Erfahrungsbericht von Schlingel62
Zurück ins Mittelalter nach : Fatepur Sikri bei Agra
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Vorwort
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Mit dem „Shantabti-Express“ sind wir fast wie im Flug in knapp drei Stunden von Dehli nach Agra gefahren. (820 Rupien hat dies gekostet!).Was soll´s dachten wir uns, denn die vielen „Schlepper“ und Rikschafahrer verbreiteten am Bahnhof in Agra etwas Stress. So landeten wir im „Akbar-Hotel“ und machten uns Gedanken, wie wir den angefangen Tag noch verbringen. „Komm wir fahren am Nachmittag nach „Fatehpur Sikri“, sagte ich, denn wir hatten von der Stadt Agra (ca 1,3 Millionen Einwohner) nicht gerade einen sympathischen Eindruck.
Erster Eindruck von Agra
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In keiner anderen Stadt Indiens ist das „Schlepperwesen“ derart ausgeprägt wie in Agra. Sobald man den Zug verlässt, wird man von Rikschafahrern umstellt, die einem in das für sie lukrativste Hotel fahren möchten, denn dort kassieren sie die höchste Provision. Wir „deuteten“ vor der Ankunft auch ein Hotel aus, landeten aber letztendlich ganz wo anders. Kurzum es war einfach stressig früh um 8 Uhr unendliche Diskussionen zu führen. Dennoch waren wir mit dem „Hotel Akbar-Inn“ sehr zufrieden, schöner Garten, geräumige, einigermaßen saubere Zimmer. Also was machen wir noch mit dem angefangen Tag fragte ich meinen Kumpel. „Auf wir gehen noch nach Fatepur Sikri“, schlug ich vor und eine halbe Stunde später machten wir uns auf den Weg.
Wie komm ich da hin?
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Nach Fatehpur Sikri fahren die Busse vom Igdah-Busbahnhof an der Ajmer Road ab. Dort hinzukommen ist recht einfach. Man nimmt einen der unzähligen Riksafahrer die ständig vorhanden sind und lässt sich hinfahren. Doch aufgepasst mit dem Preis, den sollte man vorher wissen (im Hotel fragen), sonst wird man gnadenlos über´s Ohr gehauen. Am Busbahnhof stehen dann so etwas 30 Busse herum. Irgendwelche Hinweisschilder welcher Bus wohinfährt gibt es nicht. Man wird ganz automatisch gefragt, wo man herkommt, wo man hinwill, wie man heisst und weshalb man in Indien ist. (Dazu werde ich in einem anderen Bericht was darüber schreiben).. So ist es kein größeres Problem dass man in einem Bus landet. Dort sicherheitshalber nachfragen wo der Bus hinfährt und schon geht das Abenteuer los.
FATEHPUR SIKRI
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Treffend hat man die auf einem Felsrücken knapp 40 km südwestlich von Agra gelegene Geisterstadt einmal als „imposantes Monument der Macht und gleichzeitig der Ohnmacht des Mogul Reiches bezeichnet“. Ich kam mir nach der Ankunft erst einmal vor als hätte mich eine Zeitmaschine zurück ins Mittelalter versetzt.
Glaubt man der Legende kam „Akhbar der Große“ nach Sikri um bei einem „Einsiedler“ den Segen für die Geburt eines männlichen Nachfolgers zu bitten. Dieser Wunsch ging wohl in Erfüllung. So entschloß er sich dafür zu Sorgen, dass die „Einsiedelei“ zu Ende ist und „Sikri“ zum Standort einer neuen Hauptstadt des Mogulreiches wird.
Die Bauarbeiten begannen 1571. Wie wir von einem kundigen „Guide“ erfuhren, baute man zunächst die 10 km lange Stadtmauer. Die Moschee wurde auf dem höchsten Punkt des Felsens errichtet. Nach einem erfolgreichen Feldzug in Gujarat benannte Akhbar die neue Hauptstadt in Fatepur (Stadt des Sieges) um.
Doch ebenso abrupt wie die Geschichte 1571 begonnen hatte, endete sie kaum 15 Jahre später auch wieder. Die problematische Wasserversorgung brach zusammen, so verließ der gesamte Hofstaat den Ort und zog einfach nach Pakistan um. Man muss sich dies heutzutage einmal vorstellen.
Um die Moschee sowie die gesamte Palastanlage zu besichtigen benötigt man mindestens zwei Stunden. Interessant ist dabei nicht nur der „Haremsbereich“ und die Privatgemächer des Kaisers.
Gut erinnern kann ich mich heute (knapp neun Monate nachdem ich es besichtigte) an ein Wasserbecken. Auf der durch Stege mit dem Ufer verbundenen Plattform sollen in Vollmondnächsten musikalische Darbietungen stattgefunden haben.
TIPP:
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Was man sich nicht entgehen lassen sollte ist der „Bazar“ direkt unter der großen Festungsanlage.
Organisierte Touren fahren hier direkt vorbei und so verpaßt man wirklich was. „Mittelalter pur“, hab ich in mein Tagebuch geschrieben. Hier ließen wir uns treiben und fingen langsam an zu überlegen. „Wie kommen wir von hier überhaupt wieder weiter?“ Denn uns teilte jemand so ganz beiläufig mit, dass kein Bus zurück nach Agra fährt.
Dafür sahen plötzlich wie sich Menschen in vorbeikommende Jeeps drängen.....
Eine Coca-Cola und eine halbe Stunde war es soweit: ein Jeep, besetzt mit 15 Personen, rast über die Hauptstraße. Wir sitzen hinten auf den Notsitzen, der Fahrer vorne drückt Kupplung, Gas und Bremse, an lenken ist nicht zu denken, das macht der junge Bursche (war wohl kaum 15!) direkt neben dem Fahrer.
„Nichts denken die Landschaft ansehen und fragen, wann wir aussteigen müssen“, sagte ich mir, denn unser Ziel war nicht Agra, sondern der „Keoladeo-Nationalpark“.
FAZIT:
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Mit den Busverbindungen von Fatehpur Sikri zurück nach Agra zurück zu kommen ist nicht ganz einfach, denn hier fahren seit Mitte 2001 mit Sicherheit keine Busse mehr. In Indien ist jedoch alles zu jeder Tages und Nachtzeit möglich, das war uns schon nach wenigen Tagen in dem Land klar. Allerdings ist solche eine Jeepfahrt nichts für schwache Nerven, ausserdem ist die Fahrt etwa viermal so teuer wie mit dem Bus. Hat aber Spass gemacht, wenn ich mich so zurück erinnere.
Also: wer in Agra ist sollte sich Fatepur Sikri nicht entgehen lassen.
Viel Spass bei dem Abenteuer wünscht Euch
©Schlingel62
auch bei CIAO, dort unter Linsenrainer, sowie dooyoo (schlingel62)veröffentlicht
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-10-23 16:05:00 mit dem Titel Das heißeste Abenteuer: Kamelsafari in die Wüste "Thar" in Nordindien
Vorwort
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Früher Morgen in Bikaner (Nordindien). Vor zwei Stunde sind wir mit dem Nachtbus aus Pushkar angekommen. Nur unter schwierigsten Bedingungen schafften wir es um 5 Uhr unsren „Tuk-Tuk-Fahrer“ mit seinem Moped zu dem von uns ausgesuchtem Hotel zu „dirigieren“. Es sieht recht trostlos aus in der 550.000 Einwohner zählender Stadt. „Hier sind wir, nur hergekommen um eine Kamelsafari zu machen“, versuche ich unserem „Guide“ dies klar zu machen. „Auf fahre uns zu Vino-Desert-Safari-Lodge“, bin ich schon etwas geladen, als er uns vor einer Nobelherberge unbedingt absetzten will. „Na ja, da muss man wieder mal durch, das kennen wir schon“, denke ich mir, aber daran hat man sich schon gewöhnt, wenn man einige Tage in Indien unterwegs ist. So blieb uns nichts anders übrig, als unserem Fahrer den Weg zu „Vino“ zu weisen. „Wir sind nur aus einem einzigen Grund hier hergekommen“, versuche ich ihm weiter zu erklären, „ es ist eine Kamelsafari in die Wüste Thar“. Dabei grinst er nur und sieht schon die „Dollars“ in den Augen, die er allerdings nicht von uns erhält, als wir nach übe einer Stunde letztendlich doch bei der Lodge angekommen sind. Es hat sich gelohnt, denn wir sollten uns hier nicht täuschen.
Wie ging es weiter?
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Mehrtägige Kamelsafaris in die Wüste Thar mit Ausgangs- und Endpunkt finden normalerweise in Jaisalmer statt und gehören für die allermeisten Individualtouristen zu den Höhepunkten. Wer aber vom „klassischen Lawrence-von Arabien.-Klischee“ den menschenleeren, sich endlos bis zum Horizont erstreckenden Sanddünen ausgeht, wird in Jaisalmer enttäuscht. Wir informierten uns schon „daheim in Deutschland“ über die diversen Möglichkeiten und entschieden uns die Tour vor Ort in Bikaner bei „Vino“ zu buchen. Hier sollten wir auch nicht enttäuscht werden.
Szenenwechsel: Es ist der 10. November, 8 Uhr am Morgen, wir trinken frisch aufgebrühten Tee bei Vino in der Safari-Lodge und warten. Denn innerhalb von einer halben Stunde haben wir alles perfekt gemacht für eine 2,5 tägige Tour in die Wüste Thar. Bis 12 Uhr haben wir Zeit. Bis dorthin muss noch eingekauft werden, also können wir auch noch einen Abstecher in die Altstadt von Bikaner machen. Also hat sich auch jeder noch einen Turban gekauft. „Es wird heiß in der Wüste“, erklärt uns „Ganesh“, der uns später begleiten wird. So lernen wir auch noch schnell wie man sich am besten einen Turban bindet.
Fast pünktlich geht es dann los. Die Plane des Jeeps schützt uns vor der sengenden Sonne Nordindiens. Vorbei an kleinen Ortschafen wage ich einen Blick nach draußen, sehe die ersten Kamele. „ Noch eine Stunde, dann treffen wir auf ein Pärchen aus Australien, sie sind gestern hier los, wir schließen uns ihnen an, dann wird die Karawane noch größer“, freut sich auch unser Tour-Guide darauf, dass er noch zwei weitere Touristen, das Leben mit und in der Wüste etwas näher bringen kann.
Eines wurde schnell klar: Die vielen Kleinbauern, die wir mit ihren Kamelen sahen leben oft kapp an der Grenze des Überlebens, denn die Kamele vertilgen die letzten Halme die es hier noch gibt.
Pünktlich zum „Sonnenuntergang“ trafen wir an einer großen Sanddüne auf unsere „Karawane“. Insgesamt waren es fünf Kamele, zwei davon mit einem Ziehwagen, was sich später als großen Vorteil herausstellen sollte. Doch zurück zu unserem „Nachtlager“ mitten im großen „Sandhaufen“. Drei Steine in einem Dreieck sind die Herdstelle. Davor sitzen die Kameltreiber, kneten, rollen und welgen den Teig, das später zum leckeren Fladenbrot wird. „Die Chapatis sind wirklich genial“, bestätige Ganesh, der uns einiges über die Probleme der Wüstenbewohner und das Leben mit der Wüste erzählt. Wir erfahren dies später, am nächsten Tag am eigenen Körper. Denn Kamelreiten sieht zwar romantisch aus, ist jedoch sehr anstrengend, besonders für den Rücken und dessen Verlängerung. Es gibt nicht wenige, dies deswegen nach euphorischem Beginn bereits am zweiten Tag aufgeben. Wir hatten zum Glück unseren „Zieh und Transportwagen“ mit dabei. So konnte man nach zwei Stunden von den Wüstenschiffen hinunter auf den Wagen steigen und gemütlich sich durch die Gegend schaukeln lassen.
Unvergesslich waren für mich, wenn ich mich heute, vier Monate später zurück erinnere nicht nur die sternenklaren Nächte, als wir, eingemummelt in den Schlafsack über eine stinkende Kameldecke die Sternschnuppen zählten, sondern vor allem die Menschen, denen wir begegneten, mit denen wir kochten, lachten und spielten.
Nach dem Mittagessen auf einem „Kartoffelacker“ sehe ich unserem Kamelführer im Schatten zu, wie er sich über einer Schüssel wäscht: ER reibt sich geklärte Butter ins Haar und füllt dann eine Schüssel mit Wasser und ein weinig Buttermilch. Dann zieht er sich bis auf die Unterhose aus, behält sie während der ganzen Prozedur an. Der Kamelführer (leider hab ich seinen Namen nicht in mein Tagebuch geschrieben) gießt die Mischung über Kopf und Rücken. Wäscht dann seinen Oberkörper und eine Beine und Füße, dann hockt er sich über die Schüssel. Nach dem Bad kämmt er seine Harre, die sich in der Sonne ringeln...“Hm“ denk ich mir, „der genießt förmlich das Bad in der Wüste, das könne ich unter diesen Umständen nicht, morgen dusche ich auch wieder....“
Vier Stunden später halfen auch wir den schnell trocknenden Dung der Kamele aufzusammeln, den diesen benötigt man als „Heizmaterial“. So gibt es wieder ein vorzügliches vegetarisches Abendessen. Müde fallen wir kurz nach Sonnenuntergang auf unsere „stinkenden Kameldecken“. Ich sehe wieder hoch in den Sternenhimmel und finde das Sternenbild „Kassiopeia“ und den „großen Wagen“. „Ja so muss es wohl gewesen sein bei „Lawrence-von Arabien“ gewesen sein. Weitere Touristen haben wir während unsere Tour in die Wüste Thar nicht getroffen.
Fazit
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Es war für uns ein Glücksgriff nach Bikaner gekommen zu sein und die Tour bei Vino gebucht zu haben. Hier die genaue Adresse: Vino Desert Safari, Gagashahar, Bikaner. E-Mail: [email protected], Hompage: www.vinodesertsafari.com .
Man bekommt übrigens zum Schluss noch ein kleines Highlight zu sehen: den Rattentempel in Deshnok, den sogenannten Karni-Mata-Tempel.
Ach hab ich mich geekelt, als ich drin war. Abscheu und Neugierde waren wohl die beherrschenden Gefühle beim Ganz durch die Eingangstür. Ein ekelerregender Gestank und tausendfaches Gequieke beherrschen das Innere des Tempels. Hervorgerufen wird dies von tausender von Ratten, die im Tempelkomplex verehrt und gefüttert werden. Aber zurück zur Wüste rund um Bikaner: Wer eine Kamelsafari machten möchte, sollte dies in und um Bikaner in Nordindien machen, dies kann ich „wärmstens“ empfehlen. Es sind unvergessliche Momente, die man hier hautnah erleben kann.
Viel Spaß wünscht Euch
Euer
Schlingel62
geschrieben auch für ciao und doyoo
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-06-26 12:37:52 mit dem Titel TAJ MAHAL: Das schönste Gebäude der Welt!
Vorwort
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Reisen als Sinnesrausch: Steinskulpturen lieben sich in allen Verrenkungen des Kamasutra, Festen beginnen als Farborgien, der Tee wird mit Blick auf den Himalaya serviert und ein goldener Tempel schwebt über dem Wasser. Drogen? Nein ich bin nicht im „Drogenrausch“, Nein ich bin im Norden von Indien. In diesem Bericht möchte ich über Agra, genauer gesagt über das Taj Mahal, für mich das schönste Gebäude für alle, die an die wahre Liebe glauben berichten.
Agra
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Indienreisende werden es spätestens nach ihrer Ankunft feststellen, dass in Agra die aufdringlichsten Rikschafahrer zu finden sind. Mit den Fahrern und Händlern zu verhandeln kostet allerhand Geduld und Verhandlungsgeschick. Die einst prächtige Mogul Stadt, nur zweieinhalb Zugstunden von Dehli entfernt (Wenn man den Shantabti-Express nimmt) ist heue zu einem geschichtslosen und verschmutzen Industriestandort verkommen. Ich möchte hier gar nicht näher darauf eingehen. Dafür hat Agra zwei Attraktionen die zu dem Schönsten zählen was Indien zu bieten hat. Zum einen „das rote Fort“ und nicht nur für mich das „sagenhafte Taj Mahal“.
Taj Mahal
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Wir haben bereits kurz nach unserer Ankunft in Agra darüber diskutiert, zu welchem Zeitpunkt wir denn das „Taj“ besuchen: Zum Sonnenaufgang oder zum Sonnenuntergang. Jede Zeit hat seine Reize. Es war im November, etwas diesig, wir wussten am Abend zuvor immer noch nicht so recht was wir tun sollten, da ließen wir wieder einmal den „Zufall“ als Schicksal walten und die eine Rupie Münze entschied nach zwei Bier, dass wir am nächsten Morgen uns auf dem Weg zum „Taj“ machen.
Auszug aus meinem Tagebuch: „Heute klingelte bereits um 5:30 Uhr der Wecker, denn wir wollten uns auf dem Weg zum „schönsten Gebäude der Welt machen“. Nachdem wir uns mit Pfannkuchen und Tee gestärkt hatten brachte uns der „Rikschafahrer“ in 20 Minuten zum Eingang am Taj.“ Soweit, so gut, jetzt kam die erste Überraschung,, es war nicht der Eintrittspreis, wir wussten, dass wir stolze 800 Rupien zu bezahlen hatten. (19€´!), sondern dass man fast alles was man dabei hat, abzugeben hat. Kurzum der Tagesrucksack mit Taschenmesser, Wasserflasche, Kulis, Müsliriegel, halt alles was irgendwie das „Taj“ beschädigen und schädigen kann muss abgegeben werden- So stellt man sich an zwei Schlangen an, an der Schlange um die Eintrittskarte zu kaufen, und an der Gepäckaufbewahrung. Es waren relativ wenig „Touristen“ kurz nach 6 Uhr da. , Nur rund 20 Personen freuten sich den „Eintritt“ zu berappen. Das überraschte uns auch, aber im letzen Jahr waren ja 70 Prozent weniger Touristen im Land, erfuhren wir von verschiedenen „Hotelmanagern“, doch zurück zum Taj Mahal.
