Killzone (PS2 Spiel) Testbericht

Killzone-ps2-spiel
ab 15,02
Paid Ads from eBay.de & Amazon.de
Auf yopi.de gelistet seit 10/2010

5 Sterne
(3)
4 Sterne
(6)
3 Sterne
(1)
2 Sterne
(0)
1 Stern
(0)
0 Sterne
(0)

Erfahrungsbericht von airstriker

Erbitterte Schlachten

Pro:

Gute Grafik, Toller Multiplayer Modus, interressante Story, starker Soundtrack, coole Waffen

Kontra:

teilweise schwer, nicht besonders lang

Empfehlung:

Ja

Hallo Liebe Leser!

Ich persönlich finde das Spiel ziehmlich gut, habe es schon durchgespielt. Hoffentlich gefällt Euch der Bericht den ich darüber zusammengefasst habe. Es wäre schön, wenn Ihr nach dem Lesen noch bewertet. Danke im Voraus.

Informationen:

Name: KILLZONE
Konsole: Play Station 2
Genre: Action
Publisher: Sony Computer Entertainment
Entwickler: Guerrilla
Spieler: 2 Spieler
Preis ca.: 30 Euro
Besonderheiten: Online Funktionen
USK: ab 16 Jahren


Die Story:
In einer fiktiven Zukunft hat sich die Menschheit längst auf verschiedenen Planeten breitgemacht. Mit der Zeit wollen die einen nichts mehr mit den anderen zu tun haben und so entstehen mit der Zeit Konflikte, wie man sie wohl oder übel von den Menschen gewohnt ist. Die Kolonie der Erde, allen voran die Einheiten der ISA überrennen den verfeindeten Planeten Helghan und zerstören ihn fast völlig. Der Sieg währt jedoch nicht lange. Bereits kurze Zeit später rüsten sich die Helghast, ihres zeichen Bewohner von Helghan zum Gegenschlag. Durch Äußere Einflüsse des Planeten haben sich die Menschen dort über die Jahre stark verändert und scheinen eine Art Mutation durchlebt zu haben. Gestärkt durch diese Veränderungen, überraschen Sie die Erde mit einem schrecklichen Angriff.
Just nach der Landung der Helghast übernehmt ihr die Rolle des ISA Soldaten Templar und sollt die Wellen der Feinde zurückdrängen und die Erde zum Sieg führen.

