Hundeerziehung Testbericht
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Erfahrungsbericht von tina65
Wie der Herr so das Geschär
Pro:
man lernt nie aus
Kontra:
bitte schön keinen Drill!
Empfehlung:
Ja
In meiner langjährigen Erfahrung, habe ich oft bei Menschen die gleichen Fehler gesehen, die sie gegenüber ihren Hunden machen. Viele Menschen denken, ihre Hunde müssten sie verstehen, am besten auch noch ohne Worte. Aber so ist es leider nicht, dann wäre alles viel einfacher! Wir sollten uns eines vor Augen halten, nicht der Hund muß uns verstehen, sondern wir unseren Hund! Wir sind in der Lage die Gestiken des Hundes zu deuten. Nur wir sind in der Lage dem Hund begreiflich zu machen, was wir eigentlich von ihm wollen.
Wieso hört mein Hund nicht? Wieso macht mein Hund kein Sitz? Wieso kommt mein Hund nicht zurück, wenn ich ihn rufe? Und vieles mehr. Oft sind es nur Verständigungsschwierigkeiten die da vorliegen. Wie kann ein Hund ein solches Komando verstehen, z.B.: Hasso komm endlich her! Nun mach schon! Oder: Hasso komm her, geh endlich! Zwei Komandos in einem Satz kann nicht funktionieren. Komm und geh sind zwei verschiedene Komandos, der Hund ist irritiert und weiß natürlich nicht mehr was er denn nun machen soll, kommen oder gehen? Wir sollten uns abgewöhnen, wenn wir wollen, dass der Hund was lernt, in ganzen Sätzen mit unserem Hund zu sprechen. Das können wir zuhause machen, wenn wir mit ihm knuddeln, aber nicht während er hören soll.
Auch sollten wir immer ein Komando mit dem nächsten ablösen. Wenn wir dem Hund das Komando Sitz geben, sollte er auch so lange sitzen bleiben, bis wir es mit einem anderen Komando wieder ablösen, z. B. geh oder lauf, oder ähnliches. Machen wir das nicht, lösst der Hund das Komando von selber wieder auf und nimmt uns irgendwann nicht mehr Ernst. Sicher gibt es nicht nur Schwierigkeiten in der Verständigund, es gibt genug Leute die auf den Hundeplatz gehen und ihr Hund hört trotzdem nicht. Vielleicht handelt es sich auch nur um ein besonders stures Exemplar, oder es hat einen Hang zur Dominanz.
Ein paar einfache Dinge gibt es zu beachten, wenn wir es mit einem dominanten Vertreter zu tun haben. Nie den Hund vor einem die Treppen hochsteigen lassen, den Hund nicht als erster durch die Tür gehen lassen, falls er sich gerne in den Weg legt, wegschicken!! Den Hund aus der Hand füttern, ihn vorher sitz machen lassen. Ihn nicht ins Bett oder aufs Sofa lassen. Eigentlich sollte man meinen, dass Menschen, die ihren Hund von klein an haben, sich ausreichend mit ihm beschäftigen und sein Verhalten kennen. Ich kenne meine Hunde in und auswendig und kann vorhersehen, wie sie auf bestimmte Situationen reagieren. Leider ist das aber nicht immer so. Einige Menschen kaufen sich einen kleinen niedlichen Welpe und haben ein paar Monate später ein unkontrollierbares Kalb neben sich herlaufen. ich habe mit vielen Hundebesitzern gesprochen, denen es so ergangen ist. Sie meinten, es wäre ihnen zu peinlich zuzugeben, dass ihr Hund nicht hört. Peinlich ist es aber erst dann, wenn der Hund irgendwann sich selbst oder jemand anderen zu Schaden bringt, nicht wenn man um Rat bittet.
Dann gibt es da noch die Art Hundebesitzer, oft von Hunden seltener Rassen, die noch nicht so durchgezüchtet sind, die dann meinen ihr Hund wäre zu schlau um zu hören, oder er würde erst mal einen Sinn darin suchen, ob er das Komando auch ausführen soll! Ich kann nur eines sagen, diese Hunde sind in der Regel einfach nur zu blöd! Es gibt eben auch Rassen, die länger brauchen, bis ein Komando begriffen wird. Wenn ein Deutscher Schäferhund vielleicht 2 Minuten braucht um ein Komando zu lernen, braucht eine ander Rasse( ich will niemanden auf die Füsse treten) vielleicht dafür ganze 2 Tage, oder noch länger, aber ich verstehe auch Herrchen und Frauche, für jeden ist eben sein Hund der Beste!
Auf jeden Fall sollte sich niemand scheuen Hilfe zu suchen, es gibt genug Hundevereine, Hundeschulen usw. auch Privattrainer, die ein offenes Ohr haben. Bevor vielleicht doch noch etwas schlimmes passiert, sollte man lieber deren Hilfe annehmen.
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2004-01-24 20:16:08 mit dem Titel Wer die Menschen kennt der liebt die Tiere!
