Immergrün Testbericht

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Erfahrungsbericht von Hopsten

Immer grün das Immergrün

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Unser Garten ist sehr groß, mit Teich und Brücke, mit Hütte und was sonst noch dazu gehört. Nun haben wir die Bepflanzung damals gut durchdacht und geplant und trotzdem sind Flächen geblieben, wo nicht viel wächst, weil einfach zu wenig Licht hinkommt. So haben wir uns erkundigt und sind in einer Gärtnerei auf das Immergrün (Vinca minor) gestoßen. Das ist ein Gewächs für schattige Stellen. Pralles und stetes Sonnenlicht hemmt das Wachstum. Ein feuchter und schattiger Bereich ist für das Immergrün genau richtig.

Das Immergrün ist also ein winterharter Bodendecker. Es hält auch eisige Temperaturen aus. Nur ein oder zwei Immergrünarten reagieren etwas frostempfindlich. Das Schöne ist, das eben auch im Winter, wenn alles kahl ist, immer noch grüne Fleckchen zu sehen sind. Ein Labsal für unsere Augen in dieser Zeit.

Das Immergrün ist eine mehrjährige Kriechpflanze, die bis zu 30cm hoch wachsen kann. Und dann blüht die Pflanze auch noch. Und zwar vom Frühjahr an bis in den Sommer hinein. Unsere Sorte kriegt schöne blaue Blüten, ganz viele, was richtig toll aussieht. Es gibt das Immergrün aber auch noch in weiß und rosa. Die sehen auch sehr hübsch aus. Wenn man einen großen Bereich abdecken möchte, muss man schon etwa 8 Pflanzen auf einen Quadratmeter rechnen. Dann wächst die Stelle schnell zu und wird dabei richtig dicht.

Wir haben unser Immergrün unter Sträucher gepflanzt, im Halbschatten. Unser Garten endet hinten an einem freien Feld. Nun haben wir dort Büsche gesetzt, doch das Unkraut wuchert ohne Ende. Ja und dann kamen wir auf die Idee Immergrün dort zu pflanzen. In der ersten Zeit muss man dem Immegrün bei seiner Entwicklung etwas helfen. Die Unkräuter geben nicht so schnell auf und krochen immer wieder durchs Immergrün hervor. So rupfte und zupfte ich, bis die Pflanze stark genug war, sich zu behaupten. Schließlich war die Fläche schön dicht zugewachsen. Dadurch wurde das Unkraut förmlich erstickt und ich hatte Ruhe.

Das Pflanzen ist leicht. Wir haben nur den Boden sshön aufgelockert, die Pflanzen hineingesetzt und gut gegossen. Dann heißt es warten, manchmal Unkraut zupfen und wenn nötig gießen. Besonders gern hat das Immergrün eine Extraportion Kompost. Schon beim Einpflanzen haben wir eine Handvoll mit in das Pflanzloch gegeben.

Erst nachdem wir die Pflanzen gekauft hatten und das waren nicht wenige, erfuhren wir ,wie einfach es ist, selbst welche zu züchten. Das Immergrün breitet sich durch Pflanzenausläufer aus, die nicht unter, sondern über der Erde liegen. Diese Ausläufer bilden Wurzeln und können einfach abgetrennt werden. Man kann sie ins Wasser stellen bis sie neue Wurzeln austreiben oder in kleine Blumentöpfe setzen, wo sie sich erst mal etwas kräftigen und entwickeln können. Also das ist wirklich leicht. Der Preis für ein Töpfchen Immergrün dürfte so bei 2-3 Euro liegen. Wir bekamen natürlich damals einen Mengenrabatt, wären aber sicher viel billiger davon gekommen, wenn wir gewusst hätten, wie einfach die Vermehrung ist.

In allen Gärten gibt es schattige und halbschattige Ecken, wo es schwer wird, etwas zu pflanzen. Das Immergrün ist eine prima Pflanze für diese Teile des Gartens und sie sind nicht nur immer grün, nein sie blühen auch noch. Sehr zu empfehlen!


Hopsten

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