KLM Royal Dutch Airlines Testbericht

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Erfahrungsbericht von KennedyJohnF

"Pasta o Kip????".....

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

„Pardon me?“, musste ich erstmal fragen. Denn nachdem ich beim Einsteigen in Amsterdam Schiphol freundlich „Goie Dag“ (ich weiss nicht genau ob man das so schreibt) gesagt hatte, hatte wohl jeder angenommen ich sei dem Holländischen mächtig, aber dem ist nicht so, also musste ich auf Englisch, Französisch, Italienisch, oder Deutsch ausweichen, je nachdem welche Sprache der/die Flight-Attendant mächtig ist.


Also sitz ich da auf meinem, mir mittlerweile schon angestammten Sitz, 38H, in einer Boeing 747-300 (36H bei der 747-400).
Warum genau dieser Sitz? Weil es einer jener Exitplätze ist, die nicht direkt am Exit sind, aber genialer weise zwei Sitzreihen davor nur zwei Sessel montiert sind und ich eben hinter jenen Reihen sitze und zwar am äußersten, dritten Sitz, somit habe ich in der Economy-Class schon mal fussfrei ;-) (und das ist bei meiner Körpergröße von 1.88m auch ganz hilfreich)
Die Sitzabstände in der Economy-Class sind heutzutage bei fast allen Airlines ungefähr gleich, nur das subjektive Empfinden gibt darüber Ausschlag ob man es als \"eng\" oder \"geräumig\" empfindet.Ab einer gewissen Körpergröße wird man wohl jeden Economy-Sitzplatz unbequem finden.


Ich fliege in regelmäßigen Abständen die Strecken Wien – Amsterdam und dann weiter Amsterdam – Montréal.
Der Zubringerflug von Wien nach Amsterdam-Schiphol wird von der KLM-cityhopper, einer Subfirma der KLM- Royal Dutch Airlines, durchgeführt.
Das Service auf diesen Zubringerflügen ist bei fast allen Airlines dasselbe, da die Flüge ja zumeist nicht besonders lange dauern.
Das „Essen“ besteht meist nur aus einem kleinen Snack, bei KLM-cityhopper von Wien nach Amsterdam handelt es sich dabei um Sandwiches, entweder mit Käse oder mit Schinken, ich kann beide Varianten empfehlen und vor allem muss ich anmerken, dass diese Sandwiches mit Abstand die besten sind die ich als Vielflieger, der auch sehr viel mit anderen (vor allem Star Alliance Airlines) Airlines unterwegs ist, je zu mir genommen habe. Ich freu mich richtiggehend schon auf den Flug nach AMS.
Die Getränke werden freundlicherweise von den Flight Attendants gereicht, auf der Kurzstrecke gibt’s allerdings keinen Champagner (was mich nicht weiters stört).

Bis vor kurzem gabs auf den Zubringerflügen zum Hub Amsterdam-Schiphol (übrigens einer der modernsten und fortschrittlichsten Airports Europas) bei KLM-cityhopper keine Business und First Class. KLM-cityhopper hat sich diesem Problem nun scheinbar doch angenommen und es gibt nun doch eine (meines Erachtens sehr eingeschränkte) Business (aber keine First) Class.
Der Unterschied im Service und Komfort liegt wohl nur im Preis, denn mir wären auf meinen Flügen bisher keine, aus der Business und First bekannten, größeren Sitze oder ein abgeschlossener Cabin-Teil aufgefallen.


Die Langstrecke AMS-YUL (Amsterdam- Montréal) ist ein 8-Stunden-Flug, zumeist durchgeführt von der KLM mittels einer der unzähligen Boeing 747, manchmal aber auch in Kooperation mit dem langjährigen KLM-Partner Northwestern Airlines, einer alteingesessenen amerikanischen Airline, die jene Transatlantikflüge zumeist mit DC-10 durchführt. (Flüge mit der NW von AMS laufen über Detroit nach Montréal)

Das Service auf der Langstrecke lässt bei KLM eindeutig zu wünschen übrig. Erstmal muss ich dazu sagen, ich fliege diese Strecke relativ häufig, habe im letzten Jahr etwa 22 Atlantiküberquerungen hinter mich gebracht, und bei jedem dieser Flüge musste ich irgendetwas bemängeln.
Das liegt jedoch nicht daran, dass ich ein immer unzufriedener Kunde wäre, doch wenn ich schon für mein Ticket bezahle, dann möchte ich auch eine dementsprechende Gegenleistung erhalten.