„Eine Träne auf dem Angesicht der Ewigkeit“. So beschrieb Indiens berühmtester Dichter Rabindranath Tagore das Taj Mahal. Das Gebäude ist für mich der Beweis dafür, dass Schönheit universell ist. Europäer, Chinesen, Amerikaner und Inder und zwei Touristen aus „badisch Sibirien“ (mein Kumpel und ich), alle stehen ergriffen vor diesem letzen Liebesbeweis des Mogul Kaiser Shah Jahnan an seine fünfte Frau Mumtaz Mahal. Sie starb mit 39 Jahren nach der Geburt ihres 14. Kindes. 20000 Menschen arbeiteten von 1631 bis 1653 an dem Grabmahl. 1000 Elefanten zogen den Marmor aus Rajastan heran. Damit ruinierte Sha Jahan die Staatsfinanzen.
Ich ließ das Taj Mahal ganz einfach auf mich wirken. Die besten Bilder macht man,wenn man direkt durch das Tor tritt und das Gebäude in etwa 200 Meter Entfernung vor einem steht. Die „Münze“ die wir warfen um zu entscheiden zu welcher Tageszeit wir das „Taj“ besuchen hat uns Glück gebracht, denn es war die richtige Entscheidung es am Morgen zu machen. Die Magie des Taj zeigt sich an verschiedenen Orten zu verschiedenen Zeiten. Bei uns war es im Morgengrauen, wenn sich die Türme langsam aus dem Nebel lösen. Der weiße Marmor schimmert, ja er beginnt fast zu glühen, so hatte ich zumindestens den Eindruck. Ich denke heute noch an die Frauen, die ich sah, als sie am Fluss in ihren Saris in der Reflektion des Palastes beim Waschen der Wäsche waren. Uns hat unser „Hotelmanager“ in unserer Unterkunft erzählt, das Taj Mahal am sinnlichsten wirkt, wenn es regnet. Dann strömen die Touristen in die Busse, Pärchen, schmiegen sich aneinander und Kinder tollen herum. Dabei steht für einen Augenblick außer Frage: Es gibt die unendliche Liebe, und hier ist sie zu Hause.
Leider gab es für mich am Taj Mahal einen kleinen Wehrmutstropen, denn meine „wahre Liebe“, meine Freundin war leider nicht dabei, aber ich war fast die ganze Zeit in Gedanken bei ihr. Einen Logenplatz für Romantiker haben wir später auch noch entdeckt: von allen Palästen am Fluss Jamuna ist das Taj zu sehen. Das ist wirklich zu empfehlen den Abstecher dorthin zu machen.
Natürlich sind wir von „selbsternannten Tour-Guides“ beim Taj Mahal nicht verschont geblieben. Obwohl wir gewarnt wurden, dass wir bestimmt von einem „Studenten“ angequatscht werden, der uns zeigen möchte, von wo aus man die besten Aufnahmen des „Taj“ machen kann, konnten wir irgendwie nicht widerstehen. Er zeigte uns auch von wo aus man die „Diamanten“ im Marmor zu „blitzen“ sieht. Und in der Tat von ganz bestimmten Positionen aus „blinkerte“ es im Marmor. Also: Teleobjektiv nicht vergessen. Dies geht alles recht schnell, es waren wohl nur 10 Minuten in der uns der „Guide“ von einer Position zur anderen hetze und wir dann die Aufnahmen „schossen“: Dann war der ganze „Spuk“ vorbei und wir auch um 50 Rupien ärmer. „Was soll´s, dachte ich das ist eben Entwicklungshilfe direkt vor Ort“!
Schnitt/Andere Szene/gleicher Tag: Baby Taj:
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Auf das sogenannte „Baby Taj“ möchte ich nur ganz kurz eingehen. Wer in Agra ist und noch etwas Zeit hat, sollte sich dies nicht entgehen lassen. Da wir fast den ganzen Tag noch vor uns hatten, „gönnten“ wir uns auch diesen Besuch. Das „Baby Taj“ richtiger Name: „I`TIMAD UT DAULAN“, liegt auf der gegenüberliegenden Flussseite, etwas außerhalb des Stadtzentrums. Es wurde 1622 von einer Frau des Kaiser Jahangir für ihren persischen Vater erbaut. Kleiner als das Taj, aber auch dafür viel intimer und feminier in seiner Bauweise. Hier ist man fast unter sich bleibt also auch von den Tour-Guides verschont.
FAZIT
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Der Besuch des Taj Mahal ist sicherlich ein Höhepunkt jeder Indienreise. Dies war es auch für uns, obwohl in den nächsten drei Wochen unserer Tour noch viel passierte. So lohnt es, obwohl die Eintrittspreise fast schon utopisch hoch sind. Jetzt erinnere ich mich auch was noch in meinem Reiseführer stand, ein Zitat, als unser alter Bundespräsident Heinrich Lübke mit seiner Frau beim Fototermin vor dem Taj Mahal stand: „Wilhemine, ich sag nur Sauerland, bleibt Sauerland“. Na ja, das ist zum schmunzeln, ich bin aber nicht dieser Meinung. Für mich ist das Taj Mahal das schönste Gebäude für alle, die an die wahre Liebe glauben, Zyniker haben hier nichts zu suchen.
Ich wünsch Euch viel Spaß beim Besuch und freu mich darauf, wenn ich nächste Woche mal meine Dias anschaue...
Euer Schingel62
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-07-03 17:00:20 mit dem Titel KEINE WELTENTRÜCKTEN JOGIS, DAFÜR PALÄSTE UND MEHR....
Vorwort
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\"Was ihr geht nach Indien, das ist doch viel zu gefährlich, was wollt ihr da?\". Diese Kommentare mußten wir oft hören. Unsere Familie, Freunde und Bekannt waren nahezu entsetzt, als sie davon erfuhren, dass wir uns im November 2001 doch auf den Weg machten. Wir hatten uns gut auf das Land eingestellt, und ahnten was hier auf uns zukommt. Aber meistens kommt es anders als man denkt und \"vor Ort\" sieht die Situation sowie wieder ganz anders aus. So landeten wir ganz früh am Morgen in der Hauptstadt Dehli.
Eine erwartungsvolle Vorfreude hatten wir auf \"Dehli\" nicht, ja überhaupt nicht, erinnere ich mich gut. Mit der braucht man in dieser Stadt nicht zurechnen. \"Ich bin jetzt gespannt was kommt\", sagte ich zu meinem Kumpel, als wir vom Flughafen in die Stadt fuhren. So gab es für uns zumindestens keine unliebsame Überraschung.
Nicht märchenhafte Paläste, weltentrückte Yogis oder meditative Ruhe, sondern der geballte Lärm, Dreck und die Hektik einer Großstadt mit gut 11 Millionen Einwohnern, die aus allen Nähten platzt empfängt einen. Dem Ansturm von täglich Tausenden von Zuwanderern aus verarmten Regionen und den Belastungen des unkontrollierten Wirtschaftswachstums scheint die Stadt heute weniger gewachsen sein denn je.
Was sehe ich zuerst?
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Der Flughafen sieht ja noch ganz gut aus, den habe ich mir in meinen Vorstellungen weitaus schlimmer vorgestellt. Auch sind nicht so viele \"Fänger\" vor Ort, die einem unbedingt die beste und günstigste Unterkunft aufschwätzen wollen.
Dann kommt es aber: Unzählige Obdachlose, die jede Nacht mit einer dreckverkrusteten Decke ihr Nachtlager auf den Gehsteigen aufschlagen, sowie eine Smogglocke die das ganze Jahr über Dehli lastet
Luftverschmutzung:
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Was sich vor allem bei mir einprägte ist die starke Luftverschmutzung. Ich war ja schon in einigen Städten in der dritten Welt. Dehli übertraf bisher alles. So gehört die Stadt wie auch Kalkutta zu den sieben am meisten verschmutzen Städten in der Welt. Kein Wunder, dass die Hauptstadt Indiens bei Touristen keinen guten Ruf hat.
Doch bevor ich darüber schreib was wir in Dehli erlebten. Zunächst ein Blick in die Geschichte:
Geschichte:
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Delhi - die Hauptstadt Indiens mit seiner tausendjährigen Geschichte, ist auch die Stadt mit den meisten Sehenswürdigkeiten. Die Stadt liegt am Westufer des Yamuna-Flusses, am Rande der Ganges-Ebene.
Hier, zwischen den zerfallenen Befestigungen des Purana Quila, eines alten Forts, wurde während der letzten Ausgrabungen festgestellt, daß die Stadtgründung auf das Jahr 1200 v. Christi zurückgeht und mit Indra-Prastha, der legendären Metropole der Arier, identisch ist.
Die ersten historischen Aufzeichnungen stammen jedoch aus dem 11 . Jh. n. Christi, als die Rajput-Fürsten ihren Sitz in der Stadt hatten.
Im 12. Jh. brachen islamische Eroberer in Delhi ein. Prithviraj, der letzte Hindukönig, der in Delhi herrschte, wurde 1192 in einer Schlacht getötet. Seit dieser Zeit bis zur britischen Kolonialherrschaft regierten Moslemherrscher.
Das jetzige Delhi besteht aus zwei deutlich voneinander getrennten Teilen: dem \"alten\" Delhi (Old Delhi), mit seinen typisch orientalischen Stadtvierteln, seinen engen Gassen und Basaren, seinen Tempeln, Moscheen und anderen historischen Monumenten, und dem \"neuen Delhi\" (New Delhi).
Das letztere wurde von den britischen Architekten Lutyens und Sir Herbert Baker 1931 symmetrisch als Gartenstadt angelegt. Hier, zwischen den Gräbern und Mausoleen, Erinnerungsstätten edler Herrscher und Könige, ist Delhi so, wie es von den Briten gestaltet wurde: breite Prachtstraßen, unberührte Gärten, weit verstreute Sommerhäuser im Kolonialstil und schattige Alleen.
Der \"Raj Path Boulevard\" zieht sich vom Fuße des Indischen Tors am imposanten Parlamentsgebäude vorbei, schnurgerade bis hin zu den wichtigen Toren des \"Rahtrapati-Bhawan\" Palastes, der königlichen Residenz
Weitere Sehenswürdigkeiten :
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In Alt Delhi:
Chandni Chowk, Red Fort, Jama Masjid, Rajghat, Firoz Shah ,Kotila.
In New Delhi:
Purana Quila, Grabmal Humayuns, Nizam-du-Din Aulia, Jantar Mantar-Sternwarte, Parlament, Rashtrapati Bhawan, India Gate, Lakshmi-Narayan-Tempel, Buddha Jayanti Park, Bahai Temple, Qutub Minar, Hauz Khas.
Verkehrsverbindungen:
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Fast alle Fluggesellschaften fliegen nach Delhi (acht Flugstunden von Deutschland ). Der Internationale Flughafen \"Indira Gandhi International Airport\", Terminal und II, liegt 22 km vom Stadtzentrum entfernt. Hier befindet sich ein Informationsschalter, wo man auch die Möglichkeit hat, Hotels und Autos zu buchen.
Der Terminal I fertigt die Inlandsflüge ab und ist 15 km vom Stadtzentrum entfernt.
Wie komm ich in die Stadt:
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Darüber machten wir uns am wenigsten Gedanken. Dies ist auch überhaupt kein Problem. Am besten man nimmt ein Taxi, nach einigem Hin und Her und entsprechend harten Verhandlungen kann man recht günstig in das Zentrum fahren. Wir sind ja bei unserem Flug früh´s um 6 Uhr gelandet. Da konnten wir uns den günstigsten Fahrer aussuchen und fuhren so nach \"OLD DEHLI\".
Unterkunft:
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Delhi besitzt eine große Anzahl Hotels verschiedener Preisklassen. Wir hatten natürlich wieder nichts vorgebucht. Als \"Backpacker\" ist es am besten in Old Dehli unterzukommen, hier im Stadtteil Pahar Ganji. Da gibt es eine ganze menge relativ günstige Unterkünfte. Bei der Fahrt in die \"Altstadt\" bekamen wir gleich den richtigen Eindruck von den äussert schwierigen und ärmlichen Lebensbedingungen mit den die Einwohner täglich ums Überleben kämpfen müssen.
Noch \"schlief die Stadt\" , aber überall waren Kühe und Schweine zu sehen, die zwischen Müllberge nach Abfallresten suchten.
Doch zurück zur Unterkunft. Wir landeten \"Gold Regency\", das war noch die beste Unterkunft, saubere Zimmer, was will man mehr.
Kostenpunkt: 600 Rupien, ein ganz schöner Happen, sind so rund 13 € umgerechnet.
Adresse: 4350 Main Bazar, Tel. 3540101, Website: www.goldregenci.com
Dies war aber auch wie sich auf unserer weiteren Reise herausstellte für uns die teuerste Unterkunft bei dieser Tour durch Indien.
\"Naja,\", dachte ich, \"mal sehn wie das hier weitergeht\", unser \"Gold Regency\" hatte einen weiteren Vorteil es liegt nur ein paar Hundert Meter vom Hauptbahnhof in New Dehli entfernt.
Sonstiges wichtiges:
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Die drei wichtigsten Bahnhöfe Delhis: Old Delhi Railway Station, New Delhi
Railway Station und Nizamuddin Railway Station.
Im ersten Stock der New Delhi Railway Station, IRCA Building, Chelmsford Road, Paharganj, kann man ohne Probleme am \"Internationalen Tourist Counter\" Züge buchen und in ausländischer Währung bezahlen. Besitzt man eine Umtauschquittung, kann man auch an einem andere Schalter in Rupeen bezahlen.
Was uns hier(NEW DEHLI RAILWAY_STATION) passierte als wir ein Zugticket kauften um nach Agra zu kommen werde ich in einem anderen Bericht beschreiben.
Die öffentlichen Überlandbusse fahren vom Interstate Bus Terminal am Kashmiri Gate ab.
Was haben wir noch getan?
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Zunächst kümmerten wir uns um ein Zugticket für unser Fahrt nach Agra. Aber wir haben auch einige Sehenswürdigkeiten uns angesehen. So machten wir einen Spaziergang vom Roten Fort zum Jamia Masjid. Knapp einen Kilometer südöstlich des Roten Fort überragt die größte Moschee Indiens das quirlige Basarviertel Old Dehlis. Imposant ist der Blick vom 40 meter hohen Minarett. Das eine Minarett kann man für 10 RP besteigen. Es lohnt kann ich da nur sagen.
Ach ja mit der \"Ritscha\" fuhren wir dann wieder zum Roten Fort zurück. Dessen beste Zeiten scheinen vorbei zu sein, aber sehenswert ist dies allemal. Am schönsten war für mich die offenen Gartenanlage zwischen dem Trommelhaus und der dahinter gelegenen öffentlichen Empfangshalle. Hier erinnerten mich die Einlegearbeiten irgendwie an die Alhambra in Granada.
Der berühmte Gewürzmarkt war ein weiterer Höhepunkt, den ich so schnell nicht vergessen werde. Diesen Besuch haben wir einem hartnäckigen Ritschafahrer zu verdanken.
Natürlich waren wir auch in \"Fathepur Sikri\", und am \"Connaugt Place\". Doch dies werde ich hier nicht in allen Einzelheiten beschreiben.
FAZIT:
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Da wir uns vorwiegend in Old Dehli aufhielten wird uns der starke Kontrast, die immense Armut, die Bettler, Schlepper der Dreck und die Luftverschmutzung vor allem in Erinnerung bleiben. Gerade für die Besucher die zum ersten Mal in eine \"dritte Welt-Stadt\" kommen wird es mit Sicherheit schwierig sein sich zurecht zu finden. Wir machten uns ab dem ersten Tag Gedanken, darüber, wie man die Situation in Dehli verbessern könnte. Lösung: gibt es keine. Ein kleiner Schritt wäre zumindestens die vielen Kühe und Schweine aus der Stadt, von den Straßen und Plätzen zu nehmen. Postitive Seiten konnte ich an Dehli nicht entdecken, vielleicht sind es die Einkaufsmöglicheiten, oder die Visumangelegenheiten die man hier erledigen kann.
Ich wünsche jedenfalls allen die nach Dehli kommen viel Spass in der Stadt. Ach ja: sie ist sicher, wie so viele Städte in Indien, wir trafen jedenfalls keinen, dem etwas geklaut wurde.
Euer
©schlingel62
veröffentlicht auch bei Ciao und dooyoo
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-08-26 08:07:58 mit dem Titel DA WO DER PFEFFER WÄCHST; ZU BESUCH AUF DEM GEWÜRZMARKT IN DEHLI
Vorwort
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„Da wo der Pfeffer wächst, das muss Indien sein“, dies hab ich schon in der Schule gelernt. Bei meiner Tour durch Indien bin ich in Dehli auf etwas ganz besonders gestoßen, dass ich ihn ähnlicher Form noch nie in dieser Form gesehen habe: Den GEWÜRZMARKT in Dehli.
Besuch auf dem Gewürzmarkt in Dehli:
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Wir wollten eigentlich zurück in Richtung unseres Hotels fahren, da überredete uns unser „Rikschafahrer“ auf Jungs ich zeig Euch mal den „Spice-Market“ hier in Dehli. „Naja“, dachte ich, „ der wird auch nicht anders ein wie ein sonst üblicher Gewürzmarkt.sein“. Doch ich sollte mich täuschen.
Wie ging es weiter?
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Der „Rikschafahrer“ fuhr kaum einen Kilometer , quasi kaum um die Ecke und sagte nur. „Wir machen hier Pause, dort hinter dem großen Tor werden Euch die Augen geöffnet“. Und in der Tat war es so. Ich fühlte mich irgendwie plötzlich um 300 Jahre zurückversetzt als es durch den Gewürzmarkt ging.
Indiens Ruf als Heimat einer der besten Küchen der Erde beruht auf der unvergleichlichen Anzahl unterschiedlicher Gewürze. Diese sahen wir hier Säckeweise, was heisst Säckeweise, ganze LKW Ladungen waren überfüllt von Chilly, Curra, Pfeffer und noch mehr.
