Kaufmann/frau - Bürokommunikation Testbericht

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Summe aller Bewertungen
  • Schwierigkeitsgrad der Ausbildung:  leicht
  • Einstellungschancen:  gut
  • Aufstiegschancen:  sehr gut
  • Verdienstmöglichkeiten:  gut
  • Sozialleistungen:  gut
  • Eigenverantwortliches Arbeiten:  gefördert

Erfahrungsbericht von Denise123

KfB - die Basis von jedem kaufmännischen Beruf!!

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Berufswahl und Bewerbung

Als ich in der 10. Klasse in der Realschule war und es langsam ans bewerben ging, stellte auch ich mir die Frage wo ich mich denn überhaupt bewerben sollte. Da ich im kaufmännischen Zweig war und sich irgendwie alle für eine Bürotätigkeit entschieden hab und das auch so ziemlich das einzige ist, was in meiner Umgebung ausgebildet wird, hab ich mich dann auch dazu entschieden mich in der Richtung zu bewerben. Anfangs wollt ich eher so in Richtung \"Steuerfachangestellte\" oder \"Rechtsanwaltsfachangestellte\". Da ich aber doch noch nicht so recht arbeiten wollte, hab ich mich auch noch in der FOS (FachOberSchule)angemeldet. In der Zeit hab ich ziemlich viele Bewerbungen geschrieben und hatte auch sehr viele Vorstellungsgespräche. Naja, auf jeden Fall hab ich 3 Ausbildungsstellen, die ich bekommen hätte erst mal abgelehnt, weil ich mich dann entgültig(?) für die FOS entschieden hab. Damit hatte sich das auch eigentlich für mich erledigt, nur dann hat sich noch ein Ausbildungsbetrieb gemeldet, dass ihnen meine Bewerbung (als Kauffrau für Bürokommunikation) gut gefallen hätte und ich doch mal zu einem Vorstellungsgespräch vorbeikommen sollte. Verlieren konnte ich ja nix und deswegen bin ich da dann halt mal hin. Es ist eigentlich auch ganz gut gelaufen und der erste Eindruck war auch gar nicht mal so schlecht. Aber das Vorstellungsgespräch ist dann bei mir auch in Vergessenheit geraten, weil sich der Betrieb fast 2 Monate nicht gemeldet hat. Ende Juni haben sie sich dann doch nochmal gemeldet und da war ich mal wieder in so einer Phase in der ich doch lieber ein bisschen Geld verdient hätte und keine Lust auf Schule hatte. Außerdem war das mit dem Ausbildungsbetrieb recht praktisch, weil er nur 5 Minuten zu Fuß von mir entfernt ist. Und wie man sich jetzt schon denken kann, hab ich halt dann zugesagt und kurze Zeit später auch den Ausbildungsvertrag unterschrieben.

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Ausbildungsbeginn

Am 1.9.2000 habe ich dann meine 3-jährige Ausbildung als Kauffrau für Bürokommunikation in einer kleinen Aktiengesellschaft begonnen. Mit mir hat auch noch eine andere Auszubildende ihre Ausbildung begonnen. Gleich am ersten Tag hat sich herausgestellt, dass da nichts so ist wie es eigentlich sein sollte. Niemand kannte sich mit irgendwas aus, was uns Auszubildende anbetraf. Unser Ausbilder gehörte gar nicht zu der Firma in der wir unsere Ausbildung machen, sondern in einer anderen, an der unsere Firma wiederum nur beteiligt ist. Es war halt alles recht durcheinander. Gleich am ersten Tag durften wir erstmal den Sitzungssaal und die Gästezimmer putzen, da kurz vorher Hauptversammlung war....

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Ausbildung in meinem Betrieb

Anfangs hat mir die Arbeit in meinem Betrieb schon noch recht gut gefallen. Aber auf die Dauer kann ich mir was besseres vorstellen, als den ganzen Tag nur Unternehmensprofile o.ä. zu kopieren, Ablage zu machen, ans Telefon zu gehen, Aktionärsbriefe versenden, Büromaterialbestellungen zu machen und mich um den Postein- und ausgang zu kümmern. Leider ist es nie genug Arbeit, dass man sich damit die ganzen 8 Stunden beschäftigen kann. Nur gut, dass wir 2 Auszubildende sind, ein eigenes Büro haben und uns auch recht gut verstehen. Ansonsten wär die Zeit gar nicht auszuhalten. Ich finde es auch dumm, dass meine Ausbildung 3 Jahre lang immer das gleiche ist, da wir keine Abteilungen haben. Auch wenn vieles in der zeitlichen und sachlichen Gliederung zur Ausbildung, darf ich das gar nicht machen. Trotzdem will ich zu dieser Gliederung näher eingehen, weil man sich ja im Normalfall schon so ungefähr dran halten sollte. Sie sollte Grundlage für die Ausbildung sein. Zu jedem Punkt kann der Ausbildungsbetrieb immer noch eintragen wieviele Monate man in der angegebenen Abteilung ist.

