Erfahrungsbericht von alteSchwedin
Fahrstühle, Zeitspalten und Liebesbriefe in NY
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Was macht man so, wenn man absolut nicht weiß, was man mit seiner Zeit anfangen soll? Mir geht es ja seltenst so, aber manchmal überkommt es mich halt doch. Ich hatte mich mit Freunden getroffen und die wollten 21 Uhr (freitags wohlgemerkt) schon wieder nach Hause. Ich hatte aber keine Lust auf zu Hause und schließlich schaffte ich es auch, sie zu einem Kinobesuch zu überreden. Kleines Kino, Spätvorstellung... zur Auswahl standen „Star Wars“ und „Kate & Leopold“. Wir drei Mädels überstimmten den einen Jungen und so gingen wir gezwungenermaßen, denn „Star Wars“ lehnen wir drei kategorisch ab, in „Kate & Leopold“. Im Folgenden möchte ich euch etwas über diesen wirklich schlechten Liebesfilm erzählen. Doch ich weiß genau, dass ich von einem gewissen jungen Herrn ein hämisches „Ich hab’s ja gleich gesagt!“ zu hören bekommen werde. Aber das nehme ich in Kauf, um euch zu warnen. Ich hoffe ihr wisst das zu schätzen...
Doch nun will ich euch erstmal ganz kurz etwas zum Inhalt erzählen, denn es passiert nicht wirklich viel.
Stuart ist ein selbsternannter Wissenschaftler, der einen Riss im Raum-Zeit-Kontinuum entdeckt hat. Wenn man zu einer bestimmten Zeit von der Brooklyn Bridge des heutigen New York springt, landet man im New York des Jahres 1876. Natürlich sieht sich Stuart diese Welt ganz genau an. Doch eines Tages folgt ihm der Adlige Leopold ins heutige New York. Dort kommt es natürlich zu allerlei Verwicklungen, denn seit 1876 hat sich viel verändert. Noch komplizierter wird es, als Leopold sich in Kate, eine aufstrebende Marktforscherin, verliebt. Doch Leopold muss zurück, denn sonst gerät (wie immer in solchen Filmen) das „Gefüge des Raum-Zeit-Kontinuums“ völlig durcheinander.
Die Story ist ziemlich flach und total vorhersehbar. Es gibt ja so Filme, bei denen das Anschauen nicht langweilig wird, weil man immer etwas Neues entdecken kann. Doch in „Kate & Leopold“ sucht man schon beim ersten Ansehen etwas Überraschendes völlig vergeblich. Und doch gibt die Geschichte einige Rätsel auf. Wieso ist Kate am Ende plötzlich richtig in der Vergangenheit? Wieso würfelt das jetzt das Zeitgefüge nicht durcheinander? Ich habe ja nicht wirklich eine logische Antwort darauf erwartet. Aber ein bisschen hätte es doch plausibel gemacht werden können. Das hätte für meinen Geschmack auch lustig geschehen können, denn dann hätte der Film vielleicht etwas mehr von einer Komödie erhalten. Es hätte mich zum Beispiel auch mal interessiert, was passiert wäre, wenn Leopold einfach geblieben wäre. Es heißt ja immer, das Zeitgefüge würde gestört, wenn ein bestimmter Fall eintreten würde. Doch das passiert nie!
„Kate und Leopold“ wird als romantische SciFi-Komödie deklariert. Doch wenn das tatsächlich der Fall sein sollte, habe ich gänzlich falsche Vorstellungen von diesem Genre. Auch möchte ich nicht wissen, wie dann bei Regisseur James Mangold, der auch gemeinsam mit Steven Rogers das Drehbuch verfasste, ein Horrorfilm aussieht. Wie ein Film nach einem Roman von Rosamunde Pilcher?
