John Carpenter's Vampires: Los Muertos (DVD) Testbericht
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Erfahrungsbericht von Realjackass
Vampirfilm, dem der nötige Biss fehlt
Pro:
Naja . . Eventuell die Splatterszenen, aber selbst die können nicht mehr viel retten
Kontra:
Schauspieler, allen voran Jon Bon Jovi, weder Spannung noch Horror, langweilig und vorhersehbar
Empfehlung:
Nein
Story
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Irgendwo in Mexiko:
Der Vampirjäger Derek Bliss (Jon Bon Jovi), der für die "Van-Helsing Group" arbeitet, hat wieder einmal eine Vampirin ausgeschaltet, als ihn auch schon der nächste Auftrag ereilt: Der Einzelgänger soll ein Team aus erfahrenen Vampirjägern um sich scharen, um so die mächtige Obervampirin Una (Arly Jover) unschädlich machen zu können. Sofort sucht Derek die Jäger auf, allerdings war Una jedes Mal schneller. So findet Derek nur eine Menge Leichen vor. Allerdings rekrutiert er dabei, eher durch Zufall, ein "Ersatz-Team", bestehend aus dem schwarzen Ray Collins (Darius McCrary), der Halbvampirin Zoey (Natasha Wagner), die ihre Verwandlung aber durch ein Medikament zurückhalten kann und die durch Gedankenkraft Kontakt zu Una hat, dem Priester Rodrigo (Cristián de la Fuente), der als einziger das Massaker in einem Kloster überlebte und schließlich und letztendlich noch einem Jugendlichen, der sich durch die Vampirjagd etwas Geld dazu verdienen möchte.
Derek hatte zwar Zweifel an der Schlagkraft des Teams, da bis auf wenige Außnahmen keiner eine Ahnung von der Vampirjagd hat, aber will den Kampf gegen Una trotzdem aufnehmen, da sie, wenn sie ein bestimmtes Ritual durchführt, auch die Möglichkeit hätte, bei Tage umher zu wandern. Es kommt zum finalen Kampf in einer alten Ruine...
Schauspieler
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Um nicht falsch verstanden zu werden: Ich habe absolut nichts gegen Jon Bon Jovi oder gegen seine Musik, aber welcher Spinner im Vollsuff kam auf die absurde Idee, Bon Jovi für die Rolle eines als cool und hart geplanten Vampirjägers zu verpflichten? Tut mir leid, Fans der Musik dieses Mannes oder Fans von "John Carpenters Vampire" enttäuschen zu müssen, aber Bon Jovi ist hier weder cool, noch hart, ja, nicht einmal Symphatie kann man für diesen Mann aufbringen. Zwar ist dies nicht Bon Jovi´s erster Versuch, als Schauspieler ernst genommen zu werden, man denke nur mal an "U-571", aber mal ehrlich: Ich habe schon so manchen Vampirfilm und demzufolge schon so manchen Vampirjäger gesehen, aber was uns hier geboten wird, grenzt schon an einer Frechheit. Jon Bon Jovi sollte wohl lieber bei der Musik bleiben.
Obwohl ich mir sehr Mühe gegeben habe, ist mir auch nach einiger Zeit der Überlegung nichts positives zu den anderen Schauspielern eingefallen. Cristián de la Fuente, um nur mal ein Beispiel zu nennen, gibt vor, ein Priester zu sein, sieht aber mehr nach einem sexy Surfer aus "Baywatch" aus und verhält sich auch dementsprechend. Natürlich darf auch der allseits bekannte und beliebte Schwarze nicht fehlen, hier verkörpert von Darius McCrary, der sich von der Obervampirin sogar einen blasen lassen darf, natürlich nicht, ohne dadurch auch selbst zum Vampir zu werden.
Die anderen Charaktere sind leider mindestens genau so fürchterlich: Eine Halbvampirin, die dem Team jederzeit in den Rücken fallen könnte, sollten ihr mal die Pillen ausgehen und zu guter letzt noch ein 15 jähriger, der von einer Sekunde auf die andere zum eiskalten Vampirkiller mutiert, ohne dabei auch nur mit der Wimper zu zucken.
Die einzige, die halbwegs zu überzeugen weiß, ist die Obervampirin Una, gespielt von Arly Jover. Da sie aber nur da ist, um das Böse zu repräsentieren und ihr Charakter keinerlei Tiefe besitzt, ja, man nicht einmal etwas über sie erfährt, sprich die Herkunft der Vampirin oä; möchte ich mich mit dem Lob an dieser Stelle auch zurückhalten.
Daten zum Film
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Originaltitel: Vampires: Los Muertos
Alternativtitel: John Carpenter's Vampires: Los Muertos
Land: USA (2002)
Regie: Tommy Lee Wallace
Buch: Tommy Lee Wallace
Länge: ca. 89:40 Min.
Freigabe: FSK 16
Indiziert: Nein
@ Realjackass
Die beste Version
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In Deutschland sind bislang zwei Versionen des Films erschienen, die beide ab 16 freigegeben und ungeschnitten sind. Für etwas blödsinnig halte ich persönlich das "Vampire Box Set" von Columbia TriStar. Darin finden sich neben "Los Muertos" noch die Vampir-Schocker "Dracula" und "Fright Night - Die rabenschwarze Nacht". Die Box ist deshalb so sinnlos, weil die drei Filme, von der Vampirthematik natürlich abgesehen, absolut nichts miteinander zu tun haben und nicht einmal der Vorgänger von "Los Muertos" enthalten ist. Wie dem auch sei, Ersatz bietet da die Single Disc Edition des Films, die zwar so gut wie keine Extras mit sich bringt, dafür aber schon vielerorts sehr günstig zu erwerben ist.