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Sachliche und zeitliche Gliederung zur Ausbildung

1) Der Ausbildungsbetrieb
-Stellung des Ausbildungsbetriebes in der Gesamtwirtschaft
-Berufsbildung
-Arbeitssicherheit, Umweltschutz und rationelle Energieverwendung

2) Organisation und Leistungen
-Leistungserstellung und Leistungsverwertung
-Betriebliche Organisation und Funktionszusammenhänge

3) Bürowirtschaft und Statistik
-Organisation des Arbeitsplatzes
-Arbeits- und Organisationsmittel
-Bürowirtschaftliche Abläufe
-Statistik

4) Informationsverarbeitung
-Textverarbeitung
-Schreibtechnische Qualifikationen, Textformulierung und -gestaltung
-Bürokommunikationstechniken
-Automatisierte Textverarbeitung

5) bereichsbezogendes Rechnungswesen
-Kaufmännische Steuerung und Kontrolle
-Aufgaben des bereichsbezogenen Rechnungswesens

6) bereichsbezogene Personalverwaltung
-Grundlagen des betrieblichen Personalwesens
-Aufgaben der bereichsbezogenen Personalverwaltung

7) Assistenz- und Sekretariatsaufgaben
-Kommunikation und Kooperation im Büro und Bürokoordination
-Bereichsbezogene Organisationsaufgaben
-Fachaufgaben einzelner Sacharbeitsgebiete

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Ausbildungsverkürzung

Da ich eigentlich nicht vorhabe noch so lange in meinem Ausbildungsbetrieb zu bleiben und weil ich in der Schule nicht schlecht war, habe ich einen Antrag auf vorzeitige Zulassung zur Abschlussprüfung gestellt.
Diesen kann man stellen, wenn folgende Kriterien zustimmen:
-die Leistungen in Schule und Ausbildungsbetrieb müssen es gerechtfertigen (d.h. in den Prüfungsfächern darf man im letzten Zeugnis nicht schlechter als 2,5 sein)
-der Ausbildungsbetrieb SOLLTE zustimmen (jedoch ist es nicht UNBEDINGT erforderlich, d.h. wenn der Ausbildungsbetrieb keinen guten Grund hat, der dagegen sprechen würde, wird man i. d. R. trotzdem vorzeitig zugelassen)
Das schlimmste an dem Antrag ist, dass man sehr viele Anlagen (z.B. Berichtsheft, Zeugnis vom letzten Schuljahr, Zeugnis des Schulabschlusses, Zustimmung vom Ausbildungsbetrieb, Zustimmung der Berufsschule, Lebenslauf, zeitliche und sachliche Gliederung...........)
Auf jeden Fall wurde mir die Ausbildungsverkürzung bewilligt, so dass ich statt 3 Jahren Ausbildung nur noch 2,5 Jahre machen muss. Wer rechnen kann weiß, dass ich in 3 Monaten fertig bin. Da gilt es aber dann auch einiges aufzuholen, was ich noch nicht gelernt hab. Dazu werd ich dann später noch mal drauf eingehen.

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Berufsschule

Bevor ich näher auf die Berufsschule eingehe, zuerst mal eine Aufstellung der Fächer und Schultage in den verschiedenen Ausbildungsjahren.

1. Ausbildungsjahr (1 Tag mit 10 Schulstunden)
Fächer:
-AWL
-Rechnungswesen
-Deutsch
-Religion
-Sozialkunde
-Projektarbeit
-Englisch

2. Ausbildungsjahr (2 Tage mit je 8 Schulstunden)
Fächer:
-Auftragsbearbeitung
-Kommunikation und Organisation
-Textverarbeitung
-Informationsverarbeitung
-Englisch
-Sozialkunde
-Religion
-Deutsch

3. Ausbildungsjahr (1 Tag - NORMAL ohne Ausbildungsverkürzung)
-Rechnungswesen
-Deutsch
-Textverarbeitung
-Informationsverarbeitung
-Englisch
-Kommunikation und Organisation
-Religion
-Sozialkunde

Da ich aber ja Ausbildungsverkürzung beantragt habe, fällt bei mir das 3. Ausbildungsjahr weg und ich bin im Moment in einer Klasse, in der man nur noch Abschlussprüfungen durchmacht und sich für die Prüfung vorbereitet. Das ist immer einmal in der Woche und dauert 6 Schulstunden. Aber auf die Abschlussprüfung will ich wie gesagt erst noch kommen.

