Dreamcatcher- Duddits (Taschenbuch) / Stephen King Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 06/2004
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Erfahrungsbericht von Prisca
SSAT --- Selbe Scheisse, anderer Tag!
Pro:
recht spannend
Kontra:
manchmal etwas verwirrend - am Anfang zieht es sich etwas
Empfehlung:
Ja
Prisca hat aber lange nichts mehr gelesen, werdet ihr euch vielleicht denken – kein Wunder, wenn man bedenkt, das manchmal jeder zweite Berichte von mir sich um Buch dreht. Aber ganz so ist das nicht.
Erstens hatte ich in den letzten Tagen wenig Zeit zum Lesen – musste ganze Tage arbeiten – auch in den Meinungsforen war ich recht aktiv ( okay, das bin ich ja eigentlich immer – irgendwie hat sich das schon zu einem richtigen Hobby entwickelt) – und bei Ebay sind etliche Auktionen ausgelaufen, die wollen natürlich angeschrieben werden (die Höchstbietenden, nicht die Auktionen!) und verpackt werden muss das Ganze ja schließlich auch noch. Das braucht schon alles seine Zeit.
Nun halten mich aber all diese Dinge normalerweise nicht davon ab, zwischendurch mal meine Nase in ein gutes Buch zu stecken. Und so hatte ich auch in den letzten Tagen ein Buch auf meinem Nachttisch liegen:
DUDDITS von Stephen King
Der Grund, warum ich nicht so viel wie gewöhnlich gelesen habe lag einfach daran, das ich einige Zeit brauchte, mich in dieses Buch einzulesen. Ich habe schon einige Bücher von Stephen King gelesen... manche finde ich ganz toll, andere sind mehr so Na ja Bücher ( einmal gelesen und gleich wieder vergessen), manchmal habe ich die Bücher auch gleich nach den ersten Seiten wieder weggelegt. Trotzdem bin ich immer wieder neugierig auf seine Bücher und kam natürlich an seinem neusten Werk nicht vorbei.
Aber bevor ich euch weiter mit meinen Eindrücken zu diesem Buch nerve, werde ich euch doch erst einmal kurz den Inhalt vorstellen, vielleicht kennt ja noch nicht jeder von euch dieses Buch und ist ein wenig neugierig.
Pete, Henry, Biber und Jonesy – vier alte Freunde. Schon in ihrer Schulzeit waren sie unzertrennlich. In der Zwischenzeit sind sie erwachsen – ihre Träume von damals haben sich in nichts aufgelöst.
Jonesy hatte einen schweren Autounfall, von dem er sich nur sehr langsam zu erholen scheint – Pete ist Alkoholiker und vermag sich diese Tatsache einfach nicht einzugestehen – Henry ist erfolgreicher Psychiater und plagt sich schon seit längerer Zeit mit Selbstmordgedanken herum. Einzig Biber scheint noch ein halbwegs normales Leben zu führen.
Die Freunde von damals haben sich auseinandergelebt, sehen sich eigentlich nicht mehr – nur einmal im Jahr, da treffen sie sich in einer kleinen Hütte in den Wäldern von Maine um gemeinsam auf die Jagd zu gehen.
So auch dieses Jahr. Aber in diesem Jahr soll alles anders werden, als zuvor. Ein Schneesturm wütet in den Wäldern. Pete und Henry machen sich auf den Weg zu einem nahegelegenen Supermarkt, Vorräte kaufen – man kann ja nicht wissen, ob man nicht vielleicht einschneit. Jonesy und Biber bleiben zurück – streifen ein wenig durch den Wald. Jonesy, der durch seinen Unfall nicht mehr so gut zu Fuß ist, beschließt: Ich mache es mir auf dem Hochsitz bequem. Alles scheint ganz normal.
Und dann geschieht es. Jonesy hört unter sich ein Geräusch, die Bäume bewegen sich. Ein Hirsch – denkt er und greift nach seinem Gewehr. Erst in der allerletzten Sekunde erkennt er: Halt! Das ist ja ein Mensch! Ein Mann, der sich da durchs Unterholz schlägt, unsicher, verwirrt. Was ist los mit ihm?
Jonesy klettert von seinem Hochsitz, spricht ihn an. Der Mann reagiert abwesend, scheint nicht ganz bei Verstand zu sein. Fast hilflos wie ein kleines Kind. Natürlich mag Jonesy ihn nicht allein im Wald zurücklassen, zumal ihn das schlechte Gewissen plagt: Mann, ich hätte dich FAST erschossen! Also nimmt er ihn mit zurück in ihre Hütte.