Das wohl auffälligste Unikum bei der KLM ist dass man auf den Flügen nach Nordamerika und Kanada immer und immer wieder dieselben Speisen kredenzt, sowohl beim Hin- als auch beim Rückflug. Die obligatorische Frage „Pasta o Kip“ (Hähnchen oder Pasta) ist mir mittlerweile schon in Mark und Bein übergegangen. Jedesmal hoffe ich aufs Neue, dass man doch endlich mal den Menüplan oder vielleicht das airline-eigene Catering, ändert, aber leider enttäuscht man mich immer wieder.
Zu den Speisen selbst (also Hähnchen und Pasta) kann ich mich weder positiv noch negativ äußern. Keine der beiden Speisen besticht durch besonderen Geschmack oder besonders liebevolle Zubereitung oder Optik, jedoch könnte man nicht behaupten, dass es schlecht wäre, Economy-Class-Standard eben.

Bemängeln muss ich die mangelnde Bereitschaft und den Arbeitseifer der Stewardessen und Stewards, die sich nach (vermeintlich) getaner Arbeit, dem Kredenzen der Speisen, auf diesem 8h Flug zurückziehen und nur mehr kurz vor dem „Approach“, dem Landeanflug, wieder gesichtet werden, um manchmal Mini-Eiscreme oder heisse Pizzaschnitten zu verteilen. Während des Fluges sind die Attendants aber meist nicht in Erscheinung getreten, selbst wenn man desöfteren nach ihnen klingelt, sie nehmen entweder nicht Notiz davon oder wollen keine Notiz davon nehmen. Wenn man also ein Getränk will oder noch einen kleinen Snack, oder aber auch eine Tablette oder Ähnliches, so heisst es seinen Sitzplatz zu verlassen, zur Bordküche zu marschieren und sich dort mal bemerkbar zu machen.


Diese gravierenden Servicemängel in der Economy-Class, werden durch fabelhaftes Service in der Business und First Class wieder wettgemacht. Klar, Otto-Normal-Verbraucher wird das nicht viel bringen, denn er wird wohl kaum in der First reisen, dennoch kann ich, da ich sowohl Economy, als auch Business und First Class(World Business Class) mit KLM schon gereist bin, nur sagen, dass das Service in eben genannten Klassen nahezu perfekt ist, es gibt meiner Einschätzung nur wenige Airlines die in diesen Klassen der absolute Himmel sind, das sind die Emirates und die Singapore Airlines, aber deren Preise liegen auch bis zu 35% über jenen der First Class KLM-Tickets.


Eben erwähnte Probleme in der Touristenklasse sind wohl nicht zuletzt damit zu erklären, dass KLM eine sehr günstige Airline ist, die Ticketpreise sind in den meisten Fällen bis zu 35% unter jenen anderer Airlines.
Ich bin als Student auf die KLM angewiesen, da sie regelmäßig die günstigsten Konditionen für mich bietet, weiters ist die KLM auch durch ihr gutes Frequent-Flyer-Programm, das sogenannte „Flying Dutchman“ Programm sehr interessant.
Man kann nicht nur durch Flüge Meilen ( FD-Punkte) sammeln, sondern auch bei unzähligen Partnern des FD-Programms (darüber werde ich noch einen GESONDERTEN Bericht schreiben).


Fazit:


KLM ist eine der Airlines die durch günstige Tickets und spezielle Angebote (auch vor allem auf den Internet-Homepages) vor allem jüngeren Menschen wie Studenten und Schülern oder aber auch Menschen, die nicht gerade mit einem dicken Geldbeutel ausgestattet sind, die Möglichkeit gibt dennoch etwas von der Welt zu sehen.
Das bei den günstigen Preisen auch das Service etwas zu wünschen übrig lässt, dass ist nun mal ein Faktum, und auch nicht ganz unverständlich.

Zu empfehlen ist auf jedenfall mal der Blick auf eine der folgenden Seiten, weil man immer wieder Internet-Specials finden kann und durchaus zu Schnäppchenpreisen ein Ticket erstehen kann.

www.klm.com
www.klm.de
www.klm.at




© by KennedyJohnF, 15.12.2001 (für Ciao nun Yopi

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