Es war ein einziges Gewimmel von Trägern, Händlern, Frauen und Männern die ihre Gewürze gleich Säckeweise einkauften und wir mittendrin dabei. Touristen waren hier keine zu sehen.
„Kommt geht weiter mit, wir gehen mal hoch auf ein Dach, dann hat man einen noch besseren Überblick.“, gesagt getan. So führte uns der Rikschafahrer über dunkle Hinterhöfe über mehrere Treppen hoch auf die Dächer der Altstadt. Immer wieder massenweise Curry, ich rieche ihn jetzt noch und werde ihn wohl nie wieder so riechen wie an diesem Tag in Dehli.
In Indien selbst ist unser „Curry“ als „Garam Masala“ bekannt. Man muß den Briten, deren Beitrag zur internationalen Küche bekanntlich ja recht unbedeutend ist, allerdings zugestehen, dass sie von Anfang an überfordert waren, die überaus raffinierte und komplizierte Küche Indiens zu verstehen.
Wir hatten inzwischen mit ganz anderen Problemen zu kämpfen. Denn die Gerüche stiegen so stark in unser „Riechorgan“, dass wir beide einen Niesanfall bekamen. Es war ungefähr so, wenn man eine Überdosis Schnupftabak in die Nase bekommt. Kein Wunder, dass wir nicht nur von unserem Rikschafahrer belächelt wurden. Aber sogar der musste zweimal niesen.
In mein Tagebuch schrieb ich an diesem Tag: „Wir sahen wohl hunderte verschiedene Gewürze bei der Entdeckungsreise auf dem Gewürzmarkt, die Nase brennt jetzt noch, so stark als hätte ich Heuschnupfen , es wird wohl immer ein Geheimnis bleiben welche Mischungen der verschieden Gewürze es hier gibt“. In der Tat erfuhren wir später, dass die Mischung der verschiedenen Gewürze das große Geheimnis jeder indischen Hausfrau ist. Bei all ihrer Unterschiedlichkeit beinhalten fast alle diese geheimnisvollen Mixturen Koriander, Zimt, Kümmel, Nelken, Kardamon und Pfeffer. Auf dem Markt erklärte uns auch unser „Guide“, den ich später einfach „Hans“ taufte, dass jedes indische Gericht sein spezielles „Masala“(Gewürzmischung) hat, denn es ist die Auswahl, die Menge und die Mischung der einzelnen Gewürze, die den individuellen Geschmack eines Gerichtes ausmacht.
Fazit
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Es war für uns kein Kulturschock als wir auf dem großen Gewürzmarkt in Dehli landeten, für mich war es kurzum ein „Glücksfall“. Noch heute steigen wir die Gerüche in die Nase, ich hab noch nie in meinem Leben so starke Düfte um meine Nase gehabt. Wochen später erzählte ich meiner Freundin immer wieder vom Besuch auf dem Gewürzmarkt. Wer also das Glück haben sollte, dass zufällig „Hans“ der Rikschafahrer vorbei kommt und fragt ob man mit zum Gewürzmarkt fahren möchte, sagt einfach „Ja wir fahren mit“, denn solch ein Erlebnis gibt es nicht alle Tage. Ich hab übrigens zwei Wochen später gesehen wo der Pfeffer wächst, es war in Kerala in Südindien, dort wächst der Pfeffer auf den Bäumen.
Viel Spass wünscht Euch
Euer
©Schlingel62
geschrieben für yopi, dooyoo und ciao
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-08-29 08:10:20 mit dem Titel JODHPUR - DIE STADT DES LICHTES IN RAJASTHAN -
Vorwort:
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Ich sag nur „Happy Diwali“, wenn ich an unseren Aufenthalt in Jodhpur zurückdenke. Denn das „Diwali-Fest“ stand dabei im Mittelpunkt. Es ist das fröhlichste aller Feste, denn jede Stadt und jedes Dorf verwandelt sich in ein Märchenland aus Tausenden von flackernden Öllichtern. Auch wir wurden herzlich Empfangen, obwohl wir zunächst etwas Orientierungsschwierigkeiten um früh am morgen um 4.30 Uhr in der ehemalige Hauptstadt des Staates Marwar angekommen sind.
Wie kommt man da hin?
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Viele Wege führen nach Jodhpur (ca 850.000 Einwohner). Wir nahmen einen „recht gemütlichen“, denn wir kamen mit dem Zug aus Jaisalmer dort an.
Zugfahren in Indien ist immer etwas besonderes. So war auch unsere Nachtfahrt über 284 Kilometer ein „Ereignis“. Langeweile ist nicht angesagt, man wird angesprochen, erfährt einiges über Indien, die Städte die man noch besuchen möchte und auch über das Reisen im Land. Kein Wunder, dass wir nicht viel geschlafen hatten und ich es gar nicht glauben konnte, dass wir schon in Jodhpur sind. Völlig verschlafen kroch ich aus meinem Schlafsack. Zum Glück wussten wir schon in welches „Guest-House“ wir gehen, so musste uns nur noch von dem „Tuk-Tuk-Fahrer“ hingebracht werden. Die Straßen lagen noch voll mit „verpulverten“ Raketen, Krachern und Blöllern, denn in der Nacht feierte man „Diwali“ doch dazu mehr.
Unterkunft
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Es gibt eine ganze Reihe günstiger Unterkünfte in der „blauen Stadt“ wie sie oft genannt wird. Wir bekamen einen Tipp von zwei Freunden, die mit uns die Tour durch die Wüste „Thar“ in Rajasthan machten. Dies war für uns ein Glücksfall, ja ein richtiger Glücksfall. Ich kann jedem empfehlen, der nach Jodphur kommt sich dort einzuquartieren:
Es ist das „Shahi Guest-House“, 1,5 Km vom Hauptbahnhof, 2 km vom Busbahnhof entfernt, Adresse: City Police, Ghandi Street, Tel Nr. 91-291-6233589, E-mail: [email protected]
Geschichte:
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Jodphur wurde 1489 von Raja Jodha Singh gegründet, eines der bedeutendsten Fürstengeschlechter Rajasthans. Das Stadtbild Jodhpurs wird durch seine Teilung in drei klar voneinander zu unterscheidende Stadtteile geprägt. Der erste Bereich ist die mittelalterliche Festungsstadt „Mehrangarh“ der ehemaligen Herrscher Marwars. Dieser Stadtteil bietet hohe, elegante Paläste, Tempel, Gärten, Seen und Wohn- und Handwerksviertel. Der zweite Bereich ist die Kolonialstadt mit ihren charakteristischen Bauten im indosarazenischen Stil. Dieser Teil der Stadt ist etwas abgelegener und enthält unter anderem den „Umaid Bhawan Palast“ mit seinen ausgedehnten Parkanlagen. Im dritten Bereich Jodhpurs finden sich hauptsächlich modernere Bauten. Wie schon im 16. Jahrhundert, ist Jodhpur auch heute noch ein florierendes Handelszentrum. „Stadt des Licht“ wird die zweitgrößte Stadt Rajasthans auch genannt.
Sehenswürdigkeiten
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Vor die schwierige Aufgabe gestellt, unter all den faszinierenden Festungsanlagen Rajasthans die beeindruckendste auszuwählen wird sicherlich das „Meherangarh Fort“ am meisten genannt. Auch bei mir ist dies der Fall. Aber warum? Ich bringe es kurz auf einen Nenner:
„Geradezu märchenhaft, wie diese riesige, aus einem 120 Meter hohen Felsen scheinbar herauswachsende Palastanlage im Abendlicht rosarot über der Stadt erstrahlt“, dies hab ich in mein Tagebuch geschrieben. Also bitte : Bei einem Besuch Jodhpurs sollte man auf keinen Fall das Meherangarh Fort auslassen.
Das Meherangarh Fort
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Jedes der insgesamt sieben Festungstore, die während des steilen serpentinenartigen von hohen Mauern begrenzten Aufstiegs zum Palast zu durchqueren ist, trägt Spuren er ereignisreichen Geschichte des Hauses.
Ein im wahrsten Sinne des Wortes markante und makarberes Beispiele des „Sati-Kultes“ findet sich mit den 32 Handabdrücken zu beiden Seiten des mit Eisenstacheln übersäten „Loha Pol“. Hier hinterließen die Prinzessinen der verschiedenen Maharajas eine letzte Erinnerung, bevor sie sich auf dem Scheiterhaufen ihres verstorbenen Mannes mitverbrennen ließen. Obwohl von den Briten schon Anfang des 19. Jahrhunderts verboten, soll sich noch 1953 die letzte „Sati „ aus dem Königshaus von Jodhpur selbst verbrannt haben.
Beeindruckend sind aber auch die filigranen Steinmetzarbeiten an den überhängenden Erkern und Balkone, ebenso die Ausstattung der Palastanlage mit antiken Möbeln, vergoldeten Sänften, Kostümen, Musikinstrumente und nicht zu vergessen die Miniaturmalereien in Umaid Vilas. Die Waffenkammer ist reich ausgestattet, und die gut erhaltenen Kanonen, an strategischen Plätzen aufgebaut, bieten einen beeindruckenden Anblick. Unglaublich aber wahr. Die Festungsmauer des Forts hat einen Umfang von zehn Kilometern.
Wichtig:
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Nach Beendigung des Rundganges sollte man auf jeden Fall den einzigartigen Ausblick von den mit Kanonen bestückten südlichen Festungsmauern auf die sich weit ausbreitende Altstadt Jodhpurs mit ihren tief blau bemalten „Brahmanenhäusern“ genießen.
Jaswant Thada
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Das Jaswant Thada kann man bequem zu Fuß vom Fort erreichen. Es wurde 1899 zum Gedenken an den Maharaja Jaswant Singh aus weißem Marmor erbaut und bietet einen starken Kontrast zu den Basaltfelsen, auf denen es steht. In diesem Bauwerk wurde der komplette Stammbaum der Herrscher von Jodhpur verewigt.
Weitere Sehenswürdigkeiten:
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Mandore, 8 km von Jodhpur gelegen, ist die alte Hauptstadt der Herrscher von Rathore und beherbergt die erste Festung des Staates. In der \"Hall of Heroes\" befinden sich sechzehn Statuen, die alle aus einem einzigen Felsen gehauen wurden. Die Figuren stellen populäre Hindu- und Volksgottheiten dar. In der näheren Umgebung befinden sich angelegte Gärten.
Umaid Bhawan, die die größte Privatresidenz der Welt sein soll, wurde 1929 von einem britischen Architekten entworfen. Dieses symmetrisch angelegte und feierlich wirkende Bauwerk ist mit einer Reihe von Innenhöfen und prächtigen Suiten ausgestattet, von denen die größte mit den Wandmalereien eines polnischen Künstlers versehen ist. Über dem Palast, der heute als modernes Hotel geführt wird, erhebt sich eine 57 Meter hohe Kuppel.
Der Mahamandir-Tempel, 1812 gebaut, und der 11 km entfernte Kailana Lake, der ein beliebter Ausflugsort ist.
Was passierte noch?
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Ich muss es einfach erwähnen: Das „Diwali-Fest“. Was hier passierte werde ich mein Leben nicht vergessen. Indische Feste sind so bunt und ungestüm wie das Land selbst. Zwar haben die meisten religiöse Ursprünge, doch gerade die für Indien so typische Einheit von Religion und prallem Leben macht ihre eigentliche Faszination aus. Der Indische Festkalender ist dick gefüllt. Einer der wichtiges ist „Diwali“ was in der Regel im November stattfindet. Eigentlich „Depavaili genannt (Lichterkettte), soll es eigentlich ein ruhiges beschauliches Fest, vergleichbar mit unserem Weihnachtsfest sein. Ursprünglich soll die symbolische Heimkehr „Ramas“ aus seinem Exil gefeiert werden. Doch steht völlig im Hintergrund. Überall kann man schon Tage vorher Kracher, Böller, Raketen und alles mögliche was man braucht um viel Krach zu machen kaufen. Vier Tage lang wird gefeiert. In Indien bedeutet dies, dass man am Abend anfängt, dann werden massenweise Silvesteraketen, Chinakracher und auch selbstgebastelte Böller abschießt, oder auch zwischen die Menschen und Touristen wirft.
Für uns war dies sehr sehr spannend, ähm, ich meine nicht nur spannend sondern auch gefährlich. Die ganze „Show“ dauert fünf Tage und Nächte, es wird also tag und nacht geballert und es kracht an allen Ecken. Für die kleinsten ist dies selbstverständlich ein Heidenspass. Die ganze Stadt bereitet sich darauf, man schmückt sein Haus, ja ganze Straßenzüge mit Lichterketten. So wird dies zum tollen Farbenspiel. Bei mir hat dies aber auch Kopfschmerzen verursacht und kurze Nächte, denn an Schlaf war nicht zu denken.
Fazit:
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Bei einer Rundreise durch Rajasthan sollte Jodphur auf keinen Fall fehlen. Schon allein das Meherangarh Fort ist die Reise wert. Nachleben gibt es zwar keines, aber das ist ja auch nicht wichtig und wer einmal das „Diwali-Fest“ in Jodhpur miterlebt hat, wird mit Sicherheit den Aufenthalt nicht vergessen. Zum Glück hatten wir Ohrenstöpsel mit dabei.
Also dann auf dach Jodhpur! Viel Spass wünscht Euch
©Schlinge62
geschrieben für YOPI, dooyoo und CIAO
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-08-31 20:54:36 mit dem Titel JAIPUR- DIE "PINKCITY" EIN MÄRCHEN AUS 1000 UND EINER NACHT
Unterwegs in der Pink City „Jaipur“
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Shilpa Shastra und Prinz Albert sind dafür verantwortlich, dass Jaipur heute eine der beeindruckensten Städte ganz Indiens ist. Dabei ist Shilpa Shastra nicht etwa ein raiputischer Herrscher, sondern einaltes indisches Lehrbuch der Baukunde und Prinz Albert nicht ein britischer Adliger, sonder der spätere König Edward VII. Wir machten uns darüber vor unserer Ankunft mit dem Bus aus Agra keine Gedanken, sondern machten uns mit dem „Tuk-Tuk-Fahrer“ auf den Weg zum „Pearl Palace“ unserem Hotel, von dem ich heute noch schwärme, doch dazu später mehr. Der erste Eindruck täuscht, denn immerhin leben in Jaipur etwa 1,8 Millionen Einwohner. Die sorgen dafür, dass es doch nicht so ruhig zugeht. Wir stürzten uns jedenfalls optimistisch und gut gelaunt in das Gewimmel der Altstadt und stellten fest, „nicht alles ist rosa angestrichen wie es in den Reiseführern drinn steht“.
Die Reisbrettstadt
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Unglaublich aber wahr Jaipur ist am Reisbrett entstanden. Schuld daran war Sawai Singh II (es war um 1700!), der dafür sorgte, dass die alte 700 Jahre als Hauptstadt dienende Amber verlassen wurde und eine neue Metropole , elf Kilometer weiter südlich errichtet wurde
Jedes Detail wurde genau festgelegt, so entstand eine für indische Verhältnisse im Grund ganz untypische Reisbrettstadt mit sehr breiten, rechtwinklig aufeinander zulaufenden Straßen, die in neun Blocke unterteilt sich und von einer sechs Kilometer langen, zinnengekrönten Stadtmauer umschlossen ist. Doch wer ist daran schuld, dass alle Häuser der Altstadt in Rosa angestrichen wurden? Es war Prinz Albert, der anlässlich eines Staatsbesuches 1876 nach Jaipur kam. „Pink City“ ist (zumindestens in der Altstadt) seit den Tagen Prinz Alberts nahezu unverändert geblieben. Das einheitlich zarte Rosa, die von den Designern der Mogularchitektur verspielten Häuserfassaden, die weitläufigen boulevardähnlichen Straßen und die orientalische Lebensfülle auf den Straßen sorgen dafür, dass auch wir bei unserem Besuch von der Stadt Jaipur fasziniert waren. Gut ich gebe es zu, nicht alles war so Rosa angestrichen, hier und da findet man auch blasse Fassaden, doch wie bringt man das kurz auf einen Nenner: „Alles halb so wild, wir erkunden hier zu Fuß die Altstadt“, sagte ich zu meinem Kumpel. Denn der Charme der Stadt entfaltet sich auschließlich in der ummauerten Altstadt. Uns war im Klaren, dass in den Außenbezirken Jaipurs alle die negativen Aspekte einer indischen Großtstadt das Bild bestimmen.
Sehenswürdigkeiten
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Auf uns warteten schon zehn Rischkafaher vor dem Hotel. Da war es wohl klar, dass unser Vorhaben wurde über den Haufen geworfen. „Man muss ja was gutes tun“, sagte ich. So fuhren wir mit der „Ritschka“ zum „Singh Pol, einem jeder sieben Eingangstore der Altstadt, welche noch bis zum Anfang dieses Jahrhunderts abends verschlossen wurden. Durch dieses Tor tritt man in die Altstadt ein. Mit seinen Türmchen, Balkonen und Schießscharten hinterläßt dieser Eingang bereits einen burgählichen Eindruck. Natürlich ist es rosafarben angemalt, durch das treiben rundherum ist es einfach ein tolles Fotomotiv. So ließen auch wir uns treiben und gingen in die Altstadt. Unzählige Mamorgeschäfte, an der nächsten Ecke Gemüsehändler, zahlreichen Frucht und auch Blumenhändler. Wir fanden sogar einen Platz um das einzigartige bunte treiben aus erhöhter Perspektive zu beobachten. Aufgefallen ist uns dabei nicht nur das „Iswari Minar Swarga Sal“, das höchste Gebäude der Altstadt. Es ist ein Minarett.
Weiter ging es durch den „Johari Bazaar“. Hier ist die traditionelle Heimat der Gold- und Silberschmiede. Ab hier hatten für die nächsten zwei Stunden einen „Stadtführer“. „Umsonst kostet nichts, ich zeig Euch alles, nur um mein Englisch zu praktizieren“. „Gut das kennt man ja, am ende landet man doch in einem/oder gar in seinem Shop. Die gute Laune sollte nicht vermießt werden, so führte uns der „Goldschmied“ wie er uns erläuterte weiter durch Jaipur.
