Kill the Sun - Xandria Testbericht

Kill-the-sun-xandria
ab 4,40
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Summe aller Bewertungen
  • Cover-Design:  sehr gut
  • Klangqualität:  sehr gut

Erfahrungsbericht von gnoi_

Neulich bei eBay...

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

...da ist mir was ganz kurioses passiert.

Diesmal möchte ich euch von einer Newcomerband aus deutschen Landen berichten: XANDRIA nennen sich die Mannen und Frauen rund um Bandleader Marco Heubaum aus dem westfälischen Bielefeld.


@@@ Die Ausgangssituation @@@

Mit jenem Marco Heubaum hatte ich meinen ersten Kontakt als ich vor etwa nem halben Jahr ein paar CDs beim ihm über eBay abgekauft hatte. Ich hatte keine Ahnung, dass ich dadurch auf eine wahnsinnig talentierte Gothic/Pop Combo stoßen würde. Das kam dadurch zustande, dass Marco eine recht ungewöhnliche, mit viel Witz geschriebene eMail an mich sendete. Mich wundernd, suche ich per google einfach mal nach seiner eMailaddi, um zu sehen, ob er des öfteren solche Mails verschicken würde.
Plötzlich sprang es mir entgegen: „Xandria, der neue Stern am Gothic/Rock/Pop Himmel“ oder so ähnlich hieß es. Auf einer mp3 Seite sollen ihre Songs sogar öfters downgeloadet worden sein, als die von Blind Guardian! Na das kann nicht sein, dachte ich sofort und forderte gleich mal die aktuelle Scheibe der Jungs und Mädels an, welche ich gnädigerweise gleich zum Sonderangebot bekommen sollte. Perfekt! Und ein paar Tage später rotierte der Silberling dann zum ersten mal in meinem CD Player.


@@@ Das Line Up @@@

Seth – Drums
Horus – Guitars
Anubis – Bass
Osiris (das ist Marco Heubaum) - Vocals, Guitars, Keys
Isis – Vocals


@@@ Die Musik + eigene Meinung @@@


Ein Blick auf die Tracklist offenbart einem sofort, dass es sich bei „Kill the Sun“ (übrigens 2001 veröffentlicht) um eine Mini CD handelt. 5 Tracks befinden sich darauf mit einer Gesamtspielzeit von etwa 19 Minuten, also quasi von der Länge her ein Full-Length-Slayer-Album *gg*.
Gefüllt werden diese mit äußerst unterhaltsamen, meist recht ruhigem Gothic Metal vergleichbar in etwa mit Theatre of Tragedy, nur etwas „poppiger“. Da ich aber nur diese und sonst kaum vergleichbare Bands aus dieser Stilrichtung kenne, will ich nicht abstreiten, dass es durchaus andere Bands gibt, denen Xandria mit ihrem Stil näher kommen.

Auch hier ist die Musik durch eine sich abwechselnde, manchmal auch gemeinsam erklingende Männer- bzw. Frauenstimme geprägt (im Duo hören sich die Stimmen übrigens am besten an).
Besonders Osiris hat mich dabei mit seiner Performance überzeugen können. Mal haucht er seine Stimme ins Mikro, dann singt er „normal“, also klar. Krächzen, schreien oder sonst was tut er aber niemals. Leider muss ich sagen. Denn Tristania beispielsweise zeigen wie wunderbar auch solche Stimmen zu solch atmosphärischer Musik passen können.
Der weibliche Gegenpart zu Osiris ist Isis. Auch sie verrichtet ihre Arbeit recht gut, kommt aber nicht ganz an Genrereferenzen ran. Opernhafte Stimmlagen wie von Nightwishs Tarja oder eben von Liv Kristine von Theatre of Tragedy bekommt man nicht zu Ohr. Vielmehr bewegt sich Isis’ Stimme überwiegend in den mittleren Tonlagen und wird niemals schrill.

Was den Anteil der Stimmen angeht, so ist dies recht ausgeglichen. Mal kommt Isis mehr zum Zuge, mal Osiris, je nach Song. Vielleicht überwiegt der weibliche Gesang ein wenig. Mitsingbar sind natürlich beide Stimmen, aber richtig hymnenhaft wird’s nie, was aber auch selten bei solcher Art von Musik vorkommt, da kann man Xandria keinen Vorwurf machen.

