Hunde Allgemein Testbericht




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Erfahrungsbericht von naturheim
Epilepsie bei Hunden, das gibt es auch !
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Nein
Achtung "Hundehasser" !
Bitte nicht weiterlesen ! ...... und Tschüss !!
Nachdem der "JaPuDa" (Mischling zwischen Jagdhund, Pudel und Dackel) meiner "besseren Hälfte" im Jahre 1990 nach fast 17 Jahren das Zeitliche segnete, schworen wir uns : Nie wieder einen Hund !
Aber es sollte anders kommen ...........
Über eine Bekannte bestand die Möglichkeit einen Welpen zu bekommen. Aber er sollte nur in gute Hände.
Nach einigen Überlegungen stand fest : OK, wir nehmen den Welpen. Beim ersten Besuch gab es traurige Neuigkeiten. Von Fünfen hatten nur zwei überlebt ! Ein Männchen und ein Weibchen. Die Bekannte führte aus : Der Rüde sollte in die Hände des Hunde-Papa-Eigentümers; die haben ein neunjähriges Kind. Aber das Weibchen könntet Ihr gerne haben. Nun gut. Der erste Kontakt war hergestellt. Beim zweiten Besuch plötzlicher Sinneswandel. Nein, nicht bei uns, bei der Bekannten : Sie meinte, daß das Kind die große Verantwortung noch nicht übernehmen könnte und ob wir nicht ...... ja genau .... BEIDE Welpen übernehmen wollten .......... schweigen .......... die grauen Zellen arbeiteten ......... Ach was ! Wo einer satt wird, da wird der andere auch satt. Und besser ist es sowieso. Der Hund ist ein Rudeltier, die beiden könnten miteinander spielen und Zwillinge, ach wie süß ..... und und und !
Also Gut : Wir nahmen beide ! Den Rüden nannten wir TOTO und das Weibchen ..... nein, nicht "Lotto", sondern NANA !
Nach 18 Monaten ...............
Mitten in der Nacht werde ich unsanft geweckt :
Los, aufwachen, kuck mal ..... TOTO .... der hat was ?!
Der Rüde zitterte am ganzen Körper, die Augen waren starr, die Rute war eingeklemmt, das Maul fest verschlossen und er konnte nicht mehr aufrecht stehen. Zwar versuchte er aufzustehen, fiel aber immerwieder um. Ich riss sein Maul unter einem lauten Knirschen etwas auf, damit seine schlaffe Zunge nicht zum Erstickungstod führt. Nach fünf Minuten war dann alles vorbei. Als erstes Lebenszeichen leckte er mit seiner Zunge über die Nase. Ist er vielleicht vergiftet worden ? Also gut, auf zum Tier-Notarzt, mitten in Nacht eine vorbeugende Spritze abgeholt (natürlich für beide Hunde !) und mit einem komischen Gefühl wieder nach Hause. Denn ein gut gemeinter Rat vom Notarzt war :
Wenden Sie sich doch ´mal an die Klinik und Poliklinik für kleine Haustiere ! Dort gibt es neben laufenden Projekten andere Möglichkeiten einer Diagnose.
Also wurde ein Termin vereinbart, wobei der Rüde etwas Blut (drei Reagenzgläser) lassen mußte. Anhand der Blutanalyse erhielten wir ein Rezept mit Beruhigungstabletten (heute sind es Luminal bzw. Lepinal). Sie müssen darauf achten, daß die Tagesdosis von einer halben Tablette zweimal täglich zum gleichen Zeitpunkt verabreicht wird, damit ein "Gleichgewicht" sichergestellt ist ! Und in einem Jahr sehen wir uns zur Kontrolluntersuchnung wieder.
Und die Diagnose lautete : Epilepsie !!
Und wegen den doch sehr unterschiedlichen Reaktionen beim Hund, gibt es hierfür sogar ein eigenes Projekt !! Ich war sprachlos ......
Nach weiteren 6 Monaten .................
Sonntag war es, eigentlich ein schöner Tag, aber in meinem Schoß lag NANA und krallte sich ungewöhnlich stark an meinem Unterarm fest. Sie blickte mir starr und hilfesuchend in die Augen. Sie zitterte am ganzen Körper. Gleiches Gebarden wie damals bei TOTO. Und gemäß den Erkenntnissen stand nun fest :
Sie hat es auch ...... Epilepsie !
Immer wieder jährlich ...................
Im Rahmen des Hunde-"TÜV" (Impfung und Kontrolluntersuchungen) wird nun jährlich eine Blutanalyse durchgeführt.
Anhand der Ergebnisse wird ggf. die Dosierung verändert.
Derzeit benötigt TOTO täglich zwei und NANA eineinhalb Tabletten. Weitere Steigerungen sind nach nunmehr 11 Jahren nicht ausgeschlosssen. Gemäß den Empfehlungen wird ein "Anfall-Buch" (Wer, Wann, Wielange) geführt, wobei die Daten Aufschluß über die korrekte Dosierung geben können.
Happy End ...............................
Trotz dieser "Unannehmlichkeiten" sind die an einem Valentinstag geborenen Münsterländer-Mischlinge wohl auf.
Ich genieße jeden Tag mit den Beiden und kann wohl sagen :
Neben ......... und .......... sind mir diese Geschöpfe so ans Herz gewachsen und ...... jawohl ....... am wichtigsten !
PS : Ich bewerte hier nicht die Krankheit, sondern die Möglichkeit, mit geeigneten Medikamenten die Symptome der Krankheit in den Griff zu bekommen. Und bei Empfehlung für Freunde habe ich nein angegeben. Was soll ich denn da angeben ? Etwa ja ?
Bleibt noch zu sagen, dass ich absolut gegen Tierversuche bin !!
Aber dazu später mehr. Es folgt demnächst Teil2 ....
(C)2002 "Koppireit" by Hardy ;-), muss denn sowas sein ?
40 Bewertungen, 5 Kommentare
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10.06.2002, 15:55 Uhr von Bluebirdunfa
Bewertung: sehr hilfreichIntereressanter Bericht
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10.03.2002, 02:46 Uhr von Steinchen1
Bewertung: sehr hilfreichSchön, dass die beiden per Zufall in einer Familie gelandet sind, die liebevoll damit umgeht. Ich mag gar nicht darueber nachdenken, was sicher einige "Hundeliebhaber" nach solch einer Diagnose getan haetten. Glueckwunsch an Euer grosses Her
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07.03.2002, 14:41 Uhr von wilma
Bewertung: sehr hilfreichfind ich genial, was man heute schon alles machen kann. Wünsch dir alles Gute mit den Beiden. wilma
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27.02.2002, 10:36 Uhr von Geile_Natter
Bewertung: sehr hilfreichsehr guter Bericht von Dir
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27.02.2002, 10:02 Uhr von martino
Bewertung: sehr hilfreichsehr guter bericht
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