Jamaika Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
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Erfahrungsbericht von elvi0108
Jamaika ist einfach verführerisch
Pro:
schöne Landschaft, nette Leute, echtes Postkartenfeeling
Kontra:
relativ teuer
Empfehlung:
Ja
Jamaika ist einfach verführerisch!
Als Christoph Columbus im Jahre 1494 die Nordküste von Jamaika zum ersten Mal zu Gesicht bekam, beschrieb er sie in seinem Logbuch als "die märchenhafteste Insel, die menschliche Augen je geschaut haben". Dem kann ich nur zustimmen!
Die landschaftliche Vielfalt, eine reiche Kultur, Flora und Fauna, wie keine zweite Insel der Großen Antillen sie zu bieten hat, ist noch heute eine verlockende Augenweide und hat sofort alle meine Sinne angesprochen und ich glaube jetzt bin ich süchtig nach dieser Insel. Eins ist in jedem Fall sicher: ich fahre so schnell wie möglich wieder hin!
Aber jetzt erst mal mein Bericht:
Allgemeines
Nur wenig größer als Puerto Rico und in etwa auf demselben Breitengrad angesiedelt, bietet Jamaika auf seinen 4.410 Quadratmeilen eine überraschende Vielfalt der Kontraste. Die an der Nordküste liegenden weißen Pulverstrände von Montego Bay bis Ochos Rios, sehen aus der Luft wie edle Perlen aus.
In Ochos Rios rauschen die wilden Dunn's River Wasserfälle in die Tiefe.
Das auf dem westlichen Zipfel gelegene Negril hat den wohl schönsten Sandstrand.
Tropische Wälder bedecken einen großen Teil der Insel und an der südöstlichen Küstenlinie liegt die geschäftige Hauptstadt Kingston, oberhalb des viertgrößten Naturhafens der Welt und unterhalb der emporragenden Gipfel des kaffeereichen Blue Mountain.
Die lebendige Handelsmetropole Kingston ist der Sitz der Regierung und gleichzeitig das Kultur- und Geschäftszentrum der Insel.
Von allen karibischen Völkern sind die Jamaikaner die Zugänglichsten; sie sind stolze Menschen, was sie jedoch nicht daran hindert jederzeit guter Laune zu sein und jedem freundlich zu begegnen. Jahrhunderte lang landeten Abenteurer in diesem Paradies der Antillen, dessen Anziehungskraft auch zwei bekannte Persönlichkeiten nicht widerstehen konnten: Errol Flynn und Noel Coward lebten hier.
Seit den 70er Jahren haben Regierung und Tourismusbehörden die multikulturellen Jamaikaner, heute etwa 1,9 Millionen an der Zahl, dazu aufgerufen, das negative Image der damals vorherrschenden wirtschaftlichen und politischen Probleme umzukehren und den Touristen ihr Herz zu öffnen. Das hat unglaublich gefruchtet und heute ist mehr als die Hälfte des Bruttosozialproduktes der Insel vom Tourismus bestimmt.
Montegeo Bay
Touristisches Zentrum und zweitgrößte Stadt der Insel ist "MoBay", so wird es von den Einwohnern genannt, richtig heißt es natürlich Montego Bay. Die Stadt bietet eine Vielzahl an Geschäften und sehr guten Restaurants und hat noch dazu einige sehr schöne Strände, an denen man sich von einem anstrengenden Einkaufsbummel gleich wieder erholen kann.
Der "Sam Sharpe Platz", benannt nach einem der frühen Pioniere für die Unabhängigkeit, bildet den Mittelpunkt dieser geschäftigen Stadt mit ca. 30.000 Einwohnern. Ironischer Weise ist das Gefängnis das interessanteste Gebäude dieses Platzes, es wurde 1806 gebaut, um entlaufene Sklaven einzusperren. Heute ist hier ein Reisebüro untergebracht.
