Käfige Testbericht

Kaefige
ab 82,30
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Erfahrungsbericht von Baffy

Ich glaub bei mir piepts.....

Pro:

Glückliche Vögel, gesunde Tiere

Kontra:

Ein bisschen teurer

Empfehlung:

Ja

In unserer Familie lebten insgesamt schon 5 Vögel. Nein, nicht in unseren Köpfen, sondern echte Vögel. Es waren 4 Wellensittiche und 1 Kanarienvogel. Leider starb der 1. Welli schon nach wenigen Tagen. Zu diesem Zeitpunkt bekamen wir noch 2 Wellis geschenkt und schließlich flog uns noch ein Kanarienvogel zu. So hatten wir 4 Vögel, die uns doch viel Spaß bereiteten.
Leider konnte einer der Vögel Käfigtüren öffnen und so flogen 2 Wellis und ein Kanarienvogel in die Freiheit, als sie einmal auf dem Balkon stehen durften.
Wahrscheinlich haben sie wohl nicht überlebt, denn solche hochgezüchteten Tiere wissen ja gar nicht mehr, wie sie sich in der Freiheit zurechtfinden sollen.
Zum Schluss blieb uns nur noch ein Welli, der bei der Ausbruchsaktion nicht mitfliegen konnte, weil er eben einen Tumor hatte und nicht mehr fliegen konnte.

Obwohl wir mit echten Vögeln nicht viel Glück hatten, machten wir und doch vor der Anschaffung einige Gedanken über den Vogelkäfigkauf.

Der Käfig
Kurz gesagt sollte der Käfig so groß wie möglich sein, damit sich die Tiere darin auch gut bewegen können und vielleicht auch etwas rum flattern können.
Ich würde als Käfig eine Zimmervoliere empfehlen, die zwar etwas teurer ist und ziemlich groß, doch dem Vogel ausreichend Platz bietet. Trotzdem ersetzt die Voliere auch den täglichen Freiflug nicht!
Auch wenn ihr nur eine kleine Wohnung habt und keinen großen Platz, solltet ihr den größt möglichen Käfig nehmen.

Auch wenn runde Käfige edler aussehen als ihre eckigen Kollegen, sollte man von ihnen von Anfang an die Finger lassen!!! Vögel können sich in runden Käfigen nicht richtig orientieren und können davon krank werden.

Die Gitterstäbe eines Käfigs sollten waagerecht sein, da die meisten Vögel gerne kletten oder sich zumindest mal am Gitter fest halten. An senkrechten Stäben rutschen Vögel nur nach unten und glücklich sind sie darüber sicher nicht.
Weiterhin sollte man darauf achten, dass die Gitterstäbe aus Metall sind, aber nicht lackiert. Vögel knabbern gerne und Plastik können sie doch recht schnell durchbeißen.
Wenn die Stäbe lackiert sind, nehmen die Vögel durch das Knabbern natürlich viel Lack auf, was ihnen nicht gut tut! Gerade die Farbe weiß können Vögel nicht so gut wahrnehmen, weswegen man gerade einen weiß lackierten Käfig nicht kaufen sollte.
Deswegen lieber unbehandelte Materialen kaufen.

Wer handwerkliches Geschick aufweißt, kann seinen Vögeln auch gerne einen eigenen Käfig bauen. Im Internet findet man einige schöne Bauanleitungen, sowohl für Innenvolieren, als auch für Aussenvolieren. Aussenvolieren sind meiner Meinung nach noch ein besonderer Leckerbissen ;) und wer in der glücklichen Lage ist ein eigenes Haus mit Garten zu haben, sollte wirklich über eine Aussenvoliere nachdenken (meine Nachbarn besitzen übrigens einen Hundezwinger, der zur Aussenvoliere umgebaut wurde. Auch eine Klasse Idee!).