Seit mehr als 18 Jahren trainiere ich jetzt Hunde, ich habe im zarten Alter von 19 damit angefangen, als ich meine erste Rottweilerhündin Joy bekam, die ein schwieriges Wesen hatte. So begab ich mich dann zu verschiedenen Hundeplätzen und blieb schließlich beim DVG hängen, bei dem ich hinterher selber zur Hundetrainerin ausgebildet wurde.
Ich war eine der ersten Frauen, die dort überhaupt(auf jeden Fall bei uns auf dem Platz) Hunde trainierte. Es war am Anfang ein ziemlich grausames Schicksal. Männer trainieren Hunde anders!! Was mir immer wieder aufgefallen ist, es wurde dort nie mit Stachelhalsbändern, Schreiereien, ja sogar Schlägen gesparrt. Das war natürlich ein Fall für mich. Leckerchen kannte man dort nicht, sondern nur die harte Art. Ich stiess also ziemlich schnell auf Widerstand, weil meine Art des trainierens eben eine ganz andere war, als die des männlichen Geschlechts.
Die Hunde die ich übernahm, durften weder Stachelhalsband, noch Teletakt oder auf eine andere Art gequält werden. Hundeerziehung bedeutet, sich das Vertrauen eines so liebenswerten Wesen wie das eines Hundes zu erobern. Die meisten Hunde beim DVG hatten damals Angst vor ihren Besitzern und hörten nur deshalb. Aber Hunde die Angst haben, sind Hunde die unberechenbar sind, sind Hunde auf die man sich im Ernstfall nicht verlassen kann!
Zum Glück ist es heute anders. Auch bei meinem DVG! Hunde werden dort nur noch mit Leckerchen erzogen. Es kamen nach und nach immer mehr Frauen auf die Idee auch Hundetrainerin zu werden. Mittlerweile hat unsere DVG-Stelle drei weitere Trainerinnen. Viele der alten Trainer haben das Handtuch geworfen bei soviel holder Weiblichkeit. Der Erfolg der Frauen ist der gleiche wie der der Männer, nur hat man anschließend keinen gestörrten Hund an der Leine. Zum Glück erziehen ja die Männer ihre Hunde jetzt auch anders.
Weiterhin hart trainiert wird immer noch beim PHV, bei dem ich auch eine zeitlang gearbeitet habe. Überwiegend Schäferhunde werden dort ausgebildet für die Polizei, aber auch einige Riesenschnauzer, Rottweiler und belgische Schäferhunde. Dort legt man immer noch viel Wert auf teilweise brutale Art sich die Hunde Untertan zu machen. Da kriege ich das Kotzen! Wie oft ich da ausgerastet bin könnt ihr euch gar nicht vorstellen. Wir leben doch wirklich nicht mehr im Mittelalter.
Dies mag vielleicht jetzt einige abschrecken, überhaupt einen Hundeplatz zu besuchen, aber die Erfahrung die ich gemacht habe, liegt schon viele Jahre zurück. Heute ist es besser geworden für Hund und Halter. Schaut euch den jeweiligen Platz wo ihr trainieren wollt genau an, wie wird dort mit den Hunden umgegangen, wird viel geschrien? Werden dort Würge oder Stachelhalsbänder verwendet? Dann lasst die Finger davon! Wird mit Leckerchen gearbeitet? Wir in einer ruhigen Art auf den Hund eingewirkt, ohne Stress, ohne Drill? Dürfen Hunde auch miteinander Kontakt aufnehmen, werden sie zusammen trainiert, nicht immer nur separat? Dann ist es das richtige. Wir wollen doch keine Maschine an unserer Seite, oder?
Auf Hundeplätzen werden die unterschiedlichsten Dinge angeboten, vom Breitensport, Agility, Unterordnung, Schutzhund, Verkehrsicherer Begleithund, Familienbegleithund usw. Man kann an Wettkämpfen teilnehmen, Prüfungen ablegen, sich auf den Wesenstest bei Kategoriehunden vorbereiten lassen und vieles mehr. Man lernt neue Leute kennen, hat viel
Spass, wenn es der richtige Platz ist. Also Augen auf! Und für den Hund ist es eine Bereicherung, wenn er auf andere Hunde trifft, sich auspowern kann und nebenbei lernt er eben auch noch das Hören!
42 Bewertungen, 4 Kommentare
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28.05.2006, 23:51 Uhr von Estha
Bewertung: sehr hilfreich.•:*¨¨*:•. ... sh ... .•:*¨¨*:•.
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10.04.2006, 14:19 Uhr von schnekuesschen
Bewertung: sehr hilfreichEin klasse Bericht....LG Sandy :-)))
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27.11.2005, 00:23 Uhr von redwomen
Bewertung: sehr hilfreichHier gebe ich dir vollkommen Recht. Unsere Luna hört mittlerweile auch sehr, sehr gut und ist auch so weit sehr wohlerzogen, was MIR mehr als wichtig ist. Aber sie ist halt doch noch ein Junghund mit knappen 24. Wochen und im Moment in den Flegeljahren abe
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19.11.2005, 21:26 Uhr von Flute
Bewertung: sehr hilfreichIch finde es schlimm, wenn Menschen einen Hund haben der auf nichts hört, vorallem wenn man dort zu Besuch ist und immer mit dem Köter zu kämpfen hat. <br/>Lg. Dunja
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