Sehr interessant ist aber auch die "St.James Parais Church", die mitten in einem wunderschönen tropischen Park liegt, in der es einige sehenswerte Skulpturen gibt.
Das Rathaus an der 16. Church Street ist angeblich auch sehenswert (was ich aber nicht bestätigen kann); es wurde einst von einem reichen Zuckerbaron erbaut.
Der Kunsthandwerk-Markt von Montego-Bay am Harbour Drive ist aber wirklich interessant. Hier findet man die für Jamaika typischen Handwerksarbeiten und das sind wirklich ausgefallene Mitbringsel. Es heißt, dass dieser Markt der am besten organisierte und sortierte Markt in der ganzen Karibik sein soll (ich habe leider noch keinen Vergleich).
Da das Taxifahren recht preisgünstig ist, bewegt man sich am Besten auf diese Art in der Stadt. Die Taxifahrer sind super freundlich und erklären unaufgefordert während der Fahrt die Sehenswürdigkeiten. Wenn man sich ein Taxi für Überlandfahrten mietet, muss man aber unbedingt vorher die Fahrtroute klären und den Preis aushandeln. Mietwagen sind meiner Meinung nach nicht empfehlenswert, die Straßenschilder sind oftmals unrichtig und außerdem hält sich niemand an die Verkehrsregeln, schon gar nicht an Geschwindigkeitsbegrenzungen!
Eine Fahrt zur alten Zuckerplantage "Rose Hall" (etwa 20 km von Montego Bay entfernt) lohnt sich wirklich. Um dieses Herrenhaus aus dem 18. Jahrhundert ranken sich legendäre Geschichten um Voodoo und Hexenzauber.
Ca. 8 Kilometer weiter kommt man zur "Greenwood-Plantage"(ebenfalls 18. Jahrhundert). Hier kann man sich einen guten Eindruck vom Leben auf einer Plantage machen.
Das absolute Highlight sind aber die "Wasserfälle am Dunn's River". Knapp 100 Kilometer weit führt der Weg vorbei an einer umwerfenden Landschaft. Die Buchten und Strände erzeugen echtes Karibik-Feeling. Üppige Plantagen mit prunkvollen Herrenhäusern und reizvolle kleine Fischerdörfer aus dem 18. Jahrhundert sorgen für unvergessliche Eindrücke.
Die Wasserfälle befinden sich in der Nähe von "Ochos Rios". Aus 600 Fuß Höhe fällt das kühle Nass über die berühmten Treppenstufen in das warme karibische Meer. Das Plantschen auf den Stufen in diesem ziemlich kalten Wasser während man einem geradezu atemberaubenden Ausblick auf die Landschaft und das Meer hat, ist ein echtes Erlebnis (es ist empfehlenswert Badeschuhe mit rutschfester Sohle zu tragen, und vor allen Dingen den Fotoapperat nicht vergessen!).
Wunderschön und unglaublich erholsam ist aber auch eine Fahrt mit dem Floß auf dem Martha Brae Flußss Man wird auf einem etwa 5m langen Floß den gemächlich dahinfließenden Fluss hinuntergestakt. Die Flusslandlandschaft ist eindrucksvoll und es herrscht eine unglaubliche Ruhe. Die Fahrer dieser Flöße sind typische Jamaikaner - immer guter Laune. Die Fahrt dauert etwa 1 1/2 Stunden. Man kann diesen Ausflug in jedem Reisebüro in Montego-Bay buchen.
Natürlich ist Jamaika auch für alle möglichen Wassersportarten empfehlenswert: Schnorcheln, Tauchen, Segeln oder was auch immer man im warmen Karibischen Meer anstellen möchte.
Ganz allgemein kann ich sagen, dass die Bewohner Jamaikas dem Tourismus sehr offen begegnen. Jamaikaner sind zwar stolz aber immer freundlich und sehr hilfsbereit.
