I'm With You - Avril Lavigne Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
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Erfahrungsbericht von KennedyJohnF
Rotzfreche Göre von nebenan...
Pro:
Die Story wird nett erzählt
Kontra:
Zuviel Dynamik, für den erstmaligen Hörgenuss ist die visuelle Aufbereitung zuviel, daher wird von der Musik abgelenkt und somit wohl auch von einem potentiellen Kauf, denn der Künstler muss die erste Chance nützen sein Produkt zu verkaufen.
Empfehlung:
Nein
So könnte man die junge, aufstrebende, kanadische Rockröhre Avril Lavigne bezeichnen, andererseits wäre das nicht unbedingt nett mit diesem Satz in einen Bericht zu ihrem Videoclip der neuesten Single „I´m with you“ zu beginnen, doch muss man für eine Kritik wirklich nett sein? Also zu den Fakten und in medias res.
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Avril Lavigne – die Künstlerin
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Da es sich hier um einen Videoclip handelt möchte ich nicht allzu viel über die Künstlerin Lavigne verlieren, dies könnt ihr sicherlich demnächst in einem meiner folgenden Musikberichte nachlesen, dennoch ein paar Basics zum Anfang.
Avril Lavigne enstammt einer bodenständigen kanadischen Familie, die im kleinen Kaff „Napanee“ (Ontario), das nur 5000 Einwohner hat, geboren und aufgewachsen ist.
Bei einem Trip nach New York City (etwa 4 Autostunden entfernt) lernte sie Antonio „LA“ Reid kennen, der sie sofort für das Label „Arista“ unter Vertrag nahm, da er ihr Potenzial erkannte und so sollte der Weg der Avril in den Himmel der Rock-Größen beginnen.
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I´m with you – der Clip
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Dies ist schon ihre dritte Single und auch diesmal hat sie sich etwas weiterentwickelt, auch was den Video-Clip betrifft.
Ich werde nicht jede Sekunde einzeln besprechen, da ich das für wenig sinnvoll halte, sondern ich möchte nur einen Überblick geben wie dieser Song visuell umgesetzt wurde, was davon passend und was weniger passend erscheint.
Der Clip beginnt am Eingang zu einem, vom Erscheinungsbild her zu schließen, Underground-Club, wo sich Avril gerade Einlass zu verschaffen scheint. Die Kamera liefert, nachdem ein kurzer Schwenk über die versammelte, gut gelaunte Menge vorangeht, einen Close-up-Shot vom Gesicht der Interpretin, die hier einen eher depressiv-traurigen Eindruck macht. Im nächsten Moment gibt es einen entscheidenden Umschnitt, weg von diesem Club und hinaus in die Kälte, wo Avril in einer „dark alley“ (dunkle Gasse) steht und ihren Song zum Besten gibt. Danach folgt wieder der Umschnitt in den Club wo man gerade noch sieht wie Avril am Bouncer (Türsteher) vorbei in den Club hineingeht und ebenfalls lippensynchron zur Musik singt.
Ein weiterer Umschnitt, man könnte dies fast als alternierende Folge bezeichnen, denn die Hauptschauplätze in diesem Video sind einerseits dieser Club und andererseits eine dunkle Gasse (und in weiterer Folge ein breiter Boulevard oder eine breite Avenue), die immer wieder abwechselnd mit der Kamera beleuchtet werden.
Avril Lavigne setzt ihren immer gleichen, traurigen Blick auf, dennoch strahlen ihre Augen eine gewisse Fröhlichkeit aus, ich kann mir dabei nicht helfen, aber dieses Bild passt für mich nicht ganz, da hat sie schauspielerisch noch einiges zu lernen. Avril geht nun mit gekreuzten (wahrscheinlich ist ihr kalt *g*) Armen über diese abgesperrte Straße und singt dabei den Refrain ihres Songs.
Beim nächsten Umschnitt sieht man sie wieder in dem Club wo sie von einem Tänzer angerempelt wird und sich scheinbar mit einem, nicht gesungenen, wohl aber im Blick vorhandenen „Fuck off“ bemerkbar macht. Sie sieht in dieser Szene sehr hilflos aus und das ist auch Sinn und Zweck, denn darum geht´s ja auch in ihrem Song, dass sie nicht alleine sein will und in Gedanken ganz wo anders ist, das kommt in der Szene auch sehr gut heraus.
Wieder kommt der bekannte Umschnitt, diesmal wieder auf die breite Straße, wo sie mit Daunenjacke bekleidet noch immer durch die Kälte schreitet.
Das mehrmalige Hin- und Herwechseln der Kameraschauplätze hat wohl den Hintergedanken die Dynamik des Songs etwas zu unterstreichen, denn sie sehnt sich ja an andere Plätze, weg von ihrem jetzigen Ort an einen Ort der Geborgenheit und Nähe.