Auch Biber ist dort. Gemeinsam machen sie dem Mann etwas zu essen, bringen ihn dann ins Bett. Irgendetwas stimmt mit dem nicht, da sind sie sich einig. Der muss krank sein! Nicht nur sein seltsames Wesen bestürzt die beiden – nein – der Mann rülpst und furzt – so was hat man noch nicht erlebt! Ein unerträglicher Geruch geht von dem Mann aus, ein unnormaler Geruch. Außerdem scheint er große Schmerzen zu leiden.
Jonesy und Biber fühlen sich unbehaglich, aber was sollen sie tun? Wir warten, bis Henry und Pete zurückkommen, Henry wird schon Rat wissen. Henry wusste immer Rat!
Aber Henry und Pete kommen nicht, haben sie doch ein ähnlich merkwürdiges Erlebnis wie Biber und Jonesy. Mitten auf der Straße stoßen sie auf eine apathisch dasitzende Frau – fast hätten sie sie überfahren......
Dann geschehen im Wald weitere Merkwürdigkeiten. Alle Tiere scheinen sich plötzlich auf der Flucht zu befinden, sie laufen Richtung Osten, nur weg aus dem Wald. Außerdem sind da merkwürdig bunte Lichter am Himmel... und ein Hubschrauber, der über der Hütte kreist und ihnen zuruft, sie sollten bleiben, wo sie sind, dieses Gebiet würde vorerst unter Quarantäne stehen.....
Plötzlich erinnern sich die vier Freunde an Duddits – ihren Freund Duddits. Duddits ist mongoloid. Durch Zufall haben sie ihn in ihrer Jugend kennen- und liebengelernt. Ein paar große Jungen machten sich über ihn lustig, unsere vier Freunde griffen ein und retteten den verängstigen Jungen so vor Schlimmeren. Sie bringen Duddits nach Hause – und plötzlich ist er einer von ihnen. Er ist ihr Freund! Vieles bringen sie Duddits bei – Spiele, die sie gespielt hatten, sie binden ihm die Schuhe zu und können sich mit ihm verständigen.
Doch Duddits lernt nicht nur von ihnen – auch sie lernen von Duddits. Denn Duddits hat außergewöhnliche Fähigkeiten: Er sieht die Linie – die Linie, die niemand anders sehen kann. Er hört Menschen sprechen, die sich an einem ganz anderen Ort befinden. Und einiges von diesen Fähigkeiten überträgt er auf seine vier Freunde: Jonesy, Biber, Henry und Pete.
An genau diese Fähigkeiten werden die Vier jetzt erinnert – allein im Wald, unter Quarantäne gestellt mit fremden Menschen, die offensichtlich den Keim einer seltsamen Krankheit in sich tragen....
Nein, mehr werde ich euch vom Inhalt des Buches nicht verraten – ihr sollt es schließlich noch lesen. Jetzt komme ich wieder zurück zu meinen Eindrücken zum Buch.
Wie schon geschrieben, der Einstieg fiel mir recht schwer. Das Buch fängt an mit Zeitungsmeldungen über UFO Sichtungen aus verschiedenen Jahrzehnten. Dann kommen kurze Kapitel zu den Hauptpersonen des Buches – diese stammen aber auf völlig verschiedenen Jahren ( Biber 1988 – Pete 1993 – Henry 1998 und Jonesy 2001) und stehen auch inhaltlich scheinbar in überhaupt keinem Zusammenhang. Danach beginnt dann das Hauptbuch mit der Geschichte von McCarthy ( das ist der Mann, den Jonesy im Wald fast erschossen hätte).
Zunächst nicht übermäßig spannend plätschert die Geschichte auf den ersten 60 - 70 Seiten ein wenig zusammenhanglos vor sich hin – das war schon mal nicht das, was ich eigentlich wollte. Nachdem sich dann heraus zu kristallisieren beginnt, das mit McCarthy etwas nicht stimmt, wird die Sache schon etwas spannender – man will als Leser ja schließlich wissen, was das denn nun ist!
Und so langsam aber sicher zieht einem die Geschichte in den Bann. Es geschehen Ungeheuerlichkeiten – von Stephen King auf eine vortreffliche Art beschrieben, aber zartbesaitete Gemüter seien gewarnt, manche Stellen haben es wirklich in sich. Die Spannung scheint von Seite zu Seite zu steigen – es kommen immer wieder neue Personen, neue Aspekte ins Spiel. Bis zum Ende des Romans ist es jetzt nicht mehr weit – der Leser dürfte zwar noch gut 650 Seiten vor sich haben, aber die zu lesen macht eigentlich keine großen Schwierigkeiten mehr, wenn man erst mal in der Handlung drin steckt.