Die Berufsschule soll dazu dienen, dass man nicht nur den praktischen Teil von dem ganzen lernt, sondern im sogenannten dualen Ausbildungssystem auch näher auf die theoretischen Sachen eingehen kann.

Zu der Berufsschule im 1. Ausbildungsjahr will ich noch dazu sagen, dass das keine reine Klasse für KfB (Kaufleute für Bürokommunikation) war, sondern dass da alle kaufmännischen Berufe dabei waren. Deswegen kann auch nicht wirklich ganz spezifisch auf den Beruf selber eingegangen werden. Es war mehr ein Unterricht für Industriekaufleute. Außerdem fand ichs nicht gut, dass man nicht von Anfang an Textverarbeitung gehabt hat, schließlich ist es ja ein Prüfungsfach - praktische Prüfung. Wer sich frägt, was Projektarbeit ist... In diesem Fach werden immer 4 Wochen lang je 1 Stunde Referate vorbereitet, die dann immer zu zweit vorgetragen werden. Das erste Jahr in der Schule hat also wirklich nicht allzu viel gebracht. Es wäre sinnvoller gewesen, wenn mein Ausbildungsvertrag gleich nur auf 2,5 Jahre gelaufen wäre. Dann hätt ich von Anfang an in die Klasse vom 2. Ausbildungsjahr gekonnt. Außerdem sollte jeder, der mittlere Reife hat, gleich nur 2,5 Jahre machen, weil mehr gar nicht mehr notwendig sind!
In der Klasse vom 2. Ausbildungsjahr hätte man ohne Probleme auch neu einsteigen können, da sich die wichtigsten Sachen eh nochmal wiederholt haben. Dieses zweite Jahr war auch wesentlich anspruchsvoller. Da musste man schon richtig lernen um gute Noten zu schreiben. Und man sieht ja auch schon an den Fächern, dass es nicht mehr verallgemeinert ist wie z.B. AWL sondern, dass es wirklich berufsspezifische Fächer sind. Mit diesem Schuljahr war ich auch zufriedener als mit dem 1. Jahr.
Zu dem NORMALEN 3. Ausbildungsjahr kann ich so leider nicht viel sagen. Aber man sieht ja schon wieder an den Fächern, dass sie berufsspezifisch sind und da geht es eigentlich auch so weiter wie es in dem 2. Jahr aufgehört hat.
In dem 3. Ausbildungsjahr mit Ausbildungsverkürzung macht man - wie vorher schon angesprochen - nicht mehr viel. Man bereitet sich nur noch ca 10 Schultage lang auf die Abschlussprüfung vor. Unser Lehrer teilt uns dazu immer Prüfungsaufgaben auf, die wir als Hausaufgabe machen sollen. Diese besprechen wir dann ausführlichst in der Schule.

Naja, auch wenn viele was gegen Berufsschule sagen. Für mich ist es eine willkommene Abwechslung zur betrieblichen Ausbildung. Vor allem auch, weil man hier seine Probleme anbringen kann, die man im Ausbildungsbetrieb hat. Man wird dann aufgeklärt darüber, was man dagegen unternehmen kann, oder die Lehrer sprechen sogar selbst mit dem Ausbilder.

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Zwischenprüfung

Normalerweise sollte in der Mitte des 2. Ausbildungsjahres die Zwischenprüfung abgehalten werden. Die Zwischenprüfung ist eigentlich unwichtig. Sie soll den Auszubildenden lediglich zeigen, wie weit sein Wissen schon reicht und ob er noch viele Lücken zu füllen hat.
Die Zwischenprüfung dauert 3 volle Stunden und besteht aus 60 Aufgaben zu den Bereichen Bürowirtschaft, Betriebslehre und Wirtschafts- und Sozialkunde. Bei uns ist die Zwischenprüfung im Durchschnitt nicht gerade so gut ausgefallen (3,5). Das lag aber vor allem daran, dass die IHK die Prüfungsaufgaben ab dieser Prüfung überarbeitet haben. Sie waren ab da zwar besser gestaltet, aber auch schwerer. Das Ergebnis und die Lösungen wurden den Ausbildern zugeschickt. Diese sollten normalerweise die Aufgaben mit den Auszubildenden durchgehen. Was aber sehr oft nicht erfolgt, weil es keine Ausnahme ist, dass die Ausbilder sich selbst nicht so damit auskennen.