Aber egal, vor allem wenn man berücksichtigt, dass es sich bei dieser Scheibe um das erste zweite Album von Xandria handelt, welches meines Wissens nach noch nicht mal von einer Plattenfirma, sondern komplett in Eigenregie produziert wurde, klingt dieses Werk erstaunlich ausgereift und vor allem auch super produzier. Glasklar schallen einem die Instrumente und Stimmen entgegen, kein dumpfes Zeug wie auf manch anderer Demo.

Der Grundtenor aller Songs ist auf jeden Fall der, dass alles doch recht ruhig daherkommt. Richtig laut wird’s eigentlich nie. Weder die Gitarren noch der Bass dröhnen einem entgegen noch ist das Drumming übermäßig flott. An manchen Stellen hätte ich mir dies aber durchaus gewünscht und damit möchte ich gleich mal meinen ersten Kritikpunkt erwähnt haben. Denn bei mir ist es so: Höre ich dem Album richtig intensiv zu, so stelle ich leider bei aller Zufriedenheit fest, dass das Album doch ein wenig gleichförmig klingt. Man hört halt immer den Frauen- bzw. Männergesang, dazu ein seichtes Drumming und die Gitarren sind für mich ein wenig zu stark im Hintergrund gehalten (außer an wenigen Stellen, wo sie mal „hervorpreschen“). Auch der Bass geht mir zu weit unter. Andererseits muss ich auch sagen, dass ich generell auf etwas härtere Mucke stehe und vielleicht auch deshalb so dem einen oder anderen Wunsch nach mehr Härte nachsehne.
Egal, lasse ich das Album nämlich im Hintergrund laufen und/oder bin ich ein wenig beduselt (also ein bisschen alkoholisiert, nicht besoffen), so offenbart sich mir doch immer wieder aufs neue ein richtig schönes Album. Nix außergewöhnliches halt, aber doch gut eingänglich und unterhaltsam. Ich kann halt nur nicht dazu bangen *g*, leider...

Aufgelockert werden die einzelnen Songs zudem durch den Einsatz von Klavierpassagen (Vgl. „Mairmaids“) und Oboen, die Track 3 „She’s Nirvana“ einleiten und auch zwischendurch in diesem Song erklingen.

Auf ein Runtergebete der einzelnen Songs verzichte ich diesmal komplett, da ich denke, dass dies hier einfach nur unnötig ist. Wie die Musik in etwa klingt habe ich ja versucht herauszustellen und da sich die Songs in ihrer Struktur doch sehr ähneln und keiner besonders heraussticht, wäre das nur überflüssig


@@@ Die Tracklist @@@
1. Mermaids (3:54)
2. Kill the Sun (3:19)
3. She\'s Nirvana (3:45)
4. Casablanca (4:10)
5. So you disappear (4:18)

@@@ Kontaktadresse @@@
Marco Heubaum
Tel. 0170 - 8 65 82 97
Fax 0521 - 87 02 19
EMail: [email protected]
http://www.xandria.de


@@@ Fazit @@@

Für jeden, der sich gerne mal von leichtem Gothic/Pop berieseln lässt, der sollte mal in Xandria reinhören. Am besten einfach bei der Band selbst anfragen und die CD für etwa 7 € bestellen oder mal ein Stück aus dem Netz laden über www.xandria.de. Gebt dieser hoffnungsvollen Band eine Chance. Ich glaub wir werden noch viel Spaß mit denen haben.


Bis denn

Euer gnoi


PS: Wie ich vor ein paar Tagen von Marco erfahren hab, wird im Mai 2003 das erste Studioalbum auf den Markt kommen, unter dem Label drakkar/BMG. Man wird wohl in den eingängigen Metal Magazinen die Reviews lesen können, so wurde mir versichert.

16 Bewertungen, 1 Kommentar

  • Kranich

    25.03.2006, 19:07 Uhr von Kranich
    Bewertung: sehr hilfreich

    sh - *lg und danke für gute rückbewertungen* :-))