Hundeerziehung Testbericht

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Erfahrungsbericht von Feelein

Animal Learn – und jetzt klappt es auch bei uns …

Pro:

Der Hund hat Spass am lernen und der Mensch ebenfalls

Kontra:

Kein Kontra vorhanden

Empfehlung:

Ja

Ich habe mich immer wieder gefragt, warum hört mein Hund nicht auf mich. Was mache ich falsch. Ich rufe „komm zu mir“ und das Gegenteil geschieht. Mein Hund hebt noch nicht einmal den Kopf um nach mir zu schauen – sondern läuft in eine ganz andere Richtung als ich. Wenn Jogger vorbeikommen, dann werden diese richtig laut angebellt und man rennt neben ihnen her, so dass ich ständig böse Blicke zugeworfen bekomme.
Also musste eine Hundeschule her.
Schon im Welpenalter habe ich eine Hundeschule mit meinen beiden Hunden (Yorki und Berner Sennen Hund) besucht. Vieles haben die Beiden dort gelernt – auch bei Fuß gehen und zu mir zukommen, aber das funktioniert eben nur in der Schule. Alles ist vergessen, wenn dann ein Radfahrer, Traktor oder ein Mensch an uns vorbeigeht. Dann wird gebellt und so ein Zinnober veranstaltet, dass mir das wirklich peinlich ist.

Nun hörte ich in einer Sendung von „Animal learn“. Und ich informierte mich sogleich im Internet und in Zeitungen und Büchern. Lieh mir in einer Bibliothek auch noch ein Video dazu aus „Gemeinsam unterwegs“ und versuchte auch gleich, mein gelerntes Wissen anzuwenden …
Ich war erstaunt – es klappte auf Anhieb!!!


Was ist hier anders als in der Hundeschule???
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Clarissa v. Reinhardt eröffnete 1993 ihre Hundeschule und nannte sie \"Animal learn\" um nicht eine normale Hundeschule damit zum Ausruck zu bringen sondern etwas \"Neues\" - nämlich
\"Tiere lernen, von Tieren lernen und über Tiere lernen\".

Man versucht zunächst mal den Hund zu verstehen, wie denkt der Hund und wie nimmt er seine Umwelt war und man muss als Mensch ein Stück weit lernen, wie ein Hund zu denken und die Welt wie ein Hund zu sehen, weil man dann wirklich gezielt reagieren kann wenn der Hund irgend etwas macht.
Dabei sollte man aber nie vergessen, dass der Hund auch ein eigenes Leben führen möchte. Er möchte auch manchmal nur einfach Hund sein – nicht ständig irgendwelche Kommandos hören – sondern einfach nur tun und lassen was er gerne möchte.

Ein großes Problem in der Hundehaltung entsteht wirklich dadurch, dass man so viele Erwartungen an den Hund stellt, dass der Hund das unmöglich erfüllen kann.

Der größte Irrglaube des Menschen ist, das er glaubt den Hund ständig dominieren zu müssen um die so genannte Alphaposition einzunehmen.
Es ist wichtig dass man diese Alphaposition einnimmt, man sollte aber auch diese Position vollständig begreifen. Das heißt der Alpha im Rudel ist nicht nur derjenige der ständig Dominanz zeigt, sondern eine natürliche Führerschaft einnimmt und damit auch die Pflichten, das bedeutet auch sein Rudel vor Gefahren zu beschützen. Wenn wir also Ranghöherer sein wollen, dann müssen wir uns auch klar vor unseren Hund stellen und ihn bei Gefahr beschützen und nicht erwarten, dass unser Tier uns als Ranghöheren vor anderen beschützt.

Was bei „Animal learn“ vermittelt wird ist, dem Menschen so viel über ihren Hund beizubringen, das die Hundeschule wirklich überflüssig wird. Hier lernt der Mensch und der Hund für ein reibungsloses Zusammenleben. Die Menschen lernen viel über das Wesen des Hundes, sein Ausdrucksverhalten und seine sozialen Bedürfnisse.

Und nun etwas über die Lernmethoden…

Kommunikation mit dem Hund bedeutet bei „Animal learn“ nicht nur gesprochene Kommandos die man dem Hund gibt und auf die er reagieren sollte, sondern man sollte auf die eigene Ausstrahlung achten, auf die Gestik, auf die Mimik und auf den Tonfall, denn das alles wird vom Hund wahrgenommen und zwar sehr intensiv.

Wenn ich nun meinen Hund dazu bewegen möchte zu mir zu kommen, dann rufe ich nicht laut „komm hierher, Fiffi“ sondern ich versuche es auf jeden fall mit einem angenehmen und hohen freundlich ton.

Zunächst brauche ich die Aufmerksamkeit des Hundes – das ist immer die wichtigste Voraussetzung. Ich halte meine Hand nach oben (mit einem Leckerli) und rufe in freudigem und hohem Ton „schau her, Fiffi“. Der Hund wird sich mit Sicherheit zu uns umdrehen und neugierig auf uns zugehen. Jetzt freue ich mich noch mehr und gebe das auch zum Ausdruck indem ich mit der flachen Hand auf meinen Brustkorb klopfe und rufe „zu mir“ und das auch wieder in einem ganz lieben, hohen und nicht zu lauten Tonfall.
Der Hund kommt freudig heran und wird sich wartend vor uns stellen. Mit dem Kommando „sitz“ und erhobenen Zeigefinger, zeige ich ihm dann, dass er vor mir abzusitzen hat. Wenn dieses Kommando nicht beim ersten Mal funktioniert – nicht ständig wieder „sitz, sitz, sitz, Bello“ sagen, sondern gleich beim zweiten mal, das Hinterteil nach unten drücken (mit der flachen Hand und nicht in die Seiten fassen) und dabei „sitz“ wiederholen und wenn der Hund sitzt ihn auch sogleich mit einem Leckerli und einer freudigen Stimme „feiner Hund – so ist’s fein“ belohnen.

Jedes Kommando sollte auch wieder aufgelöst werden, denn sonst sitzt der Hund ewig und wartet was jetzt geschieht. Mit dem Kommando „schau – und weiter“ wird dem Hund klar gemacht, „schau“ die Aufmerksamkeit auf mich lenken (wieder die Hand nach oben- aber ohne Leckerli) „und weiter“ hier gebe ich mit der Hand die Richtung an in die wir jetzt gehen.

Ich habe wirklich die Erfahrung gemacht, dass man mit freundlichem Tonfall und manchmal einem kleinen Leckerli mehr erreichen kann, als mit einem lauten und befehlenden Kommando.

Probiert es doch einfach mal aus – und ihr werdet sehen, dass es funktioniert.

Ich wünsche Euch und Euren Tieren viel Spaß beim Üben!!!

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