine schoene Anleitung zum Richtig machen. Gruss, Steinchen