Wie schon erwähnt, dieses Buch ist sicher nicht für jedermann geeignet, King geht an manchen Stellen mit seinen Beschreibungen wirklich bis knapp an die Schmerzgrenze – zerquetschte Gliedmaßen, aufspringende Köpfe, Fußböden voller Blut – das sind eher noch die harmlosen Dinge, die er bis in die kleinste Kleinigkeit genau beschreibt. Außerdem geizt King in diesem Roman wirklich nicht mit Kraftausdrücken.
Auch sonst ist es nicht ganz einfach, diesen Roman zu lesen – King erzählt oft nur bruchstückhaft. Erst geht es um das Erlebte von Jonesys und Biber in der Hütte – dann wechselt er plötzlich zu Pete und Henry, die sich an einem ganz anderen Ort befinden, aber teilweise Gedanken und Gespräche wahrnehmen können, die Biber und Jonesy führen. Dann kommt wieder eine Stelle von Duddits, der sich zwar nicht mit unseren Freunden im Wald befindet, aber im Roman trotzdem eine wichtige Rolle spielt ( was uns ja auch der Name des Romas schon verraten dürfte).
Zwischendurch noch mal eine Rückblende in die Vergangenheit. Manchmal zieht sie sich über ein ganzes Kapitel hin, oft sind es aber auch nur dazwischen geworfene Gedanken und Erinnerungen unserer vier Freunde.
Wieder zurück in die Waldhütte und dann folgt plötzlich ein Kapitel über das Militär, das einen Angriff auf *** plant ( verrate ich euch nicht... ätsch!)
Zusätzlich kompliziert wird dieses Hin- und herspringen zwischen Personen und Orten dadurch, das King nicht immer die zeitliche Reihenfolge einhält. Manchmal laufen die Geschehnisse hintereinander ab, wie aufgeschrieben – manchmal auch gleichzeitig – und manchmal findet auch das später geschriebene viel früher statt. Nicht immer ganz einfach, der Handlung zu folgen, aber wenn man am Ball bleibt ( d.h. das Buch nicht in kleinen Häppchen liest) dann bildet der Roman doch ein komplettes Ganzes.
Zum Schluss möchte ich noch einiges über das Buch selbst sagen. Ich habe die gebundene Ausgabe vor mir liegen – 824 Seiten dick. Gefallen hat mir der Schutzumschlag. Ein grelles, in den Augen beißendes grün – kann man einfach nicht übersehen. Nur Autor und Titel des Buches stehen in schwarzer Schrift darauf – aber in der Mitte befindet sich ein Loch. Von dort lugt – auf den Einband des Buches gedruckt – ein großes, goldenes Auge hervor. Das macht neugierig. Wenn man den Umschlag übrigens abmacht, findet man nicht den üblichen tristen Leineneinband vor – nein, hier handelt es sich um einen glatten, schwarzen Pappeinband der mit einer Art ... hm... Echse??? ... bedruckt ist ( von der natürlich auch das Auge stammt, das uns durch den Schutzumschlag hindurch anblinzelt). Interessant gemacht – ein wenig nervend wird das grelle grün des Schutzumschlags erst dann, wenn man versucht, den Innentext zu lesen, die Farbe beißt nämlich wirklich ganz schön in den Augen – hinterher sieht man erst mal fünf Minuten lang kleine, helle Pünktchen!
Und jetzt mein Fazit:
Ein etwas eigenwilliger King sicher nicht für jedermann. Teilweise krasse Beschreibungen, die einem schon mal schlucken lassen, wenn man sich das bildlich vorstellt. Viele Kraftausdrücke, an denen sich sicher der eine oder andere Leser stören dürfte.
Der Einstieg in der Buch fällt nicht so leicht und manchmal ist es etwas schwierig, der Handlung zu folgen.
Warum ich das Buch trotz aller Nachteile empfehle und eine gute durchschnittliche Wertung dafür gebe? Weil ich es nach meiner Eingewöhnungszeit dann doch recht spannend fand und es ziemlich schnell verschlungen habe!