„50.000 Menschen arbeiten auch heute noch in der Edelsteinverarbeitung Jaipurs, die weltweiten Ruhm geniest“, erfahren wir von ihm. Natürlich gibt es schwarze Schafe, also Augen auf!. Wir verköstigen uns mit „Samosa“ und Pakora“, trinken Cola und schon sind wir vor dem nächsten Höhepunkt: das Freiluftobservatorium (Jantar Mantar). „Ich warte auf Euch, geht mal rein“, und tschüss sagte „Goldi“ wie wir ihn nannten.
Jantar Mantar
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Wer nach Jaipur geht besucht das Freilichtobservatorim, da bin ich mir sicher. Es wurde zwischen 1728 und 1734 von Udai Sing errichtet, 1901 restauriert zählt das Observatorium als das größte steinere Observatorium der Erde.
Für mich war der von der Anlage ausgehende ästhetische Reiz weitaus höher, als der wissenschaftliche Wert der meisten aus Mamor und Sandstein gefertigten Messinstrumente. So gibt es sogar eine über 30 Meter hohe Sonnenuhr
Stadtpalast
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Ein Stadtpalast darf in Jaipur nicht fehlen. Er liegt nicht weit entfernt vom Jantar Mantar, quasi gleich über die Ecke. Ein Rundgang durch die verschiedenen Räume, Hallen, Säle und Innenhöfe des Stadtpalastet von Jaipur vermittelt einenlebhaften Eindruck vom legendären Reichtum der Herrscherfamilien Rajastan.
Wir bekamen noch etwas anders in Jaipur mit: Dies waren die Vorbereitungen für das „Diwali-Fest“ . Überall wurde die Stadt mit Girlanden geschmückt, denn „Diwali“ ist so ein Spektakel in Indien als würde „Weihnachten, Sylvester und Ostern auf einmal nonstop hintereinander gefeiert werden. Dies bekamen auch wir ein paar Tage später noch zu spüren.
TIPP
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Man braucht nicht unbedingt einen der vielen „Führer“ am Eingang für den Besuch in Anspruch nehmen, denn auf den vielen Hinweistafeln ist alles in bestem Englisch erklärt.
Unterkunft:
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Hier machten wir einen „Glückstreffer“ wie man dies wohl bezeichnen kann. Das Hotel „Pearl Palace in der “Ajmer Road”, war wohl das sauberste Hotel was ich bisher in Indien für „Individualtouristen“ gesehen hatte. Tadellos die Zimmer mit Dusche und Fernseher. So ist es kein Wunder, dass es beliebt und oft ausgebucht ist: e-mail: [email protected], website: www.hotelpearlpalace.com
Fazit
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Jaipur darf bei einer Rundreise durch Rajastan nicht fehlen. Drei Tage sind wohl genug für einen „Kurztripp“. Ich erinnere mich gerne an die Zeit in „Jaipur“ in der „pinkfarbenen City“. Nur mit den Ritschafahrern klappte es nicht immer so wie es sollte. Uns passierte es, dass wir am letzten Abend beinahe unser Hotel nicht mehr fanden. Stockdunkel radelte unser Fahrer über eine Stunde in der Stadt herum, er konnte kein Englisch. Mit „Händen und Füßen“ gelang es uns ich dann zu unserer Unterkunft hinzuführen. Aber das ist halt Indien. In Indien ist einfach alles Möglich, das erfuhren wir wenig später.
Vie Spass wünscht Euch
Euer
©Schlingel62
geschrieben für Yopi, dooyoo und CIAO
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-09-03 11:00:01 mit dem Titel JAISALMER - DIE KARAWANENSTADT MITTEN IN DER WÜSTE VON THAR (RAJASTHAN)
Vorwort
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Rajasthan ist ein Land, in dem sich das Leben in all seinen Erscheinungsformen stets in hellen und leuchtenden Farben widerspiegelt. Dies wurde bei unserer Tour vor allem in Jaisalmer deutlich. Sie wird oft „Traum aus Tausendundeiner Nacht“ bezeichnet. Kurzum sie hat einen unvergleichlichen Charme, dieser inmitten der Wüste Thar, weitab der nächsten größeren Ansiedlung. Doch so toll, wie ich jetzt hier schwärme, war unsere Begrüßung in Jaisalmer nicht, warum werdet ihr gleich lesen:
Die Karawanenstadt
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„Man das war ja wieder mal ganz spannende“, schrieb ich am 13. November vergangenen Jahres in mein Tagebuch, „in allerletzter Sekunde erreichten wir unseren Nachtbus nach Bikaner. Der war schrecklich voll, eng, laut, wir saßen in der letzten Reihe, eine einzige Tortur..“ Mehr möchte ich hier nicht schreiben, denn einen Nachtfahrt unter diesen Bedingungen möchte ich niemand zumuten. Wer aber durch Indien reist wird mit Sicherheit einmal miterleben. Um 5:30 Uhr sind wir angekommen. Bereits kurz vor der Ankunft wird man von „Schleppern“ umringt. Hier gibt es einen großen Konkurrenzkampf, auch wir wurden nicht verschont. Ganz verschlafen, schleppten wir uns auf einen der Jeeps und landeten dann doch in einem Hotel, in das wir eigentlich gar nicht hinein wollten: Das „MOTI-PALACE“, ich kann es dennoch weiter empfehlen, liegt es doch im Fort und bietet einen atemberauenden Ausblick von der Dachterrasse auf die Stadt.
Nichts scheint sich in Jaisalmer (50.000 Einwohner) seit dem Mittelalter verändert zu haben, als die Kamelkarawanen nach tagelangen, anstrengenden Märschen durch die umbarmherzige Wüste einen Zischenstopp einlegten um dort Stoffe, Gewürze, Elfenbein und Opium zu verkaufen. Wir hatten zunächst mit anderen Problemen zu kämpfen. Den Jaisalmer liegt nur rund 70 Kilometer von der Pakistanischen Grenze entfernt und es waren im vergangenen Jahr 70 PROZENT WENIGER TOURISTEN in Rajasthan unterwegs, wie uns ein Mitarbeiter de Touristeninformation verriet. Die Folge war für uns, dass wir stets von irgendwelchen netten Indiern umringt waren, die uns etwas verkaufen wollten, Kamelsafaris anboten oder Touren zu den „Sam, Sand Dünen“. Stets mit einem Lächeln im Gesicht schafften wir es dennoch alle zu überzeugen, dass wir nur zu Fuß uns die Karawanenstadt ansehen möchten. Dabei kommt man wirklich ins Schwärmen.
Ich bring es kurz auf einen Nenner: „Wir eine Fata Morgana erhebt sich das auf einem achtzig Meter hohen Felsen gelegene und von einer mit 99 Wehrtürmen versehen Mauer umgebene Fort aus de hitzeflimmernden Wüste“.
Dieser Eindruck wird noch verstärkt, betritt man die unterhalb des Forts von einer Stadtmauer eingegrenzten Altstadt. Der Wüstenstaub scheint sich hier wie ein Konservierungsmittel über die Häuser gelegt zu haben.
In den engen Gassen, zwischen den farbenfroh gekleideten Nomaden der umgebenen Wüste, glaub man sich tatsächlich in eine orientalische Märchenstadt versetzt. Wir hatten wieder mal Glück, denn wir waren einen Tag vor dem „Diwali-Festival“ hier angekommen. So „putzten“ sich die Frauen und Männer richtig heraus. Bunt gekleidet, ganz neue Saris, Turbane in allen erdenklichen Farben, schwer behängt mir allerlei Schmuck, so prominierten sie vor dem Festtag durch die Stadt.
Geschichte
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1156 gründete der Raiputenfürst „Jaisal“ vom Geschlecht der Bhati die Stadt. Langsam entwickelte sich Jaisalmer zu einem bedeutendem Stützpunkt an der Kamelkarawanen-Route zwischen Indien und dem Vorderen Orient. Auch wir bekamen mit wie wichtig die stretegische Lage von Jaisalmer ist, denn die indische Armee war stark vertreten und es gab einige Truppenbewegungen in Richtung Pakistan. Verkehrstechnisch gut angebunden an den Rest Rajasthans ist heute der Tourismus die Haupteinnahmequelle der Stadt mit der Tendenz : rapide ansteigend. Es gibt genügend Internet-Cafes, allerdings sind die Verbindungen recht langsam.
Sehenswertes
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Das Fort steht hier erster Stelle. Es ist auch etwas besonderes, denn hier ist nicht nur der Herrscherpalast, sondern auch Wohn und Geschäftshäuser, sowie einige nette Unterkünfte. Auch in Jaislamer wurde der Aufstieg zum Fort aus verteidigungstechnischen Gründen im Zickzackkurs angelegt. Rein Besuch lohnt auch der Stadtpalast „Rai Mahal“. Von hier hat man auch einen sehr schönen Blick über die Altstadtdächer.
Havelis
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Jaisalmer ist ein einziges Freilichtmuseum, voller Lebensfülle und exotischer Eindrücke. An jeder Straßenecke boten sich uns neue unverwechselbare Einrücke und man weiß gar nicht, wo man zuerst hinshen soll. Dennoch stellen die von reichen Geschäftsleuten erbauten Wohn- und Geschäftshäuser (haveli) die eigentliche Kostbarkeit Jaisalmers da. Diese „Havelis“ gibt es auch in anderen Orten Rajasthans, doch nirgendwo sonst sind sie so schön wie in Jaisalmer.
Im weichen und leicht zu berarbeitenden Sandstein Jaisalmers haben die Handwerker wahre Wunderwerke filigraner Baukunst hervorgebracht.
Eines der auffälligsten Kaufmannshäuser ist das u m 1815 erbaute „Salim Singh Haveli.“. Am beeindruckendsten ist das von einem Gold und Silberhändler errichtete „Patwon ki Haveli“. Es sind eigentlich fünf Havelis die der Kaufmann zwischen 1800 und 1860 für seine fünf Söhne errichten ließ. Kaum zu zählen sind die reich verzierten Erker, Pavillons und Balkone der einer ganzen Straßenzug einnehmenden Häuserfassade.
Bada Bagh
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Die Totengedenkstätte der Herrschen von Jaisalmer in „Bada Bagh“ ist ebenfalls einen Besuch wert. Man macht dies am besten am Nachmittag, wenn die Abendsonne die aus gelben Sandsein gefertigten Pavillons in ein sanftes Licht hüllt. Die Grabsteine der verstorbenen Adligen zeigen neben einem stolz reitenden Raiputen auch die – selbstverständlich wesentlich kleiner dargestellten – Umrisse der mit ihm auf dem Scheiterhaufen verbrannten Frauen.
Sam Sand Dünen
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Ich muss heute noch „Grinsen“ wenn ich mich an unseren Ausflug zu den „Sam Sand Dünen“, erinnere. „Sanddünen bis zum Horizont in goldenes Licht gehüllt“ ja dies sieht man hier, 42 Kilometer südwestlich von Jaisalmer. Das ganze hat allerdings einen Haken: Hunderte anderer Touristen haben auch den gleichen Wunsch, dementsprechend marktschreierisch geht es dort zu. Sehr viele indische Touristen nutzen die Gelegenheit auf eines der wohl über 200 Kamele zu steigen um auf dem Rücken des „Wüstenschiffes“ in den Sonnenunterganz zu reiten. Da muß man schon weit laufen um sich den jahrmarktähnlichen Trubel zu entziehen. denke Irgendwie schafften wir es die aufdringlichen Kameltreiber abzuschütteln und ich machte beim traumhaften Sonnenunterganz eines meiner besten Bilder von der gesamten „Indien-Tour“.
Unterkunft
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Jaisalmer bietet genügend Unterkünfte in allen Preislagen.
TIPP:
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Unser Tipp ist ganz einfach: Zeit lassen, sich einige Unterkünfte anzusehen und dann entscheiden. Wer es familär und romantisch liebt sollte im Fort umsehen. Wir hatten Glück, obwohl wir in einer „Schlepperunterkunft“ landeten: Das hotel „MOTI-Palace“, Adresse: On Fort Chougan Para, Tel. 54693 (O), e-mail: [email protected] bietet dies für nur 200 Rupien!.
FAZIT:
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Jaisalmer, darf bei einer Rundreise durch Rajasthan nicht fehlen. Heute einige Monate später muß ich sagen: „Wärst Du doch einige Tage länger geblieben“, denn immer wieder erinnere ich mich gerne an die Tage in Jaisalmer, der „Märchenstadt aus Tausendundeiner Nacht“.
Ich kann einen Besuch weiter empfehlen und wünsche allen viel Spass dabei.
Herzlichen Dank fürs Lesen
Euer
©Schlingel62
geschrieben für YOPI, dooyoo und CIAO
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-08-20 15:25:18 mit dem Titel EINE LIEBESERKLÄRUNG AN UDAIPUR, DAS VENEDIG DES OSTENS
Vorwort
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Auf den Spuren von James Bond Geheimagent 007, so fühlte ich mich im vergangen Jahr, als wir uns ein paar Tage Erholung in Udaipur gönnten. Der Mythos von James Bond, dessen Kino Hit „Octopussy“ vor über 20 Jahren hier gedreht wurde, schwebt immer noch über der „Stadt der Paläste“. So wurden auch wir an dem romantischen Ort davon gepackt und haben uns gleich zweimal „Oktopussy“ angesehen, das gehört einfach dazu, wenn man den Flair in Udaipur genießen möchte.
Udaipur – Venedig des Ostens
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Es gibt viele Liebeserklärungen für Udaipur. Ich möchte hier eine zitieren, die mir besonders ins Auge gestochen ist:
„Ich stand entzückt und schaute auf das majestätische Panorama, das sich zu meinen Füßen ausbreitete. Ich hatte niemals gehofft, etwas so schönes zu sehen. Es gleich einer der Märchenstätte aus Tausendundeinernacht“.
Damit ist in wenigen Worten alles auf einen Nenner gebracht. Nach wie vor sind die fast einhelligen eurphorischen Beschreibungen über die Stadt geblieben. Heut hat sie etwa 400 000 Einwohner wird auch „Venedig des Ostens“ genannt und gilt als der romantische Ort ganz Indiens. Weltweit erfolgreiche Filme wie „Der Tiger von Eschnapur“ und „Oktopussy“ wurden und viele der damals mitwirkenden Hollywood-Stars verliebten sich während der Dreharbeiten so sehr in diesen Ort, dass sie ihn später zu einem ihrer bevorzugten Urlaubsziele machten.
Was ist denn besonderes in Udaipur?
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Vor allem das harmonische Zusammenspiel von Altstadt, Palast, See und Bergkulisse verdankt die Stadt ihre elegante Schönheit. Das ist auch mir ganz besonders ins Auge gestochen. Die Stadt wechselt ihr Gesicht wie keine andere . Mit dem sich veränderten Lichteinfall ist zu jeder Tages und Nachtzeit der Blick von den Dächern der Altstadt atemberaubend schön.
Es ist wirklich ein einzigartiges Farbenspiel. Morgens erstrahlt die Stadt in leuchtenden Weiß ihrer Häuser, der Sonnenuntergang hinter den sanften Hügeln des Arvalli-Gebirges taucht den See und die Stadt in ein majestätisches Violett und nacht scheint das „Lake-Palace Hotel inmitten des im Mondlicht schimmernden Pichola-Sees zu schweben.
Sehenswertes
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Es gibt einiges zu sehen in Udaipur.
Der Stadtpalast:
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Zu Füßen des auf einem Hügel stehenden Stadtpalastes pulsiert das Leben
Udaipurs, das 1568 von Maharana Udai Singh als Hauptstadt des Mewar-Reiches gegründet wurde.
Den Stadtpalast erreicht man durch das große Tripola-Tor; und das Festungsinnere bietet ein Bild zarter, anmutiger Schönheit.
Marmorpavillons, Fresken, Wandmalereien und dekorierte Säulen, kleine Gärten und viele kleine Paläste finden sich innerhalb der Anlage.
Unter anderem: Suraj Gokhada oder Sonnen-Balkon, Bada Mahal, Shees Mahal, Bhim Vilas, Chini Chitrasal und Mor Chowk.
Der Jagat Niwas, auch Seenpalast genannt, wurde 1746 als Sommerpalast der Fürsten von Merwar aus Marmor erbaut. Er steht auf einer Insel des Pichola-Sees und ist heute ein Luxushotel. Man kann diesen bequem bei einer „Seerundfahrt“ besichtigen. Es lohnt sich, das kann ich bestätigen.
In diesem See gibt es auch noch den aus rotem Sandstein gebauten Jag Mandir-Palast, der einst mit kostbaren Einlegearbeiten ausgestattet war.
Weitere Sehenswürdigkeiten
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Der Zenana Mahal, Fateh Prakash, die Durbar Hall, Shambhu Niwas, der Jagdish-Tempel und der Saheliyon-ki-Bari-Garten. Zu diesem zauberhaften Komplex am Ufer des Fateh Singh-Sees gehören ein Lotus-Teich, Springbrunnen und marmorne Pavillons.
Ausflüge
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In der Nähe Udaipurs gibt es zwei Orte, die auf jeden Fall einen Besuch lohnen: Da ist z um einen Eklingij, mit seiner ungewöhnlichen Ansammlung von 108 Tempelchen, und Nathdwara, mit seinem dem Gott Krishna geweihten Tempel.
Der Jaisamand Lake, 51 km südöstlich von Udaipur, ist einer der größten Süßwasserseen der Welt. Der See ist Anziehungspunkt für eine Reihe von Zugvögeln und im Jaisamand Wildlife Sanctuary findet sich eine vielfältige Flora.
Haldigathi, 27 km nördlich von Udaipur; ist Ort der historischen Schlacht von 1576 zwischen den Armeen Rana Prataps und des Eroberers Akbar.