Gleich zu Anfang findet ihr euch in einem Geschützgraben wieder und seid quasi mitten im Gefecht. Wie bei Medal of Honor fliegen euch Granaten und Kugeln um die Ohren und die eigenen Männer fallen reihenweise vor euren Füßen. In kurzen Einblenungen wird euch die auf Konsolen übliche Ego-Shooter Steuerung erklärt, die ihr auch sofort gegen einige heraneilende Helghast einsetzen könnt. Leider fällt hier einem direkt die viel zu sensible Reaktion des Analogsticks auf. Ohne Übung ist es kaum möglich, gezielt einen Kopfschuss zu setzen. Im Optionsmenü lässt sich die Sensibilität etwas runterdrehen was euch zwar eine bessere Kontrolle gibt aber eine Drehung um die eigene Achse viel zu lange dauern lässt. Hier haben Spiele wie Red Faction oder Half Life gezeigt, dass es auch anders gehen kann.
Glücklicherweise gestaltet sich der weitere Spielablauf etwas anders, so dass man mit der Steuerung nach einigen Stunden recht gut zurecht kommt. Anders als bei den meisten anderen Genre Vertretern laufen euch später nämlich kaum noch Gegner so über den Weg. Das ganze Spiel entwickelt sich mit der Zeit eher zu einer Art Stellungskrieg. Das sieht so aus, dass sich die Helghast in einer Gruppe in einem großen Raum verschanzen, ihr irgendwo Deckung sucht und einen Feind nach dem anderen ausschaltet. Ist der Raum gesäubert, geht es weiter im Level, bis ihr einen weiteren größeren Bereich erreicht. Hier sitzen dann wieder ein paar Helghast, die ihr in bekannter Manier aus dem Weg räumt. Da Killzone einen kleinen Tactic-Shooter Touch besitzt, macht das langsame anpirschen und beobachten aber auch einen Sinn, da ihr im direkten Kampf schon gegen zwei Gegner auf einmal schnell den kürzeren zieht.
Die KI macht dabei leider einen nicht so berauschenden Eindruck. Da ihr euch ja im Krieg befindet, trefft ihr an vielen Stellen befreundete Soldaten, die euch eine Zeit lang folgen und auch selbst aktiv ins Geschehen eingreifen. Da ihre Treffergenauigkeit aber der eines Maulwurfs gleicht, werdet ihr sie bald schon eher als Ablenkungsziel gegen die Helghast einsetzen, damit ihr in Ruhe einen Schuss ansetzen könnt. Ähnlich dämlich stellen sich auch die 3 weiteren Hauptcharaktere an, die euch, sobald ihr sie befreit habt, immer folgen. Ihr dürft dann auch vor jeder Mission aus den 4 verfügbaren Soldaten wählen. Der Ablauf der Levels unterscheidet sich dabei nur geringfügig und macht ein mehrmaliges Durchspielen kaum zur Pflicht. Die Unterschiede spiegeln sich eher in den Waffen und der Vorgehensweise wieder. Templar ist der Allrounder, Luger ist die Stealth Spezialistin, Rico ist der Mann für schwere Waffen und Luger ist geübt im Umgang mit Helghast Technik. Wer jetzt jedoch glaubt, dass er Rainbow Six mäßig Befehle erteilen kann, der irrt. Wie die normalen Soldaten folgen euch die drei Freunde nur und greifen selbst ins Geschehen ein. Im Gegensatz zu den Truppen, die oft unerwartet einem gescriptem Tod erliegen, sind eure drei Begleiter unverwundbar...
Tja die Frage ist jetzt natürlich, wie sich die Helghast im Kampf anstellen... Hier kann man geteilter Meinung sein... Ein dummes verstecken, gegen die Wand schiessen und so den Feind in die Schussbahn des Spielers locken ist nicht. Die Helghast agieren fast ausschliesslich in Gruppen und sind von ihren Posten nicht wegzubekommen... Da sie aber oft wie verrückt von links nach rechts laufen und sich hinter Dinge verstecken ist es wie oben angesprochen oft schwer, gezielt einen Feind auszuschalten... Hier braucht man meist viel Zeit, bis sich ein einziger Helghast aus der Deckung bewegt und so zum Abschuss freigegeben ist. Ein ganz eigenartiges Phänomen hat mich aber stellenweise echt zur Weissglut gebracht. Egal wo man sich verstekt und egal wie weit man von einem Gegner wegsteht. Sobald man ihn z.B mit einem Sniper Gewehr anvisiert hat, wird man entdeckt. Sofort geht das rumgerenne und die Versteckerei wieder los. Insgesammt sollte man sich also wirklich Zeit lassen und nicht wie ein Irrer drauflos schiessen. Zeit ist Geld.
Absolut überzeugen konnte mich jedoch das ganze Setting des Spiels. Die meiste Zeit bewegt ihr euch durch eine zerbombte Stadt, die noch nicht mal so futuristisch aussieht. Deja vus zu Medal of Honor oder Call of Duty sind keine Seltenheit. Leider bewegt ihr euch meist strickt auf einem Weg und könnt kaum mal großartig nach links und rechts laufen. Einige Missionen z.B die im Park bilden da ab und an eine Ausnahme. Technisch gesehen holt das Spiel noch mal einiges aus der PS raus. Gerade das spektakuläre Intro hat es mir angetan und von oft bemänelten Slow-Downs oder Einbrüchen der Framerate habe ich auch kaum etwas mitbekommen. Wahlweise könnt ihr das Spektakel im 60hz Modus spielen und ihr lauscht durchgehend recht guter deutschen Sprachausgabe.
Im Vorfeld wurde auch der Online Modus besonders hervorgehoben. Ich habe mich extra für euch als überzeugter Offlinespieler mal in die Weiten von Killzone begeben und muss sagen, dass ich positiv überrascht bin. Eine ordentliche Anzahl von Spielmodi (Deathmatch, Team Deathmatch, Verteidigen und Zerstören, Sturmangriff, Domination und Vorrats Abwurf), eine ordentliche Palette an Maps und eine nette Community machen wirklich Spass. Zu jeder Zeit, zu der ich online war, habe ich immer mehrere gut besuchte deutsche Server gefunden und konnte direkt in die Matches connecten. Reizvoll ist hier auch ein Rankingsystem, in dem ihr für jeden Kill und für jedes gewonnene Spiel Punkte bekommt und so mit der Zeit vom Soldaten zum Oberfeldwebel usw. aufsteigt. Um für den Kampf vorbereitet zu sein, könnt ihr auch wahlweise alleine oder mit bis zu drei Freunden offline gegen Bots spielen und so ein wenig üben. Einige male bin ich wegen Verbindungsabbruch aus dem Spiel geflogen. Das kann aber auch an meinem Anschluss gelegen haben. Lags oder ähnliches konnte ich jedoch kaum feststellen.
Ohne große Umwege komme ich auch schon zur Zusammenfassung:

