Schönhauser Allee (Taschenbuch) Testbericht

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ab 4,83
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Erfahrungsbericht von joerg99

Abenteuer auf der Schönhauser Allee

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Nach dem mich Harald S und Oliver K auf Wladimir Kaminer neugierig machten, bot sich uns, das heißt Oliver K und mir (Harald S konnte leider nicht) diesen interessanten Schriftsteller bei einer Buchlesung in Erfurt kennen zu lernen. Unter anderem las er auch SCHÖNHAUSER ALLEE vor, dieses Buch kaufte ich mir dann auch nach der Veranstaltung.

In SCHÖNHAUSER ALLEE schreibt der Wahlberliner Kaminer über seine neue Heimat, Berlin, beeindruckend wie er in seinen 48 Kurzgeschichten das fasszierende Leben dieser Großstadt verarbeitet. Er schreibt aus der Sicht eines naiven Menschen (oder gar Kindes) der jeden Tag wieder und wieder von den vielen Wunder der Großstadt in den fasziniert wird und auf dieselbe Weise wird auch der Leser in diesen Bann gezogen.
Natürlich übertreibt er in seinen Geschichten wohl etwas, aber dieses Buch machte mich wirklich neugierig auf Berlin SCHÖNHAUSER ALLEE, gibt es wirklich das gemalte Internet Kaffee, den vietnamesischen Supermarkt oder Basar, Albert Einstein und Niels Bohr (inkognito), gibt es gar Kannibalismus in der Cocktailbar des Kinos, Hexen gibt es ja sowieso in Berlin und die Kneipenvielfalt ist absolut beeindruckend, obwohl sie immer wieder Atilla den König der Hühner besuchen.

Sobald man die erste Geschichte, über seinen Freund und vermeintlichen Mörder gelesen hat, ist man schon in den Bann dieses Buches gezogen und wird es sogleich durchlesen. Die einzelnen Geschichten sind kurz gehalten, so dass man einfach immer noch die nächste lesen muss.

Allein die Suche eines Kindergartens, für sein Kind, gestaltet sich zu einer wahren Erlebnistour. Im Kindergarten angekommen erfährt er einiges über Suleyman, den Sohn des Rachid (1001 Nacht) er stößt unwillkürlich auf Parallelen zu sich selbst.

Das hören der Kurzenwelle, ist ein anders Hobby von ihm, auf der Deutschen Welle in russischer Sprach erfährt er unter anderem wie mutige Blinde ein Schiff in ihre Gewalt bringen und seitdem die Ozeane unsicher machen.

Dann findet er zufällig Steffi Graf, Bill Gates, Nazis und einen unauffälligen Massenmörder in einem Container, nur seine Frau kann ihm erklären was diese Gestalten gemeinsam haben.

Weitere Informationen über Wladimir Kaminer, seine Lesungen und Projekte kann man über http://www.russendisko.de/ erfahren.

ISBN 3-442-54168-9

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