Unterkunft
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Für uns war es nicht ganz einfach in Udaipur eine Unterkunft
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Mit dem „Shantabti-Express“ sind wir fast wie im Flug in knapp drei Stunden von Dehli nach Agra gefahren. (820 Rupien hat dies gekostet!).Was soll´s dachten wir uns, denn die vielen „Schlepper“ und Rikschafahrer verbreiteten am Bahnhof in Agra etwas Stress. So landeten wir im „Akbar-Hotel“ und machten uns Gedanken, wie wir den angefangen Tag noch verbringen. „Komm wir fahren am Nachmittag nach „Fatehpur Sikri“, sagte ich, denn wir hatten von der Stadt Agra (ca 1,3 Millionen Einwohner) nicht gerade einen sympathischen Eindruck.
Erster Eindruck von Agra
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In keiner anderen Stadt Indiens ist das „Schlepperwesen“ derart ausgeprägt wie in Agra. Sobald man den Zug verlässt, wird man von Rikschafahrern umstellt, die einem in das für sie lukrativste Hotel fahren möchten, denn dort kassieren sie die höchste Provision. Wir „deuteten“ vor der Ankunft auch ein Hotel aus, landeten aber letztendlich ganz wo anders. Kurzum es war einfach stressig früh um 8 Uhr unendliche Diskussionen zu führen. Dennoch waren wir mit dem „Hotel Akbar-Inn“ sehr zufrieden, schöner Garten, geräumige, einigermaßen saubere Zimmer. Also was machen wir noch mit dem angefangen Tag fragte ich meinen Kumpel. „Auf wir gehen noch nach Fatepur Sikri“, schlug ich vor und eine halbe Stunde später machten wir uns auf den Weg.
Wie komm ich da hin?
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Nach Fatehpur Sikri fahren die Busse vom Igdah-Busbahnhof an der Ajmer Road ab. Dort hinzukommen ist recht einfach. Man nimmt einen der unzähligen Riksafahrer die ständig vorhanden sind und lässt sich hinfahren. Doch aufgepasst mit dem Preis, den sollte man vorher wissen (im Hotel fragen), sonst wird man gnadenlos über´s Ohr gehauen. Am Busbahnhof stehen dann so etwas 30 Busse herum. Irgendwelche Hinweisschilder welcher Bus wohinfährt gibt es nicht. Man wird ganz automatisch gefragt, wo man herkommt, wo man hinwill, wie man heisst und weshalb man in Indien ist. (Dazu werde ich in einem anderen Bericht was darüber schreiben).. So ist es kein größeres Problem dass man in einem Bus landet. Dort sicherheitshalber nachfragen wo der Bus hinfährt und schon geht das Abenteuer los.
FATEHPUR SIKRI
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Treffend hat man die auf einem Felsrücken knapp 40 km südwestlich von Agra gelegene Geisterstadt einmal als „imposantes Monument der Macht und gleichzeitig der Ohnmacht des Mogul Reiches bezeichnet“. Ich kam mir nach der Ankunft erst einmal vor als hätte mich eine Zeitmaschine zurück ins Mittelalter versetzt.
Glaubt man der Legende kam „Akhbar der Große“ nach Sikri um bei einem „Einsiedler“ den Segen für die Geburt eines männlichen Nachfolgers zu bitten. Dieser Wunsch ging wohl in Erfüllung. So entschloß er sich dafür zu Sorgen, dass die „Einsiedelei“ zu Ende ist und „Sikri“ zum Standort einer neuen Hauptstadt des Mogulreiches wird.
Die Bauarbeiten begannen 1571. Wie wir von einem kundigen „Guide“ erfuhren, baute man zunächst die 10 km lange Stadtmauer. Die Moschee wurde auf dem höchsten Punkt des Felsens errichtet. Nach einem erfolgreichen Feldzug in Gujarat benannte Akhbar die neue Hauptstadt in Fatepur (Stadt des Sieges) um.
Doch ebenso abrupt wie die Geschichte 1571 begonnen hatte, endete sie kaum 15 Jahre später auch wieder. Die problematische Wasserversorgung brach zusammen, so verließ der gesamte Hofstaat den Ort und zog einfach nach Pakistan um. Man muss sich dies heutzutage einmal vorstellen.
Um die Moschee sowie die gesamte Palastanlage zu besichtigen benötigt man mindestens zwei Stunden. Interessant ist dabei nicht nur der „Haremsbereich“ und die Privatgemächer des Kaisers.
Gut erinnern kann ich mich heute (knapp neun Monate nachdem ich es besichtigte) an ein Wasserbecken. Auf der durch Stege mit dem Ufer verbundenen Plattform sollen in Vollmondnächsten musikalische Darbietungen stattgefunden haben.
TIPP:
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Was man sich nicht entgehen lassen sollte ist der „Bazar“ direkt unter der großen Festungsanlage.
Organisierte Touren fahren hier direkt vorbei und so verpaßt man wirklich was. „Mittelalter pur“, hab ich in mein Tagebuch geschrieben. Hier ließen wir uns treiben und fingen langsam an zu überlegen. „Wie kommen wir von hier überhaupt wieder weiter?“ Denn uns teilte jemand so ganz beiläufig mit, dass kein Bus zurück nach Agra fährt.
Dafür sahen plötzlich wie sich Menschen in vorbeikommende Jeeps drängen.....
Eine Coca-Cola und eine halbe Stunde war es soweit: ein Jeep, besetzt mit 15 Personen, rast über die Hauptstraße. Wir sitzen hinten auf den Notsitzen, der Fahrer vorne drückt Kupplung, Gas und Bremse, an lenken ist nicht zu denken, das macht der junge Bursche (war wohl kaum 15!) direkt neben dem Fahrer.
„Nichts denken die Landschaft ansehen und fragen, wann wir aussteigen müssen“, sagte ich mir, denn unser Ziel war nicht Agra, sondern der „Keoladeo-Nationalpark“.
FAZIT:
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Mit den Busverbindungen von Fatehpur Sikri zurück nach Agra zurück zu kommen ist nicht ganz einfach, denn hier fahren seit Mitte 2001 mit Sicherheit keine Busse mehr. In Indien ist jedoch alles zu jeder Tages und Nachtzeit möglich, das war uns schon nach wenigen Tagen in dem Land klar. Allerdings ist solche eine Jeepfahrt nichts für schwache Nerven, ausserdem ist die Fahrt etwa viermal so teuer wie mit dem Bus. Hat aber Spass gemacht, wenn ich mich so zurück erinnere.
Also: wer in Agra ist sollte sich Fatepur Sikri nicht entgehen lassen.
Viel Spass bei dem Abenteuer wünscht Euch
©Schlingel62
auch bei CIAO, dort unter Linsenrainer, sowie dooyoo (schlingel62)veröffentlicht
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-10-23 16:05:00 mit dem Titel Das heißeste Abenteuer: Kamelsafari in die Wüste "Thar" in Nordindien
Vorwort
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Früher Morgen in Bikaner (Nordindien). Vor zwei Stunde sind wir mit dem Nachtbus aus Pushkar angekommen. Nur unter schwierigsten Bedingungen schafften wir es um 5 Uhr unsren „Tuk-Tuk-Fahrer“ mit seinem Moped zu dem von uns ausgesuchtem Hotel zu „dirigieren“. Es sieht recht trostlos aus in der 550.000 Einwohner zählender Stadt. „Hier sind wir, nur hergekommen um eine Kamelsafari zu machen“, versuche ich unserem „Guide“ dies klar zu machen. „Auf fahre uns zu Vino-Desert-Safari-Lodge“, bin ich schon etwas geladen, als er uns vor einer Nobelherberge unbedingt absetzten will. „Na ja, da muss man wieder mal durch, das kennen wir schon“, denke ich mir, aber daran hat man sich schon gewöhnt, wenn man einige Tage in Indien unterwegs ist. So blieb uns nichts anders übrig, als unserem Fahrer den Weg zu „Vino“ zu weisen. „Wir sind nur aus einem einzigen Grund hier hergekommen“, versuche ich ihm weiter zu erklären, „ es ist eine Kamelsafari in die Wüste Thar“. Dabei grinst er nur und sieht schon die „Dollars“ in den Augen, die er allerdings nicht von uns erhält, als wir nach übe einer Stunde letztendlich doch bei der Lodge angekommen sind. Es hat sich gelohnt, denn wir sollten uns hier nicht täuschen.
Wie ging es weiter?
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Mehrtägige Kamelsafaris in die Wüste Thar mit Ausgangs- und Endpunkt finden normalerweise in Jaisalmer statt und gehören für die allermeisten Individualtouristen zu den Höhepunkten. Wer aber vom „klassischen Lawrence-von Arabien.-Klischee“ den menschenleeren, sich endlos bis zum Horizont erstreckenden Sanddünen ausgeht, wird in Jaisalmer enttäuscht. Wir informierten uns schon „daheim in Deutschland“ über die diversen Möglichkeiten und entschieden uns die Tour vor Ort in Bikaner bei „Vino“ zu buchen. Hier sollten wir auch nicht enttäuscht werden.
Szenenwechsel: Es ist der 10. November, 8 Uhr am Morgen, wir trinken frisch aufgebrühten Tee bei Vino in der Safari-Lodge und warten. Denn innerhalb von einer halben Stunde haben wir alles perfekt gemacht für eine 2,5 tägige Tour in die Wüste Thar. Bis 12 Uhr haben wir Zeit. Bis dorthin muss noch eingekauft werden, also können wir auch noch einen Abstecher in die Altstadt von Bikaner machen. Also hat sich auch jeder noch einen Turban gekauft. „Es wird heiß in der Wüste“, erklärt uns „Ganesh“, der uns später begleiten wird. So lernen wir auch noch schnell wie man sich am besten einen Turban bindet.
Fast pünktlich geht es dann los. Die Plane des Jeeps schützt uns vor der sengenden Sonne Nordindiens. Vorbei an kleinen Ortschafen wage ich einen Blick nach draußen, sehe die ersten Kamele. „ Noch eine Stunde, dann treffen wir auf ein Pärchen aus Australien, sie sind gestern hier los, wir schließen uns ihnen an, dann wird die Karawane noch größer“, freut sich auch unser Tour-Guide darauf, dass er noch zwei weitere Touristen, das Leben mit und in der Wüste etwas näher bringen kann.
Eines wurde schnell klar: Die vielen Kleinbauern, die wir mit ihren Kamelen sahen leben oft kapp an der Grenze des Überlebens, denn die Kamele vertilgen die letzten Halme die es hier noch gibt.
Pünktlich zum „Sonnenuntergang“ trafen wir an einer großen Sanddüne auf unsere „Karawane“. Insgesamt waren es fünf Kamele, zwei davon mit einem Ziehwagen, was sich später als großen Vorteil herausstellen sollte. Doch zurück zu unserem „Nachtlager“ mitten im großen „Sandhaufen“. Drei Steine in einem Dreieck sind die Herdstelle. Davor sitzen die Kameltreiber, kneten, rollen und welgen den Teig, das später zum leckeren Fladenbrot wird. „Die Chapatis sind wirklich genial“, bestätige Ganesh, der uns einiges über die Probleme der Wüstenbewohner und das Leben mit der Wüste erzählt. Wir erfahren dies später, am nächsten Tag am eigenen Körper. Denn Kamelreiten sieht zwar romantisch aus, ist jedoch sehr anstrengend, besonders für den Rücken und dessen Verlängerung. Es gibt nicht wenige, dies deswegen nach euphorischem Beginn bereits am zweiten Tag aufgeben. Wir hatten zum Glück unseren „Zieh und Transportwagen“ mit dabei. So konnte man nach zwei Stunden von den Wüstenschiffen hinunter auf den Wagen steigen und gemütlich sich durch die Gegend schaukeln lassen.
Unvergesslich waren für mich, wenn ich mich heute, vier Monate später zurück erinnere nicht nur die sternenklaren Nächte, als wir, eingemummelt in den Schlafsack über eine stinkende Kameldecke die Sternschnuppen zählten, sondern vor allem die Menschen, denen wir begegneten, mit denen wir kochten, lachten und spielten.
Nach dem Mittagessen auf einem „Kartoffelacker“ sehe ich unserem Kamelführer im Schatten zu, wie er sich über einer Schüssel wäscht: ER reibt sich geklärte Butter ins Haar und füllt dann eine Schüssel mit Wasser und ein weinig Buttermilch. Dann zieht er sich bis auf die Unterhose aus, behält sie während der ganzen Prozedur an. Der Kamelführer (leider hab ich seinen Namen nicht in mein Tagebuch geschrieben) gießt die Mischung über Kopf und Rücken. Wäscht dann seinen Oberkörper und eine Beine und Füße, dann hockt er sich über die Schüssel. Nach dem Bad kämmt er seine Harre, die sich in der Sonne ringeln...“Hm“ denk ich mir, „der genießt förmlich das Bad in der Wüste, das könne ich unter diesen Umständen nicht, morgen dusche ich auch wieder....“
Vier Stunden später halfen auch wir den schnell trocknenden Dung der Kamele aufzusammeln, den diesen benötigt man als „Heizmaterial“. So gibt es wieder ein vorzügliches vegetarisches Abendessen. Müde fallen wir kurz nach Sonnenuntergang auf unsere „stinkenden Kameldecken“. Ich sehe wieder hoch in den Sternenhimmel und finde das Sternenbild „Kassiopeia“ und den „großen Wagen“. „Ja so muss es wohl gewesen sein bei „Lawrence-von Arabien“ gewesen sein. Weitere Touristen haben wir während unsere Tour in die Wüste Thar nicht getroffen.
Fazit
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Es war für uns ein Glücksgriff nach Bikaner gekommen zu sein und die Tour bei Vino gebucht zu haben. Hier die genaue Adresse: Vino Desert Safari, Gagashahar, Bikaner. E-Mail: [email protected], Hompage: www.vinodesertsafari.com .
Man bekommt übrigens zum Schluss noch ein kleines Highlight zu sehen: den Rattentempel in Deshnok, den sogenannten Karni-Mata-Tempel.
Ach hab ich mich geekelt, als ich drin war. Abscheu und Neugierde waren wohl die beherrschenden Gefühle beim Ganz durch die Eingangstür. Ein ekelerregender Gestank und tausendfaches Gequieke beherrschen das Innere des Tempels. Hervorgerufen wird dies von tausender von Ratten, die im Tempelkomplex verehrt und gefüttert werden. Aber zurück zur Wüste rund um Bikaner: Wer eine Kamelsafari machten möchte, sollte dies in und um Bikaner in Nordindien machen, dies kann ich „wärmstens“ empfehlen. Es sind unvergessliche Momente, die man hier hautnah erleben kann.
Viel Spaß wünscht Euch
Euer
Schlingel62
geschrieben auch für ciao und doyoo
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-06-26 12:37:52 mit dem Titel TAJ MAHAL: Das schönste Gebäude der Welt!
Vorwort
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Reisen als Sinnesrausch: Steinskulpturen lieben sich in allen Verrenkungen des Kamasutra, Festen beginnen als Farborgien, der Tee wird mit Blick auf den Himalaya serviert und ein goldener Tempel schwebt über dem Wasser. Drogen? Nein ich bin nicht im „Drogenrausch“, Nein ich bin im Norden von Indien. In diesem Bericht möchte ich über Agra, genauer gesagt über das Taj Mahal, für mich das schönste Gebäude für alle, die an die wahre Liebe glauben berichten.
Agra
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Indienreisende werden es spätestens nach ihrer Ankunft feststellen, dass in Agra die aufdringlichsten Rikschafahrer zu finden sind. Mit den Fahrern und Händlern zu verhandeln kostet allerhand Geduld und Verhandlungsgeschick. Die einst prächtige Mogul Stadt, nur zweieinhalb Zugstunden von Dehli entfernt (Wenn man den Shantabti-Express nimmt) ist heue zu einem geschichtslosen und verschmutzen Industriestandort verkommen. Ich möchte hier gar nicht näher darauf eingehen. Dafür hat Agra zwei Attraktionen die zu dem Schönsten zählen was Indien zu bieten hat. Zum einen „das rote Fort“ und nicht nur für mich das „sagenhafte Taj Mahal“.
Taj Mahal
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Wir haben bereits kurz nach unserer Ankunft in Agra darüber diskutiert, zu welchem Zeitpunkt wir denn das „Taj“ besuchen: Zum Sonnenaufgang oder zum Sonnenuntergang. Jede Zeit hat seine Reize. Es war im November, etwas diesig, wir wussten am Abend zuvor immer noch nicht so recht was wir tun sollten, da ließen wir wieder einmal den „Zufall“ als Schicksal walten und die eine Rupie Münze entschied nach zwei Bier, dass wir am nächsten Morgen uns auf dem Weg zum „Taj“ machen.
Auszug aus meinem Tagebuch: „Heute klingelte bereits um 5:30 Uhr der Wecker, denn wir wollten uns auf dem Weg zum „schönsten Gebäude der Welt machen“. Nachdem wir uns mit Pfannkuchen und Tee gestärkt hatten brachte uns der „Rikschafahrer“ in 20 Minuten zum Eingang am Taj.“ Soweit, so gut, jetzt kam die erste Überraschung,, es war nicht der Eintrittspreis, wir wussten, dass wir stolze 800 Rupien zu bezahlen hatten. (19€´!), sondern dass man fast alles was man dabei hat, abzugeben hat. Kurzum der Tagesrucksack mit Taschenmesser, Wasserflasche, Kulis, Müsliriegel, halt alles was irgendwie das „Taj“ beschädigen und schädigen kann muss abgegeben werden- So stellt man sich an zwei Schlangen an, an der Schlange um die Eintrittskarte zu kaufen, und an der Gepäckaufbewahrung. Es waren relativ wenig „Touristen“ kurz nach 6 Uhr da. , Nur rund 20 Personen freuten sich den „Eintritt“ zu berappen. Das überraschte uns auch, aber im letzen Jahr waren ja 70 Prozent weniger Touristen im Land, erfuhren wir von verschiedenen „Hotelmanagern“, doch zurück zum Taj Mahal.