Die einzige Idee, die ich ganz gut und vor allem witzig fand, waren die Fahrstühle. Leopold war der kluge Mann, der irgendwann nach 1876 die Aufzüge erfand. Weil er das aber zum Zeitpunkt seiner Zeitreise noch nicht getan hatte, gibst es in ganz New York keine Fahrstühle mehr.
Aber kommen wir nun zu den Schauspielern. Hier möchte ich nur auf die beiden Hauptdarsteller Meg Ryan und Hugh Jackman eingehen.
Meg Ryan spielt die aufstrebende, unabhängige Karrierefrau Kate McKay. Sie steht mit beiden Beinen fest im Berufsleben und ist dabei auch sehr erfolgreich. Doch irgendwie, scheint mir, ist Meg Ryan auch in die Jahre gekommen. Sie wirkt bei weitem nicht mehr so frisch und jugendlich wie in „Schlaflos in Seattle“. Ich mag sie eigentlich sehr gern, aber hier wirkt sie dermaßen farblos und auch ihre Rolle ist überaus einfallslos, ich finde kaum Worte dafür. Hoffentlich sucht sie sich ihre Rollenangebote in Zukunft besser aus!
Der adlige Erfinder Leopold wird von Hugh Jackman verkörpert. Diesen Schauspieler kannte ich vorher nicht, doch seine Art gefiel mir. In der Rolle des überaus höflichen, sehr altmodischen jungen Herrn kann man ihn sich sehr gut vorstellen. Doch auch für ihn gibt die Rolle nicht allzu viel her.
Zu Kamera (Stuart Dryburgh), Schnitt (David Brenner) und Musik (Rolfe Kent) will ich hier nicht viele Worte verlieren, weil es weder im negativen noch im positiven Sinne viel zu sagen gibt. Wieder geschieht nichts wirklich Interessantes.
Ich habe mir schon so meine Gedanken gemacht, warum mir „Kate & Leopold“ nicht gefiel. Liebeskummer? Nein, ich bin glücklich verliebt. Vielleicht, weil die Wirklichkeit besser ist als jeder Film? Das kann sein, doch ich glaube es nicht. Denn vor Kurzem habe ich (ebenfalls im Ausnahmezustand des Verliebtseins) „Pretty Woman“ gesehen und er gefiel mir so gut wie eh und je.
Also muss es wohl doch am Film gelegen haben. Wie schon gesagt, findet man einige gute Ansätze und auch die Schauspieler das, was im Rahmen ihrer Möglichkeiten liegt. Aber insgesamt ist die Story einfach nur flach, die Rollenvorgaben sind richtig mies und der Film ist einfach nur uninteressant. Ich kann hier also keine Empfehlung aussprechen.
Doch nun will ich euch erstmal ganz kurz etwas zum Inhalt erzählen, denn es passiert nicht wirklich viel.
Stuart ist ein selbsternannter Wissenschaftler, der einen Riss im Raum-Zeit-Kontinuum entdeckt hat. Wenn man zu einer bestimmten Zeit von der Brooklyn Bridge des heutigen New York springt, landet man im New York des Jahres 1876. Natürlich sieht sich Stuart diese Welt ganz genau an. Doch eines Tages folgt ihm der Adlige Leopold ins heutige New York. Dort kommt es natürlich zu allerlei Verwicklungen, denn seit 1876 hat sich viel verändert. Noch komplizierter wird es, als Leopold sich in Kate, eine aufstrebende Marktforscherin, verliebt. Doch Leopold muss zurück, denn sonst gerät (wie immer in solchen Filmen) das „Gefüge des Raum-Zeit-Kontinuums“ völlig durcheinander.