Nochmal kurz für alle, die sich an meiner etwas krassen Überschrift gestoßen haben - SSAT - das ist das Motto der vier Freunde, das sie schon in ihrer Kindheit geprägt haben und das sich irgendwie durch das ganze Buch zieht (und glaubt es mir, es ist eines der harmlosen in diesem Buch - wer sich schon hieran stört, sollte diesen Roman garnicht erst in die Hand nehmen!)
Erstens hatte ich in den letzten Tagen wenig Zeit zum Lesen – musste ganze Tage arbeiten – auch in den Meinungsforen war ich recht aktiv ( okay, das bin ich ja eigentlich immer – irgendwie hat sich das schon zu einem richtigen Hobby entwickelt) – und bei Ebay sind etliche Auktionen ausgelaufen, die wollen natürlich angeschrieben werden (die Höchstbietenden, nicht die Auktionen!) und verpackt werden muss das Ganze ja schließlich auch noch. Das braucht schon alles seine Zeit.
Nun halten mich aber all diese Dinge normalerweise nicht davon ab, zwischendurch mal meine Nase in ein gutes Buch zu stecken. Und so hatte ich auch in den letzten Tagen ein Buch auf meinem Nachttisch liegen:
DUDDITS von Stephen King
Der Grund, warum ich nicht so viel wie gewöhnlich gelesen habe lag einfach daran, das ich einige Zeit brauchte, mich in dieses Buch einzulesen. Ich habe schon einige Bücher von Stephen King gelesen... manche finde ich ganz toll, andere sind mehr so Na ja Bücher ( einmal gelesen und gleich wieder vergessen), manchmal habe ich die Bücher auch gleich nach den ersten Seiten wieder weggelegt. Trotzdem bin ich immer wieder neugierig auf seine Bücher und kam natürlich an seinem neusten Werk nicht vorbei.
Aber bevor ich euch weiter mit meinen Eindrücken zu diesem Buch nerve, werde ich euch doch erst einmal kurz den Inhalt vorstellen, vielleicht kennt ja noch nicht jeder von euch dieses Buch und ist ein wenig neugierig.
Pete, Henry, Biber und Jonesy – vier alte Freunde. Schon in ihrer Schulzeit waren sie unzertrennlich. In der Zwischenzeit sind sie erwachsen – ihre Träume von damals haben sich in nichts aufgelöst.
Jonesy hatte einen schweren Autounfall, von dem er sich nur sehr langsam zu erholen scheint – Pete ist Alkoholiker und vermag sich diese Tatsache einfach nicht einzugestehen – Henry ist erfolgreicher Psychiater und plagt sich schon seit längerer Zeit mit Selbstmordgedanken herum. Einzig Biber scheint noch ein halbwegs normales Leben zu führen.
Die Freunde von damals haben sich auseinandergelebt, sehen sich eigentlich nicht mehr – nur einmal im Jahr, da treffen sie sich in einer kleinen Hütte in den Wäldern von Maine um gemeinsam auf die Jagd zu gehen.
So auch dieses Jahr. Aber in diesem Jahr soll alles anders werden, als zuvor. Ein Schneesturm wütet in den Wäldern. Pete und Henry machen sich auf den Weg zu einem nahegelegenen Supermarkt, Vorräte kaufen – man kann ja nicht wissen, ob man nicht vielleicht einschneit. Jonesy und Biber bleiben zurück – streifen ein wenig durch den Wald. Jonesy, der durch seinen Unfall nicht mehr so gut zu Fuß ist, beschließt: Ich mache es mir auf dem Hochsitz bequem. Alles scheint ganz normal.
Und dann geschieht es. Jonesy hört unter sich ein Geräusch, die Bäume bewegen sich. Ein Hirsch – denkt er und greift nach seinem Gewehr. Erst in der allerletzten Sekunde erkennt er: Halt! Das ist ja ein Mensch! Ein Mann, der sich da durchs Unterholz schlägt, unsicher, verwirrt. Was ist los mit ihm?
Jonesy klettert von seinem Hochsitz, spricht ihn an. Der Mann reagiert abwesend, scheint nicht ganz bei Verstand zu sein. Fast hilflos wie ein kleines Kind. Natürlich mag Jonesy ihn nicht allein im Wald zurücklassen, zumal ihn das schlechte Gewissen plagt: Mann, ich hätte dich FAST erschossen! Also nimmt er ihn mit zurück in ihre Hütte.
