Erfahrungsbericht von Sven79
Meg Ryans Herzog
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Es gibt so Filme, die will man irgendwie unbedingt sehen, obwohl alle Kritiken in den einschlägigen Zeitschriften nur mittelmäßig bis schlecht sind. „Kate & Leopold“ war für mich so ein Fall. Und wie das bei solchen Filmen ist, wird man auch nur seltenst enttäuscht. Denn die Erwartungen, die man in ihn gesetzt hat werden meist irgendwie erfüllt. Von „Kate & Leopold“ erwartete ich eine charmante Komödie, in der Meg Ryan stupsnäsig aus der Wäsche schaut und am Ende ihren Traumprinzen bekommt.
Prinz triffst diesmal sogar ganz gut, denn das Objekt der Begierde ist diesmal ein waschechter Englischer Herzog namens Leopold, der durch ein Zeitportal ins heutige New York gerät. Zunächst ist dieser natürlich stark verwirrt von dem modernen New York. Das ändert sich aber alsbald, als er sich Hals über Kopf in die Karrierefrau Kate McKay verliebt. Seine Bemühungen sind nun nur noch auf die Eroberung seiner Herzensdame ausgelegt. Und die Art wie er um Kate kämpft lässt wohl jede Frau des 21. Jahrhundert dahinschmelzen. Ganz zu schweigen von seinem Aussehen.
Die Idee des Films ist natürlich ein alter Hut. Was sowohl für die Zeitreisenthematik als auch die Romanze gilt. Dass der Film trotzdem Spaß macht liegt vor allem an den gut aufgelegten Schauspielern. Meg Ryan als Kate hat zwar auch diesmal nicht mehr als einen drolligen Blick zu bieten und wirkt auch sonst ziemlich verbraucht, dafür ist man aber erfreut, dass Tom Hanks nirgendwo zu entdecken ist. Eindeutig über den Dingen aber thront Hugh Jackman als Leopold. Man merkt ihm deutlich an wie wohl er sich in der Rolle des englischen Gentleman fühlt. Ich finde schon allein sein erfrischendes Spiel ist das Eintrittsgeld wert.
Zu überzeugen wissen aber auch die Gags rund um das Thema Zeitreise. Telefon, Fernseher und Autos sorgen wie immer für Verwirrung beim Zeitreisenden und Amüsement beim Zuschauer. Auch die Gangsterjagd zu Pferde ist nicht wirklich neu, aber Spaß macht’s trotzdem. Verwunderlich nur wie schnell sich Leopold in der neuen Welt einlebt, diese Gagphase hätte für meinen Geschmack ruhig noch länger gehen können.
Nehmen die Gags auch mit der Zeit des Films ab, so bleiben die Dialoge bis zum Schluss witzig. Als Beispiele seien nur die herrliche „La Traviata“ Diskussion genannt oder wenn Leopold zunächst jede Annäherung Kate gegenüber abstreitet, denn dann würde er ihr schließlich schriftlich ankündigen, dass er ihr den Hof zu machen gedenke.
So weit das Gute des Films. Jede romantische Komödie braucht natürlich auch eine Liebesgeschichte, die mich zwar schon immer weniger interessiert hat als der komödiantische Teil, aber oft auch zum Gefallen des Films beigetragen hat. Das Ganze läuft in „Kate und Leopold“ ziemlich problemlos ab, natürlich gibt es einen Widersacher andere kleine Problemchen, aber nichts was für einen englischen Herzog nicht zu lösen wäre. Wäre da nicht die Zeitreiseproblematik, denn Leopold muss zurück. Warum wird in der deutschen Fassung nicht ganz klar, weil herausgeschnitten wurde, dass derjenige der das Zeitportal gefunden hat mit Leopold direkt verwand ist und deshalb gar nicht geboren würde falls Leopold nicht zurückkehrt.
Die Auflösung gerät letztlich doch ganz passabel, auch wenn sich Kate ganz klischeehaft zwischen Mann und Karriere entscheiden muss. Aber irgendwie wird man das Gefühl nicht los, dass der Schluss ganz schön hingeschludert wurde. Verständlich, wenn man um die Umschnitte weiß.
Fazit: James Mangolds romantische Zeitreisekomödie bietet nicht viel Neues, hat leichte Drehbuchschwächen, macht aber dank der sympathischen Darsteller und viel Humor trotzdem Spaß. Objektiv betrachtet ist der Film nicht mehr als drei Sterne wert. Alle Verliebten aber, die zwei romantische und amüsante Stunden im Kino verbringen möchten, könnten nach Genuss des Filmes durchaus auch vier Sterne vergeben. I did so!
