Jack LaLanne Power Juicer Elite Testbericht

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Summe aller Bewertungen
  • Handhabung & Komfort:  sehr gut
  • Reinigung:  durchschnittlich
  • Qualität des Endergebnisses:  sehr gut

Erfahrungsbericht von princesse

Saftiges Vergnügen!

  • Handhabung & Komfort:  gut
  • Reinigung:  schwierig
  • Qualität des Endergebnisses:  sehr gut
  • Besitzen Sie das Produkt?:  ja

Pro:

leiser Betrieb, sehr hohe Saftausbeute, man kann fast alles saften, was sehr viele Variationsmöglichkeiten eröffnet, sehr stabil, guter Stand, kein herumhüpfen des Gerätes beim Betrieb

Kontra:

aufwendige Reinigung

Empfehlung:

Ja

naheliegend, mein altes, mittlerweile 10 Jahre oder länger auf dem Buckel habendes Gerät gegen den letzten Schrei, den der Markt derzeit unters Volk wirft, auszuwechseln, nur der hohe Preis von knapp 150.- Euro liess mich etwa 6 Wochen zögern. Aber dann schmiss mein Arbeitgeber mit etwas Bonus um sich und mich konnte nichts mehr halten.

Gesehen habe ich den Entsafter im Fernsehen in einer Dauerwerbesendung, von denen ich ab und an berieselt werde, nämlich dann, wenn ich etwas verwirrt die Augen aufschlage und merke, dass ich schon wieder auf dem Sofa vor dem Fernseher eingeschlafen bin. Das passiert öfters, und Jack La Lanne, so heisst der alte Mann offenbar wirklich, pries mir das Teil mehrmals an. Faszinierend, wie er demonstrierte, dass man da ganze Äpfel in den Einfüllstutzen stecken konnte, und genauso, wieviel Saft aus dem Obst herausgepresst wurde. Kein Vergleich zu meinem alten Gerät, welches keine ganzen Äpfel zuliess, auch kein weiches Obst und Gemüse, das verstopfte gleich und der Entsafter fing auf der Arbeitsplatte mit irrem Getöse an zu hüpfen und war nur noch mit einem radikalen Abschalten zu bändigen.

Ich kaufte Jack La Lannes Power Juicer beim Kaufhof für 149,nochwas. Bei Ebay hätte ich das Teil etwas günstiger bekommen, so für 135.- bis 140.- inklusive Versand und ein gewisses Risiko und erheblich mehr Zeitaufwand, dazu hatte ich keine Lust, ich wollte, nachdem ich mich endlich zum Kauf entschieden hatte, das Teil sofort.

Der Entsafter ist einfach zusammenzubauen, wenn man hinter den Trick mit dem \"Werkzeug zum Befestigen und Entfernen des Messers\" gekommen ist. Das Prinzip ist ähnlich wie bei anderen Entsaftern auch, man baut von unten (Motorblock) nach oben (Gehäuse, Filter, Messerscheibe, Aufsatz mit Einfüllöffnung und Auffang-Schutzabdeckung) die Einzelteile einfach zusammen, Aufwand etwa 15-20 Sekunden (grob geschätzt), steckt das Gerät dann ein (Strom) und kann beginnen.
Der Entsafter arbeitet sehr sehr leise (kein Vergleich meines alten, der schon mal auf die Lautstärke eines Rasenmähers kam), eher so wie ein leiser Rasierapparat.

Der Power Juicer funktioniert nach dem Prinzip des Feinraspelns und Zentrifugierens (wie fast alle Geräte dieser Art), das runde Messer arbeitet mit 3600 Umdrehungen pro Minute und raspelt so Gemüse und Obst zu einem relativ feinen Brei, der dabei entstehende Saft wird nun durch die Zetrifugalkraft in das Gehäuse geschleudert wo er mittels einer Tülle (Auslaufvorrichtung) in ein darunterstehendes Gefäss (Glas, Tasse ect.) fliesst. Da man keine hohen Gläser drunter stellen kann (max 12 cm) habe ich mir bei \"NANU\" Gläser geholt, die sehr breit und nicht zu hoch sind (für 2,50 das Stück und sehr hübsch anzusehen in einer etwas \"besoffenen Form\" also schief). Der Trester wird in die andere Richtung in einen grossen Auffangbehälter gedrückt.
Die Saftausbeute soll nach Aussage des Herstellers bis zu 30% höher sein als bei anderen Geräten, da ich direkt vergleichen kann mit meinem alten Gerät, welches den hochwertigen Konkurenzprodukten sich derzeit auf dem Markt befindenden entspricht, stimmt das insofern, als ich tatsächlich deutlich mehr Saft aus dem Obst und Gemüse heraushole, ob dies 30% entspricht, kann ich aber nicht sagen. Ich schätze, es sind in meinem Fall so 20-25%. Aber das ist abhängig davon, was man miteinander vergleicht und welches Gemüse und Obst ausgepresst wird.
Fakt ist, ich kann mit dem Power Juicer ganze (mittelgrosse) Äpfel auspressen (hier mach ich nur den Stiel ab), Orangen (geschält) kann ich ebenfalls entsaften, das funktionierte mit meinem alten Gerät nicht, des weiteres rohen Fenchel, den packte die alte Maschine auch nicht. Alles geht schneller mit dem Power Juicer, da ist der Name tatsächlich Programm.

