J. Tolkien Testbericht

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Erfahrungsbericht von BjoernS

Uralte Geschichten aus Mittelerde

Pro:

von Tolkien

Kontra:

Auszug aus einem anderen Buch, zuviele Personen, elbische Worte

Empfehlung:

Nein

Heute geht es mal wieder um ein Buch aus dem Bereich Fantasy. Es handelt sich um das Buch „Die Geschichte der Kinder Hurins“ von J.R.R.Tolkien ....


Fakten

Das Buch „Die Geschichte der Kinder Hurins“ stammt von J.R.R.Tolkien, ist als Taschenbuchvariante bei Dtv erschienen, hat 176 Seiten und trägt die ISBN-Nummer 342310905X. Ich habe für eine gebrauchte Version bei amazon 6,- Euro bezahlt.

Aus dem Vorwort geht hervor, dass das Buch zwar von J.R.R. Tolkien geschrieben worden ist, jedoch erst nach seinem Tod von seinem Sohn veröffentlicht wurde. Zeitmässig spielt die Geschichte im ersten Zeitalter von Mittelerde, also deutlich vor der Geschichte „Herr der Ringe“, durch die Tolkien weltberühmt geworden ist.


Storyline

Hurin – einer der Führer der Menschen – wird von Morgoth mittels Zauberspruch an den Berg Thangorodrim „gefesselt“. Von hier aus soll er als lebender Toter das Schicksal seiner Familie und seines Volkes beobachten und erleiden. Als Hurin nicht aus der Schlacht heimkehrt, schickt seine Frau den Sohn Turin in die Stadt der Elben, mit der Bitte an den dortigen König, den Sohn auf zu nehmen. Dieser entspricht der Bitte und behandelt Turin wie seinen eigenen Sohn, doch es kommt zu Konflikten ...

Ich persönlich mag es nicht, wenn zuviel vom Inhalt verraten wird, weshalb ich an dieser Stelle auch nicht mehr ausführen werde. Schließlich soll dies keine Nacherzählung werden und lediglich dazu anzegen, das Buch zu lesen oder es eben sein zu lassen :-)


Meine Meinung

Ich sage mal „na ja“. Die Geschichte ist stellenweise sehr verwirrend, an manchen Stellenweise fehlt mir irgendwie der Bezug und mir ist nicht wirklich klar, worauf das Erzählte denn nun basiert. Sehr verwirrend finde ich auch die geradezu abnorm große Anzahl an Personen, die in dieser Geschichte vorkommen. Dabei stört mich eigentlich nicht einmal die Anzahl, sondern vor allem die Art, in der die Personen eingeführt werden. Da taucht plötzlich ein Name auf und die Person greift in die Handlung ein. Eine wirkliche Einführung gibt es dabei in den seltensten Fällen – man kennt weder die Gruppenzugehörigkeit noch die Bezüge der Person innerhalb der Geschichte. Sie taucht einfach auf ....

Ähnlich wie mit den Personen geht es mir auch mit dem ganzen Verlauf der Geschichte. Sprunghaft wäre eigentlich schon fast eine Untertreibung, die Szenen wechseln teilweise mitten im Absatz und wirken wie zusammenhangslos dahingeschriebene Fragmente einer Geschichte.

Der Schreibstil ähnelt dem Stil von Herr der Ringe in Hinsicht auf Wortwahl und Satzkonstruktionen. Eigentlich wäre das Ganze wenigstens lesetechnisch einigermaßen gut zu bewältigen, wenn da nicht die vielen elbischen Begriffe wäre. Ich bin nun einmal der elbischen Sprache nicht sonderlich mächtig und empfinde es schon als ziemlich nervig, wenn ich auf jeder dritten Seite den Lesefluss unterbrechen muss, um im Anhang ein elbisches Wort nachschlagen zu müssen.

An einigen Stellen ist die Geschichte schon ergreifend. Besonders schön beschrieben finde ich die Sorge der Ehefrau Hurins und ihr durch Ehrgefühl und Hoffnung bestimmtes Verhalten. Da wiegt die Nachteile dieses Buches aber nicht wirklich auf....


Fazit

Für absolute Tolkien-Fans und Freunde von Mittelerde ist dieses Buch sicherlich ein wertvoller Bestandteil ihrer Sammlung, alle anderen können es sich aber ersparen. Die Geschichte, die in diesem Buch erzählt wird, ist verwirrend und nur unter äußerster Anstrengung nachvollziehbar. Teile davon kommen übrigens auch in „das Silmarillion“ vor, so dass man auf dieses Werk guten Gewissens verzichten kann. Ich habe mich geradezu durchgequält und war einige Male kurz davon, das Werk einfach weg zu legen – ich habe es nicht getan, weil es zu meinen Grundprinzipien gehört, Bücher durchzulesen. Daher mein Rat: lasst das Buch einfach liegen ....


Vielen Dank fürs Lesen, Bewerten und Kommentieren.
Cu easywk