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Abschlussprüfung

Am Ende der Ausbildungszeit findet die Zwischenprüfung statt. Sie besteteht aus schriftlichen, praktischen und mündlichen Teilen.

Schriftlicher Teil

Bürowirtschaft 30 Aufgaben 60 Minuten
(Spezielle Wirtschaftslehre, Datenverarbeitung...)

Betriebslehre 30 Aufgaben 60 Minuten
(Spezielle Wirtschafslehre, Wirtschaftsrechnen und Statistik, Buchführung, Kosten- und Leistungsrechnung...)

Wirtschafts- und Sozialkunde 35 Aufgaben 60 Minuten
(Allgemeine Wirtschaftslehre...)


Praktischer Teil
Informationsverarbeitung und Sekretariats- und Fachaufgaben
Es müssen normgerecht Briefe zu bestimmten Situationsaufgaben geschrieben werden, in Excel Formeln eingegeben, Tabellen berechnet, Grafiken ausgewertet werden....)

Mündlicher Teil
Der mündliche Teil ist, völlig unabhängig davon wie gut jemand in der schriftlichen und praktischen Abschlussprüfung war, Pflicht. Zu der mündlichen Prüfung ist das Berichtsheft (s. einer der nächsten Überpunkte) mitzubringen. Das soll dazu helfen, dass der Prüfling nicht unbedingt gerade Sachen gefragt wird, die er noch nie im Ausbildungsbetrieb gemacht hat. Es wäre ja unsinnig jemanden zu fragen, wie die Gehaltsabrechnung in seinem Betrieb gehandhabt wird und er noch nicht einmal in der Buchhaltung war.

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Abschlussprüfung - Durchgefallen oder Bestanden?

Erst heute wurde uns in der Schule wieder erklärt wie des in der schriftlichen Prüfung läuft. Wie dazu der praktische und mündliche Teil noch gerechnet wird, das kann ich leider auch nicht sagen, aber ich werde es in den Bericht ergänzen, sobald ich es weiß.

In jeder der 3 schriftlichen Abschlussprüfungen kann man 100 Punkte - d.h. insgesamt 300 Punkte bekommen. Zum Bestehen müssen 2 Bedingungen erfüllt sein.

1. Man braucht einen Notendurchschnitt von 4,5 d.h. man muss 50 % von allen Aufgaben richtig haben.

--> Es müssen 150 von 300 Punkten erreicht werden!

2. Man darf zusätzlich nur in einem Prüfungsfach eine 5 haben. Bei einer 6 ist man sofort durchgefallen. Wer 2 5er hat, hat die Möglichkeit im Anschluss an die mündliche Prüfung eine Ergänzungsprüfung machen. diese wird dann 1:2 zu der schriftlichen Prüfung gewertet.

--> Man darf nicht schlechter sein als 2 4er und 1 5er!


Wer durchgefallen ist, kann die Prüfung ein halbes Jahr später wiederholen. Insgesamt kann man bis zu 3 mal zur Prüfung antreten, wenn man sie bis dahin nicht geschafft hat. Solange verlängert sich das Ausbildungsverhältnis jeweils um ein halbes Jahr pro Durchfallen. So dass man \"keinen\" Nachteil daraus hat, dass man durchgefallen ist.

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Berichtsheft

Während der Ausbildung ist regelmäßig (wöchentlich) ein Ausbildungsnachweis zu führen. In diesen muss eingetragen werden, wann man wie lange was gemacht hat. Dieses Berichtsheft ist auch regelmäßig vom Ausbilder zu unterschreiben. Wenn die Unterschriften im Gegensatz zu dem Nachweis 4 Wochen älter sind, ist so gut wie keine Beweiskraft mehr da. Das schadet einem Auszubildenden dann bei seiner mündlichen Abschlussprüfung. Natürlich kann der Auszubildende auch nichts dafür, wenn der Ausbilder \"keine Zeit findet\" das Berichtsheft zu unterschreiben. Aber das sind nunmal die Pflichten des Ausbilders und man sollte ihn solange darauf hinweisen, bis man seine Unterschriften hat.
Dem Auszubildenden ist übrigens auch die Zeit während der Arbeitszeit zu gewähren, das Berichtsheft zu schreiben.
In vielen Betrieben, die viele Abteilungen haben, ist es auch üblich immer einen Abschlussbericht über eine Abteilung zu schreiben. Das ist mir ja aber mit meiner kleinen Aktiengemeinschaft erspart geblieben.. ;-)

