James Bond 007 - Der Mann mit dem goldenen Colt (DVD) Testbericht

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  • Action:  viel
  • Anspruch:  anspruchsvoll
  • Romantik:  hoch
  • Humor:  humorvoll
  • Spannung:  spannend

Erfahrungsbericht von Papa_Santano

VON EINER KLEINEN GOLGENEN KUGEL !

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Mein Name ist Bond......... James Bond !
Diese Worte wird sicher jeder schon einmal gehört haben und wie bei vielen anderen Dingen scheiden sich an der Figur James Bond die Gemüter, wenn denn nun der einzig wahre Bond sei.
Ich denke im Prinzip dürfte sich dies an einzig zwei, der mittlerweile zahlreichen Schauspieler festmachen lassen. Sean Connery und Roger Moore dürften die meisten Punkte in dieser Frage auf sich vereinen können, wobei für mich Roger Moore der beste Bond Darsteller war.
Seinen ersten Bond ( Leben und Sterben lassen ) habe ich unzählige Male gesehen und auch das darauf folgende Bond Abenteuer zählt zu meinen absoluten Favoriten, allein schon weil ein weiterer meiner Lieblingsschauspieler in diesem Bond mit von der Partie war.
Kein geringerer als der einzig wahre Dracula ( Christopher Lee ) übernahm hier den Part des Gegenspielers, den er auch absolut überzeugend verkörperte.

Wie immer geht es auch in diesem Bond um den ewigen Kampf des Agenten mit der Lizenz zu töten gegen das Böse.
Getötet werden soll allerdings zunächst einmal Bond selbst, denn sein Chef „M“ jubelt ihm eine kleine goldene Patrone unter die Nase, auf der auch noch sein Name eingraviert wurde.
Sicher hat James Bond nicht viele Freunde und so manch einer würde ihn lieber tot als lebendig sehen, doch Bond wäre nicht Bond, wenn er auch dieser Morddrohung nicht einen humorigen Aspekt abringen würde.
„Francisco Scaramanga“, seines Zeichens aus einer Zirkusfamilie stammender Berufskiller, pflegt seine „Kunden“ mit einer goldenen Kugel zu erledigen, wobei sein Preis 1 Million Dollar pro Schuss und Treffer beträgt.

Bond würde natürlich gerne wissen wer da soviel Geld für seinen Tod zu zahlen bereit ist und beginnt sich zu informieren. Sein Weg führt ihn nach Asien, wo man den Hersteller der kleinen goldenen Kugel vermutet.
Natürlich wird Bond fündig und schon bald hat er eine Spur zu Scaramanga, den angeblich noch nie jemand gesehen haben soll.
Einziges bekanntes Merkmal ist eine biologische Anomalie, die sich in Form einer dritten Brustwarze definiert.
Bond als Jäger ist in diesem Film gleichzeitig aber auch der Gejagte und als Zuschauer stolpert man immer wieder über neue Charaktere, die mal weniger bedeutend, mal elementar wichtig für die Handlung sind.

Normalerweise hat James Bond es ja mit einem Gegenspieler zu tun, der in irgendeiner Form die Weltherrschaft an sich reißen will.
Hier jedoch geht es einzig und allein um Geld und mit Scaramanga hat Bond einen durchweg gleichwertigen Gegenspieler gefunden.
Zusammen mit seinem Gehilfen, einem Liliputaner, gelingt es Scaramanga nach halsbrecherischen Jagden Bond in sein Hauptquartier zu locken, wo es dann zum Höhepunkt des Films und dem erwarteten Tod des Scaramangas kommt.

Die Story hat zwar einen durchgehenden roten Faden und doch gibt es immer wieder neue Ansätze und auch die ein oder andere Überraschung erwartet den Zuschauer.
Zum Beispiel gibt es in diesem Bond ein Widersehen mit dem trotteligen Sheriff aus den USA, der schon im Film zuvor die Sympathien der Zuschauer auf sich vereinen konnte.
Einer der Höhepunkte des durchweg perfekt produzierten Films dürfte dann ein ganz besonderer Stunt sein, der damals zumindest für Aufsehen sorgte.
Im Auto überquert Bond einen Fluss, doch nicht etwa wie jeder andere über eine Brücke, sondern im freien Flug.
Die Brücke als solche besteht nämlich nur noch aus den beidseitigen Rampen und mit einer 360 Grad Drehung fliegt der Wagen von der einen zur anderen Seite.
Bei diesem Stunt handelt es sich dann auch nicht um eine Trickaufnahme, sondern um eine bis ins kleinste Detail geplanter und hervorragend umgesetzter Stunt der Extraklasse.

Wer Bond als Figur nicht mag wird diesem Film nicht viel positives abringen können, allein schon weil er an vielen Stellen hoffnungslos überzogen und unrealistisch ist. Aber genau dies ist einer der Umstände, die mich an Bond Filmen dieser Zeit faszinieren.
Und Roger Moore als James Bond 007 kann hier einmal mehr unter Beweis stellen ein würdiger Nachfolger Connery´s zu sein.
Mit Witz und Charme schlägt sich Moore durch diesen Film und mit Christoper Lee als Partner hätte er es wohl kaum besser treffen können.
Beide zusammen geben dem Film Leben und haben mich mehr als einmal überzeugt hier einen der besten James Bond Filme gesehen zu haben.

1974 unter der Regie von Guy Hamilton entstanden, ist dieses Bond Abenteuer wieder einmal ein Bond, den man gesehen haben sollte.
Der Mann mit dem goldenen Colt ist einer der aufwendigsten Bond Abenteuer, die je gedreht wurden. Seine Kosten lagen damals bei 13 Millionen Dollar, was gemessen an heutigen Produktionen sicher nicht viel ist, damals jedoch eine gigantische Summe darstellte.
Gedreht wurde der Streifen sowohl in Asien, als auch in den bekannten Pinwood Studios, in denen schon so mancher Bond realisiert wurde.
Wie immer ist auch die Filmmusik etwas besonderes und den Titelsong „ The Man with the golden Gun“ von Lulu, kann man sich auch heute noch ohne bedenken anhören.

Abschließend bleibt mir nur zu sagen diesen Film ohne Einschränkung empfehlen zu können. Zu sehen ist der Streifen in unregelmäßigen Abständen im TV und hier meist bei der ARD.


© Papa_Santano

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