Ich kann diese Insel also besten Gewissens als Urlaubsparadies empfehlen. Allerdings gehört Jamaika nicht zur Kategorie "Billiger Urlaub".
Als Christoph Columbus im Jahre 1494 die Nordküste von Jamaika zum ersten Mal zu Gesicht bekam, beschrieb er sie in seinem Logbuch als "die märchenhafteste Insel, die menschliche Augen je geschaut haben". Dem kann ich nur zustimmen!
Die landschaftliche Vielfalt, eine reiche Kultur, Flora und Fauna, wie keine zweite Insel der Großen Antillen sie zu bieten hat, ist noch heute eine verlockende Augenweide und hat sofort alle meine Sinne angesprochen und ich glaube jetzt bin ich süchtig nach dieser Insel. Eins ist in jedem Fall sicher: ich fahre so schnell wie möglich wieder hin!
Aber jetzt erst mal mein Bericht:
Allgemeines
Nur wenig größer als Puerto Rico und in etwa auf demselben Breitengrad angesiedelt, bietet Jamaika auf seinen 4.410 Quadratmeilen eine überraschende Vielfalt der Kontraste. Die an der Nordküste liegenden weißen Pulverstrände von Montego Bay bis Ochos Rios, sehen aus der Luft wie edle Perlen aus.
In Ochos Rios rauschen die wilden Dunn's River Wasserfälle in die Tiefe.
Das auf dem westlichen Zipfel gelegene Negril hat den wohl schönsten Sandstrand.
Tropische Wälder bedecken einen großen Teil der Insel und an der südöstlichen Küstenlinie liegt die geschäftige Hauptstadt Kingston, oberhalb des viertgrößten Naturhafens der Welt und unterhalb der emporragenden Gipfel des kaffeereichen Blue Mountain.
Die lebendige Handelsmetropole Kingston ist der Sitz der Regierung und gleichzeitig das Kultur- und Geschäftszentrum der Insel.
Von allen karibischen Völkern sind die Jamaikaner die Zugänglichsten; sie sind stolze Menschen, was sie jedoch nicht daran hindert jederzeit guter Laune zu sein und jedem freundlich zu begegnen. Jahrhunderte lang landeten Abenteurer in diesem Paradies der Antillen, dessen Anziehungskraft auch zwei bekannte Persönlichkeiten nicht widerstehen konnten: Errol Flynn und Noel Coward lebten hier.
Seit den 70er Jahren haben Regierung und Tourismusbehörden die multikulturellen Jamaikaner, heute etwa 1,9 Millionen an der Zahl, dazu aufgerufen, das negative Image der damals vorherrschenden wirtschaftlichen und politischen Probleme umzukehren und den Touristen ihr Herz zu öffnen. Das hat unglaublich gefruchtet und heute ist mehr als die Hälfte des Bruttosozialproduktes der Insel vom Tourismus bestimmt.
Montegeo Bay
Touristisches Zentrum und zweitgrößte Stadt der Insel ist "MoBay", so wird es von den Einwohnern genannt, richtig heißt es natürlich Montego Bay. Die Stadt bietet eine Vielzahl an Geschäften und sehr guten Restaurants und hat noch dazu einige sehr schöne Strände, an denen man sich von einem anstrengenden Einkaufsbummel gleich wieder erholen kann.
Der "Sam Sharpe Platz", benannt nach einem der frühen Pioniere für die Unabhängigkeit, bildet den Mittelpunkt dieser geschäftigen Stadt mit ca. 30.000 Einwohnern. Ironischer Weise ist das Gefängnis das interessanteste Gebäude dieses Platzes, es wurde 1806 gebaut, um entlaufene Sklaven einzusperren. Heute ist hier ein Reisebüro untergebracht.
Sehr interessant ist aber auch die "St.James Parais Church", die mitten in einem wunderschönen tropischen Park liegt, in der es einige sehenswerte Skulpturen gibt.