Auch Biber ist dort. Gemeinsam machen sie dem Mann etwas zu essen, bringen ihn dann ins Bett. Irgendetwas stimmt mit dem nicht, da sind sie sich einig. Der muss krank sein! Nicht nur sein seltsames Wesen bestürzt die beiden – nein – der Mann rülpst und furzt – so was hat man noch nicht erlebt! Ein unerträglicher Geruch geht von dem Mann aus, ein unnormaler Geruch. Außerdem scheint er große Schmerzen zu leiden.
Jonesy und Biber fühlen sich unbehaglich, aber was sollen sie tun? Wir warten, bis Henry und Pete zurückkommen, Henry wird schon Rat wissen. Henry wusste immer Rat!
Aber Henry und Pete kommen nicht, haben sie doch ein ähnlich merkwürdiges Erlebnis wie Biber und Jonesy. Mitten auf der Straße stoßen sie auf eine apathisch dasitzende Frau – fast hätten sie sie überfahren......
Dann geschehen im Wald weitere Merkwürdigkeiten. Alle Tiere scheinen sich plötzlich auf der Flucht zu befinden, sie laufen Richtung Osten, nur weg aus dem Wald. Außerdem sind da merkwürdig bunte Lichter am Himmel... und ein Hubschrauber, der über der Hütte kreist und ihnen zuruft, sie sollten bleiben, wo sie sind, dieses Gebiet würde vorerst unter Quarantäne stehen.....
Plötzlich erinnern sich die vier Freunde an Duddits – ihren Freund Duddits. Duddits ist mongoloid. Durch Zufall haben sie ihn in ihrer Jugend kennen- und liebengelernt. Ein paar große Jungen machten sich über ihn lustig, unsere vier Freunde griffen ein und retteten den verängstigen Jungen so vor Schlimmeren. Sie bringen Duddits nach Hause – und plötzlich ist er einer von ihnen. Er ist ihr Freund! Vieles bringen sie Duddits bei – Spiele, die sie gespielt hatten, sie binden ihm die Schuhe zu und können sich mit ihm verständigen.
Doch Duddits lernt nicht nur von ihnen – auch sie lernen von Duddits. Denn Duddits hat außergewöhnliche Fähigkeiten: Er sieht die Linie – die Linie, die niemand anders sehen kann. Er hört Menschen sprechen, die sich an einem ganz anderen Ort befinden. Und einiges von diesen Fähigkeiten überträgt er auf seine vier Freunde: Jonesy, Biber, Henry und Pete.
An genau diese Fähigkeiten werden die Vier jetzt erinnert – allein im Wald, unter Quarantäne gestellt mit fremden Menschen, die offensichtlich den Keim einer seltsamen Krankheit in sich tragen....
Nein, mehr werde ich euch vom Inhalt des Buches nicht verraten – ihr sollt es schließlich noch lesen. Jetzt komme ich wieder zurück zu meinen Eindrücken zum Buch.
Wie schon geschrieben, der Einstieg fiel mir recht schwer. Das Buch fängt an mit Zeitungsmeldungen über UFO Sichtungen aus verschiedenen Jahrzehnten. Dann kommen kurze Kapitel zu den Hauptpersonen des Buches – diese stammen aber auf völlig verschiedenen Jahren ( Biber 1988 – Pete 1993 – Henry 1998 und Jonesy 2001) und stehen auch inhaltlich scheinbar in überhaupt keinem Zusammenhang. Danach beginnt dann das Hauptbuch mit der Geschichte von McCarthy ( das ist der Mann, den Jonesy im Wald fast erschossen hätte).
Zunächst nicht übermäßig spannend plätschert die Geschichte auf den ersten 60 - 70 Seiten ein wenig zusammenhanglos vor sich hin – das war schon mal nicht das, was ich eigentlich wollte. Nachdem sich dann heraus zu kristallisieren beginnt, das mit McCarthy etwas nicht stimmt, wird die Sache schon etwas spannender – man will als Leser ja schließlich wissen, was das denn nun ist!
Und so langsam aber sicher zieht einem die Geschichte in den Bann. Es geschehen Ungeheuerlichkeiten – von Stephen King auf eine vortreffliche Art beschrieben, aber zartbesaitete Gemüter seien gewarnt, manche Stellen haben es wirklich in sich. Die Spannung scheint von Seite zu Seite zu steigen – es kommen immer wieder neue Personen, neue Aspekte ins Spiel. Bis zum Ende des Romans ist es jetzt nicht mehr weit – der Leser dürfte zwar noch gut 650 Seiten vor sich haben, aber die zu lesen macht eigentlich keine großen Schwierigkeiten mehr, wenn man erst mal in der Handlung drin steckt.