„Eine Träne auf dem Angesicht der Ewigkeit“. So beschrieb Indiens berühmtester Dichter Rabindranath Tagore das Taj Mahal. Das Gebäude ist für mich der Beweis dafür, dass Schönheit universell ist. Europäer, Chinesen, Amerikaner und Inder und zwei Touristen aus „badisch Sibirien“ (mein Kumpel und ich), alle stehen ergriffen vor diesem letzen Liebesbeweis des Mogul Kaiser Shah Jahnan an seine fünfte Frau Mumtaz Mahal. Sie starb mit 39 Jahren nach der Geburt ihres 14. Kindes. 20000 Menschen arbeiteten von 1631 bis 1653 an dem Grabmahl. 1000 Elefanten zogen den Marmor aus Rajastan heran. Damit ruinierte Sha Jahan die Staatsfinanzen.
Ich ließ das Taj Mahal ganz einfach auf mich wirken. Die besten Bilder macht man,wenn man direkt durch das Tor tritt und das Gebäude in etwa 200 Meter Entfernung vor einem steht. Die „Münze“ die wir warfen um zu entscheiden zu welcher Tageszeit wir das „Taj“ besuchen hat uns Glück gebracht, denn es war die richtige Entscheidung es am Morgen zu machen. Die Magie des Taj zeigt sich an verschiedenen Orten zu verschiedenen Zeiten. Bei uns war es im Morgengrauen, wenn sich die Türme langsam aus dem Nebel lösen. Der weiße Marmor schimmert, ja er beginnt fast zu glühen, so hatte ich zumindestens den Eindruck. Ich denke heute noch an die Frauen, die ich sah, als sie am Fluss in ihren Saris in der Reflektion des Palastes beim Waschen der Wäsche waren. Uns hat unser „Hotelmanager“ in unserer Unterkunft erzählt, das Taj Mahal am sinnlichsten wirkt, wenn es regnet. Dann strömen die Touristen in die Busse, Pärchen, schmiegen sich aneinander und Kinder tollen herum. Dabei steht für einen Augenblick außer Frage: Es gibt die unendliche Liebe, und hier ist sie zu Hause.
Leider gab es für mich am Taj Mahal einen kleinen Wehrmutstropen, denn meine „wahre Liebe“, meine Freundin war leider nicht dabei, aber ich war fast die ganze Zeit in Gedanken bei ihr. Einen Logenplatz für Romantiker haben wir später auch noch entdeckt: von allen Palästen am Fluss Jamuna ist das Taj zu sehen. Das ist wirklich zu empfehlen den Abstecher dorthin zu machen.
Natürlich sind wir von „selbsternannten Tour-Guides“ beim Taj Mahal nicht verschont geblieben. Obwohl wir gewarnt wurden, dass wir bestimmt von einem „Studenten“ angequatscht werden, der uns zeigen möchte, von wo aus man die besten Aufnahmen des „Taj“ machen kann, konnten wir irgendwie nicht widerstehen. Er zeigte uns auch von wo aus man die „Diamanten“ im Marmor zu „blitzen“ sieht. Und in der Tat von ganz bestimmten Positionen aus „blinkerte“ es im Marmor. Also: Teleobjektiv nicht vergessen. Dies geht alles recht schnell, es waren wohl nur 10 Minuten in der uns der „Guide“ von einer Position zur anderen hetze und wir dann die Aufnahmen „schossen“: Dann war der ganze „Spuk“ vorbei und wir auch um 50 Rupien ärmer. „Was soll´s, dachte ich das ist eben Entwicklungshilfe direkt vor Ort“!
Schnitt/Andere Szene/gleicher Tag: Baby Taj:
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Auf das sogenannte „Baby Taj“ möchte ich nur ganz kurz eingehen. Wer in Agra ist und noch etwas Zeit hat, sollte sich dies nicht entgehen lassen. Da wir fast den ganzen Tag noch vor uns hatten, „gönnten“ wir uns auch diesen Besuch. Das „Baby Taj“ richtiger Name: „I`TIMAD UT DAULAN“, liegt auf der gegenüberliegenden Flussseite, etwas außerhalb des Stadtzentrums. Es wurde 1622 von einer Frau des Kaiser Jahangir für ihren persischen Vater erbaut. Kleiner als das Taj, aber auch dafür viel intimer und feminier in seiner Bauweise. Hier ist man fast unter sich bleibt also auch von den Tour-Guides verschont.
FAZIT
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Der Besuch des Taj Mahal ist sicherlich ein Höhepunkt jeder Indienreise. Dies war es auch für uns, obwohl in den nächsten drei Wochen unserer Tour noch viel passierte. So lohnt es, obwohl die Eintrittspreise fast schon utopisch hoch sind. Jetzt erinnere ich mich auch was noch in meinem Reiseführer stand, ein Zitat, als unser alter Bundespräsident Heinrich Lübke mit seiner Frau beim Fototermin vor dem Taj Mahal stand: „Wilhemine, ich sag nur Sauerland, bleibt Sauerland“. Na ja, das ist zum schmunzeln, ich bin aber nicht dieser Meinung. Für mich ist das Taj Mahal das schönste Gebäude für alle, die an die wahre Liebe glauben, Zyniker haben hier nichts zu suchen.
Ich wünsch Euch viel Spaß beim Besuch und freu mich darauf, wenn ich nächste Woche mal meine Dias anschaue...
Euer Schingel62
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-07-03 17:00:20 mit dem Titel KEINE WELTENTRÜCKTEN JOGIS, DAFÜR PALÄSTE UND MEHR....
Vorwort
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\"Was ihr geht nach Indien, das ist doch viel zu gefährlich, was wollt ihr da?\". Diese Kommentare mußten wir oft hören. Unsere Familie, Freunde und Bekannt waren nahezu entsetzt, als sie davon erfuhren, dass wir uns im November 2001 doch auf den Weg machten. Wir hatten uns gut auf das Land eingestellt, und ahnten was hier auf uns zukommt. Aber meistens kommt es anders als man denkt und \"vor Ort\" sieht die Situation sowie wieder ganz anders aus. So landeten wir ganz früh am Morgen in der Hauptstadt Dehli.
Eine erwartungsvolle Vorfreude hatten wir auf \"Dehli\" nicht, ja überhaupt nicht, erinnere ich mich gut. Mit der braucht man in dieser Stadt nicht zurechnen. \"Ich bin jetzt gespannt was kommt\", sagte ich zu meinem Kumpel, als wir vom Flughafen in die Stadt fuhren. So gab es für uns zumindestens keine unliebsame Überraschung.
Nicht märchenhafte Paläste, weltentrückte Yogis oder meditative Ruhe, sondern der geballte Lärm, Dreck und die Hektik einer Großstadt mit gut 11 Millionen Einwohnern, die aus allen Nähten platzt empfängt einen. Dem Ansturm von täglich Tausenden von Zuwanderern aus verarmten Regionen und den Belastungen des unkontrollierten Wirtschaftswachstums scheint die Stadt heute weniger gewachsen sein denn je.
Was sehe ich zuerst?
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Der Flughafen sieht ja noch ganz gut aus, den habe ich mir in meinen Vorstellungen weitaus schlimmer vorgestellt. Auch sind nicht so viele \"Fänger\" vor Ort, die einem unbedingt die beste und günstigste Unterkunft aufschwätzen wollen.
Dann kommt es aber: Unzählige Obdachlose, die jede Nacht mit einer dreckverkrusteten Decke ihr Nachtlager auf den Gehsteigen aufschlagen, sowie eine Smogglocke die das ganze Jahr über Dehli lastet
Luftverschmutzung:
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Was sich vor allem bei mir einprägte ist die starke Luftverschmutzung. Ich war ja schon in einigen Städten in der dritten Welt. Dehli übertraf bisher alles. So gehört die Stadt wie auch Kalkutta zu den sieben am meisten verschmutzen Städten in der Welt. Kein Wunder, dass die Hauptstadt Indiens bei Touristen keinen guten Ruf hat.
Doch bevor ich darüber schreib was wir in Dehli erlebten. Zunächst ein Blick in die Geschichte:
Geschichte:
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Delhi - die Hauptstadt Indiens mit seiner tausendjährigen Geschichte, ist auch die Stadt mit den meisten Sehenswürdigkeiten. Die Stadt liegt am Westufer des Yamuna-Flusses, am Rande der Ganges-Ebene.
Hier, zwischen den zerfallenen Befestigungen des Purana Quila, eines alten Forts, wurde während der letzten Ausgrabungen festgestellt, daß die Stadtgründung auf das Jahr 1200 v. Christi zurückgeht und mit Indra-Prastha, der legendären Metropole der Arier, identisch ist.
Die ersten historischen Aufzeichnungen stammen jedoch aus dem 11 . Jh. n. Christi, als die Rajput-Fürsten ihren Sitz in der Stadt hatten.
Im 12. Jh. brachen islamische Eroberer in Delhi ein. Prithviraj, der letzte Hindukönig, der in Delhi herrschte, wurde 1192 in einer Schlacht getötet. Seit dieser Zeit bis zur britischen Kolonialherrschaft regierten Moslemherrscher.
Das jetzige Delhi besteht aus zwei deutlich voneinander getrennten Teilen: dem \"alten\" Delhi (Old Delhi), mit seinen typisch orientalischen Stadtvierteln, seinen engen Gassen und Basaren, seinen Tempeln, Moscheen und anderen historischen Monumenten, und dem \"neuen Delhi\" (New Delhi).
Das letztere wurde von den britischen Architekten Lutyens und Sir Herbert Baker 1931 symmetrisch als Gartenstadt angelegt. Hier, zwischen den Gräbern und Mausoleen, Erinnerungsstätten edler Herrscher und Könige, ist Delhi so, wie es von den Briten gestaltet wurde: breite Prachtstraßen, unberührte Gärten, weit verstreute Sommerhäuser im Kolonialstil und schattige Alleen.
Der \"Raj Path Boulevard\" zieht sich vom Fuße des Indischen Tors am imposanten Parlamentsgebäude vorbei, schnurgerade bis hin zu den wichtigen Toren des \"Rahtrapati-Bhawan\" Palastes, der königlichen Residenz
Weitere Sehenswürdigkeiten :
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In Alt Delhi:
Chandni Chowk, Red Fort, Jama Masjid, Rajghat, Firoz Shah ,Kotila.
In New Delhi:
Purana Quila, Grabmal Humayuns, Nizam-du-Din Aulia, Jantar Mantar-Sternwarte, Parlament, Rashtrapati Bhawan, India Gate, Lakshmi-Narayan-Tempel, Buddha Jayanti Park, Bahai Temple, Qutub Minar, Hauz Khas.
Verkehrsverbindungen:
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Fast alle Fluggesellschaften fliegen nach Delhi (acht Flugstunden von Deutschland ). Der Internationale Flughafen \"Indira Gandhi International Airport\", Terminal und II, liegt 22 km vom Stadtzentrum entfernt. Hier befindet sich ein Informationsschalter, wo man auch die Möglichkeit hat, Hotels und Autos zu buchen.
Der Terminal I fertigt die Inlandsflüge ab und ist 15 km vom Stadtzentrum entfernt.
Wie komm ich in die Stadt:
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Darüber machten wir uns am wenigsten Gedanken. Dies ist auch überhaupt kein Problem. Am besten man nimmt ein Taxi, nach einigem Hin und Her und entsprechend harten Verhandlungen kann man recht günstig in das Zentrum fahren. Wir sind ja bei unserem Flug früh´s um 6 Uhr gelandet. Da konnten wir uns den günstigsten Fahrer aussuchen und fuhren so nach \"OLD DEHLI\".
Unterkunft:
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Delhi besitzt eine große Anzahl Hotels verschiedener Preisklassen. Wir hatten natürlich wieder nichts vorgebucht. Als \"Backpacker\" ist es am besten in Old Dehli unterzukommen, hier im Stadtteil Pahar Ganji. Da gibt es eine ganze menge relativ günstige Unterkünfte. Bei der Fahrt in die \"Altstadt\" bekamen wir gleich den richtigen Eindruck von den äussert schwierigen und ärmlichen Lebensbedingungen mit den die Einwohner täglich ums Überleben kämpfen müssen.
Noch \"schlief die Stadt\" , aber überall waren Kühe und Schweine zu sehen, die zwischen Müllberge nach Abfallresten suchten.
Doch zurück zur Unterkunft. Wir landeten \"Gold Regency\", das war noch die beste Unterkunft, saubere Zimmer, was will man mehr.
Kostenpunkt: 600 Rupien, ein ganz schöner Happen, sind so rund 13 € umgerechnet.
Adresse: 4350 Main Bazar, Tel. 3540101, Website: www.goldregenci.com
Dies war aber auch wie sich auf unserer weiteren Reise herausstellte für uns die teuerste Unterkunft bei dieser Tour durch Indien.
\"Naja,\", dachte ich, \"mal sehn wie das hier weitergeht\", unser \"Gold Regency\" hatte einen weiteren Vorteil es liegt nur ein paar Hundert Meter vom Hauptbahnhof in New Dehli entfernt.
Sonstiges wichtiges:
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Die drei wichtigsten Bahnhöfe Delhis: Old Delhi Railway Station, New Delhi
Railway Station und Nizamuddin Railway Station.
Im ersten Stock der New Delhi Railway Station, IRCA Building, Chelmsford Road, Paharganj, kann man ohne Probleme am \"Internationalen Tourist Counter\" Züge buchen und in ausländischer Währung bezahlen. Besitzt man eine Umtauschquittung, kann man auch an einem andere Schalter in Rupeen bezahlen.
Was uns hier(NEW DEHLI RAILWAY_STATION) passierte als wir ein Zugticket kauften um nach Agra zu kommen werde ich in einem anderen Bericht beschreiben.
Die öffentlichen Überlandbusse fahren vom Interstate Bus Terminal am Kashmiri Gate ab.
Was haben wir noch getan?
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Zunächst kümmerten wir uns um ein Zugticket für unser Fahrt nach Agra. Aber wir haben auch einige Sehenswürdigkeiten uns angesehen. So machten wir einen Spaziergang vom Roten Fort zum Jamia Masjid. Knapp einen Kilometer südöstlich des Roten Fort überragt die größte Moschee Indiens das quirlige Basarviertel Old Dehlis. Imposant ist der Blick vom 40 meter hohen Minarett. Das eine Minarett kann man für 10 RP besteigen. Es lohnt kann ich da nur sagen.
Ach ja mit der \"Ritscha\" fuhren wir dann wieder zum Roten Fort zurück. Dessen beste Zeiten scheinen vorbei zu sein, aber sehenswert ist dies allemal. Am schönsten war für mich die offenen Gartenanlage zwischen dem Trommelhaus und der dahinter gelegenen öffentlichen Empfangshalle. Hier erinnerten mich die Einlegearbeiten irgendwie an die Alhambra in Granada.
Der berühmte Gewürzmarkt war ein weiterer Höhepunkt, den ich so schnell nicht vergessen werde. Diesen Besuch haben wir einem hartnäckigen Ritschafahrer zu verdanken.
Natürlich waren wir auch in \"Fathepur Sikri\", und am \"Connaugt Place\". Doch dies werde ich hier nicht in allen Einzelheiten beschreiben.
FAZIT:
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Da wir uns vorwiegend in Old Dehli aufhielten wird uns der starke Kontrast, die immense Armut, die Bettler, Schlepper der Dreck und die Luftverschmutzung vor allem in Erinnerung bleiben. Gerade für die Besucher die zum ersten Mal in eine \"dritte Welt-Stadt\" kommen wird es mit Sicherheit schwierig sein sich zurecht zu finden. Wir machten uns ab dem ersten Tag Gedanken, darüber, wie man die Situation in Dehli verbessern könnte. Lösung: gibt es keine. Ein kleiner Schritt wäre zumindestens die vielen Kühe und Schweine aus der Stadt, von den Straßen und Plätzen zu nehmen. Postitive Seiten konnte ich an Dehli nicht entdecken, vielleicht sind es die Einkaufsmöglicheiten, oder die Visumangelegenheiten die man hier erledigen kann.
Ich wünsche jedenfalls allen die nach Dehli kommen viel Spass in der Stadt. Ach ja: sie ist sicher, wie so viele Städte in Indien, wir trafen jedenfalls keinen, dem etwas geklaut wurde.
Euer
©schlingel62
veröffentlicht auch bei Ciao und dooyoo
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-08-26 08:07:58 mit dem Titel DA WO DER PFEFFER WÄCHST; ZU BESUCH AUF DEM GEWÜRZMARKT IN DEHLI
Vorwort
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„Da wo der Pfeffer wächst, das muss Indien sein“, dies hab ich schon in der Schule gelernt. Bei meiner Tour durch Indien bin ich in Dehli auf etwas ganz besonders gestoßen, dass ich ihn ähnlicher Form noch nie in dieser Form gesehen habe: Den GEWÜRZMARKT in Dehli.
Besuch auf dem Gewürzmarkt in Dehli:
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Wir wollten eigentlich zurück in Richtung unseres Hotels fahren, da überredete uns unser „Rikschafahrer“ auf Jungs ich zeig Euch mal den „Spice-Market“ hier in Dehli. „Naja“, dachte ich, „ der wird auch nicht anders ein wie ein sonst üblicher Gewürzmarkt.sein“. Doch ich sollte mich täuschen.
Wie ging es weiter?
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Der „Rikschafahrer“ fuhr kaum einen Kilometer , quasi kaum um die Ecke und sagte nur. „Wir machen hier Pause, dort hinter dem großen Tor werden Euch die Augen geöffnet“. Und in der Tat war es so. Ich fühlte mich irgendwie plötzlich um 300 Jahre zurückversetzt als es durch den Gewürzmarkt ging.
Indiens Ruf als Heimat einer der besten Küchen der Erde beruht auf der unvergleichlichen Anzahl unterschiedlicher Gewürze. Diese sahen wir hier Säckeweise, was heisst Säckeweise, ganze LKW Ladungen waren überfüllt von Chilly, Curra, Pfeffer und noch mehr.
