Kinder und Zahnarztbesuch Testbericht
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Erfahrungsbericht von AnnaH
Kinder beim Zahnarzt
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Kinder beim Zahnarzt
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Meine Kinder hatten jahrelang schlechte Zähne. Der erste Zahnarzt Dr.U... sagte, er behandle keine schreienden Kinder. Also probierten wir es bei Dr.B. Er behandelte die Kinder, aber sie hatten Angst. Meine Tochter Johanna hatte Zahnschmerzen , so sehr, dass wir sonntags in die Zahnklinik mussten . Sie war lieb und stolz, dass man bei ihr plombierte. Johanna war das einzigste meiner vier Kinder, die gerne zum Zahnarzt ging. Damals war Johanna 4 Jahre alt. In der Zahnklinik behandelte man den Zahn aber nur provisorisch, da ja nur Notdienst war. Man müsse Montags zum Hauszahnarzt und eine Zahnwurzelbehandlung machen. Dies war wohl sehr schmerzhaft. Sie weinte und lies sich den Zahn dann nicht mehr fertig plombieren. Seither machte sie den Mund nicht mehr auf. Nun wollte ich ihr eine Zahnärztin suchen, da versprach ich mir mehr davon. Aber eine Nachbarin sagte zu mir, sie gehe mit ihrer Tochter zu Dr.Franke, der bei uns in der Nachbarschaft wohnt. Er habe in Wannweil eine Zahnarztpraxis. Ihre Jana durfte sich bei ihm einen Zahn selbst ziehen. Der Arzt sei bei Kindern einfach toll. Ich versuchte also mein Glück und meldete gleich alle vier Kinder an. Zuerst ging ich mit Johanna. Sie lies sich beim 1.Mal wohl in den Mund reinschauen, aber mit der Behandlung wollte sie warten. Dr.Franke sagte sie sei der Boss und entscheide was er tue. Sie soll sich gleich bei seiner Sprechstundenhilfe etwas aussuchen, er bespreche solange etwas mit der Mama. Es gab Fingerringe, Sterne die bei Nacht leuchten, Backformchen und Gummitiere zum aussuchen. Johanna entschied sich für einen glitzernden Ring. Mir erklärte Dr.Franke solange, dass er erst das Vertrauen zu Johanna herstellen möchte, ehe er anfange. Er möchte nicht, dass Kinder Angst haben. Ich solle ja nichts erzählen, zum Beispiel es täte gar nicht weh. Da hören die Kinder nur das Weh tun heraus. Damit würde man den Kindern nur Angst machen, und er sei dann der Böse. Bei ihm gäbe es keine Spritzen, er lasse den Zahn einschlafen. Er arbeite mit Zauberknete die den Zahn wieder ganz macht. Er verwende eine kindgerechte Sprache, die gar nicht erst Angst aufkommen lässt. Ich könne ihm glauben, er verstehe es mit Kindern. Da ich ihn als liebevollen Vater von zwei Kindern aus der Nachbarschaft kenne, glaube ich ihm das. Und ich habe es ja mit eigenen Augen gesehen, wie er mit Johanna gesprochen hat. Aber insgeheim blieb ich doch etwas skeptisch. Ich hätte es gerne gesehen, dass Johanna die Zähne gleich reparieren lassen hätte. Aber meinetwegen. Hauptsache sie macht überhaupt den Mund auf. Dr. Franke sagte es gebe keine Termine- nur Besuche. Wie man eben einen Freund besucht, besucht man auch den Zahnarzt. Und belohnen soll ich sie auch nicht, es gäbe Eltern die hätten ihren Kindern schon ein Fahrrad dafür versprochen. Und dann würde das Kind erst recht Versagensängste bekommen, und den Mund gar nicht mehr aufmachen. Auch recht, spare ich schon das Geld, die ständige Belohnerei geht ja schließlich ins Geld. Ich bekam als Kind auch 10.- oder 20.- DM Bestechungsgeld für einen Zahnarztbesuch, das ich keine Angst haben sollte. Aber meine Kinder haben so schlechte Zähne, da werde ich bei dieser Methode arm. Und dass dann gleich mal vier.
Mittlerweilen klappt es bei Dr.Franke ganz gut. Johanna hat keine Angst mehr, und sich schon einige Zähne machen lassen. Auch Michael und Daniel wurden erfolgreich behandelt. Jetzt fehlt nur noch meine kleine Annika. Sie ist 3 Jahre alt, und hat auch furchtbar schlechte Zähne. Bis jetzt hat sie auch bei Dr.Franke den Mund noch nicht aufgemacht. Aber sie geht wenigstens mit, spricht mit ihm, besucht ihn, und lässt sich von ihm ein Ringchen schenken. Für seine kleine Freundin sagt er. Nun ja, bei ihr braucht es wohl etwas länger, aber ich bin zuversichtlich, dass er es noch schafft. Ansonsten soll ich konsequent sein, ihr wirklich nichts süßes mehr geben, dass die Zähne nicht noch mehr kaputt gehen. Unter Narkose möchte ich sie auf keinen Fall behandeln lassen, wie das andere Zahnärzte vorschlagen. Das ist ein viel zu großer unnötiger Eingriff finde ich.
