Ju-on: The Grudge (DVD) Testbericht
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- Action:
- Anspruch:
- Romantik:
- Humor:
- Spannung:
Erfahrungsbericht von TheBabz
The Grudge? - So ein Quatsch!
Pro:
einzelne Szenen und Effekte sind gut
Kontra:
langweilige Handlung uninteressante Charaktere kein Spannungs-Aufbau
Empfehlung:
Nein
~ Allgemeine Informationen ~
Regisseur: Takashi Shimizu
Altersfreigabe [D]: ab 16
Spieldauer: 92 Minuten
Darsteller: Sarah Michelle Gellar, Jason Behr, Ted Raimi, Bill Pullman etc.
~ Die Handlung des Films ~
Karen, eine junge College-Studentin, arbeitet als Aushilfe in einem Care Center. Als ihre Kollegin Yoko nicht bei der Arbeit auftaucht, wird Karen zu ihrer Vertretung erklärt - sie muss zu einer älteren Dame, die sich sehr seltsam aufführt und einen sehr verstörten Eindruck macht. Dafür gibt es sogar einen Grund: Auf dem Haus der Frau liegt ein Fluch - und jeder, der das Haus betritt, wird früher oder später sterben. Nun wird auch Karen von schrecklichen Schreckensvisionen verfolgt - genauso wie die Kinder der älteren Dame, diverse Polizisten die an einem mysteriösen Mordfall arbeiten und und und.
Diese Zusammenfassung der Handlung ist sehr knapp gehalten, viel mehr bietet der Film allerdings auch nicht. Es wird zwar irgendwie erklärt, wie es zu diesem Fluch kam und warum, aber so richtig sinnvoll erscheint mir das irgendwie nicht. Mir hat \"The Ring\" ja schon nicht gefallen, aber dort gab es zumindest eine gewisse Entwicklung zu verzeichnen - am Anfang war alles verworren und seltsam, nach und nach erfuhr man allerdings immer mehr. Bei \"The Grudge\" ist es anders - schon bevor der Film überhaupt anfängt, wird diese Weisheit eingeblendet: \"Wenn ein Mord nur aus Eifersucht geschieht, bleibt ein Fluch zurück!\" [nicht wörtlich, aber sinngemäß]. Und viel mehr ist da auch nicht. Die genauen Umstände des grausigen Mordes werden zwar später noch geschildert, aber irgendwie ist das alles im Endeffekt einfach... uninteressant.
~ Schock und Grusel ~
\"The Grudge\" enthält wirklich so ziemlich alles, was es an Standart-Grusel-Effekten gibt: Hände, die nach irgendwem greifen. Dinge, die sich irgendwo spiegeln. An- und Abschwellende Musik. Schritte in leeren Räumen. Seltsame Telefon-Anrufe. Bildstörungen. Und so weiter und so fort. Nur leider bildet sich einfach keine Spannung, die den ganzen Film durch gehalten wird. Einige Szenen sind isoliert betrachtet schon ganz nett anzusehen, und ein oder zwei Mal bin ich auch im Kinosessel zusammengezuckt - aber es hat sich einfach keine gruselige oder gar \'beklemmende\' Stimmung gebildet. Ich zucke zusammen, ich amüsiere mich über mein eigenes Erschrecken, ich schaue weiter gelangweilt auf die Leinwand.
Was mich ziemlich überrascht hat - auch bei \"The Grudge\" wird nicht ganz auf \'blutige\' Effekte verzichtet. Einmal sieht man einen Kiefer am Bodenliegen, später sieht man seine Besitzerin. Natürlich ist das nicht so \'hardcore\' wie in vielen Splatter-Filmen, aber wenn \"The Grudge\" doch angeblich Psycho-Horror sein soll, warum wird dann nicht auf dieses - für die Handlung wirklich absolut unwichtige - Element ganz verzichtet? Man weiß es nicht...
Wie oben schon erwähnt, einige Szenen wirken isoliert betrachtet recht gut - beispielsweise die Flucht der Tochter der älteren Dame in ihre eigene Wohnung. Die ganze Liftfahrt, bei der in jedem Stockwerk das geheimnisvolle Kind hinten durch die Tür zu sehen ist, wirkt irgendwie sehr gut. Und auch später das Versteckspiel in der Wohnung hat etwas - die sinnlose Flucht unter die Bettdecke ist die absolute Krönung. Denn nicht mal unter der eigenen Bettdecke ist man vor DEM FLUCH sicher.
~ Rollen + Darsteller ~
Zunächst einmal möchte ich allgemein sagen, dass ích finde, dass eigentlich ALLE Personen in diesem Film willkürlich austauschbar sind. Man hätte mit dem gleichen Handlungs-Gerüst zwanzig verschiedene Filme mit verschiedenen Personen-Konstellationen drehen können - ob es jetzt die arme Pflegerin Karen erwischt, oder ein paar Polizisten, oder die Schwiegertochter - im Endeffekt ist das irgendwie einfach nur egal. Trotzdem will ich zumindest auf drei Darsteller/Rollen ein wenig weiter eingehen.