Das Rathaus an der 16. Church Street ist angeblich auch sehenswert (was ich aber nicht bestätigen kann); es wurde einst von einem reichen Zuckerbaron erbaut.
Der Kunsthandwerk-Markt von Montego-Bay am Harbour Drive ist aber wirklich interessant. Hier findet man die für Jamaika typischen Handwerksarbeiten und das sind wirklich ausgefallene Mitbringsel. Es heißt, dass dieser Markt der am besten organisierte und sortierte Markt in der ganzen Karibik sein soll (ich habe leider noch keinen Vergleich).
Da das Taxifahren recht preisgünstig ist, bewegt man sich am Besten auf diese Art in der Stadt. Die Taxifahrer sind super freundlich und erklären unaufgefordert während der Fahrt die Sehenswürdigkeiten. Wenn man sich ein Taxi für Überlandfahrten mietet, muss man aber unbedingt vorher die Fahrtroute klären und den Preis aushandeln. Mietwagen sind meiner Meinung nach nicht empfehlenswert, die Straßenschilder sind oftmals unrichtig und außerdem hält sich niemand an die Verkehrsregeln, schon gar nicht an Geschwindigkeitsbegrenzungen!
Eine Fahrt zur alten Zuckerplantage "Rose Hall" (etwa 20 km von Montego Bay entfernt) lohnt sich wirklich. Um dieses Herrenhaus aus dem 18. Jahrhundert ranken sich legendäre Geschichten um Voodoo und Hexenzauber.
Ca. 8 Kilometer weiter kommt man zur "Greenwood-Plantage"(ebenfalls 18. Jahrhundert). Hier kann man sich einen guten Eindruck vom Leben auf einer Plantage machen.
Das absolute Highlight sind aber die "Wasserfälle am Dunn's River". Knapp 100 Kilometer weit führt der Weg vorbei an einer umwerfenden Landschaft. Die Buchten und Strände erzeugen echtes Karibik-Feeling. Üppige Plantagen mit prunkvollen Herrenhäusern und reizvolle kleine Fischerdörfer aus dem 18. Jahrhundert sorgen für unvergessliche Eindrücke.
Die Wasserfälle befinden sich in der Nähe von "Ochos Rios". Aus 600 Fuß Höhe fällt das kühle Nass über die berühmten Treppenstufen in das warme karibische Meer. Das Plantschen auf den Stufen in diesem ziemlich kalten Wasser während man einem geradezu atemberaubenden Ausblick auf die Landschaft und das Meer hat, ist ein echtes Erlebnis (es ist empfehlenswert Badeschuhe mit rutschfester Sohle zu tragen, und vor allen Dingen den Fotoapperat nicht vergessen!).
Wunderschön und unglaublich erholsam ist aber auch eine Fahrt mit dem Floß auf dem Martha Brae Flußss Man wird auf einem etwa 5m langen Floß den gemächlich dahinfließenden Fluss hinuntergestakt. Die Flusslandlandschaft ist eindrucksvoll und es herrscht eine unglaubliche Ruhe. Die Fahrer dieser Flöße sind typische Jamaikaner - immer guter Laune. Die Fahrt dauert etwa 1 1/2 Stunden. Man kann diesen Ausflug in jedem Reisebüro in Montego-Bay buchen.
Natürlich ist Jamaika auch für alle möglichen Wassersportarten empfehlenswert: Schnorcheln, Tauchen, Segeln oder was auch immer man im warmen Karibischen Meer anstellen möchte.
Ganz allgemein kann ich sagen, dass die Bewohner Jamaikas dem Tourismus sehr offen begegnen. Jamaikaner sind zwar stolz aber immer freundlich und sehr hilfsbereit.
Ich kann diese Insel also besten Gewissens als Urlaubsparadies empfehlen. Allerdings gehört Jamaika nicht zur Kategorie "Billiger Urlaub".
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