Wie schon erwähnt, dieses Buch ist sicher nicht für jedermann geeignet, King geht an manchen Stellen mit seinen Beschreibungen wirklich bis knapp an die Schmerzgrenze – zerquetschte Gliedmaßen, aufspringende Köpfe, Fußböden voller Blut – das sind eher noch die harmlosen Dinge, die er bis in die kleinste Kleinigkeit genau beschreibt. Außerdem geizt King in diesem Roman wirklich nicht mit Kraftausdrücken.
Auch sonst ist es nicht ganz einfach, diesen Roman zu lesen – King erzählt oft nur bruchstückhaft. Erst geht es um das Erlebte von Jonesys und Biber in der Hütte – dann wechselt er plötzlich zu Pete und Henry, die sich an einem ganz anderen Ort befinden, aber teilweise Gedanken und Gespräche wahrnehmen können, die Biber und Jonesy führen. Dann kommt wieder eine Stelle von Duddits, der sich zwar nicht mit unseren Freunden im Wald befindet, aber im Roman trotzdem eine wichtige Rolle spielt ( was uns ja auch der Name des Romas schon verraten dürfte).
Zwischendurch noch mal eine Rückblende in die Vergangenheit. Manchmal zieht sie sich über ein ganzes Kapitel hin, oft sind es aber auch nur dazwischen geworfene Gedanken und Erinnerungen unserer vier Freunde.
Wieder zurück in die Waldhütte und dann folgt plötzlich ein Kapitel über das Militär, das einen Angriff auf *** plant ( verrate ich euch nicht... ätsch!)
Zusätzlich kompliziert wird dieses Hin- und herspringen zwischen Personen und Orten dadurch, das King nicht immer die zeitliche Reihenfolge einhält. Manchmal laufen die Geschehnisse hintereinander ab, wie aufgeschrieben – manchmal auch gleichzeitig – und manchmal findet auch das später geschriebene viel früher statt. Nicht immer ganz einfach, der Handlung zu folgen, aber wenn man am Ball bleibt ( d.h. das Buch nicht in kleinen Häppchen liest) dann bildet der Roman doch ein komplettes Ganzes.
Zum Schluss möchte ich noch einiges über das Buch selbst sagen. Ich habe die gebundene Ausgabe vor mir liegen – 824 Seiten dick. Gefallen hat mir der Schutzumschlag. Ein grelles, in den Augen beißendes grün – kann man einfach nicht übersehen. Nur Autor und Titel des Buches stehen in schwarzer Schrift darauf – aber in der Mitte befindet sich ein Loch. Von dort lugt – auf den Einband des Buches gedruckt – ein großes, goldenes Auge hervor. Das macht neugierig. Wenn man den Umschlag übrigens abmacht, findet man nicht den üblichen tristen Leineneinband vor – nein, hier handelt es sich um einen glatten, schwarzen Pappeinband der mit einer Art ... hm... Echse??? ... bedruckt ist ( von der natürlich auch das Auge stammt, das uns durch den Schutzumschlag hindurch anblinzelt). Interessant gemacht – ein wenig nervend wird das grelle grün des Schutzumschlags erst dann, wenn man versucht, den Innentext zu lesen, die Farbe beißt nämlich wirklich ganz schön in den Augen – hinterher sieht man erst mal fünf Minuten lang kleine, helle Pünktchen!
Und jetzt mein Fazit:
Ein etwas eigenwilliger King sicher nicht für jedermann. Teilweise krasse Beschreibungen, die einem schon mal schlucken lassen, wenn man sich das bildlich vorstellt. Viele Kraftausdrücke, an denen sich sicher der eine oder andere Leser stören dürfte.
Der Einstieg in der Buch fällt nicht so leicht und manchmal ist es etwas schwierig, der Handlung zu folgen.
Warum ich das Buch trotz aller Nachteile empfehle und eine gute durchschnittliche Wertung dafür gebe? Weil ich es nach meiner Eingewöhnungszeit dann doch recht spannend fand und es ziemlich schnell verschlungen habe!
Nochmal kurz für alle, die sich an meiner etwas krassen Überschrift gestoßen haben - SSAT - das ist das Motto der vier Freunde, das sie schon in ihrer Kindheit geprägt haben und das sich irgendwie durch das ganze Buch zieht (und glaubt es mir, es ist eines der harmlosen in diesem Buch - wer sich schon hieran stört, sollte diesen Roman garnicht erst in die Hand nehmen!)
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