Es war ein einziges Gewimmel von Trägern, Händlern, Frauen und Männern die ihre Gewürze gleich Säckeweise einkauften und wir mittendrin dabei. Touristen waren hier keine zu sehen.
„Kommt geht weiter mit, wir gehen mal hoch auf ein Dach, dann hat man einen noch besseren Überblick.“, gesagt getan. So führte uns der Rikschafahrer über dunkle Hinterhöfe über mehrere Treppen hoch auf die Dächer der Altstadt. Immer wieder massenweise Curry, ich rieche ihn jetzt noch und werde ihn wohl nie wieder so riechen wie an diesem Tag in Dehli.
In Indien selbst ist unser „Curry“ als „Garam Masala“ bekannt. Man muß den Briten, deren Beitrag zur internationalen Küche bekanntlich ja recht unbedeutend ist, allerdings zugestehen, dass sie von Anfang an überfordert waren, die überaus raffinierte und komplizierte Küche Indiens zu verstehen.
Wir hatten inzwischen mit ganz anderen Problemen zu kämpfen. Denn die Gerüche stiegen so stark in unser „Riechorgan“, dass wir beide einen Niesanfall bekamen. Es war ungefähr so, wenn man eine Überdosis Schnupftabak in die Nase bekommt. Kein Wunder, dass wir nicht nur von unserem Rikschafahrer belächelt wurden. Aber sogar der musste zweimal niesen.
In mein Tagebuch schrieb ich an diesem Tag: „Wir sahen wohl hunderte verschiedene Gewürze bei der Entdeckungsreise auf dem Gewürzmarkt, die Nase brennt jetzt noch, so stark als hätte ich Heuschnupfen , es wird wohl immer ein Geheimnis bleiben welche Mischungen der verschieden Gewürze es hier gibt“. In der Tat erfuhren wir später, dass die Mischung der verschiedenen Gewürze das große Geheimnis jeder indischen Hausfrau ist. Bei all ihrer Unterschiedlichkeit beinhalten fast alle diese geheimnisvollen Mixturen Koriander, Zimt, Kümmel, Nelken, Kardamon und Pfeffer. Auf dem Markt erklärte uns auch unser „Guide“, den ich später einfach „Hans“ taufte, dass jedes indische Gericht sein spezielles „Masala“(Gewürzmischung) hat, denn es ist die Auswahl, die Menge und die Mischung der einzelnen Gewürze, die den individuellen Geschmack eines Gerichtes ausmacht.
Fazit
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Es war für uns kein Kulturschock als wir auf dem großen Gewürzmarkt in Dehli landeten, für mich war es kurzum ein „Glücksfall“. Noch heute steigen wir die Gerüche in die Nase, ich hab noch nie in meinem Leben so starke Düfte um meine Nase gehabt. Wochen später erzählte ich meiner Freundin immer wieder vom Besuch auf dem Gewürzmarkt. Wer also das Glück haben sollte, dass zufällig „Hans“ der Rikschafahrer vorbei kommt und fragt ob man mit zum Gewürzmarkt fahren möchte, sagt einfach „Ja wir fahren mit“, denn solch ein Erlebnis gibt es nicht alle Tage. Ich hab übrigens zwei Wochen später gesehen wo der Pfeffer wächst, es war in Kerala in Südindien, dort wächst der Pfeffer auf den Bäumen.
Viel Spass wünscht Euch
Euer
©Schlingel62
geschrieben für yopi, dooyoo und ciao
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-08-29 08:10:20 mit dem Titel JODHPUR - DIE STADT DES LICHTES IN RAJASTHAN -
Vorwort:
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Ich sag nur „Happy Diwali“, wenn ich an unseren Aufenthalt in Jodhpur zurückdenke. Denn das „Diwali-Fest“ stand dabei im Mittelpunkt. Es ist das fröhlichste aller Feste, denn jede Stadt und jedes Dorf verwandelt sich in ein Märchenland aus Tausenden von flackernden Öllichtern. Auch wir wurden herzlich Empfangen, obwohl wir zunächst etwas Orientierungsschwierigkeiten um früh am morgen um 4.30 Uhr in der ehemalige Hauptstadt des Staates Marwar angekommen sind.
Wie kommt man da hin?
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Viele Wege führen nach Jodhpur (ca 850.000 Einwohner). Wir nahmen einen „recht gemütlichen“, denn wir kamen mit dem Zug aus Jaisalmer dort an.
Zugfahren in Indien ist immer etwas besonderes. So war auch unsere Nachtfahrt über 284 Kilometer ein „Ereignis“. Langeweile ist nicht angesagt, man wird angesprochen, erfährt einiges über Indien, die Städte die man noch besuchen möchte und auch über das Reisen im Land. Kein Wunder, dass wir nicht viel geschlafen hatten und ich es gar nicht glauben konnte, dass wir schon in Jodhpur sind. Völlig verschlafen kroch ich aus meinem Schlafsack. Zum Glück wussten wir schon in welches „Guest-House“ wir gehen, so musste uns nur noch von dem „Tuk-Tuk-Fahrer“ hingebracht werden. Die Straßen lagen noch voll mit „verpulverten“ Raketen, Krachern und Blöllern, denn in der Nacht feierte man „Diwali“ doch dazu mehr.
Unterkunft
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Es gibt eine ganze Reihe günstiger Unterkünfte in der „blauen Stadt“ wie sie oft genannt wird. Wir bekamen einen Tipp von zwei Freunden, die mit uns die Tour durch die Wüste „Thar“ in Rajasthan machten. Dies war für uns ein Glücksfall, ja ein richtiger Glücksfall. Ich kann jedem empfehlen, der nach Jodphur kommt sich dort einzuquartieren:
Es ist das „Shahi Guest-House“, 1,5 Km vom Hauptbahnhof, 2 km vom Busbahnhof entfernt, Adresse: City Police, Ghandi Street, Tel Nr. 91-291-6233589, E-mail: [email protected]
Geschichte:
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Jodphur wurde 1489 von Raja Jodha Singh gegründet, eines der bedeutendsten Fürstengeschlechter Rajasthans. Das Stadtbild Jodhpurs wird durch seine Teilung in drei klar voneinander zu unterscheidende Stadtteile geprägt. Der erste Bereich ist die mittelalterliche Festungsstadt „Mehrangarh“ der ehemaligen Herrscher Marwars. Dieser Stadtteil bietet hohe, elegante Paläste, Tempel, Gärten, Seen und Wohn- und Handwerksviertel. Der zweite Bereich ist die Kolonialstadt mit ihren charakteristischen Bauten im indosarazenischen Stil. Dieser Teil der Stadt ist etwas abgelegener und enthält unter anderem den „Umaid Bhawan Palast“ mit seinen ausgedehnten Parkanlagen. Im dritten Bereich Jodhpurs finden sich hauptsächlich modernere Bauten. Wie schon im 16. Jahrhundert, ist Jodhpur auch heute noch ein florierendes Handelszentrum. „Stadt des Licht“ wird die zweitgrößte Stadt Rajasthans auch genannt.
Sehenswürdigkeiten
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Vor die schwierige Aufgabe gestellt, unter all den faszinierenden Festungsanlagen Rajasthans die beeindruckendste auszuwählen wird sicherlich das „Meherangarh Fort“ am meisten genannt. Auch bei mir ist dies der Fall. Aber warum? Ich bringe es kurz auf einen Nenner:
„Geradezu märchenhaft, wie diese riesige, aus einem 120 Meter hohen Felsen scheinbar herauswachsende Palastanlage im Abendlicht rosarot über der Stadt erstrahlt“, dies hab ich in mein Tagebuch geschrieben. Also bitte : Bei einem Besuch Jodhpurs sollte man auf keinen Fall das Meherangarh Fort auslassen.
Das Meherangarh Fort
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Jedes der insgesamt sieben Festungstore, die während des steilen serpentinenartigen von hohen Mauern begrenzten Aufstiegs zum Palast zu durchqueren ist, trägt Spuren er ereignisreichen Geschichte des Hauses.
Ein im wahrsten Sinne des Wortes markante und makarberes Beispiele des „Sati-Kultes“ findet sich mit den 32 Handabdrücken zu beiden Seiten des mit Eisenstacheln übersäten „Loha Pol“. Hier hinterließen die Prinzessinen der verschiedenen Maharajas eine letzte Erinnerung, bevor sie sich auf dem Scheiterhaufen ihres verstorbenen Mannes mitverbrennen ließen. Obwohl von den Briten schon Anfang des 19. Jahrhunderts verboten, soll sich noch 1953 die letzte „Sati „ aus dem Königshaus von Jodhpur selbst verbrannt haben.
Beeindruckend sind aber auch die filigranen Steinmetzarbeiten an den überhängenden Erkern und Balkone, ebenso die Ausstattung der Palastanlage mit antiken Möbeln, vergoldeten Sänften, Kostümen, Musikinstrumente und nicht zu vergessen die Miniaturmalereien in Umaid Vilas. Die Waffenkammer ist reich ausgestattet, und die gut erhaltenen Kanonen, an strategischen Plätzen aufgebaut, bieten einen beeindruckenden Anblick. Unglaublich aber wahr. Die Festungsmauer des Forts hat einen Umfang von zehn Kilometern.
Wichtig:
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Nach Beendigung des Rundganges sollte man auf jeden Fall den einzigartigen Ausblick von den mit Kanonen bestückten südlichen Festungsmauern auf die sich weit ausbreitende Altstadt Jodhpurs mit ihren tief blau bemalten „Brahmanenhäusern“ genießen.
Jaswant Thada
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Das Jaswant Thada kann man bequem zu Fuß vom Fort erreichen. Es wurde 1899 zum Gedenken an den Maharaja Jaswant Singh aus weißem Marmor erbaut und bietet einen starken Kontrast zu den Basaltfelsen, auf denen es steht. In diesem Bauwerk wurde der komplette Stammbaum der Herrscher von Jodhpur verewigt.
Weitere Sehenswürdigkeiten:
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Mandore, 8 km von Jodhpur gelegen, ist die alte Hauptstadt der Herrscher von Rathore und beherbergt die erste Festung des Staates. In der \"Hall of Heroes\" befinden sich sechzehn Statuen, die alle aus einem einzigen Felsen gehauen wurden. Die Figuren stellen populäre Hindu- und Volksgottheiten dar. In der näheren Umgebung befinden sich angelegte Gärten.
Umaid Bhawan, die die größte Privatresidenz der Welt sein soll, wurde 1929 von einem britischen Architekten entworfen. Dieses symmetrisch angelegte und feierlich wirkende Bauwerk ist mit einer Reihe von Innenhöfen und prächtigen Suiten ausgestattet, von denen die größte mit den Wandmalereien eines polnischen Künstlers versehen ist. Über dem Palast, der heute als modernes Hotel geführt wird, erhebt sich eine 57 Meter hohe Kuppel.
Der Mahamandir-Tempel, 1812 gebaut, und der 11 km entfernte Kailana Lake, der ein beliebter Ausflugsort ist.
Was passierte noch?
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Ich muss es einfach erwähnen: Das „Diwali-Fest“. Was hier passierte werde ich mein Leben nicht vergessen. Indische Feste sind so bunt und ungestüm wie das Land selbst. Zwar haben die meisten religiöse Ursprünge, doch gerade die für Indien so typische Einheit von Religion und prallem Leben macht ihre eigentliche Faszination aus. Der Indische Festkalender ist dick gefüllt. Einer der wichtiges ist „Diwali“ was in der Regel im November stattfindet. Eigentlich „Depavaili genannt (Lichterkettte), soll es eigentlich ein ruhiges beschauliches Fest, vergleichbar mit unserem Weihnachtsfest sein. Ursprünglich soll die symbolische Heimkehr „Ramas“ aus seinem Exil gefeiert werden. Doch steht völlig im Hintergrund. Überall kann man schon Tage vorher Kracher, Böller, Raketen und alles mögliche was man braucht um viel Krach zu machen kaufen. Vier Tage lang wird gefeiert. In Indien bedeutet dies, dass man am Abend anfängt, dann werden massenweise Silvesteraketen, Chinakracher und auch selbstgebastelte Böller abschießt, oder auch zwischen die Menschen und Touristen wirft.
Für uns war dies sehr sehr spannend, ähm, ich meine nicht nur spannend sondern auch gefährlich. Die ganze „Show“ dauert fünf Tage und Nächte, es wird also tag und nacht geballert und es kracht an allen Ecken. Für die kleinsten ist dies selbstverständlich ein Heidenspass. Die ganze Stadt bereitet sich darauf, man schmückt sein Haus, ja ganze Straßenzüge mit Lichterketten. So wird dies zum tollen Farbenspiel. Bei mir hat dies aber auch Kopfschmerzen verursacht und kurze Nächte, denn an Schlaf war nicht zu denken.
Fazit:
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Bei einer Rundreise durch Rajasthan sollte Jodphur auf keinen Fall fehlen. Schon allein das Meherangarh Fort ist die Reise wert. Nachleben gibt es zwar keines, aber das ist ja auch nicht wichtig und wer einmal das „Diwali-Fest“ in Jodhpur miterlebt hat, wird mit Sicherheit den Aufenthalt nicht vergessen. Zum Glück hatten wir Ohrenstöpsel mit dabei.
Also dann auf dach Jodhpur! Viel Spass wünscht Euch
©Schlinge62
geschrieben für YOPI, dooyoo und CIAO
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-08-31 20:54:36 mit dem Titel JAIPUR- DIE "PINKCITY" EIN MÄRCHEN AUS 1000 UND EINER NACHT
Unterwegs in der Pink City „Jaipur“
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Shilpa Shastra und Prinz Albert sind dafür verantwortlich, dass Jaipur heute eine der beeindruckensten Städte ganz Indiens ist. Dabei ist Shilpa Shastra nicht etwa ein raiputischer Herrscher, sondern einaltes indisches Lehrbuch der Baukunde und Prinz Albert nicht ein britischer Adliger, sonder der spätere König Edward VII. Wir machten uns darüber vor unserer Ankunft mit dem Bus aus Agra keine Gedanken, sondern machten uns mit dem „Tuk-Tuk-Fahrer“ auf den Weg zum „Pearl Palace“ unserem Hotel, von dem ich heute noch schwärme, doch dazu später mehr. Der erste Eindruck täuscht, denn immerhin leben in Jaipur etwa 1,8 Millionen Einwohner. Die sorgen dafür, dass es doch nicht so ruhig zugeht. Wir stürzten uns jedenfalls optimistisch und gut gelaunt in das Gewimmel der Altstadt und stellten fest, „nicht alles ist rosa angestrichen wie es in den Reiseführern drinn steht“.
Die Reisbrettstadt
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Unglaublich aber wahr Jaipur ist am Reisbrett entstanden. Schuld daran war Sawai Singh II (es war um 1700!), der dafür sorgte, dass die alte 700 Jahre als Hauptstadt dienende Amber verlassen wurde und eine neue Metropole , elf Kilometer weiter südlich errichtet wurde
Jedes Detail wurde genau festgelegt, so entstand eine für indische Verhältnisse im Grund ganz untypische Reisbrettstadt mit sehr breiten, rechtwinklig aufeinander zulaufenden Straßen, die in neun Blocke unterteilt sich und von einer sechs Kilometer langen, zinnengekrönten Stadtmauer umschlossen ist. Doch wer ist daran schuld, dass alle Häuser der Altstadt in Rosa angestrichen wurden? Es war Prinz Albert, der anlässlich eines Staatsbesuches 1876 nach Jaipur kam. „Pink City“ ist (zumindestens in der Altstadt) seit den Tagen Prinz Alberts nahezu unverändert geblieben. Das einheitlich zarte Rosa, die von den Designern der Mogularchitektur verspielten Häuserfassaden, die weitläufigen boulevardähnlichen Straßen und die orientalische Lebensfülle auf den Straßen sorgen dafür, dass auch wir bei unserem Besuch von der Stadt Jaipur fasziniert waren. Gut ich gebe es zu, nicht alles war so Rosa angestrichen, hier und da findet man auch blasse Fassaden, doch wie bringt man das kurz auf einen Nenner: „Alles halb so wild, wir erkunden hier zu Fuß die Altstadt“, sagte ich zu meinem Kumpel. Denn der Charme der Stadt entfaltet sich auschließlich in der ummauerten Altstadt. Uns war im Klaren, dass in den Außenbezirken Jaipurs alle die negativen Aspekte einer indischen Großtstadt das Bild bestimmen.
Sehenswürdigkeiten
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Auf uns warteten schon zehn Rischkafaher vor dem Hotel. Da war es wohl klar, dass unser Vorhaben wurde über den Haufen geworfen. „Man muss ja was gutes tun“, sagte ich. So fuhren wir mit der „Ritschka“ zum „Singh Pol, einem jeder sieben Eingangstore der Altstadt, welche noch bis zum Anfang dieses Jahrhunderts abends verschlossen wurden. Durch dieses Tor tritt man in die Altstadt ein. Mit seinen Türmchen, Balkonen und Schießscharten hinterläßt dieser Eingang bereits einen burgählichen Eindruck. Natürlich ist es rosafarben angemalt, durch das treiben rundherum ist es einfach ein tolles Fotomotiv. So ließen auch wir uns treiben und gingen in die Altstadt. Unzählige Mamorgeschäfte, an der nächsten Ecke Gemüsehändler, zahlreichen Frucht und auch Blumenhändler. Wir fanden sogar einen Platz um das einzigartige bunte treiben aus erhöhter Perspektive zu beobachten. Aufgefallen ist uns dabei nicht nur das „Iswari Minar Swarga Sal“, das höchste Gebäude der Altstadt. Es ist ein Minarett.
Weiter ging es durch den „Johari Bazaar“. Hier ist die traditionelle Heimat der Gold- und Silberschmiede. Ab hier hatten für die nächsten zwei Stunden einen „Stadtführer“. „Umsonst kostet nichts, ich zeig Euch alles, nur um mein Englisch zu praktizieren“. „Gut das kennt man ja, am ende landet man doch in einem/oder gar in seinem Shop. Die gute Laune sollte nicht vermießt werden, so führte uns der „Goldschmied“ wie er uns erläuterte weiter durch Jaipur.
