Karl-Marx-Straße Testbericht

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Erfahrungsbericht von campimo

Shopping - Paradies mitten in der Armut

Pro:

s.u.

Kontra:

s.u.

Empfehlung:

Ja

Heute will ich Euch einmal - so kurz wie möglich - die größte Neuköllner Einkaufsstraße, die Karl - Marx - Str. vorstellen.

In Berlin ist, anders als in westdeutschen Städten, nicht ein Stadtkern, sondern in jedem Bezirk (außer Kreuzberg) eine Art Hauptteil mit Einkaufsmöglichkeiten vorhanden. Dennoch ist es in Berlin üblich, den eigen Bezirk durchaus zu verlassen, um zu shoppen. Die Einkaufsmöglichkeiten in Neukölln, sind anders als die Wohnmöglichkeiten ziemlich beliebt, aufgrund der niedrigen Preislage und vielen individuellen Angeboten.

Haupteinkaufsmeile in Neukölln ist die Karl-Marx-Straße, die in der Mitte der Parallelstraßen Sonnenallee und Hermannstraße liegt und von U-Bhf. Hermannstr. Bis U- und S-Bhf. Neukölln verläuft. Anschauen kann man sich das ganz grob im Internet, indem man entweder auf http://www.berlin.de/stadtplan/map.asp?sid=8192d71256f6c2007a65e01344a596b5&id=12309&num= oder sich bei stadtplan.de durchklickt.

Auf der Karl-Marx-Str. steht am U-Bhf. Rathaus Neukölln das Einkaufszentrum der Kette Forum und auf der Straße verteilt sind namenharte Geschäfte und Filalgeschäfte, wie z.B. Burger King, Tack, E Plus, Hertie, C&A, H&M... Auf der Sonnenallee sind nur kleine und Spezialgeschäfte, wie z.B. Uncle Sams Burger Eck, Schuhhaus XY, haufenweise Telefon- und Internetcafés, Secondhandläden u.sw. Ähnlich wie auf der Sonnenallee ist die Geschäftsanordnung auf der Hermannstraße zu beschreiben., allerdings ramschiger. Auf der Hermannstr. sind vorwiegend Telefon- und Internetcafés, Second Hand Shops im Bereich Technik und Bekleidung und Pfennigläden.

Auf der Karl-Marx-Str. sind wie o.g. alle namenharten Vertreter des Einzelhandels präsent, allerdings teilweise preiswerter als in anderen Bezirken. Die meisten dieser Filialgeschäfte befinden sich über die Strecke der zwei U-Bhf. Rathaus Neukölln und U-Bhf. Karl-Mar-Str. verteilt, bzw. geballt. Der Beginn der Einkaufsstraße ist am Hermann Platz (, mit dem gleichnamigen U-Bahnhof), wo das Kaufhaus Karstadt sozusagen die Shoppingmeile eröffnet, gemeinsam mit Burger King, Dunkin Donats, allen Banken und Solaren (siehe auch meinen Bericht über Solarent). Den Teil vom Hermann Platz, also von Karstadt bis zum darauf folgenden U-Bhf. Rathaus Neukölln, wo sich das Forum befindet kann man als Strecke mit Spezial-Geschäften bezeichnen. Dort gibt es einen Erotik Shop, Perückenladen, Bautmode, Fitneßladen, die Paketerika (siehe auch meinen Bericht über paketeria.de), eine Zahnklinik u.s.w. Das andere Ende der Karl - Marx- Str. beginnt wie o.g. am U- und S-Bhf. Neukölln, mit dem Fox Markt des Karstadt - Quelle - Konzerns. Dort werden Ladenhüter und Auslaufmodelle billig verschleudert, z.B. eine Adidas T-Shir für 8,- Euro. Über die Strecke von einer U-Bahn-Station sind hier hauptsächlich kleine Unternehmer zu finden, z.B. einen PC- und Handy Shop, einen Tatoo-Shop, Solarium, Kräuterladen ... und mehrere kleine Boutiquen, die erwähnenswert sind.

Einigen Bedürfnissen kann die Karl-Marx-Str. allerdings nicht gerecht werden. Hochwertige, klassische Kleidung ist dort z.B. unterrepräsentiert, da sollte man eher in die Bezirke fahren, die von gutverdienenden Anwohnern geprägt sind, wie z.B. Steglitz. Bei der Anschaffung größerer technischer Geräte ist festzustellen, daß die Elektromärkte Media- und Promarkt in Neukölln ein kleineres Sortiment haben, als am Kudamm oder in Steglitz. So auch, wenn man sich nach einer neuen Brille umsieht. Die größte Auswahl haben die Geschäfte am Kudamm und in den “reichen” Bezirken.

Über Neukölln wird viel geredet und geschrieben, weil es ein großer Bezirk mit vielen Arbeitslosen ist. In dem klassischen Arbeiterbezirk leben neben den Arbeitslosen, hauptsächlich Niedriglohnarbeiter, Arbeiter / ehemalige Arbeiter, die mittels einem Bausparvertrag einen Kredit aufgenommen haben und dadurch z.T. rettungslos verschuldet sind und Menschen, die von anderen Menschen als Ausländer bezeichnet werden. In Neukölln herrscht definitiv Armut - deshalb gibt es dort so billige Sachen - und Kriminalität. Trotzdem braucht man dort beim Shoppen keine Angst zu haben. Die Ghetto - Knotenpunkte sind nicht auf der Einkaufsstraße, man sollte ein gutes Auto aber nicht in den Nebenstraßen parken und man sollte Fahrräder sehr gut anschließen. Auf Portemonnaie und Handtasche muß man ja generell überall aufpassen (in Berlin v.a. am “Kudamm“)

Fazit: Obwohl ich nicht alle Geschäfte einzeln äufzähle, weil ich denke, daß die Ansammlung von Filialketten überall gleich aussient, ist hoffentlich deutlich geworden, daß auf der Karl-Marx-Str. alles nur Erdenkliche vorhanden ist. Die Karl-Marx-Str. ist zu empfehlen, weil es dort besonders viele Geschäfte gibt und man auch leicht auf die beiden erwähnten Parallelstraßen ausweichen kann, weil alle Banken anwesend sind, auch Ärzte und alles andere vertreten ist - man kann also seine Erledigungen sehr gut kombinieren und koordinieren. Im weiteren empfehle ich das Gebiet wegen der möglichen Schnäppchen und wegen der Individualität der kleinen Boutiquen.

35 Bewertungen, 2 Kommentare

  • hjid55

    25.03.2007, 19:04 Uhr von hjid55
    Bewertung: sehr hilfreich

    Sh & lg Sarah

  • miss_varna

    13.05.2004, 02:41 Uhr von miss_varna
    Bewertung: sehr hilfreich

    Also die Zustaende in Neukoelln als Armut zu bezeichnen, finde ich weit ueberzogen. Sicher, es ist kein Bezirk der Reichen, sondern der unteren Mittelschicht, aber arm ist etwas anderes.