Story:
Selbst erfundene Universen finde ich immer recht interessant und der Krieg zwischen ISA und Helghast wird recht spannend in Sequenzen weitererzählt. Das leider etwas enttäuschende Ende ist aber in sofern zu verkraften, als das schon der Nachfolger in Arbeit ist. Insgesammt recht nette Story, die aber nicht an ein Half Life oder Red Faction heranreicht.

Grafik:
Hier konnte Guerilla noch mal einiges aus der alternden Playsi herausholen. Gerade die Aussenareale sind sehr ansehnlich gestaltet und die Gesichtanimationen in den Sequenzen gefallen mir auch sehr gut. Einen Quantensprung darf man aber auch hier natürlich nicht mehr erwarten. Auf der PS2 spielt Killzone aber ganz sicher inder oberen Liga mit. Wie gesagt konnte ich kaum Slowdowns oder Einbrücher der Framerate erkennen. Das wurde ja oft in vielen Magazinen bemängelt.

Sound:
Ah ja. Ich mag ja Orchestrale Musikstücke furchtbar gerne und das Stück im Intro sowie im Hauptmenü haben es mir beim ersten hören angetan. Leider war es das auch fast schon, da ihr während des Spiels komplett auf Musikuntermalung verzichten müsst. Vielleicht ist das aber auch gut so, da die Kugeln, die euch um die Ohren zischen oder die Granaten, die tosend neben euch explodieren so besser zur Geltung kommen. Hier sieht man mal wieder, wie Soundeffekte die Atmosphäre nach oben drehen können. Die Sprachausgabe befindet sich ebenfalls auch gutem Niveau, wobei sich die Sprachsamples der Helghast und die eurer Kameraden sehr schnell wiederholen und nicht immer zur Situation passen.

Gameplay:
Die exzellente Atmosphäre gehört wohl zu den größten Pluspunkten des Spiels. Zu jeder zeit fühlt man sich als Teil einer großen Einsatzeinheit, die einen schrecklichen Krieg gewinnen muss. Das gescripte Stellungskrieg-Prinzip ist aber bestimmt nicht jedermanns Sache. Stupides Ballern ist hier kaum möglich. Oft kauert ihr minutenlang hinter einem Objekt und wartet, bis sich die Chance zum Schuss bietet. Die stellenweise lachhafte KI eurer Mitstreiter und der Gegner werden oft eure Nerven strapazieren. Es ist einfach deprimierend, wenn man zwei Magazine auf einen Helghast loslässt und der noch immer vergnügt von links nach rechts läuft als wäre nichts gewesen. Extra nennen möchte ich auch noch die absolut gelungenen Nachladesequenzen. Da ihr zum neu Laden einer Waffe recht lange braucht (wie in Wirklichkeit halt), kann ein Nachladen im richtigen Moment lebenswichtigsein.