Standort
Genauso wichtig wie der eigentliche Käfig ist der Standort.
Neben der Küche sollte man auch das Schlafzimmer nicht als Standort auswählen.
In der Küche lauern viele Gefahren für den Vogel (Hitze, heiße Herdplatten) während im Schlafzimmer eher Gefahr für den Menschen besteht. Vögel werfen super kleine Federn ab, die der Mensch einatmet. Gerade im Schlafzimmer kann das dann dazu führen, dass man Atemwegserkrankungen bekommt.
Im Wohnzimmer etc. wird eher gelüftet, weswegen dies dort nicht so schlimm ist.
Auch das Badezimmer ist wegen den Temperaturen nicht so gut geeignet.
Ansonsten sollte man einen hellen (keine direkte Sonne -> Hitzschlaggefahr) und zugfreien Raum wählen. Aber bitte auch nicht über der Heizung.
Wer will und kann, kann seinen Vogel im Sommer auch mal nach draußen stellen. Auch hier sollte der Standort zugfrei sein und vor Katzen (und anderen \"Raubtieren\" geschützt sein).
Fall ihr den Käfig nach draußen stellt, solltet ihr die Käfigtüren mit einem kleinen Vorhängeschloss sichern, damit die Vögel sich nicht aus dem Käfig befreien können. Zudem würde ich darauf achten, dass diese Sandschublade am Boden fest geschlossen sind. Manche Vögel entwickeln ein Geschick sich dadurch aus dem Käfig zu befreien.

Grundausstatung:
Futter und Wasserspender
Wenn möglich sollten diese Dinge aus einem Material sein, das man nicht so schnell kaputt knabbern kann, z.B. Metall. Gerade Sittiche knabbern gerne an diesen Dingen.
Es gibt mittlerweile schon Halterungen für kleine Metallnäpfe, welche ich für sehr praktisch halte.
Als Vogeltränge würde ich so eine Trinkflasche verwenden, die auch für Nager verwendet wird. Sie lassen sich leicht reinigen und sind hyginischer, als diese angebotenen Wasserspender für Vögel.
Um Obst, Gemüse oder auch Kolbenhirse zu befestigen, bedarf es keiner teuren Halterung. Eine einfache Holzwäscheklammer tut da auch gute Dienste. Aber diese sollte möglchst auch nicht angeknabbert werden. Deswegen wieder vom Käig abmachen, wenn der Kolbenhirse abgefressen ist.

Stangen
Sitzstandgen sind für Vögel sehr wichtig, da sie auf ihnen wohl ihr halbes Leben verbringen.
Grundsätzlich sollten diese Stangen aus Holz und nicht aus Plastik sein, damit Geschwürden an den Füßen vogebeugt werden kann.
Wenn möglich sollte man auch Naturäste, z.B. von ungespritzen Obstbäumen, nehmen.

Spielzeug
Bei einem artgerecht gehaltenen Vogel (also mindestens einen Partner) kann man eigentlich auf Spielzeug verzichten, weil sich die Tiere schon miteinander beschäftigen.
Wer aber trotzdem eine Schaukel oder ein Spielseil in den Käfig hängen möchte, sollte auch hier kein Plastik nehmen und auf ungehandetes Holz zurückgreifen.

Sonstiges
Vögel baden gerade im Sommer gerne und deswegen sollte man auch über den Kauf eines Badehäuschens nachdenken.
Meine Wellis haben meistens aber lieber in einem nassen Salatblatt auf dem Käfigdach gebadet oder ich habe sie mit Hilfe einer Blumenspritze nass gemacht.

Verbotenes
Auf keinen Fall sollte man seinem Vogel einen Spiegel oder einen Plastikvogel in den Käfig hängen. Leider wird dieser Schrott - man kann es nicht anders beschreiben - immer noch verkauft.
Sowohl Spiegel, als auch Plastikvogel können schwere Verhaltensstörungen und Krankheiten hervorrufen und sollten niemals gekauft werden. Man sollte da wirklich ein paar Euros mehr investieren und einen lebendigen Partner kaufen, oder aus dem Tierheim holen.

Leider kostet eine wirklich artgerechte Vogelhaltung acuh einiges, aber wer seine Tiere liebt, sollte sich vor Mehrausgaben zum Wohle seines Vogels nicht scheuen.

So, nun wünsche ich euch noch viel Spaß mit euren Piepmätzen und vielleicht konnte ich euch ein paar Anregungen geben, was ihr noch verbessern könntet.

Grüße
Nora


P.S. Ich veröffentliche meine Berichte bei ciao.de und bei yopi.de unter gleichem Namen!!!

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