Die Schauplätze werden sich im Fortgang dieses Videos noch ein wenig ändern, so betritt Avril noch andere Räume dieses Clubs und auch von der breiten Straße gelangt sie mal an eine Baustelle, wo sie vor einigen Geröllhaufen weitersingt. Auch ihre Bandmitglieder werden einzeln, in visueller Form vorgestellt, indem man sie immer mal wieder mit ihren Instrumenten im Bild sieht, eingebettet in die Hauptstory – diese Umsetzung finde ich sehr gelungen und auch die Referenz an ihre Band finde ich sehr nett, denn andere Künstler scheren sich nicht besonders um ihre Musiker, anders jedoch Ms. Lavigne.
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Conclusio / Fazit
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Alles in allem finde ich das Video mittelmäßig, die mannigfachen Umschnitte sind zwar für die Songdynamik nicht uninteressant, machen den Clip für mich aber nicht sonderlich sehenswert, denn wer den Song nicht kennt, der wird durch die optischen Reize des Clips zu sehr von der Musik abgelenkt. Die Umsetzung des geplanten Konzepts jedoch finde ich durchaus gelungen, da die Story recht nett gemacht wurde.
Die Schauplätze hätte man besser wählen können, auch Kleinigkeiten wie kurze Bermudas zu tragen an einer Stelle wo sie „It´s a damn cold night“ singt, sind eben solche Kleinigkeiten die wirklich gute Videoclips von mittelmäßigen oder schlechten unterscheiden.
Insgesamt verdient sich Avril Lavigne mit diesem Clip nur 3 *** und zerstört für mich persönlich einen guten Eindruck, den sie mit dem Song hinterlassen hatte, da diese Ballade mit Abstand das Beste ist, was ich bisher von ihr hören durfte.
Als schlussendliches Fazit kann ich nur noch mal darauf eingehen, dass der Clip zwar mit Köpfchen und Herz gemacht zu sein scheint, jedoch die Message für potentielle Käufer der Single oder des Albums nicht genügend herausgearbeitet wurde. Ein Videoclip muss nicht nur die Story des Songs wiedergeben und unterstützen, sondern muss auch Lust machen diesen Song zu kaufen, da hier jedoch die visuelle Umsetzung zu sehr ins Detail geht und zu schnell die Standorte wechselt, ist man beim erstmaligen Hören durch das Sehen zu sehr abgelenkt um den Song genau verarbeiten zu können und möglicherweise die Lust zu haben diese Single zu kaufen.
Vielen Dank fürs Lesen und...
...möge Avril genug Geld für lange Hosen haben.
© KennedyJohnF, am 9.7.2003 für Yopi (auch bei Ciao)
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Avril Lavigne – die Künstlerin
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Da es sich hier um einen Videoclip handelt möchte ich nicht allzu viel über die Künstlerin Lavigne verlieren, dies könnt ihr sicherlich demnächst in einem meiner folgenden Musikberichte nachlesen, dennoch ein paar Basics zum Anfang.
Avril Lavigne enstammt einer bodenständigen kanadischen Familie, die im kleinen Kaff „Napanee“ (Ontario), das nur 5000 Einwohner hat, geboren und aufgewachsen ist.
Bei einem Trip nach New York City (etwa 4 Autostunden entfernt) lernte sie Antonio „LA“ Reid kennen, der sie sofort für das Label „Arista“ unter Vertrag nahm, da er ihr Potenzial erkannte und so sollte der Weg der Avril in den Himmel der Rock-Größen beginnen.
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I´m with you – der Clip
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Dies ist schon ihre dritte Single und auch diesmal hat sie sich etwas weiterentwickelt, auch was den Video-Clip betrifft.
Ich werde nicht jede Sekunde einzeln besprechen, da ich das für wenig sinnvoll halte, sondern ich möchte nur einen Überblick geben wie dieser Song visuell umgesetzt wurde, was davon passend und was weniger passend erscheint.
Der Clip beginnt am Eingang zu einem, vom Erscheinungsbild her zu schließen, Underground-Club, wo sich Avril gerade Einlass zu verschaffen scheint. Die Kamera liefert, nachdem ein kurzer Schwenk über die versammelte, gut gelaunte Menge vorangeht, einen Close-up-Shot vom Gesicht der Interpretin, die hier einen eher depressiv-traurigen Eindruck macht. Im nächsten Moment gibt es einen entscheidenden Umschnitt, weg von diesem Club und hinaus in die Kälte, wo Avril in einer „dark alley“ (dunkle Gasse) steht und ihren Song zum Besten gibt. Danach folgt wieder der Umschnitt in den Club wo man gerade noch sieht wie Avril am Bouncer (Türsteher) vorbei in den Club hineingeht und ebenfalls lippensynchron zur Musik singt.