Kritik
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"John Carpenters Vampire" war und ist ein Film, an dem sich die Geister scheiden. Ich muss zugeben, dass ich ihn bislang noch nie gesehen habe und wenn vielleicht doch, dann war er so schlecht, dass ich mich nicht mehr an den Streifen erinnern kann und ihn mittlerweile wieder verdrängt habe. Eines muss man dem Streifen aber zugestehen: Er ließ die Kassen klingen und war überraschend erfolgreich. Und da es nun einmal dem Gesetz des Marktes entspricht, dass auf einen erfolgreichen Horrorfilm gleich noch ein zweiter Teil folgen muss, dauerte es knappe vier Jahre, bis "Vampires: Los Muertos" das Licht der Welt erblickte. Als Regisseur war hier allerdings nicht mehr Carpenter persönlich, sondern Tommy Lee Wallace zugange, der sich bereits mit "Halloween 3" und "Mein Nachbar der Vampir" an zwei Fortsetzungen versuchen durfte.
Nun möchte ich aber nicht lange um den heißen Brei herum reden, sondern sofort auf den Punkt kommen: "Vampires: Los Muertos" ist das absolut beste Beispiel dafür, wie man einen Horrorfilm schlecht fortsetzen kann. Hier stimmt einfach gar nicht. Das fängt bei den Schauspielern und deren Rollen schon an. Sie wirken, wie aus einem Bravo-Magazin ausgeschnitten, allen voran natürlich Jon Bon Jovi, der absolut deplatziert ist. Hinzu kommen dann noch die strohdoofen Kommentare, die die Akteure ab und an von sich geben dürfen und die Tatsache, dass ihre Rollen auf vorgeschriebenen (?) Klischees beruhen. Da kann beim Zuschauer einfach keine Horrorstimmung aufkommen.
Doch das war noch längst nicht alles. Das einzigste, worauf der Film aufzubauen versucht, sind die blutigen Effekte, die, das muss ich zugeben, wirklich nicht zu kurz kommen und zudem auch sehr gut aussehen. Es gibt wirklich deftige Blutorgien in "Los Muertos" zu bestaunen, inklusive Ausblutungen der Opfer und viele aufgerissene Hälse, eben alles, was zu einem Vampirfilm gehört. Da dürfte es nicht wundern, dass ich mich persönlich sehr über das FSK 16 Siegel gewundert habe, das auf der Rückseite der Hülle prangt. Mir würden auf der Stelle eine Vielzahl Indizierter Filme einfallen, die weitaus weniger brutal sind, als dieser Streifen hier, aber nun gut, darum geht es ja nicht.
Wer also nur auf Blut & Eingeweide aus ist und zudem noch nicht in der Lage ist, sich 18er Streifen zu besorgen, der dürfte seine Freude mit diesem Filmchen haben, aber ALLE anderen sollten "Los Muertos" wirklich fern bleiben. Eine hirnlose Story, absolut stupide Charaktere, Null Spannung und noch weniger Horror, sondern nur Unmengen an Blut (in Anbetracht der FSK 16) sind der Hauptbestandteil des Films. Ich persönlich habe mich schon nach 30 Minuten fast zu Tode gelangweilt und es grenzt an einem Wunder, dass ich diesen grenzdebilen Schund überhaupt heil überstanden habe.
Fazit
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"Vampires: Los Muertos" ist typischer Vampir-"Horror" vom Fließband, an dem irgendwie nichts so richtig zu gefallen weiß. Die Story ist langweilig und in jeder Sekunde vorhersehbar, die Charaktere entsprechen vorgefertigen Klischees und sind zudem schlecht gespielt, hinzu kommt noch, dass während der gesamten Laufzeit so etwas wie Spannung oder gar Horror nicht einmal im Ansatz aufkommt. Lediglich die Unmengen an Filmblut, die hier vergossen werden, dürfte den Film für einige interessant machen, für mich ist das allerdings noch längst kein Grund, diesen Schund weiter zu empfehlen.
3 von 10 Punkten und der dringende Rat, diesen Film im Regal stehen zu lassen!
Mfg
Realjackass
22 Bewertungen, 6 Kommentare
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08.12.2005, 02:15 Uhr von Chrillemaus
Bewertung: sehr hilfreichwie immer, sehr gut
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07.12.2005, 20:13 Uhr von waltraud.d
Bewertung: sehr hilfreichsehr hilfreich
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07.12.2005, 19:50 Uhr von topfmops
Bewertung: sehr hilfreichsowieso nicht mein genre
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07.12.2005, 19:09 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreich***SH und LG***
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07.12.2005, 19:04 Uhr von Alphanova1
Bewertung: sehr hilfreichschöner bericht!!! LESUNG=GEGENLESUNG (Versprochen!!!) MfG Lukas
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07.12.2005, 19:00 Uhr von morla
Bewertung: sehr hilfreichsehr hilfreich <br/>
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