„50.000 Menschen arbeiten auch heute noch in der Edelsteinverarbeitung Jaipurs, die weltweiten Ruhm geniest“, erfahren wir von ihm. Natürlich gibt es schwarze Schafe, also Augen auf!. Wir verköstigen uns mit „Samosa“ und Pakora“, trinken Cola und schon sind wir vor dem nächsten Höhepunkt: das Freiluftobservatorium (Jantar Mantar). „Ich warte auf Euch, geht mal rein“, und tschüss sagte „Goldi“ wie wir ihn nannten.
Jantar Mantar
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Wer nach Jaipur geht besucht das Freilichtobservatorim, da bin ich mir sicher. Es wurde zwischen 1728 und 1734 von Udai Sing errichtet, 1901 restauriert zählt das Observatorium als das größte steinere Observatorium der Erde.
Für mich war der von der Anlage ausgehende ästhetische Reiz weitaus höher, als der wissenschaftliche Wert der meisten aus Mamor und Sandstein gefertigten Messinstrumente. So gibt es sogar eine über 30 Meter hohe Sonnenuhr
Stadtpalast
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Ein Stadtpalast darf in Jaipur nicht fehlen. Er liegt nicht weit entfernt vom Jantar Mantar, quasi gleich über die Ecke. Ein Rundgang durch die verschiedenen Räume, Hallen, Säle und Innenhöfe des Stadtpalastet von Jaipur vermittelt einenlebhaften Eindruck vom legendären Reichtum der Herrscherfamilien Rajastan.
Wir bekamen noch etwas anders in Jaipur mit: Dies waren die Vorbereitungen für das „Diwali-Fest“ . Überall wurde die Stadt mit Girlanden geschmückt, denn „Diwali“ ist so ein Spektakel in Indien als würde „Weihnachten, Sylvester und Ostern auf einmal nonstop hintereinander gefeiert werden. Dies bekamen auch wir ein paar Tage später noch zu spüren.
TIPP
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Man braucht nicht unbedingt einen der vielen „Führer“ am Eingang für den Besuch in Anspruch nehmen, denn auf den vielen Hinweistafeln ist alles in bestem Englisch erklärt.
Unterkunft:
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Hier machten wir einen „Glückstreffer“ wie man dies wohl bezeichnen kann. Das Hotel „Pearl Palace in der “Ajmer Road”, war wohl das sauberste Hotel was ich bisher in Indien für „Individualtouristen“ gesehen hatte. Tadellos die Zimmer mit Dusche und Fernseher. So ist es kein Wunder, dass es beliebt und oft ausgebucht ist: e-mail: [email protected], website: www.hotelpearlpalace.com
Fazit
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Jaipur darf bei einer Rundreise durch Rajastan nicht fehlen. Drei Tage sind wohl genug für einen „Kurztripp“. Ich erinnere mich gerne an die Zeit in „Jaipur“ in der „pinkfarbenen City“. Nur mit den Ritschafahrern klappte es nicht immer so wie es sollte. Uns passierte es, dass wir am letzten Abend beinahe unser Hotel nicht mehr fanden. Stockdunkel radelte unser Fahrer über eine Stunde in der Stadt herum, er konnte kein Englisch. Mit „Händen und Füßen“ gelang es uns ich dann zu unserer Unterkunft hinzuführen. Aber das ist halt Indien. In Indien ist einfach alles Möglich, das erfuhren wir wenig später.
Vie Spass wünscht Euch
Euer
©Schlingel62
geschrieben für Yopi, dooyoo und CIAO
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-09-03 11:00:01 mit dem Titel JAISALMER - DIE KARAWANENSTADT MITTEN IN DER WÜSTE VON THAR (RAJASTHAN)
Vorwort
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Rajasthan ist ein Land, in dem sich das Leben in all seinen Erscheinungsformen stets in hellen und leuchtenden Farben widerspiegelt. Dies wurde bei unserer Tour vor allem in Jaisalmer deutlich. Sie wird oft „Traum aus Tausendundeiner Nacht“ bezeichnet. Kurzum sie hat einen unvergleichlichen Charme, dieser inmitten der Wüste Thar, weitab der nächsten größeren Ansiedlung. Doch so toll, wie ich jetzt hier schwärme, war unsere Begrüßung in Jaisalmer nicht, warum werdet ihr gleich lesen:
Die Karawanenstadt
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„Man das war ja wieder mal ganz spannende“, schrieb ich am 13. November vergangenen Jahres in mein Tagebuch, „in allerletzter Sekunde erreichten wir unseren Nachtbus nach Bikaner. Der war schrecklich voll, eng, laut, wir saßen in der letzten Reihe, eine einzige Tortur..“ Mehr möchte ich hier nicht schreiben, denn einen Nachtfahrt unter diesen Bedingungen möchte ich niemand zumuten. Wer aber durch Indien reist wird mit Sicherheit einmal miterleben. Um 5:30 Uhr sind wir angekommen. Bereits kurz vor der Ankunft wird man von „Schleppern“ umringt. Hier gibt es einen großen Konkurrenzkampf, auch wir wurden nicht verschont. Ganz verschlafen, schleppten wir uns auf einen der Jeeps und landeten dann doch in einem Hotel, in das wir eigentlich gar nicht hinein wollten: Das „MOTI-PALACE“, ich kann es dennoch weiter empfehlen, liegt es doch im Fort und bietet einen atemberauenden Ausblick von der Dachterrasse auf die Stadt.
Nichts scheint sich in Jaisalmer (50.000 Einwohner) seit dem Mittelalter verändert zu haben, als die Kamelkarawanen nach tagelangen, anstrengenden Märschen durch die umbarmherzige Wüste einen Zischenstopp einlegten um dort Stoffe, Gewürze, Elfenbein und Opium zu verkaufen. Wir hatten zunächst mit anderen Problemen zu kämpfen. Den Jaisalmer liegt nur rund 70 Kilometer von der Pakistanischen Grenze entfernt und es waren im vergangenen Jahr 70 PROZENT WENIGER TOURISTEN in Rajasthan unterwegs, wie uns ein Mitarbeiter de Touristeninformation verriet. Die Folge war für uns, dass wir stets von irgendwelchen netten Indiern umringt waren, die uns etwas verkaufen wollten, Kamelsafaris anboten oder Touren zu den „Sam, Sand Dünen“. Stets mit einem Lächeln im Gesicht schafften wir es dennoch alle zu überzeugen, dass wir nur zu Fuß uns die Karawanenstadt ansehen möchten. Dabei kommt man wirklich ins Schwärmen.
Ich bring es kurz auf einen Nenner: „Wir eine Fata Morgana erhebt sich das auf einem achtzig Meter hohen Felsen gelegene und von einer mit 99 Wehrtürmen versehen Mauer umgebene Fort aus de hitzeflimmernden Wüste“.
Dieser Eindruck wird noch verstärkt, betritt man die unterhalb des Forts von einer Stadtmauer eingegrenzten Altstadt. Der Wüstenstaub scheint sich hier wie ein Konservierungsmittel über die Häuser gelegt zu haben.
In den engen Gassen, zwischen den farbenfroh gekleideten Nomaden der umgebenen Wüste, glaub man sich tatsächlich in eine orientalische Märchenstadt versetzt. Wir hatten wieder mal Glück, denn wir waren einen Tag vor dem „Diwali-Festival“ hier angekommen. So „putzten“ sich die Frauen und Männer richtig heraus. Bunt gekleidet, ganz neue Saris, Turbane in allen erdenklichen Farben, schwer behängt mir allerlei Schmuck, so prominierten sie vor dem Festtag durch die Stadt.
Geschichte
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1156 gründete der Raiputenfürst „Jaisal“ vom Geschlecht der Bhati die Stadt. Langsam entwickelte sich Jaisalmer zu einem bedeutendem Stützpunkt an der Kamelkarawanen-Route zwischen Indien und dem Vorderen Orient. Auch wir bekamen mit wie wichtig die stretegische Lage von Jaisalmer ist, denn die indische Armee war stark vertreten und es gab einige Truppenbewegungen in Richtung Pakistan. Verkehrstechnisch gut angebunden an den Rest Rajasthans ist heute der Tourismus die Haupteinnahmequelle der Stadt mit der Tendenz : rapide ansteigend. Es gibt genügend Internet-Cafes, allerdings sind die Verbindungen recht langsam.
Sehenswertes
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Das Fort steht hier erster Stelle. Es ist auch etwas besonderes, denn hier ist nicht nur der Herrscherpalast, sondern auch Wohn und Geschäftshäuser, sowie einige nette Unterkünfte. Auch in Jaislamer wurde der Aufstieg zum Fort aus verteidigungstechnischen Gründen im Zickzackkurs angelegt. Rein Besuch lohnt auch der Stadtpalast „Rai Mahal“. Von hier hat man auch einen sehr schönen Blick über die Altstadtdächer.
Havelis
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Jaisalmer ist ein einziges Freilichtmuseum, voller Lebensfülle und exotischer Eindrücke. An jeder Straßenecke boten sich uns neue unverwechselbare Einrücke und man weiß gar nicht, wo man zuerst hinshen soll. Dennoch stellen die von reichen Geschäftsleuten erbauten Wohn- und Geschäftshäuser (haveli) die eigentliche Kostbarkeit Jaisalmers da. Diese „Havelis“ gibt es auch in anderen Orten Rajasthans, doch nirgendwo sonst sind sie so schön wie in Jaisalmer.
Im weichen und leicht zu berarbeitenden Sandstein Jaisalmers haben die Handwerker wahre Wunderwerke filigraner Baukunst hervorgebracht.
Eines der auffälligsten Kaufmannshäuser ist das u m 1815 erbaute „Salim Singh Haveli.“. Am beeindruckendsten ist das von einem Gold und Silberhändler errichtete „Patwon ki Haveli“. Es sind eigentlich fünf Havelis die der Kaufmann zwischen 1800 und 1860 für seine fünf Söhne errichten ließ. Kaum zu zählen sind die reich verzierten Erker, Pavillons und Balkone der einer ganzen Straßenzug einnehmenden Häuserfassade.
Bada Bagh
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Die Totengedenkstätte der Herrschen von Jaisalmer in „Bada Bagh“ ist ebenfalls einen Besuch wert. Man macht dies am besten am Nachmittag, wenn die Abendsonne die aus gelben Sandsein gefertigten Pavillons in ein sanftes Licht hüllt. Die Grabsteine der verstorbenen Adligen zeigen neben einem stolz reitenden Raiputen auch die – selbstverständlich wesentlich kleiner dargestellten – Umrisse der mit ihm auf dem Scheiterhaufen verbrannten Frauen.
Sam Sand Dünen
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Ich muss heute noch „Grinsen“ wenn ich mich an unseren Ausflug zu den „Sam Sand Dünen“, erinnere. „Sanddünen bis zum Horizont in goldenes Licht gehüllt“ ja dies sieht man hier, 42 Kilometer südwestlich von Jaisalmer. Das ganze hat allerdings einen Haken: Hunderte anderer Touristen haben auch den gleichen Wunsch, dementsprechend marktschreierisch geht es dort zu. Sehr viele indische Touristen nutzen die Gelegenheit auf eines der wohl über 200 Kamele zu steigen um auf dem Rücken des „Wüstenschiffes“ in den Sonnenunterganz zu reiten. Da muß man schon weit laufen um sich den jahrmarktähnlichen Trubel zu entziehen. denke Irgendwie schafften wir es die aufdringlichen Kameltreiber abzuschütteln und ich machte beim traumhaften Sonnenunterganz eines meiner besten Bilder von der gesamten „Indien-Tour“.
Unterkunft
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Jaisalmer bietet genügend Unterkünfte in allen Preislagen.
TIPP:
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Unser Tipp ist ganz einfach: Zeit lassen, sich einige Unterkünfte anzusehen und dann entscheiden. Wer es familär und romantisch liebt sollte im Fort umsehen. Wir hatten Glück, obwohl wir in einer „Schlepperunterkunft“ landeten: Das hotel „MOTI-Palace“, Adresse: On Fort Chougan Para, Tel. 54693 (O), e-mail: [email protected] bietet dies für nur 200 Rupien!.
FAZIT:
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Jaisalmer, darf bei einer Rundreise durch Rajasthan nicht fehlen. Heute einige Monate später muß ich sagen: „Wärst Du doch einige Tage länger geblieben“, denn immer wieder erinnere ich mich gerne an die Tage in Jaisalmer, der „Märchenstadt aus Tausendundeiner Nacht“.
Ich kann einen Besuch weiter empfehlen und wünsche allen viel Spass dabei.
Herzlichen Dank fürs Lesen
Euer
©Schlingel62
geschrieben für YOPI, dooyoo und CIAO
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-08-20 15:25:18 mit dem Titel EINE LIEBESERKLÄRUNG AN UDAIPUR, DAS VENEDIG DES OSTENS
Vorwort
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Auf den Spuren von James Bond Geheimagent 007, so fühlte ich mich im vergangen Jahr, als wir uns ein paar Tage Erholung in Udaipur gönnten. Der Mythos von James Bond, dessen Kino Hit „Octopussy“ vor über 20 Jahren hier gedreht wurde, schwebt immer noch über der „Stadt der Paläste“. So wurden auch wir an dem romantischen Ort davon gepackt und haben uns gleich zweimal „Oktopussy“ angesehen, das gehört einfach dazu, wenn man den Flair in Udaipur genießen möchte.
Udaipur – Venedig des Ostens
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Es gibt viele Liebeserklärungen für Udaipur. Ich möchte hier eine zitieren, die mir besonders ins Auge gestochen ist:
„Ich stand entzückt und schaute auf das majestätische Panorama, das sich zu meinen Füßen ausbreitete. Ich hatte niemals gehofft, etwas so schönes zu sehen. Es gleich einer der Märchenstätte aus Tausendundeinernacht“.
Damit ist in wenigen Worten alles auf einen Nenner gebracht. Nach wie vor sind die fast einhelligen eurphorischen Beschreibungen über die Stadt geblieben. Heut hat sie etwa 400 000 Einwohner wird auch „Venedig des Ostens“ genannt und gilt als der romantische Ort ganz Indiens. Weltweit erfolgreiche Filme wie „Der Tiger von Eschnapur“ und „Oktopussy“ wurden und viele der damals mitwirkenden Hollywood-Stars verliebten sich während der Dreharbeiten so sehr in diesen Ort, dass sie ihn später zu einem ihrer bevorzugten Urlaubsziele machten.
Was ist denn besonderes in Udaipur?
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Vor allem das harmonische Zusammenspiel von Altstadt, Palast, See und Bergkulisse verdankt die Stadt ihre elegante Schönheit. Das ist auch mir ganz besonders ins Auge gestochen. Die Stadt wechselt ihr Gesicht wie keine andere . Mit dem sich veränderten Lichteinfall ist zu jeder Tages und Nachtzeit der Blick von den Dächern der Altstadt atemberaubend schön.
Es ist wirklich ein einzigartiges Farbenspiel. Morgens erstrahlt die Stadt in leuchtenden Weiß ihrer Häuser, der Sonnenuntergang hinter den sanften Hügeln des Arvalli-Gebirges taucht den See und die Stadt in ein majestätisches Violett und nacht scheint das „Lake-Palace Hotel inmitten des im Mondlicht schimmernden Pichola-Sees zu schweben.
Sehenswertes
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Es gibt einiges zu sehen in Udaipur.
Der Stadtpalast:
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Zu Füßen des auf einem Hügel stehenden Stadtpalastes pulsiert das Leben
Udaipurs, das 1568 von Maharana Udai Singh als Hauptstadt des Mewar-Reiches gegründet wurde.
Den Stadtpalast erreicht man durch das große Tripola-Tor; und das Festungsinnere bietet ein Bild zarter, anmutiger Schönheit.
Marmorpavillons, Fresken, Wandmalereien und dekorierte Säulen, kleine Gärten und viele kleine Paläste finden sich innerhalb der Anlage.
Unter anderem: Suraj Gokhada oder Sonnen-Balkon, Bada Mahal, Shees Mahal, Bhim Vilas, Chini Chitrasal und Mor Chowk.
Der Jagat Niwas, auch Seenpalast genannt, wurde 1746 als Sommerpalast der Fürsten von Merwar aus Marmor erbaut. Er steht auf einer Insel des Pichola-Sees und ist heute ein Luxushotel. Man kann diesen bequem bei einer „Seerundfahrt“ besichtigen. Es lohnt sich, das kann ich bestätigen.
In diesem See gibt es auch noch den aus rotem Sandstein gebauten Jag Mandir-Palast, der einst mit kostbaren Einlegearbeiten ausgestattet war.
Weitere Sehenswürdigkeiten
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Der Zenana Mahal, Fateh Prakash, die Durbar Hall, Shambhu Niwas, der Jagdish-Tempel und der Saheliyon-ki-Bari-Garten. Zu diesem zauberhaften Komplex am Ufer des Fateh Singh-Sees gehören ein Lotus-Teich, Springbrunnen und marmorne Pavillons.
Ausflüge
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In der Nähe Udaipurs gibt es zwei Orte, die auf jeden Fall einen Besuch lohnen: Da ist z um einen Eklingij, mit seiner ungewöhnlichen Ansammlung von 108 Tempelchen, und Nathdwara, mit seinem dem Gott Krishna geweihten Tempel.
Der Jaisamand Lake, 51 km südöstlich von Udaipur, ist einer der größten Süßwasserseen der Welt. Der See ist Anziehungspunkt für eine Reihe von Zugvögeln und im Jaisamand Wildlife Sanctuary findet sich eine vielfältige Flora.
Haldigathi, 27 km nördlich von Udaipur; ist Ort der historischen Schlacht von 1576 zwischen den Armeen Rana Prataps und des Eroberers Akbar.
Unterkunft
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Für uns war es nicht ganz einfach in Udaipur eine Unterkunft
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