Joe Cocker Testbericht
ab 7,47 €
Billiger bei eBay?
Bei Amazon bestellen
Paid Ads from eBay.de & Amazon.de
Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
Erfahrungsbericht von PinkElephant
Sheffield Steel - Joe Cocker´s Comeback-Abum von 1982
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Manchmal werden Menschen gefragt, welche Musik sie auf eine einsame Insel mitnehmen würden, wenn sie sich für ein einziges Album entscheiden müssten.
Meine Antwort wäre ganz klar: „Sheffield Steel“ von Joe Cocker.
Vor exakt 20 Jahren, nämlich im Sommer 1982, erschien diese Scheibe. An CD´s war damals noch lange nicht zu denken, ich leistete mir von meinem kargen Gehalt das Album für 20 DM.
Ich erinnere mich noch daran, dass ich bereits beim ersten Hören schlichtweg begeistert war.
Zunächst von dem Sound, der mir so Cocker-untypisch vorkam. Aber auch von den ungewöhnlich melodischen Songs für einen Rocker wie Cocker.
Tatsächlich hatte der damals 38-jährige Joe Cocker mit diesem Album gerade sein Comeback gestartet.
Im Gegensatz zu späteren Platten des Sängers mit der kratzigen Stimme konzentriert sich hier alles auf ihn und seinen Gesang.
Instrumentierung und Backgroundvocals sind nicht so bombastisch, wie sie es später im Laufe seiner Karriere wurden.
Der Schwerpunkt liegt eindeutig auf Cocker, eine gelungene Entscheidung, die so konsequent nie wieder durchgesetzt wurde. Auch Jahre später nicht, als absehbar war, dass „Sheffield Steel“ mit Abstand eines der erfolgreichsten Alben war, das Joe Cocker jemals veröffentlicht hat.
Aufgenommen hat er ausschließlich Cover-Versionen bekannter Kollegen.
Der Album-Opener „Look What You’ve Done“ fasziniert durch die Melancholie, die trotz eines Saxophons aufrecht erhalten, ja sogar unterstützt wird. Wie ein Schlag ins Gesicht klingt der kurze Ton nach der Titelzeile: „Look What You’ve Done“ – klatsch, da ist die Ohrfeige gleich musikalisch hintendran. Reine Verzweiflung und Trauer und das Nicht-Verstehen-Wollen – alles wird ausgedrückt durch ein paar kraftvolle Stakkato-Töne, die die Stimme des Sängers klangvoll tragen.
„Shocked“ bleibt in dieser Thematik. Joe Cocker hatte zu der Zeit ganz offenbar einen persönlichen Bezug zu diesem Thema, dass er sich großteils mit diesem auseinander setzte. Instrumental zwar milder, dennoch weiterhin mit Jazz-Einschlag wird auch hier die Trauer unterstützt, dass jemand gegangen ist.
In den 80ern war es kurzzeitig modern, Albentitel ineinander fließen zu lassen. Man hatte also keine einzelnen Tracks, die man auch noch auf der Platte beim Hingucken deutlich erkennen konnte, sondern oftmals gingen die Songs ineinander über.
So schließt hier an „Shocked“ das leicht-lockere Stück „Sweet Little Woman“ an. Andy Fraser ist der Urheber und hier ist die Liebeswelt endlich wieder in Ordnung. Ein minimaler Reggae-Touch gibt der Gesamtheit Würze und Abwechslung.
„Seven Days“ aus der Feder von Bob Dylan ist musikalisch und textlich das freudige Erwarten der Geliebten und die Ungeduld, dass es eben noch 7 lange Tage dauert. Flott im Takt, knackig im Rhythmus, sehr melodisch und auf den Punkt gebracht vorgetragen.
Randy Newman’s „Marie“ ist eine herrliche Schnulze im Walzertakt „I Loved You The First Time I Saw You, And I’ll Always Love You Marie“ .. süß! Und genau so klingt’s auch – lieb!
Früher hieß es hier: Platte umdrehen, denn „Marie“ ist der letzte Song der A-Seite.
Die B-Seite beginnt mit einer weiteren Dame, mit „Ruby Lee“, wieder Sehnsucht pur nach der Frau, mit der er so schöne Stunden verbracht hat.