Die Story ist ziemlich flach und total vorhersehbar. Es gibt ja so Filme, bei denen das Anschauen nicht langweilig wird, weil man immer etwas Neues entdecken kann. Doch in „Kate & Leopold“ sucht man schon beim ersten Ansehen etwas Überraschendes völlig vergeblich. Und doch gibt die Geschichte einige Rätsel auf. Wieso ist Kate am Ende plötzlich richtig in der Vergangenheit? Wieso würfelt das jetzt das Zeitgefüge nicht durcheinander? Ich habe ja nicht wirklich eine logische Antwort darauf erwartet. Aber ein bisschen hätte es doch plausibel gemacht werden können. Das hätte für meinen Geschmack auch lustig geschehen können, denn dann hätte der Film vielleicht etwas mehr von einer Komödie erhalten. Es hätte mich zum Beispiel auch mal interessiert, was passiert wäre, wenn Leopold einfach geblieben wäre. Es heißt ja immer, das Zeitgefüge würde gestört, wenn ein bestimmter Fall eintreten würde. Doch das passiert nie!
„Kate und Leopold“ wird als romantische SciFi-Komödie deklariert. Doch wenn das tatsächlich der Fall sein sollte, habe ich gänzlich falsche Vorstellungen von diesem Genre. Auch möchte ich nicht wissen, wie dann bei Regisseur James Mangold, der auch gemeinsam mit Steven Rogers das Drehbuch verfasste, ein Horrorfilm aussieht. Wie ein Film nach einem Roman von Rosamunde Pilcher?
Die einzige Idee, die ich ganz gut und vor allem witzig fand, waren die Fahrstühle. Leopold war der kluge Mann, der irgendwann nach 1876 die Aufzüge erfand. Weil er das aber zum Zeitpunkt seiner Zeitreise noch nicht getan hatte, gibst es in ganz New York keine Fahrstühle mehr.
Aber kommen wir nun zu den Schauspielern. Hier möchte ich nur auf die beiden Hauptdarsteller Meg Ryan und Hugh Jackman eingehen.
Meg Ryan spielt die aufstrebende, unabhängige Karrierefrau Kate McKay. Sie steht mit beiden Beinen fest im Berufsleben und ist dabei auch sehr erfolgreich. Doch irgendwie, scheint mir, ist Meg Ryan auch in die Jahre gekommen. Sie wirkt bei weitem nicht mehr so frisch und jugendlich wie in „Schlaflos in Seattle“. Ich mag sie eigentlich sehr gern, aber hier wirkt sie dermaßen farblos und auch ihre Rolle ist überaus einfallslos, ich finde kaum Worte dafür. Hoffentlich sucht sie sich ihre Rollenangebote in Zukunft besser aus!
Der adlige Erfinder Leopold wird von Hugh Jackman verkörpert. Diesen Schauspieler kannte ich vorher nicht, doch seine Art gefiel mir. In der Rolle des überaus höflichen, sehr altmodischen jungen Herrn kann man ihn sich sehr gut vorstellen. Doch auch für ihn gibt die Rolle nicht allzu viel her.
Zu Kamera (Stuart Dryburgh), Schnitt (David Brenner) und Musik (Rolfe Kent) will ich hier nicht viele Worte verlieren, weil es weder im negativen noch im positiven Sinne viel zu sagen gibt. Wieder geschieht nichts wirklich Interessantes.
Ich habe mir schon so meine Gedanken gemacht, warum mir „Kate & Leopold“ nicht gefiel. Liebeskummer? Nein, ich bin glücklich verliebt. Vielleicht, weil die Wirklichkeit besser ist als jeder Film? Das kann sein, doch ich glaube es nicht. Denn vor Kurzem habe ich (ebenfalls im Ausnahmezustand des Verliebtseins) „Pretty Woman“ gesehen und er gefiel mir so gut wie eh und je.
Also muss es wohl doch am Film gelegen haben. Wie schon gesagt, findet man einige gute Ansätze und auch die Schauspieler das, was im Rahmen ihrer Möglichkeiten liegt. Aber insgesamt ist die Story einfach nur flach, die Rollenvorgaben sind richtig mies und der Film ist einfach nur uninteressant. Ich kann hier also keine Empfehlung aussprechen.
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