© Sabine Luz, Tübingen den 14.03.2003 für Ciao und Yopi
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Meine Kinder hatten jahrelang schlechte Zähne. Der erste Zahnarzt Dr.U... sagte, er behandle keine schreienden Kinder. Also probierten wir es bei Dr.B. Er behandelte die Kinder, aber sie hatten Angst. Meine Tochter Johanna hatte Zahnschmerzen , so sehr, dass wir sonntags in die Zahnklinik mussten . Sie war lieb und stolz, dass man bei ihr plombierte. Johanna war das einzigste meiner vier Kinder, die gerne zum Zahnarzt ging. Damals war Johanna 4 Jahre alt. In der Zahnklinik behandelte man den Zahn aber nur provisorisch, da ja nur Notdienst war. Man müsse Montags zum Hauszahnarzt und eine Zahnwurzelbehandlung machen. Dies war wohl sehr schmerzhaft. Sie weinte und lies sich den Zahn dann nicht mehr fertig plombieren. Seither machte sie den Mund nicht mehr auf. Nun wollte ich ihr eine Zahnärztin suchen, da versprach ich mir mehr davon. Aber eine Nachbarin sagte zu mir, sie gehe mit ihrer Tochter zu Dr.Franke, der bei uns in der Nachbarschaft wohnt. Er habe in Wannweil eine Zahnarztpraxis. Ihre Jana durfte sich bei ihm einen Zahn selbst ziehen. Der Arzt sei bei Kindern einfach toll. Ich versuchte also mein Glück und meldete gleich alle vier Kinder an. Zuerst ging ich mit Johanna. Sie lies sich beim 1.Mal wohl in den Mund reinschauen, aber mit der Behandlung wollte sie warten. Dr.Franke sagte sie sei der Boss und entscheide was er tue. Sie soll sich gleich bei seiner Sprechstundenhilfe etwas aussuchen, er bespreche solange etwas mit der Mama. Es gab Fingerringe, Sterne die bei Nacht leuchten, Backformchen und Gummitiere zum aussuchen. Johanna entschied sich für einen glitzernden Ring. Mir erklärte Dr.Franke solange, dass er erst das Vertrauen zu Johanna herstellen möchte, ehe er anfange. Er möchte nicht, dass Kinder Angst haben. Ich solle ja nichts erzählen, zum Beispiel es täte gar nicht weh. Da hören die Kinder nur das Weh tun heraus. Damit würde man den Kindern nur Angst machen, und er sei dann der Böse. Bei ihm gäbe es keine Spritzen, er lasse den Zahn einschlafen. Er arbeite mit Zauberknete die den Zahn wieder ganz macht. Er verwende eine kindgerechte Sprache, die gar nicht erst Angst aufkommen lässt. Ich könne ihm glauben, er verstehe es mit Kindern. Da ich ihn als liebevollen Vater von zwei Kindern aus der Nachbarschaft kenne, glaube ich ihm das. Und ich habe es ja mit eigenen Augen gesehen, wie er mit Johanna gesprochen hat. Aber insgeheim blieb ich doch etwas skeptisch. Ich hätte es gerne gesehen, dass Johanna die Zähne gleich reparieren lassen hätte. Aber meinetwegen. Hauptsache sie macht überhaupt den Mund auf. Dr. Franke sagte es gebe keine Termine- nur Besuche. Wie man eben einen Freund besucht, besucht man auch den Zahnarzt. Und belohnen soll ich sie auch nicht, es gäbe Eltern die hätten ihren Kindern schon ein Fahrrad dafür versprochen. Und dann würde das Kind erst recht Versagensängste bekommen, und den Mund gar nicht mehr aufmachen. Auch recht, spare ich schon das Geld, die ständige Belohnerei geht ja schließlich ins Geld. Ich bekam als Kind auch 10.- oder 20.- DM Bestechungsgeld für einen Zahnarztbesuch, das ich keine Angst haben sollte. Aber meine Kinder haben so schlechte Zähne, da werde ich bei dieser Methode arm. Und dass dann gleich mal vier.
Mittlerweilen klappt es bei Dr.Franke ganz gut. Johanna hat keine Angst mehr, und sich schon einige Zähne machen lassen. Auch Michael und Daniel wurden erfolgreich behandelt. Jetzt fehlt nur noch meine kleine Annika. Sie ist 3 Jahre alt, und hat auch furchtbar schlechte Zähne. Bis jetzt hat sie auch bei Dr.Franke den Mund noch nicht aufgemacht. Aber sie geht wenigstens mit, spricht mit ihm, besucht ihn, und lässt sich von ihm ein Ringchen schenken. Für seine kleine Freundin sagt er. Nun ja, bei ihr braucht es wohl etwas länger, aber ich bin zuversichtlich, dass er es noch schafft. Ansonsten soll ich konsequent sein, ihr wirklich nichts süßes mehr geben, dass die Zähne nicht noch mehr kaputt gehen. Unter Narkose möchte ich sie auf keinen Fall behandeln lassen, wie das andere Zahnärzte vorschlagen. Das ist ein viel zu großer unnötiger Eingriff finde ich.
© Sabine Luz, Tübingen den 14.03.2003 für Ciao und Yopi
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