Katjes Salzige Heringe Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
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Summe aller Bewertungen
- Geschmack:
- Geruch:
- Suchtfaktor:
- Anhalten der Frische nach Öffnen:
Erfahrungsbericht von julian.k
Ich esse gerne Hirn.
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Seit Jahren esse ich immer wenn sich die Gelegenheit dazu bietet diese \"Salzigen Heringe\" von Katjes. Ich hab zwar schon zig andere Sachen ausprobiert, aber gegen die Heringe kam bis jetzt kein anderes Lakritz an. Diese Kombination aus leckerem weichen Lakritz, das man wahlweise schnell zerkauen oder langsam lutschen konnte und dieser Ummantelung aus etwas, das nicht nach Salz schmeckt, aber den Heringen trotzdem das Prädikat \"salzig\" verlieh, war nunmal unschlagbar.
War.
Denn jetzt kommt der Haken an der Sache und der Grund, warum ich eigentlich diesen Bericht tippe. In letzter Zeit ist mir nämlich aufgefallen dass der Inhalt der hellblauen Tüten irgendwie anders schmeckt. Nein, eigentlich ist die Veränderung nicht so sehr geschmacklich sondern besteht eher in den physikalischen Eigenschaften des Lakritzkörpers. Früher waren die Heringe nämlich immer lecker zäh und angenehm klebrig. Das hört sich zwar nicht so toll an, aber es gehörte zum Heringeessen eben dazu, genau wie die unvermeidliche Übelkeit wenn man eine ganze Tüte in einer Stunde alleine runtergeschlungen und mit einer Dose Cola weggespült hatte.
Seit neuestem scheint die Katjes Fassin GmbH + Co KG nämlich ihr Geheimrezept für den Salzheringe verändert zu haben. Ich besitze zwar keine Salzige-Heringe-Tüte von vor - sagen wir mal - einem Jahr, als die Welt noch in Ordnung war, aber als ich eine vor ein paar Wochen gekaufte Tüte einmal genau betrachtete viel mir auf, dass die neuen Heringe keine Gelatine enthielten. Ich glaube mich zu erinnern dass ich noch während der BSE-Krise allen Warnungen zum Trotz Heringe gegessen habe, auf denen hinten fett aufgedruckt war, dass die harmlos aussehenden Fische Gelatine, also zermahlene tote Kühe, enthielten. Was solls schon, dachte ich mir, ich hab die Dinger ja jahrelang gegessen, wenn ich mich infiziert habe dann ist es jetzt ja auch egal.
Ich vermute jedenfalls, dass Katjes ohne Berücksichigung der gravierenden Verschlechterung der Kaubarkeit des Lakritzes auf Gelatine verzichtet hat, um sich bei besorgten Verbrauchern und der CMA einzuschmeicheln, deren Logo fett auf der Homepage www.katjes.de prangt. Ein schwerer Fehler, wenn ihr mich fragt. Denn nun sind die Heringe brüchig und fast schon krümelig, wenn man sie lutscht werden sie kaum noch weich und verformbar und wenn man sie kaut zerfallen sie sofort im Mund. Und das alles nur für das bisschen gutes Gewissen, keine Gelatine gegessen zu haben? Das ist es nun wirklich nicht wert.
Nach umfangreichen Nachforschungen bekam ich heraus, wodurch die Gelatine in den Heringen ersetzt wurde: Durch Agar-Agar. Diese Substanz, auch \"Japanischer Fischleim\" genannt, besteht aus getrockneten Algen. Es muss wohl jeder selber wissen, ob er lieber zermahlenes Rinderhirn oder getroknete Algen isst, für mich zählt da letztendlich der Geschmack, und Heringe aus Gehirn waren einfach leckerer.
Doch gerade in dem Moment, als ich schon darüber nachdachte, mal wieder nach Holland zu fahren (Dort gibt es eine Firma namens Venco, die auch Lakritzheringe, wenn auch in einer etwas süßeren Geschmacksrichtung, produziert, aber die sind wenigstens aus richtigem, im Mund zerschmelzenden Lakritz, das diesen Namen auch verdient.) fiel mir in einem nahegelegenen real-Markt eine hellblaue Heringstüte mit einem runden, gelben Aufkleber auf. Und wirklich: Der Aufkleber versprach Heringe „nach Original-Rezeptur“. Gut, man kann von einer Firma wohl kaum erwarten, dass sie auf ihre Produkte druckt „MIT GELATINE“ oder, noch besser, „MIT RINDERHIRN“, also drehte ich die Tüte um, wobei sich meine Hoffnungen bestätigten: Anstatt des verhassten Agar-Agar enthielten die Salzheringen endlich wieder Gelatine.