Einzig das Reinigen ist sehr aufwendig, war es das schon bei meinem alten Entsafter, ist es hier noch aufwendiger, da a. ein Teil mehr und b. die Teile insgesamt auch grösser sind. Für das Reinigen benötige ich geschätzt etwa 3-5 Minuten und sehr viel fliessendes Wasser. Ich könnte die Teile auch in die Spülmaschine stecken, aber die läuft bei mir maximal 2x in der Woche, Säfte presse ich aber jeden Tag.
Und letzteres, die Tatsache, dass ich den Juicer jeden, fast jeden Tag verwende, rechtfertigt dann auch den hohen Preis, ein billigeres Gerät wäre weit weniger komfortabel und hätte möglicherweise nach kürzerer Zeit schon den Geist aufgegeben.

Stiftung Warentest hat Mitte letzten Jahres einen Entsafter Test durchgeführt, da war dieser Power Juicer zwar nicht dabei, aber man bekommt ein Gespür dafür, worauf man beim Kauf achten sollte.

Meine persönlichen Rezepte:

2 kleine Ökoäpfel (müssen nicht geschält werden)
2 grosse Karotten (Öko)
8-10 gefrorene Erdbeeren
1-2 Tropfen kaltgepresstes Oel am Schluss in das Getränk träufeln (Diestel, Oliven ect.)

schmeckt sehr gut und erfrischend, die Erdbeeren geben dem Saft eine ganz spezielle Note

2 kleine Ökoäpfel
1 Karotte
2 Stangensellerie
1 kleines Stückchen Ingewerwurzel (etwa 2 cm)
100 g Blattspinat
1-2 Tropfen kaltgepresstes Oel

sehr gesund :-), schmeckt sehr kräftig

2 kleine Ökoäpfel
2 Karotten
1 Fenchel
2 Scheiben frische Ananas
und wieder etwas Oel

gut für die Verdauung, schmeckt ausgezeichnet

und so weiter, eigentlich kann man alles mit allem kombinieren, das ist eine Frage des Ausprobierens und des Geschmacks, ich nehme generell immer etwas Oel hinzu, um vorallem Vitamin A im Körper verarbeiten zu können (ohne Oel gehts nicht). Ausserdem nehme ich, wo es geht, Ökoprodukte, die sind gesünder und meist frei von Pestiziden. Mittlerweile hat jede grosse Supermarktkette ein kleines Angebot an frischen Ökoprodukten.

Ich habe mir auch 2 Bücher über Säfte zugelegt, denn alles was wir essen und trinken wirkt irgendwie auf unseren Organismus. Man ist sich mittlerweile ziemlich sicher, dass die sogenannten sekundären Pflanzenstoffe oft besonders günstig auf das Immunsystem wirken, die freien Radikalen bekämpfen und somit auch ein Stück weit gegen Krebs schützen sollen. Dies hier weiter auszuführen kann ich aus Gründen mangelnden Spezial-Wissens und Ausufern des Beitrags nicht, aber alles steht mit Internet, also \"Google\" anschmeissen und die richtigen Suchbegriffe eingeben. Oder ein Buch kaufen zum Thema, die sind nicht teuer, ab 7Euro-nochwas.

Ich empfehle den Power Juicer uneingeschränkt allen Leuten, die regelmässig sich Säfte fabrizieren möchten, für jene die dies nur an Weihnachten machen, lohnt sich der Kauf kaum, da kommt ein Besuch an einer Saft-Theke allemal billiger.

Was ich entsaftete bis dato:

Ingwer
Orangen
Grapefruit
Äpfel
Karotten
Ananas
Erdbeeren
Heidelbeeren
Fenchel
Rote Bete
Sellerie
Paprika
Mandarinen
Himbeeren
Trauben
Mango
Gurke
Tomaten
Blattspinat
Weisskohl

Shitake-Pilz (Nie wieder, schmeckt scheusslich)

Der Trester kommt meist in die Biotonne, habe ihn aber auch schon beim Brotbacken mitverarbeitet, was dem Brot dann einen interessanten Geschmack gibt. Vielleicht könnte man den Trester auch unter Kinderbrei mischen, da ich aber keine Versuchsobjekte habe (keiner will mir sein Kind leihen) habe ich damit keine Erfahrung machen können.

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