Ein weiterer Umschnitt, man könnte dies fast als alternierende Folge bezeichnen, denn die Hauptschauplätze in diesem Video sind einerseits dieser Club und andererseits eine dunkle Gasse (und in weiterer Folge ein breiter Boulevard oder eine breite Avenue), die immer wieder abwechselnd mit der Kamera beleuchtet werden.
Avril Lavigne setzt ihren immer gleichen, traurigen Blick auf, dennoch strahlen ihre Augen eine gewisse Fröhlichkeit aus, ich kann mir dabei nicht helfen, aber dieses Bild passt für mich nicht ganz, da hat sie schauspielerisch noch einiges zu lernen. Avril geht nun mit gekreuzten (wahrscheinlich ist ihr kalt *g*) Armen über diese abgesperrte Straße und singt dabei den Refrain ihres Songs.
Beim nächsten Umschnitt sieht man sie wieder in dem Club wo sie von einem Tänzer angerempelt wird und sich scheinbar mit einem, nicht gesungenen, wohl aber im Blick vorhandenen „Fuck off“ bemerkbar macht. Sie sieht in dieser Szene sehr hilflos aus und das ist auch Sinn und Zweck, denn darum geht´s ja auch in ihrem Song, dass sie nicht alleine sein will und in Gedanken ganz wo anders ist, das kommt in der Szene auch sehr gut heraus.
Wieder kommt der bekannte Umschnitt, diesmal wieder auf die breite Straße, wo sie mit Daunenjacke bekleidet noch immer durch die Kälte schreitet.
Das mehrmalige Hin- und Herwechseln der Kameraschauplätze hat wohl den Hintergedanken die Dynamik des Songs etwas zu unterstreichen, denn sie sehnt sich ja an andere Plätze, weg von ihrem jetzigen Ort an einen Ort der Geborgenheit und Nähe.
Die Schauplätze werden sich im Fortgang dieses Videos noch ein wenig ändern, so betritt Avril noch andere Räume dieses Clubs und auch von der breiten Straße gelangt sie mal an eine Baustelle, wo sie vor einigen Geröllhaufen weitersingt. Auch ihre Bandmitglieder werden einzeln, in visueller Form vorgestellt, indem man sie immer mal wieder mit ihren Instrumenten im Bild sieht, eingebettet in die Hauptstory – diese Umsetzung finde ich sehr gelungen und auch die Referenz an ihre Band finde ich sehr nett, denn andere Künstler scheren sich nicht besonders um ihre Musiker, anders jedoch Ms. Lavigne.
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Conclusio / Fazit
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Alles in allem finde ich das Video mittelmäßig, die mannigfachen Umschnitte sind zwar für die Songdynamik nicht uninteressant, machen den Clip für mich aber nicht sonderlich sehenswert, denn wer den Song nicht kennt, der wird durch die optischen Reize des Clips zu sehr von der Musik abgelenkt. Die Umsetzung des geplanten Konzepts jedoch finde ich durchaus gelungen, da die Story recht nett gemacht wurde.
Die Schauplätze hätte man besser wählen können, auch Kleinigkeiten wie kurze Bermudas zu tragen an einer Stelle wo sie „It´s a damn cold night“ singt, sind eben solche Kleinigkeiten die wirklich gute Videoclips von mittelmäßigen oder schlechten unterscheiden.
Insgesamt verdient sich Avril Lavigne mit diesem Clip nur 3 *** und zerstört für mich persönlich einen guten Eindruck, den sie mit dem Song hinterlassen hatte, da diese Ballade mit Abstand das Beste ist, was ich bisher von ihr hören durfte.
Als schlussendliches Fazit kann ich nur noch mal darauf eingehen, dass der Clip zwar mit Köpfchen und Herz gemacht zu sein scheint, jedoch die Message für potentielle Käufer der Single oder des Albums nicht genügend herausgearbeitet wurde. Ein Videoclip muss nicht nur die Story des Songs wiedergeben und unterstützen, sondern muss auch Lust machen diesen Song zu kaufen, da hier jedoch die visuelle Umsetzung zu sehr ins Detail geht und zu schnell die Standorte wechselt, ist man beim erstmaligen Hören durch das Sehen zu sehr abgelenkt um den Song genau verarbeiten zu können und möglicherweise die Lust zu haben diese Single zu kaufen.
Vielen Dank fürs Lesen und...
...möge Avril genug Geld für lange Hosen haben.
© KennedyJohnF, am 9.7.2003 für Yopi (auch bei Ciao)
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