„Many Rivers To Cross“ steht nun auf dem Programm. Immer und immer wieder laufen mir die Schauer eimerweise den Rücken hinunter bei diesem Song. Jimmy Cliff ist der Autor. Natürlich hat auch er den Titel aufgenommen mit seiner hohen Soul-Stimme; umso knackiger und männlicher erscheint Joe Cocker, wenn man seine Aufnahme dagegen hört. Ja Joe, nimm mich! Bei mir fällst Du nicht ins Wasser, und ich schicke Dich auch nie wieder fort....... Bedauern pur, wenn er davon singt, dass er noch zusammenbricht vor lauter Trauer und Einsamkeit........
Brenda Russel’s „So Good, So Right“ geht wieder ein bisschen in Richtung Reggae, der Anfang der 80-er Jahre durch Bob Marley in fast allen Musikrichtungen Akzente gesetzt hat.
„Talking Back To The Night“, ein ursprünglicher Steve Winwood Song (auch von ihm war ich ein großer Fan), ist Cocker ausgezeichnet gelungen. Volle, kräftige Arrangements geben der jazzigen Grundrichtung eine gehörige Portion Rock mit auf den Weg.
Das letzte Lied des Albums ist das sentimentale „Just Like Always“.
Wie oft habe ich im Laufe meines Lebens an diesen Song gedacht..... just like always .....“Every Day At Least One Time, I Picture Your Face In The Back Of My Mind“... Jeden Tag sehe ich mindestens einmal dein Bild in Gedanken vor mir........ wer kennt das nicht.
Joe Cocker hat für „Sheffield Steel“ vor 20 Jahren absolute Highlight-Songs ausgewählt. Solch ein gutes Händchen bei der Songauswahl hat er nach meinem Geschmack nie wieder gezeigt. Er hat damit einen breiten Publikumsgeschmack getroffen. Die Songs begeistern auch heute noch.
Vor 2 Jahren habe ich mir „Sheffield Steel“ endlich auf CD geholt. Als ich mein neues Auto bekam, das einen CD-Player hatte, war mir vollkommen klar, dass nur ein einziges Album es verdient, diesen CD-Player einzuweihen: \"Sheffield Steel“ von Joe Cocker.....
„I don`t need no one to make my bed“ rockt er mit seiner kratzigen Röhre durch´s Auto – nee, ich auch nicht! Das hält mich wach, wenn ich die Nacht durchfahren muss!
Mein absolutes Lieblingsalbum seit nunmehr 20 Jahren – und Ihr könnt mir glauben, ich kenne verdammt viel Musik!
Pinky
Meine Antwort wäre ganz klar: „Sheffield Steel“ von Joe Cocker.
Vor exakt 20 Jahren, nämlich im Sommer 1982, erschien diese Scheibe. An CD´s war damals noch lange nicht zu denken, ich leistete mir von meinem kargen Gehalt das Album für 20 DM.
Ich erinnere mich noch daran, dass ich bereits beim ersten Hören schlichtweg begeistert war.
Zunächst von dem Sound, der mir so Cocker-untypisch vorkam. Aber auch von den ungewöhnlich melodischen Songs für einen Rocker wie Cocker.
Tatsächlich hatte der damals 38-jährige Joe Cocker mit diesem Album gerade sein Comeback gestartet.
Im Gegensatz zu späteren Platten des Sängers mit der kratzigen Stimme konzentriert sich hier alles auf ihn und seinen Gesang.
Instrumentierung und Backgroundvocals sind nicht so bombastisch, wie sie es später im Laufe seiner Karriere wurden.
Der Schwerpunkt liegt eindeutig auf Cocker, eine gelungene Entscheidung, die so konsequent nie wieder durchgesetzt wurde. Auch Jahre später nicht, als absehbar war, dass „Sheffield Steel“ mit Abstand eines der erfolgreichsten Alben war, das Joe Cocker jemals veröffentlicht hat.
Aufgenommen hat er ausschließlich Cover-Versionen bekannter Kollegen.
Der Album-Opener „Look What You’ve Done“ fasziniert durch die Melancholie, die trotz eines Saxophons aufrecht erhalten, ja sogar unterstützt wird. Wie ein Schlag ins Gesicht klingt der kurze Ton nach der Titelzeile: „Look What You’ve Done“ – klatsch, da ist die Ohrfeige gleich musikalisch hintendran. Reine Verzweiflung und Trauer und das Nicht-Verstehen-Wollen – alles wird ausgedrückt durch ein paar kraftvolle Stakkato-Töne, die die Stimme des Sängers klangvoll tragen.