Sarah Michelle Gellar als Karen. Angeblich die Hauptrolle im Film, aber wie schon gesagt, finde ich auch diese Rolle genauso ersetzbar wie alle anderen. Karen soll eine College-Studentin sein, die nebenbei in einem Care Center arbeitet, weil sie das anscheinend irgendwie für ihr Studium braucht [zumindest wird sowas mal angedeutet]. Ich finde wirklich, dass Sarah Michelle Gellar eine gute Schauspielerin ist, aber diese Rolle ist einfach sehr undankbar. Sarah Michelle Gellar ist der Inbegriff der selbstbewussten Powerfrau, aber hier wird sie einfach nur verfolgt - in einer Rolle, in der sie weder ihr Action-Talent zeigen kann noch irgendwie besonders viel [wichtiges] zu sagen hätte.
Jason Behr als Doug. Doug ist Karen\'s Freund, und mir stellt sich die Frage, ob es für den Film überhaupt wichtig ist, dass Karen einen Freund hat. Ich glaube, nein. Er hat meines Erachtens nach 2 Funktionen im Film: Eye-Candy für die weiblichen Zuschauer und die unlogischste Handlung des ganzen Films - ohne plausiblen Grund zu dem verfluchten Haus zu gehen.
Ted Raimi als Alex. Eigentlich keine all zu wichtige Rolle, allerdings sollte dieser Mann erwähnt werden, da er auf mich einfach unfreiwillig komisch wirkte. Der Mann hat eine recht große Nase, und in Verbindung mit der Brille, die er im Film trug, wirkte das ganze auf mich wie eine dieser Plastik-Brillen-Nasen-Dinger, die manche Menschen zu Fasching tragen. Fortan wird er von mir nur noch \"Der Nasenmann\" genannt werden [nicht zu verwechseln mit dem Nasenmann aus Helge Schneider\'s \"Texas\"].
Ansonsten spielen in diesem Film auch noch ein paar andere Leute mit, wie z.B. William Mapother, Clea DuVall, Bill Pullman,
Ryo Ishibashi und Yoko Maki.
~ Struktur - Flashbacks ~
Was mich in diesem Film auch ZIEMLICH genervt hat, waren die ganzen Flashbacks b.z.w. Handlungssprünge. Prinzipiell habe ich nichts gegen Flashbacks oder auch mal Blicke in die Zukunft, aber nur, wenn diese auch gut eingesetzt werden. Dies war in diesem Film leider nicht der Fall. Die Flashbacks kamen abrupt und völlig außerhalb des vorherigen Zusammenhangs und haben so meistens mehr verwirrt als wirklich geholfen/erklärt. Ich finde es prinzipiell sinnvoll, wenn man erst sozusagen einen \"Rahmen\" hat, der dann langsam aber sicher mit Information gefüllt wird. Aber hier hatte man mehr und mehr den Eindruck, dass nur neuer Raum für Schock-Effekte geschaffen werden sollte.
~ Fazit ~
Mich persönlich hat der Film sehr enttäuscht - vielleicht waren auch meine Erwartungen aufgrund der vielen positiven Meinungen einfach zu hoch. Wer sich einfach mal ein wenig gruseln will, kann sich den Film meines Erachtens nach ruhig ansehen - aber wer auch ein wenig Wert auf eine interessante Handlung oder durchdachte Charaktere legt, sollte lieber die Finger davon lassen, und sich lieber \"The Village\" oder \"The Sixth Sense\" in der Videothek ausleihen - oder \"Texas Chainsaw Massacre\".
Der Film erhält von mir 2 Sterne. Einen dafür, dass es isoliert betrachtet doch ein paar nette Szenen und Schockeffekte enthält, einen halben für die Anwesenheit von Sarah Michelle Gellar [wenn auch in einer SEHR undankbaren Rolle], und einen halben für den Nasenmann Ted Raimi *g*.
Über Bewertungen und Kommentare freue ich mich wie immer sehr ;)
Bericht erschien bereits in fast identischer Form bei Ciao.
25 Bewertungen, 5 Kommentare
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16.10.2007, 01:24 Uhr von Puenktchen3844
Bewertung: sehr hilfreichIst ja mal wieder ein sehr guter und ausführlicher Bericht von Dir. Von mir bekommst Du 5 *****. LG
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25.04.2006, 01:16 Uhr von TheBestGirl
Bewertung: sehr hilfreicherinnert mich an scary movie. ;-) gruß sarah
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07.05.2005, 20:17 Uhr von verletzbar_
Bewertung: sehr hilfreichein guter bericht, aber ich fand den film mehr als geil und so auch meine freunde.. liebe grüße
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05.05.2005, 22:59 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreichBekanntenkreis kam der Film allerdings wirklich gut an..aber es ist klar, dass jeder einen anderen Geschmack hat, bzw sich etwas anderes von einem Film erwartet, aber guter Bericht..sehr schön..liebe Grüsse
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05.05.2005, 22:28 Uhr von LadyInDaHouse
Bewertung: sehr hilfreichhat mir sehr gefallen! sehr ausführlich und gut geschrieben! liebe grüsse
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