Wolfsmond. Der dunkle Turm 5 (Taschenbuch) / Stephen King Testbericht

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ab 8,78
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Erfahrungsbericht von firestorm

Fortsetzung in Kleinformat

Pro:

gelungene Fortsetzung der Saga

Kontra:

einige langwierige Passagen

Empfehlung:

Ja

Da ich nicht der Fan von großen, schweren, gebundenen Büchern bin und auch gern unterwegs oder im Urlaub lese, aber unbedingt wissen wollte, wie es mit Roland und seinen Freunden weiter geht, blieb mir also nichts anderes übrig, als sehnsüchtig auf die Taschenbuchausgabe von Wolfsmond zu warten. Laut Verlag soll diese Ausgabe erst im Dezember dieses Jahres erscheinen, deshalb war ich umso überraschter, Wolfsmond jetzt schon in den Buchläden zu sehen. Natürlich musste ich es sofort kaufen und besitze mein Exemplar nun seit über einer Woche, in der ich viel vernachlässigen musste, da mich das Buch, wie bereits die Vorgänger, komplett in seinen Bann gezogen hat.


Autor

Stephen King ist bestimmt Vielen ein Begriff. Er wurde 1947 in Portland, Maine, geboren und ist heute ein berühmter Schriftsteller moderner Horrorliteratur. Bereits in jungen Jahren während seiner Schulzeit schrieb King erste Science-Fiction Geschichten und während seines Studiums einige Romane, die er später unter seinem Pseudonym Richard Bachman veröffentlichte. Der Durchbruch gelang ihm aber erst mit seinem 1973 veröffentlichten Roman Carrie.
Später folgen bekannte und teilweise verfilmte Werke wie Es, Sie (Misery), Friedhof der Kuscheltiere uvm.

Aus der Reihe Der Dunkle Turm sind bisher erschienen:
Schwarz (1982)
Drei (1987)
tot. (1991)
Glas (1997)
Wolfsmond (2003)
Susannah (2004)
Der letzte Band Der Turm soll Mitte Dezember 2004 erhältlich sein


Inhalt

Da ich zukünftigen Lesern nicht die Spannung an dem Buch verderben will, gebe ich den Inhalt nur grob zusammengefasst wieder.

Wolfsmond beginnt im kleinen Dorf Calla Bryn Sturgis. Diesem und die umliegenden Callas wurde ein schweres Schicksal auferlegt. Ungefähr einmal in jeder Generation werden die Menschen der Callas von Wesen, die sich die Wölfe nennen und aus einer Gegend Namens Donnerschlag kommen, heimgesucht, die ihre Kinder entführen. Da es in den Callas üblich ist, dass es überwiegend Zwillingsgeburten gibt und Einzelkinder eine seltene Ausnahme bilden, stehlen die Wölfe immer nur einen der Zwillinge. Nach einigen Monaten kehren die überlebenden Kinder wieder in ihre Dörfer zurück, wobei ihr “Erlebnis“ tiefe Spuren hinterlassen hat. Sie mutieren zu Riesen, haben jegliche Intelligenz verloren und sind unfähig ein eigenständiges Leben zu führen; ein Schicksal, das noch schlimmer ist als der Tod.
Seit Generationen hat sich an dieser Situation nichts geändert, doch nun will der Farmer Tian Jaffords diesen Teufelskreis durchbrechen. Er weiß zwar genau, dass die Menschen nicht die geringste Chance gegen die Wölfe haben, doch als ihn die Nachricht erreicht, dass eine Gruppe Revolvermänner in der Nähe gesichtet wurde, erwacht neue Hoffnung in ihm.

Inzwischen ziehen der Revolvermann Roland und seine Gefährten weiter auf der Suche nach dem Dunklen Turm. Durch Muffinkugeln, eine Art von Pilzen, geraten die Freunde in den Zustand des Flitzens, eine Art realer Traum, bei dem ihre Körper in der realen Welt verschwinden und in der Traumwelt, die auf der realen Vergangenheit basiert, wieder auftauchen, jedoch ohne von den hiesigen Menschen bemerkt zu werden. Eddie und Jake auf diesem Weg ins New York von ’77 zurück und kommen dem Geheimnis um das unbebaute Grundstück mit der mysteriösen Rose näher. Währenddessen hat Susannah mit einem schweren Schicksal zu kämpfen. In ihr wächst nicht nur ein Neugeborenes heran, sondern eine neue, geheimnisvolle Persönlichkeit, die sich Mia nennt, ergreift von ihr Besitz, die noch grausamer als die alte Detta Walker ist. Roland ist der einzige, der ihre erneute Schizophrenie bemerkt, behält dieses Erlebnis jedoch für sich.
Nachdem die Träume vorbei sind macht die Gruppe mit Pater Callahan (der bereits in Kings Roman Brennen muss Salem vorkam) Bekanntschaft, der sie über die Vorfälle der Calla aufklärt und sie bittet die Einwohner im Kampf gegen die Wölfe zu unterstützen. Wie nicht anders zu erwarten willigen Roland und seine Gefährten ein.


Fazit

Als Fan der Dunkle Turm Reihe, hat mich auch Wolfsmond von der ersten bis zur letzten Seite überzeugt. Einigen wird wohl der veränderte Schreibstil missfallen, da mit diesem Band der Übersetzer gewechselt wurde und dieser einige Dunkler-Turm-typische Begriffe und Namen verändert hat (z.B. Donnerhall zu Donnerschlag, oder der Zauberer Randall Flagg heißt plötzlich Richard Fannin etc.). Ich habe mich aber schon nach kurzer Zeit dran gewöhnt und auch Gefallen an dem neuen Stil gefunden, da dieser etwas Abwechslung in die Saga bringt.
Als einzigen Kritikpunkt muss ich anmerken, dass trotz 940 Seiten die Handlung nur träge vorankommt, was auch Kings detaillierte Beschreibung der Orte und Situationen nicht wettmachen kann. Ich hätte mir etwas mehr Action und spannende Wendungen der Handlung gewünscht, da King dies ja schon einmal mit Drei geschafft hat, das außerdem nur die Hälfte der Seitenanzahl von Wolfsmond besitzt. Natürlich bleiben auch hier am Ende, wie es bei Fortsetzungen nun mal so ist, einige Fragen offen.
Mich stört das aber nur wenig und ich werde Wolfsmond nicht zum letzten Mal gelesen haben.


Wolfsmond, Taschenbuch
Heyne Verlag 12/2004
940 Seiten
ISBN 3-453-53023-3
€ 10,95

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