Prinz triffst diesmal sogar ganz gut, denn das Objekt der Begierde ist diesmal ein waschechter Englischer Herzog namens Leopold, der durch ein Zeitportal ins heutige New York gerät. Zunächst ist dieser natürlich stark verwirrt von dem modernen New York. Das ändert sich aber alsbald, als er sich Hals über Kopf in die Karrierefrau Kate McKay verliebt. Seine Bemühungen sind nun nur noch auf die Eroberung seiner Herzensdame ausgelegt. Und die Art wie er um Kate kämpft lässt wohl jede Frau des 21. Jahrhundert dahinschmelzen. Ganz zu schweigen von seinem Aussehen.
Die Idee des Films ist natürlich ein alter Hut. Was sowohl für die Zeitreisenthematik als auch die Romanze gilt. Dass der Film trotzdem Spaß macht liegt vor allem an den gut aufgelegten Schauspielern. Meg Ryan als Kate hat zwar auch diesmal nicht mehr als einen drolligen Blick zu bieten und wirkt auch sonst ziemlich verbraucht, dafür ist man aber erfreut, dass Tom Hanks nirgendwo zu entdecken ist. Eindeutig über den Dingen aber thront Hugh Jackman als Leopold. Man merkt ihm deutlich an wie wohl er sich in der Rolle des englischen Gentleman fühlt. Ich finde schon allein sein erfrischendes Spiel ist das Eintrittsgeld wert.
Zu überzeugen wissen aber auch die Gags rund um das Thema Zeitreise. Telefon, Fernseher und Autos sorgen wie immer für Verwirrung beim Zeitreisenden und Amüsement beim Zuschauer. Auch die Gangsterjagd zu Pferde ist nicht wirklich neu, aber Spaß macht’s trotzdem. Verwunderlich nur wie schnell sich Leopold in der neuen Welt einlebt, diese Gagphase hätte für meinen Geschmack ruhig noch länger gehen können.
Nehmen die Gags auch mit der Zeit des Films ab, so bleiben die Dialoge bis zum Schluss witzig. Als Beispiele seien nur die herrliche „La Traviata“ Diskussion genannt oder wenn Leopold zunächst jede Annäherung Kate gegenüber abstreitet, denn dann würde er ihr schließlich schriftlich ankündigen, dass er ihr den Hof zu machen gedenke.
So weit das Gute des Films. Jede romantische Komödie braucht natürlich auch eine Liebesgeschichte, die mich zwar schon immer weniger interessiert hat als der komödiantische Teil, aber oft auch zum Gefallen des Films beigetragen hat. Das Ganze läuft in „Kate und Leopold“ ziemlich problemlos ab, natürlich gibt es einen Widersacher andere kleine Problemchen, aber nichts was für einen englischen Herzog nicht zu lösen wäre. Wäre da nicht die Zeitreiseproblematik, denn Leopold muss zurück. Warum wird in der deutschen Fassung nicht ganz klar, weil herausgeschnitten wurde, dass derjenige der das Zeitportal gefunden hat mit Leopold direkt verwand ist und deshalb gar nicht geboren würde falls Leopold nicht zurückkehrt.
Die Auflösung gerät letztlich doch ganz passabel, auch wenn sich Kate ganz klischeehaft zwischen Mann und Karriere entscheiden muss. Aber irgendwie wird man das Gefühl nicht los, dass der Schluss ganz schön hingeschludert wurde. Verständlich, wenn man um die Umschnitte weiß.
Fazit: James Mangolds romantische Zeitreisekomödie bietet nicht viel Neues, hat leichte Drehbuchschwächen, macht aber dank der sympathischen Darsteller und viel Humor trotzdem Spaß. Objektiv betrachtet ist der Film nicht mehr als drei Sterne wert. Alle Verliebten aber, die zwei romantische und amüsante Stunden im Kino verbringen möchten, könnten nach Genuss des Filmes durchaus auch vier Sterne vergeben. I did so!
16 Bewertungen, 2 Kommentare
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06.06.2002, 02:42 Uhr von ChopSuey
Bewertung: sehr hilfreichWollte mir den Film auch anschaun...hauptsache schön romantisch *g*...bin leider nich dazu gekommen :-(...guter Bericht! ;-) LG V...
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16.05.2002, 18:25 Uhr von Sorsha
Bewertung: sehr hilfreichna so was noch ein ciao-ianer hier. Inzwischen hab ich den Film auch gesehen und war echt begeistert. Gruß Sorsha
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