Wiederspielwert:
Naja die vier verschiedenen Cahraktere unterscheiden sich meiner Meinung nach nicht genug, um ein nochmaliges Durchspielen zu rechtfertigen. Da die Campagne aber mit 15-20 Std. für einen Ego-Shooter recht lang ausgefallen ist, macht das kaum etwas. Schade ist nur, dass ihr absolut NICHTS freispielen könnt. So hebt sich ein mehrfaches Durchzocken wegen etwaigen Secrets, die man in höheren Schwierigkeitsgraden bekommt auch auf. Der Onlinemodus jedoch wird Ballerfreunde recht lange beschäftigen. Ich habe zig Leute online getroffen, deren Zeitzähler schon weit jenseits der 60 Std. lag.

Fazit:
Wow. Hier heisst es: Mittendrin statt nur dabei. Die Atmosphäre eines Weltkrieges ist perfekt eingefangen und wird euch recht lange an den Bildschirm fesseln, wenn ihr euch mit dem etwas anderen Spielprinzip anfreunden könnt. Wie gesagt braucht ihr oft Zeit um voran zu kommen und stellenweise eiserne Nerven wegen der fragwürdigen KI. Trotzdem dürfte Killzone jeden Shooterfan, der seine PS2 endlich nochmal mit einem guten Ego Abenteuer füttern möchte begeistern. Der Onlinemodus ist sehr spaßig und weiss aich langfristig zu motivieren. Das soll aber nicht heissen, dass Leute ohne Netzwerkadapter einen Bogen um das Spiel machen sollen. Mein Tip: Leiht es euch für einen Tag und seit begeister oder enttäuscht. Ich gehöre zr ersten gruppe und bereue den Kauf in keinster Weise.



Etwas in eigener Sache: So. Viele werden bestimmt den Namen Halo 2 in meinen Bericht vermisst haben. Was ich in den letzten Wochen nach Release von Killzone teilweise gelesen habe, ist sehr fragwürdig. Gerade in amerikanischen Reviews wurde Killzone in der Luft zerrissen, weil es nicht anHalo 2 heranreicht. Der Entwickler hätte angeblich im Vorfeld gesagt, dass es sich bei Killzone um den Halo Killer handelt. Das stimmt so aber nicht. Guerilla hat lediglich gesagt, dass man den Shooterbereich auf der PS2 aufmischen wolle, was durchaus gelungen ist. Ob Halo 2 besser oder schlechte ist, soll doch jeder für sich selbst entscheiden. Ich würde Bungies Meisterwerk auch eine höhere Wertung geben aber deshallb sollte man den Test eines völlig anderen und eigenständigen Shooters nicht so oberflächlich behandeln. Es gibt zig Spieler, die auf die PS2 schwören und sich nicht nur wegen Halo eine XBox zulegen möchten. Genauso gibt es zig Leute, die Zelda toll finden aber sich nie extra dafür einen Gamecube kaufen würden. So hat der PS2 Spieler jetzt halt Killzone, dass nichts mit Halo zu tun hat und ganz eigenständig auf einer ganz anderen Konsole mittlerweile viele Fans verbuchen kann. Etwas mehr Offenheit für andere produkte würde ich mir wirklich wünschen, denn Killzone ist das perfekte Beispiel, dass ein Spiel totgehypet werden kann...

Ich hoffe es hat Euch gefallen, und bitte noch bewerten.

Weitere Informationen unter www.killzoneps2.com

Viel Spaß noch! airstriker

2 Bewertungen, 1 Kommentar

  • NancyNoack

    04.10.2005, 14:32 Uhr von NancyNoack
    Bewertung: sehr hilfreich

    Ein schöner bericht, gut gegliedert und für jeden leser verständlich geschrieben. Sehr hilfreich! Lg, Nancy