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Auszubildendenvergütung

Da ist es auch wieder ganz unterschiedlich in was für einem Betrieb man arbeitet. In manchen Betrieben verdient man etwas weniger und bekommt dafür vielleicht noch vermögenswirksame Leistungen, Fahrtengeld oder Weihnachtsgeld oder in anderen verdient man gleich etwas mehr und bekommt dann nicht mehr ganz so viel dazu.
Ich habe im 1. Ausbildungsjahr 900 DM bekommen und das hat sich dann jährlich um 100 DM gesteigert. Dieses Jahr bekomme ich 563 Euro. Davon gehen allerdings noch die Sozialversicherungen weg. Bei mir bleiben dann noch 440 Euro übrig. Meine Auszubildendenvergütung liegt so im Durchschnitt.

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Wer sollte diesen Beruf erlernen?

Wer sich noch nicht so ganz sicher ist, was er machen möchte, sich aber trotzdem schon auf den kaufmännischen Bereich festgelegt hat, ist bei diesem Beruf gerade richtig. Kaufmann/Kauffrau für Bürokommunikation ist die Basis eines kaufmännischen Berufs. Also wer gerne am Computer arbeitet oder gern mit Menschen zu tun hat, sollte sich schnellstens einen Ausbildungsbetrieb zum Bewerben suchen. Am besten sollte man gleich beim Vorstellungsgespräch nachfragen, ob man nicht ein kurzes Praktikum machen kann. So bekommt man mit, wieviel in dem Betrieb los ist, wie die Kollegen so sind und ob einem der Beruf überhaupt Spaß macht. Natürlich kann man nach so kurzer Zeit noch nichts ganz genaues sagen, aber besser, als wenn man überhaupt gar nicht bescheid weiß.

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Was tun nach der Abschlussprüfung?

Da gibt es verschiedene Möglichkeiten. Die einfachste wird sein, dass man einfach von seinem Ausbildungsbetrieb übernommen wird. Viele wollen das aber auch gar nicht so recht, weil es vor allem in kleineren Betrieben immer ein bisschen so sein wird, als wär man immer noch Auszubildender, auch wenn man schon fertig ist. Man muss die Arbeit tun, die die anderen nicht machen wollen usw. Man könnte sich auch noch in einem anderen Betrieb bewerben. Da gibts auch wieder die verschiedensten möglichkeiten. Man könnte Sachbearbeiter, Fachkraft, Sekretärin.... werden. Naja, eigentlich kann man damit so gut wie jeden Job im Büro kriegen.
Es besteht aber auch noch die Möglichkeit über den 2. Bildungsweg Abitur zu machen. Wenn man die Abschlussprüfung mit 3,5 abschließt, dann kann man auf die BOS (BerufsOberSchule)gehen. Nach einem Jahr hat man Fachabitur und nach 2 Jahren und einer Fremdsprache normales Abitur. Danach kann man dann z.B. BWL studieren oder sich auch einfach in eine andere Richtung neu orientieren.

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Fazit

Dieser Ausbildungsberuf ist für jeden etwas, der in die kaufmännische Richtung etwas machen will. Nur sollte man aufpassen, dass man nicht den falschen Betrieb so wie ich erwischt. Denn es ist echt nichts, den ganzen Tag nur drauf zu warten, dass es endlich 6 wird. Wenn sich jetzt auch manche denken, dass das schön ist, dann irren die sich gewaltig. Wir hatten in unserem Betrieb auch schon sehr stressige Zeiten. Das war wirklich angenehmer als so. Ich muss in meinem Ausbildungsbetrieb auch sehr oft Sachen machen, die gar nicht zu meiner Ausbildung dazugehören zb. putzen. Außerdem stört es mich schon, dass sich überhaupt gar nicht an die zeitliche und sachliche Gliederung gehalten wird und ich seit 2 1/4 Jahren Tag für Tag immer nur das gleiche machen muss, obwohl man doch eigentlich verschiedene Abteilungen durchlaufen sollte.
Der Ausbildungsberuf an sich hätte 4 Sterne verdient, aber dann auch noch die 10. Klasse in der Schule dazu betrachtet glaube ich, dass es mit 3 Sternen für meine Ausbildung reicht.

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Inzwischen hab ich meine Ausbildung erfolgreich beendet!
Diesen Bericht habe ich auch bei ciao.de eingestellt..

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