„Shocked“ bleibt in dieser Thematik. Joe Cocker hatte zu der Zeit ganz offenbar einen persönlichen Bezug zu diesem Thema, dass er sich großteils mit diesem auseinander setzte. Instrumental zwar milder, dennoch weiterhin mit Jazz-Einschlag wird auch hier die Trauer unterstützt, dass jemand gegangen ist.
In den 80ern war es kurzzeitig modern, Albentitel ineinander fließen zu lassen. Man hatte also keine einzelnen Tracks, die man auch noch auf der Platte beim Hingucken deutlich erkennen konnte, sondern oftmals gingen die Songs ineinander über.
So schließt hier an „Shocked“ das leicht-lockere Stück „Sweet Little Woman“ an. Andy Fraser ist der Urheber und hier ist die Liebeswelt endlich wieder in Ordnung. Ein minimaler Reggae-Touch gibt der Gesamtheit Würze und Abwechslung.
„Seven Days“ aus der Feder von Bob Dylan ist musikalisch und textlich das freudige Erwarten der Geliebten und die Ungeduld, dass es eben noch 7 lange Tage dauert. Flott im Takt, knackig im Rhythmus, sehr melodisch und auf den Punkt gebracht vorgetragen.
Randy Newman’s „Marie“ ist eine herrliche Schnulze im Walzertakt „I Loved You The First Time I Saw You, And I’ll Always Love You Marie“ .. süß! Und genau so klingt’s auch – lieb!
Früher hieß es hier: Platte umdrehen, denn „Marie“ ist der letzte Song der A-Seite.
Die B-Seite beginnt mit einer weiteren Dame, mit „Ruby Lee“, wieder Sehnsucht pur nach der Frau, mit der er so schöne Stunden verbracht hat.
„Many Rivers To Cross“ steht nun auf dem Programm. Immer und immer wieder laufen mir die Schauer eimerweise den Rücken hinunter bei diesem Song. Jimmy Cliff ist der Autor. Natürlich hat auch er den Titel aufgenommen mit seiner hohen Soul-Stimme; umso knackiger und männlicher erscheint Joe Cocker, wenn man seine Aufnahme dagegen hört. Ja Joe, nimm mich! Bei mir fällst Du nicht ins Wasser, und ich schicke Dich auch nie wieder fort....... Bedauern pur, wenn er davon singt, dass er noch zusammenbricht vor lauter Trauer und Einsamkeit........
Brenda Russel’s „So Good, So Right“ geht wieder ein bisschen in Richtung Reggae, der Anfang der 80-er Jahre durch Bob Marley in fast allen Musikrichtungen Akzente gesetzt hat.
„Talking Back To The Night“, ein ursprünglicher Steve Winwood Song (auch von ihm war ich ein großer Fan), ist Cocker ausgezeichnet gelungen. Volle, kräftige Arrangements geben der jazzigen Grundrichtung eine gehörige Portion Rock mit auf den Weg.
Das letzte Lied des Albums ist das sentimentale „Just Like Always“.
Wie oft habe ich im Laufe meines Lebens an diesen Song gedacht..... just like always .....“Every Day At Least One Time, I Picture Your Face In The Back Of My Mind“... Jeden Tag sehe ich mindestens einmal dein Bild in Gedanken vor mir........ wer kennt das nicht.
Joe Cocker hat für „Sheffield Steel“ vor 20 Jahren absolute Highlight-Songs ausgewählt. Solch ein gutes Händchen bei der Songauswahl hat er nach meinem Geschmack nie wieder gezeigt. Er hat damit einen breiten Publikumsgeschmack getroffen. Die Songs begeistern auch heute noch.
Vor 2 Jahren habe ich mir „Sheffield Steel“ endlich auf CD geholt. Als ich mein neues Auto bekam, das einen CD-Player hatte, war mir vollkommen klar, dass nur ein einziges Album es verdient, diesen CD-Player einzuweihen: \"Sheffield Steel“ von Joe Cocker.....
„I don`t need no one to make my bed“ rockt er mit seiner kratzigen Röhre durch´s Auto – nee, ich auch nicht! Das hält mich wach, wenn ich die Nacht durchfahren muss!
Mein absolutes Lieblingsalbum seit nunmehr 20 Jahren – und Ihr könnt mir glauben, ich kenne verdammt viel Musik!
Pinky
Bewerten / Kommentar schreiben