Wie viele Tüten Katjes-Salzheringe 5 Minuten später in meinem Einkaufswagen lagen, möchte ich an dieser Stelle nicht veröffentlichen ;-)
Danke fürs Lesen
Julian
War.
Denn jetzt kommt der Haken an der Sache und der Grund, warum ich eigentlich diesen Bericht tippe. In letzter Zeit ist mir nämlich aufgefallen dass der Inhalt der hellblauen Tüten irgendwie anders schmeckt. Nein, eigentlich ist die Veränderung nicht so sehr geschmacklich sondern besteht eher in den physikalischen Eigenschaften des Lakritzkörpers. Früher waren die Heringe nämlich immer lecker zäh und angenehm klebrig. Das hört sich zwar nicht so toll an, aber es gehörte zum Heringeessen eben dazu, genau wie die unvermeidliche Übelkeit wenn man eine ganze Tüte in einer Stunde alleine runtergeschlungen und mit einer Dose Cola weggespült hatte.
Seit neuestem scheint die Katjes Fassin GmbH + Co KG nämlich ihr Geheimrezept für den Salzheringe verändert zu haben. Ich besitze zwar keine Salzige-Heringe-Tüte von vor - sagen wir mal - einem Jahr, als die Welt noch in Ordnung war, aber als ich eine vor ein paar Wochen gekaufte Tüte einmal genau betrachtete viel mir auf, dass die neuen Heringe keine Gelatine enthielten. Ich glaube mich zu erinnern dass ich noch während der BSE-Krise allen Warnungen zum Trotz Heringe gegessen habe, auf denen hinten fett aufgedruckt war, dass die harmlos aussehenden Fische Gelatine, also zermahlene tote Kühe, enthielten. Was solls schon, dachte ich mir, ich hab die Dinger ja jahrelang gegessen, wenn ich mich infiziert habe dann ist es jetzt ja auch egal.
Ich vermute jedenfalls, dass Katjes ohne Berücksichigung der gravierenden Verschlechterung der Kaubarkeit des Lakritzes auf Gelatine verzichtet hat, um sich bei besorgten Verbrauchern und der CMA einzuschmeicheln, deren Logo fett auf der Homepage www.katjes.de prangt. Ein schwerer Fehler, wenn ihr mich fragt. Denn nun sind die Heringe brüchig und fast schon krümelig, wenn man sie lutscht werden sie kaum noch weich und verformbar und wenn man sie kaut zerfallen sie sofort im Mund. Und das alles nur für das bisschen gutes Gewissen, keine Gelatine gegessen zu haben? Das ist es nun wirklich nicht wert.
Nach umfangreichen Nachforschungen bekam ich heraus, wodurch die Gelatine in den Heringen ersetzt wurde: Durch Agar-Agar. Diese Substanz, auch \"Japanischer Fischleim\" genannt, besteht aus getrockneten Algen. Es muss wohl jeder selber wissen, ob er lieber zermahlenes Rinderhirn oder getroknete Algen isst, für mich zählt da letztendlich der Geschmack, und Heringe aus Gehirn waren einfach leckerer.
Doch gerade in dem Moment, als ich schon darüber nachdachte, mal wieder nach Holland zu fahren (Dort gibt es eine Firma namens Venco, die auch Lakritzheringe, wenn auch in einer etwas süßeren Geschmacksrichtung, produziert, aber die sind wenigstens aus richtigem, im Mund zerschmelzenden Lakritz, das diesen Namen auch verdient.) fiel mir in einem nahegelegenen real-Markt eine hellblaue Heringstüte mit einem runden, gelben Aufkleber auf. Und wirklich: Der Aufkleber versprach Heringe „nach Original-Rezeptur“. Gut, man kann von einer Firma wohl kaum erwarten, dass sie auf ihre Produkte druckt „MIT GELATINE“ oder, noch besser, „MIT RINDERHIRN“, also drehte ich die Tüte um, wobei sich meine Hoffnungen bestätigten: Anstatt des verhassten Agar-Agar enthielten die Salzheringen endlich wieder Gelatine.
Wie viele Tüten Katjes-Salzheringe 5 Minuten später in meinem Einkaufswagen lagen, möchte ich an dieser Stelle nicht veröffentlichen ;-)
Danke fürs Lesen
Julian
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